Hallo meine liebe Community,
ich las neulich in der Cavallo einen relativ guten Beitrag über Hengste und stimmte diesem völlig zu.
Das Haupthema basierte auf dem offensichtlichen Aggressionsverhalten vieler Hengste anderen Pferden gegenüber. Viele Leute schrecke dieses Verhalten ab und strafen Hengste mit Schlägen und und physischer Gewalt. Doch Cavallo argumentiert, dass diese Konsequenzen auf ein Missverstehen der Hengste zurückzuführen seien.
Die Tatsache ist, dass sich dieses Verhalten in deutschen Reitställen nur zu oft betrachten lässt. Dabei ist "Aggressivität" in diesen Fällen immer subjektiv betrachtet wurden. Ein Hengst kommuniziert deutlich über alle Signale seinens Körpers und drängt auf die Führungsposition der Herde. So versucht er natürlich den anderen Pferden, die in der Umgebung des eigentlichen "Herdenführes" [Mensch] stehen, klarzumachen, dass er über ihnen stehe.
Dieses Verhalten ist normal und in der Natur der Hengste verankert, oft akzeptieren diese Hengste den Menschen sogar als ranghöher. Doch dabei ist zu beachten, dass der Mensch oftmals ihre einzige Herde war und ist. Sie sehen jedes Pferd als pauschalen "Eindringling" in ihre Umgebung und versuchen "unser" Territorium zu verteidigen. Hengste die in einem natürlichen Umfeld aufwachsen, zeigen dieses Verhalten nur in stark verminderten Auswüchsen.
Proteinüberschüsse, Fehlhaltung und andere Faktoren spielen natürlich auch eine prägnante Rolle. Es ist vor allem die Inkonsequenz und Angst des Menschen vor dem "brutalen" Wesen Hengst, die uns gegenüber diesen Lebewesen immer begleitet.
Mein Hengst Stanley und auch mein PP Aurach, wären in dem Zustand, als ich sie kriegte, verglichen mit einem Menschen, gewaltätige intelligente Kriminelle. In den ersten Monaten war ich sozusagen der Polizist, dann war ich der Sozialpädagoge und dann ihr Freund und schließlich ihr Bruder.
Ich erzog sie nach dem Leitstutenprinzip und nach Ratschlägen von Gerd Roembke.
Ich hatte mal Lust ein kleines Essay zu schreiben ;-)

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