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#1 (permalink) |
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aufTrab Neuling
Registriert seit: 16.07.2010
Last Online: 28.07.2011 00:35
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Wanderritte
Hallo
![]() Eine Freundin und ich planen einen Wanderritt... Aber was müssen wir denn dabei beachten?? Wie lang sollte er nur sein?? Wir wollen Samstag und Sonntag reiten..Wissen nur so gar nicht wie lang der sein kann, dass sich die Pferde nicht überlasten... Liebe Grüße Leily |
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#2 (permalink) |
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aufTrab Mitglied
Registriert seit: 14.06.2010
Last Online: 28.11.2011 12:28
Ort: Oberpfalz/Niederbayern
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AW: Wanderritte
Hallo Leily,
ich habe mit 2 Freundinnen mal einen Wanderritt gemacht. Privat mit Freizeit gerittenen Pferden. Sind eure Straßensicher? Bei einem Wanderritt ist es kaum zu vermeiden mal ein Stück die Straße entlang zu reiten. Da unsere nicht besonders konditioniert waren haben wir 2 Pausen gemacht, waren auf 30 km gut 8,5 Stunden unterwegs. Die Pausen haben einmal ne halbe Stunde und einmal ne Stunde betrugen. Die Pferde habens auch am nächsten Tag wieder nach Hause geschafft. Wir sind allerdings NUR im Schritt geritten. Wie weit ihr mit euren Pferden dann reiten könnt hängt ganz von der ausdauer und durchhaltevermögen der Pferde ab. Wir hatten einen Hänger bereit stehen, falls etwas passiert und wir nicht mehr weiter reiten könnten! Gruß |
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Leily (19.07.2010)
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#3 (permalink) |
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aufTrab Neuling
Registriert seit: 10.12.2009
Last Online: 19.07.2010 19:45
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AW: Wanderritte
Hallo!
Ich mache durchschnittlich einmal pro Jahr bei einem mehrtägigen Ritt mit und öfters bei Tagesritten. Was ihr beachten sollt, ist auf jeden Fall, wie viel Kondition eure Pferde haben. Da wäre es gut, mal einen Tag einzuplanen und mit den Pferden ein paar Stunden durchs Gelände zu reiten, um zu sehen, wie groß ihre Ausdauer ist. Die Pferde die ich reite, werden 5 Tage in der Woche 1-2 Stunden dressurmäßig bewegt. Sie halten die Ritte gut aus, sind am Abend allerdings natürlich schon müde, aber genauso geht es allen Reitern. Bei unseren Ritten gibt es viel Schritt, öfters mal längere Trabphasen und 1-2 Galoppstrecken pro Tag. Pro Tag sind wir dabei 6-8 Stunden unterwegs, oder so ist es zumindest geplant. Ich war auch schon mal 10 Stunden auf dem Pferd, aber das ist schon nicht mehr ganz so lustig, wenn mans nicht gewöhnt ist. Zu Mittag machen wir immer eine Mittagspause, die solltet ihr auf jeden Fall auch einplanen. Wichtig ist, dass es in der Nähe des Restaurants mindestens eine Anbindemöglichkeit (zB Bäume) für die Pferde gibt, noch besser ein Reitstall, wo ihr die Pferde für ein paar Stunden auf eine Koppel schmeißen könnt. Macht eine längere Pause, 2 Stunden lang, damit ihr und die Pferde euch erholen könnt. Wichtig ist auch, dass ihr für die Pferde in der Mittagspause Wasser holen könnt, in Kübeln wenn möglich. Bei uns ist es so, dass viele die Restaurants die Kübel und den Wasserhahn zur Verfügung stellen, wenn man anruft und fragt. Nachdem ihr beim Restaurant angekommen seid, solltet ihr die Pferde tränken. Vor dem Wegreiten nochmal versuchen, auch wenn sie schon getrunken haben. Ihr solltet die Pferde in der Mittagspause natürlich auch abzäumen und absatteln, auch wenn sie angebunden sind, da können sie sich mehr entspannen. Nehmt auf jeden Fall Halfter und Strick mit, um sie anbinden zu können. Am Abend solltet ihr euch eine Bleibe suchen, wo die Pferde auch gut die Nacht verbringen können. Wir stellen unsere im Sommer oft auf eine Koppel mit Unterstand, da sind sie relaxter als in einer fremden Box, weil sies nicht gewöhnt sind, woanders hinzukommen. Es kann euch auch passieren, dass eure Pferde die ganze Nacht in der Box im Kreis laufen, wenn sie fremde Boxen nicht gewöhnt sind, aber eigentlich müssen sie sich über Nacht ausruhen, weil es am nächsten Tag ja wieder weiter geht. Auf der Weide oder in der Box sollte es natürlich Wasser zur Verfügung geben. An jedem Tag, wo ihr reitet, sollten