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    DJM Aachen: Erste Wertungsprüfungen in Parcours und Viereck

    13.08.2010

    DJM Aachen: Erste Wertungsprüfungen in Parcours und Viereck



    von Uta Helkenberg

    Aachen (fn-press). Rund vier Wochen nach dem CHIO ist die Aachener Soers erneut Schauplatz eines Highlights im Pferdesportkalender. Zum zweiten Mal nach 2003 ermitteln die deutschen Nachwuchsreiter in Dressur und Springen ihre Meister in Aachen. Parallel dazu ermitteln die Nachwuchsvoltigierer ihre nationalen Champions in der Albert-Vahle-Halle. Der Kampf um die Medaillen begann heute mit den ersten Wertungsprüfungen in allen Altersklassen.

    Nicht im bekannten Mercedes-Benz-Bank-Stadion, sondern auf dem Rasenplatz dahinter, wo sonst die Fahrer zur Dressur und zur Kegelfahrt antreten, finden die Springprüfungen statt. Die Reiter dürfen allerdings ihre Pferde im großen Springstadion vorbereiten. "Das ist einfach toll für die Jugendlichen, einmal hier reiten zu dürfen. Für die Wettbewerbe selbst wäre das Stadion aber überdimensioniert gewesen. Es war die richtige Entscheidung auf den Fahrplatz zu gehen, dort herrscht einfach mehr Atmosphäre", sagte Heidi van Thiel (Essen), Bundesjugendwartin der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) angesichts der bereits am Freitag gut gefüllten Tribünen.

    Für die erste Überraschung sorgte gleich am Freitagmorgen Anna Marie Fuge Barranchino aus Süderbrarup in Schleswig-Holstein. Mit einer schnellen Nullrunde in nur 62,42 Sekunden ließ die 15-Jährige mit ihrem Pony Nordsturm Favoriten wie beispielsweise die beiden frische gebackenen Mannschaftseuropameisterinnen Laura Klaphake (Steinfeld) mit Jerome (0 Strafpunkte in 65,76 Sekunden/Platz sieben) und Miriam Zell (Schermbeck) mit Wombel (4/68,49/Platz 19) hinter sich. Zweiter in der ersten Wertungsprüfung wie schon beim Preis der Besten Philip Houston (Leichlingen) mit Caspar. Den dritten Platz belegt Lars Volmer (Legden) mit Top Less (0/62,65).

    Auch bei den Junioren setzte sich ein Paar aus Schleswig-Holstein durch. Mit einem wahren "Husarenritt" eroberte sich die 18-jährige Dana Erichsen aus Meldorf mit dem erst achtjährigen Quardo den ersten Platz im ersten Wertungsspringen. Als Einzige kam sie unterhalb von 60 Sekunden ins Ziel (58,55). Fast zwei Sekunden langsamer (60,61) war Maximilian Lill aus Antdorf in Bayern, Teilnehmer an den Junioren-EM 2009, mit Zorika. Er belegt damit Platz zwei. Ebenfalls EM-Erfahrung hat Julia Henning (Lengenfeld) vorzuweisen. Die 15-jährige Sächsin gehörte im vergangenen Jahr zum ersten deutschen EM-Team der Altersklasse Children. Sie landete in Aachen mit Davinia auf Platz drei (61,62).

    Waren die ersten beiden Sieger aus dem hohen Norden angereist, ging der erste Platz bei den Jungen Reitern in den Süden. Mit 73,03 Sekunden drehte der 20-jährige Maximilian Schmid (Utting) mit dem in der Familie gezogenen zwölfjährigen Cuckoo der schnellste fehlerfreie Runde und wies damit die frisch gebackenen Mannschaftseuropameister Lars Grafmüller (Rheine) mit Induction, Patrick Stühlmeyer (Mühlen) mit Rubin-Ascot und Andreas Kreuzer (Marienheide) mit Jumex Sport Atlantus in die Schranken. Sie belegten die Plätze zwei bis vier. Deren Teamkollegin, die Titelverteidigerin und Vizeeuropameisterin Katrin Eckermann (Kranenburg), blieb mit Carlson zwar ebenfalls fehlerfrei, brauchte aber etwas mehr Zeit und wurde Elfte.

