Halli hallo Ihr Lieben,
ich bin neu hier und möchte mich gerne mit Euch austauschen.
Um mich auch gleichzeitig kurz vorgestellt zu haben:
Ich reite seit nunmehr 17 Jahren ohne eigenes Pferd mehr oder weniger regelmäßig und habe mir eigentlich erst vor 1 1/2 Jahren nach längerer Pause wieder regelmäßig was zu reiten gesucht.
Reiterlich gibts zu sagen, daß ich turniermäßig bislang bis L Kandare gestartet und siegreich bis A unterwegs war. Mittlerweile bin ich auch schon lange über den Punkt hinaus, daß ich lediglich Lektionen abschrubbe und nach 1 Stunde Halle denke, ich hab sinnvoll gearbeitet.
Nein, für mich sind Lektionen Mittel zum Zweck und ich bemühe mich, dies ständig zu beachten. Auch kann ich guten Gewissens ein Pferd auch nach 20 Min. wieder wegstellen, wenn ich der Meinung bin, daß das Tagesziel erreicht ist! Aber ich weiss auch, daß ich nicht gut genug bin, daß mir alles zufliegt, so talentfrei bin ich dann auch wiederum. Leider ist das Schlimme am Reiten ja, je mehr man in der Marterie steckt, umso größer wird der abzuarbeitende Berg. Schöne Grüße an den Herrn Steinbrecht und seine tolle Ausarbeitung der Heeresvorschriften an dieser Stelle.
Soda, nun wisst Ihr ein wenig über mich.
Was mich jetzt interessieren würde, gibt es unter Euch auch Reitbeteiligungen, die eben über den ich bin mit ner RB glücklich Status hinaus sind, aber ebenso in der Zwickmühle "es steht kein Goldesel im Keller" stecken?
Mich nervt das langsam nämlich gewaltig. Eigentlich denkt man ja, ich hab ein tolles Hobby, an dem ich auch Spaß haben sollte.
Aber bei den Vorstellungen der Besitzer:
1. zahle Geld für RB (ist ja soweit i.O.)
2. nimm am besten 3xWoche Unterricht mit meinem Pferd, damit
a) entweder ich als Besitzer was dazuverdiene oder
b) das Pferd möglichst schnell mit für mich geringem Kostenaufwand (weiter) ausgebildet wird.
3. und dann noch am besten diese Woche hüh und nä Woche hott
4. und vor allem möglichst flexible Reittage, wie es dem Besitzer gerade passt (hab ich ja auch keinen Stress mit, wenn ich nichts vor hab)
Und ich hab langsam auch keinen Bock mehr drauf, die eine Woche bis in den Himmel hochgelobt zu werden, wie man mir das jemals danken kann, um dann in der nächsten Woche "Du RB, der hat das gesagt und der dass und wenn Du RB dass oder jenes so weitermachst dann haben die Anderen gesagt, daß dies oder jenes eintritt bzw. Du Besitzer, hat Dir dass denn nicht Deine RB gesagt? Also dass Du es nicht weisst als Besitzer ist ja ok, aber Deine RB müsste doch..."
Ja, Himmelhergottnochmal - bin ich Profibereiter? NEIN! Hab ich die Weißheit mit Löffeln gefressen? NEIN! Bin ich unfehlbar? NEIN!
Ich hab langsam keinen Bock mehr, ständig der Prellbock für alle Probleme zu sein.
Und ich hab keinen Bock mehr mir wochenlang den Mund fusselig zu reden und zu erklären, zu helfen und zu zeigen, wenn mir dann der Besitzer vor 3 Wochen freudestahlend erklärt, daß er jetzt endlich wüsste, wo das Buggelenk beim Pferd ist und somit weiss, wo der Kopf sein muss beim v/a. Und dann soll man noch freundlich reagieren, mich mitfreuen und mir meinen Teil denken? Dass hatte ich ihr schon vor 3 Monaten!!!!! erklärt.
Aber um wirklich weiterzukommen und dauerhaft dran Spaß zu haben bräuchte man wohl
1. ein eigenes Pferd mit Hänger
2. eine nette, sich gegenseitig unterstützende Stallgemeinschaft
3. die nötige Asche für Unterricht (am besten 3xWoche)
4. auch noch nen Reitlehrer, der wirklich was drauf hat und letztendlich so reitet, wie er es gerne von seinen Schülern sehen möchte (im Süden D unmöglich zu finden???)
So, diese Voraussetzungen kann ich mir aber leider (die nä 10 Jahre oder nie) nicht bieten. Frustrierend.
Soll ich jetzt als RB
a) ins Springlager wechseln? Vielleicht sind da die Besitzer "elastischer" Soll jetzt auch kein Angriff auf Springreiter sein - viele gymastizieren ihre Pferde wesentlich besser als mancher "Dressurler", da die Gäule wenigstens mal vorwärts galoppieren dürfen
b) Wald- und Wiesenreiter werden?
c) aufhören zu reiten, weil die obigen Voraussetzungen nie eintreffen werden?
d) mir ein Pferd leasen (könnte ich mir im übrigen wohl auch nicht leisten, wenn ich dem Pferd eine ordentliche Halle, bereitbaren Außenplatz, schönes Gelände und täglich Koppelgang gönnen möchte)
e) mir ne RB suchen, bei der der Besitzer keinen Bock mehr hat, ich aber immer damit rechnen muss, daß das Pferd irgendwann verkauft wird und meine Mühe wieder fürn Arsch ist?
Da ist guter Rat teuer.... und bin sehr auf Eure Meinungen hierzu gespannt!!!!
LG
Maulwurf, der sich bald selbst eingräbt vor Frust

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. Er steht sogar noch hinter mir, aber wir wissen beide, daß ein Pferd in den nächsten Jahren finanziell auf keinen Fall stemmbar ist. 
Sollte das so rübergekommen sein, tut es mir leid.