eure Pferde mehr Kraftfutter geben, ich bin mir jetzt nicht sicher, was unsere Pferde bekommen, aber ich glaube, fast doppelt so viel wie normalerweise. Ja, wichtig ist auch eine kleine Reiseapotheke für euch und für die Pferde. Es kann schon passieren, dass Pferde und Reiter auf so eine vergrößerte Belastung reagieren und dass Menschen und Pferde Druckstellen oder Kopfweh von der Hitze bekommen. Legt euch Satteltaschen zu, damit ihr alles nötige einpacken könnt: REISEAPOTHEKE, GETRÄNKE, SONNENCREME, HUFKRATZER, HALFTER und STRICK sind ganz wichtig. Handy und Geld versteht sich von selbst. Es ist super bequem, wenn ihr jemanden habt, der euch mit dem Auto eure Sachen am Abend zu eurer Bleibe bringt, dann müssen eure Pferde nicht so viel tragen. Putzzeug für die Pferde ist natürlich auch sehr wichtig, und das Futter, falls ihr dort, wo ihr die Nacht verbringt, keines zur Verfügung gestellt bekommt. Vielleicht auch zur Sicherheit die Nummer vom Hufschmied einpacken, so manches Pferd verliert genau auf einem Wanderritt sein Hufeisen und stolpert dann dauernd, sodass man das Eisen gerne am nächsten Tag wieder am Huf dran hätte. Ja, wenn ihr euren Pferden und euren Gelenken was Gutes tun wollt, steigt hin und wieder mal ab und führt eure Pferde eine Weile. Wie lang der Ritt sein sollte: Naja ich hab gerade einen Routenplaner geschaut und der zeigt an, dass es von dem Ort, wo wir losgeritten sind, am frühen Morgen (um 8 Uhr)) bis zu dem Ort, wo wir angekommen sind in der Nacht (um 22 Uhr) 48km waren. Wir sind zwar natürlich auf den Feldwegen geritten, aber es wird ungefähr hinkommen. Ich würde mal schätzen, mit 30 km könntet ihr vermutlich schon rechnen. Oder noch besser, reitet wirklich mal mit euren Pferden so, wie ihr beim Wanderritt reiten wollt, also euer Tempo und schaut dann, wie viele km ihr in einer oder zwei Stunden schafft. Und dann überlegt euch, wie viele Stunden pro Tag ihr reiten wollt. Natürlich ist bei der Planung des Reitweges auch wichtig, ob eure Pferde straßensicher sind oder nicht. Zumindest durch eine Ortschaft muss man oft durch, die viel befahrenen Straßen kann man bei uns eigentlich meistens auch nur queren. Zumindest wenn ihr eure Pferde führt, sollten sie schon brav sein, wenn Autos vorbei fahren. Am Besten wäre, wenn ihr euren Reitweg mit dem Auto oder dem Fahrrad abfahrt, zumindest teilweise. Denn dann wisst ihr schon vorher, was auf euch zukommt. Das mit dem Hänger ist auch eine gute Idee!
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... Wer will vermag, wer wagt gewinnt, wer liebt lebt ... |
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Leily (19.07.2010)
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#4 (permalink) |
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aufTrab Stammgast
Registriert seit: 27.10.2009
Last Online: 02.11.2011 20:05
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AW: Wanderritte
Für den allerersten Wanderritt würde ich nicht mehr als 30 km pro Tag ansetzen, dass ist vollkommen ausreichend. Bei der Überlegung der Jahreszeit würde ich zu bedenken geben, dass im Sommer bei 30 Grad es sich nicht schön reiten lässt, hierfür kommt eher der Herbst oder das Frühjahr in Betracht, wenn die Temperaturen tagsüber angenehm sind. Für die Streckenplanung (von Eurem Stall aus Start und Ziel?) würde ich mir eine Wanderreitkarte zulegen, darauf einen Radius von 30 km aussuchen, eine Strecke auswählen und sodann am Ende des Radius eine geeignete Übernachtungsmöglichkeit suchen.
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Leily (19.07.2010)
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#5 (permalink) |
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aufTrab Neuling
Registriert seit: 16.07.2010
Last Online: 28.07.2011 00:35
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AW: Wanderritte
Hey
![]() Erstmal ein ganz großes DANKE ![]() Das hat mir echt viele Fragen beantwortet...Also wir sind jetzt schon fleißig am Kondition aufbauen... Wir hatten so gedacht für unseren ersten Ritt, dass wir 15 km einplanen, weil ich selber bald 4 Wochen außer gefecht bin ![]() Haben es so für September geplant...Da ist es dann ja auch nicht mehr soooo heiß... Unsere Pferde sind verkehrssicher, sodass wir damit zum Glück keine Probleme haben ![]() Nochmal danke ))Liebe Grüße |
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