    Während sich also im Springen "neue" Namen in die Siegerlisten eintragen konnten, setzten sich auf den Vierecken alte Bekannte durch. Bei den Jungen Reitern wurde Sanneke Rothenberger (Bad Homburg) mit Deveraux OLD mit ihre 74,035 Prozentpunkten ihrer Favoritenrolle voll gerecht. Sie war allerdings auch die einzige Reiterin aus dem EM-Gold-Team von Kronberg. Auf den folgenden Plätzen wurden die Karten daher neu gemischt. Zweite wurde Annabel Frenzen (Krefeld) mit Cristobal (71,035), auf dem dritten Platz landete Kathleen Keller (Harsefeld) mit Halloween (70,175). Mit noch deutlicherem Abstand deklassierte die Triple-Europameisterin Charlott-Maria Schürmann (Gehrde) mit World of Dreams den Rest der Junioren-Klasse. Sie verließ mit 74,234 Prozentpunkten das Viereck. Am dichtesten dran kam ihre Mannschaftskollegin und Lokalmatadorin Jill de Ridder (Aachen) mit Charmeur (68,108). Auf dem dritten Platz landete Johanna Wienkamp (Rheine) mit Don Pedro (67,838).

    Wie ihre springreitenden Kollegen durften die Nachwuchsdressurreiter ihre Pferde dort abreiten, wo sonst die "Großen" des Sports anzutreffen sind. Die Prüfungen finden dagegen außerhalb statt. Die Junioren und Jungen Reiter messen sich auf dem traditionellen "Vorbereitungsviereck", die Ponyreiter auf einem bereits vor dem CHIO neu angelegten Viereck zwischen Dressurstadion und Fahrplatz. In dieser Alterklasse konnte sich Grete Linnemann (Sittensen) mit Cinderella M WE durchsetzen. Mit 72,105 Prozentpunkten verwies sie ihre EM-Teamkollegin und Einzeleuropameisterin Jessica Krieg (Heinsberg) auf den zweiten Platz (70,263). Beide Reiterinnen haben in Aachen allerdings andere Ponys gesattelt als bei der EM im britischen Bishop Burton. Schütte startet mit ihrer Stute Cinderella M WE, Krieg mit dem siebenjährigen Hengst Ghost. Weniger erfreulich verlief der DJM-Auftakt für beiden EM-Kolleginnen der Spitzenreiterinnen. Katharina Weychert (Bad Windsheim) kam mit Golden Derano C nicht über 66,403 Prozentpunkte hinaus (Platz zehn). Die aktuelle Doppel-Silbermedaillengewinnerin Lena Charlotte Walterscheidt (Mönchengladbach) verpasste sogar eine Platzierung, da sich ihr Hengst Deinhard B einmal mehr vom Geschehen außerhalb des Vierecks ablenken ließ. Auf dem dritten Platz reihte sich mit 68,596 Prozentpunkten Laura Peperhowe (Münster) mit Chianti ein.


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    AW: DJM Aachen: Erste Wertungsprüfungen in Parcours und Viereck

    15.08.2010

    DJM Aachen: Titelgewinner in Dressur und Springen stehen fest



    von Uta Helkenberg

    Aachen (fn-press). Mehr Teilnehmer als beim CHIO tummelten sich am Wochenende in der Aachener Soers, aber alle nur aus einer Nation: aus Deutschland. Bei den Deutschen Jugendmeisterschaften kämpften 488 Nachwuchsreiter und -voltigierer um Titel und Medaillen. Nach drei spannenden Wertungsprüfungen standen im Springen Laura Klaphake (Steinfeld/Ponys), Maximilian Lill (Antdorf/Junioren) und Jan Wernke (Holdorf/Junge Reiter) ganz oben auf dem Treppchen. In der Dressur wurden Jessica Krieg (Heinsberg/Ponys) Charlott-Maria Schürmann (Gehrde/Junioren) und Sanneke Rothenberger (Bad Homburg/Junge Reiter) zu Meistern gekürt.
    Springen Ponys

    "Eine von den Erfahrenen wird gewinnen", hatte Bundestrainer Peter Teeuwen (Hanstedt) vor dem abschließenden Finale prognostiziert und sollte damit Recht behalten. Mit Doppel-Null kamen die beiden Mannschafts-Europameisterinnen Laura Klaphake (Steinfeld) mit Jerome und Miriam Zell (Krefeld) mit Wombel durch die beiden Umläufe des Finales und hatten damit als einzige nur jeweils vier Strafpunkte auf ihrem Meisterschaftskonto. Im Stechen um Gold und Silber musste die Rheinländerin vorlegen, Klaphake zog nach, unterbot Zells Zeit und verließ den Parcours zum zweiten und letzten Mal als neue Deutsche Ponymeisterin. Wie für ihre Teamkollegin war es auch für die 16-Jährige das letzte Pony-Jahr, insgesamt nahm sie fünf/sechs Mal an Deutschen Ponymeisterschaften teil und war bereits 2007 einmal Deutsche Meisterin. Da drei Paare mit jeweils acht Punkten aus den Wertungsprüfungen hervorgegangen waren, wurde auch ein Stechen um Bronze erforderlich. Unter den Anwärtern war auch die erst elfjährige Justine Tebbel (Emsbüren), die mit dem Schecken Okelands Little Bow Wow noch bis zum zweiten Umlauf des Finales geführt hatte. Die Enttäuschung stand ihr ins Gesicht geschrieben, als dort gleich zwei Mal die Stangen fielen. Das Lachen kehrte aber zurück, als sie mit ihrer Runde Bruchteile schneller als Armin Wegener (Lembruch) mit Daisy (4 in 41,59 Sekunden) und Lea Ercken (Recklinghausen) mit Night Fly E (0/44,3 Sekunden) war und damit Bronze holte. Mit der Medaille tritt sie in die Fußstapfen ihres älteren Bruders Maurice Tebbel, der in den vergangenen beiden Jahren den Meistertitel bei den Ponys holen konnte.


    Springen Junioren

    Der neue Deutsche Juniorenmeister kommt aus Bayern. Maximilian Lill startete mit Zorika als punktebester und damit letzter Starter ins Finale und holte sich mit zwei Nullrunden den Titel (Endstand 1,03 Punkte). Nerven behielt auch Kendra Claricia Brinkop aus Neumünster. Die Siegerin der zweiten Wertungsprüfung steuerte ihren Schimmel Konto, mit dem bereits ihre Schwester Antonia-Selina Brinkop 2007 Mitglied des EM-Silberteams war, erneut fehlerfrei durch die Parcours. Damit blieb ihr Kontostand bei 3,36 Punkten, was die Silbermedaille bedeutete. Für Guido Klatte (Lastrup), im vergangenen Jahr noch Teilnehmer an den Children-EM, endete die Berg- und Talfahrt durchs Finale mit einer Bronzemedaille. Nach zwei Wertungsprüfungen rangierte das Paar noch auf dem zweiten Platz. Im ersten Umlauf des Finales kamen 8,25 Strafpunkte für einen Abwurf, einen durchrittenen, statt übersprungenen Wassergraben und ein Überschreiten der Zeit hinzu. Damit hatte er am Ende 10,12 Punkte auf dem Konto, bei denen es dank einer Nullrunde im letzten Umlauf auch blieb.


    Springen Junge Reiter

    Naß, aber glücklich: Bei strömendem Regen kam Jan Wernke als letzter Starter der Jungen Reiter ins Ziel. Trotz eines Abwurfs am letzten Hindernis konnte sich der 20-jährige Holdorfer seine im ersten Umlauf erkämpfte Spitzenposition halten. Mit einem Endstand von 6,91 Punkten sicherte er sich Gold vor Mannschafts-Europameister Patrick Stühlmeyer (Mühlen) mit Rubin-Ascot. Er sorgte mit einer Nullrunde im zweiten Umlauf dafür, dass auch die Silbermedaille an den Landesverband Weser-Ems ging. Der dritte Platz blieb im Rheinland: Zwar kassierte auch Andreas Kreuzer (Marienheide) mit Jumex Sport Atlantus am letzten Hindernis noch einen Fehler, wurde aber seiner Favoritenrolle mit dem Gewinn der Bronzemedaille gerecht. Mit einem Sieg in der Finalprüfung verabschiedete sich auch Titelverteidigerin und Vizeuropameisterin Katrin Eckermann (Kranenburg) vom Aachener Publikum. In der Meisterschaftswertung reichte es für sie und ihren Schimmel Carlson allerdings nur zum "undankbaren" vierten Platz (10,7)


    Dressur Ponys

    Auf dem Viereck konnte sich in Aachen - wie schon beim Preis der Besten im Mai -Jessica Krieg durchsetzen. Mit 287,613 Punkten fügte die 13-jährige Heinsbergerin im Sattel ihres "Zweitponys" Ghost ihrem Europameistertitel noch den nationalen Meistertitel hinzu. Zweite wurde ihre EM-Teamkollegin Grete Linnemann (Sittensen), die ebenfalls mit einem anderen Pony an den Start ging: Cinderella M WE (284,854). Auf dem dritten Platz landete die dritte EM-Reiterin am Start, Lena Charlotte Walterscheidt (Mönchengladbach) mit Deinhard B (283,909). Sie musste sich die Medaille hart erarbeiten, nachdem der Hengst am ersten Tag einen "Ausfall" in der Schritttour gehabt hatte. So gab es gerade einmal 63,947 Prozentpunkte, die die 13-Jährige mit Siegen in der zweiten (74,167) und dritten Wertungsprüfung (72,474) soweit ausgleichen konnte, dass es noch für den Sprung aufs Treppchen reichte. "Die drei EM-Teilnehmer waren hier schon ein Klasse für sich", sagte Bundestrainerin Conny Endres (Dülmen-Buldern).


    Dressur Junioren

    Eine Klasse für sich war bei den Junioren die amtierende Triple-Europameister Charlott-Maria Schürmann. In allen drei Wertungsprüfung ließ sie die Konkurrenz weit hinter sich und gewann unangefochten Gold (226,38). Mit einer Silbermedaille machte sich Schürmanns Teamkollegin Jill de Ridder (Aachen) selbst ein Geburtstagsgeschenk. Trotz Feier am Samstagabend belegte sie auch in der Kür - wie schon in den vorangegangenen Prüfungen - den zweiten Platz (213,833). Hinter den beiden EM-Reiterinnen auf dem Bronzerang landete Katalin Garrn (Guderhandviertel) mit der selbst gezogenen Stute Debbie. Sie wiederholte damit ihren Vorjahreserfolg von München, wo sie ebenfalls Dritte geworden war. Ausschlaggebend für den Sprung aufs Treppchen war vor allem ihre gute Kürvorstellung, die von den Richtern mit 72,050 Punkten bewertet wurde.


    Dressur Junge Reiter

    Keine Überraschung erwartete die Zuschauer auch bei den Jungen Reitern. Hier setzte sich mit großem Vorsprung Sanneke Rothenberger mit Deveraux OLD gegen die Konkurrenz durch, in der sich keine ihrer drei Gold-Kolleginnen von der EM in Kronberg befand. Die hessische Reiterin dominierte alle drei Wertungsprüfungen und krönte die DM mit einem weiteren Deutschen Meistertitel (226,385). In den beiden Vorjahren holte sie bereits Gold bei den Junioren. Ihre erste DM-Medaille sicherte sich dagegen Annabel Frenzen (Krefeld) mit Cristobal. Konsequent hatte sie während der DJM Platz zwei hinter der Favoritin belegt und durfte sich dafür die Silbermedaille umhängen lassen (218,670). Auf dem Bronzerang landete die Vorjahres-Zweite Lena Teichert (Wildeshausen) mit d'Accord (207,666).



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