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  1. #1
    aufTrab Guru Avatar von Gwenie
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    Schulpferde= Lehrpferde?!

    Hallo Ihr!
    Hab da mal eine Frage:
    Habt ihr das Gefühl das bei euch im Reitverein die Schulpferde richtige Lehrpferde sind? Soll heißen, dass sie euch richtig was beibringen? Oder ob ihr von ihnen "nur eine Stunde herum getragen werdet und sie das erdulden?
    Werden die Schulpferde bei euch auch korrektur geritten oder sitzen regelmäßig gute Reiter auf ihnen?
    Reagieren sie sensibel auf eure Hilfen und reagieren sie nur auf die richtigen Hilfen?

    Ich persönlich habe oft das Gefühl, wenn ich in verschiedenen Vereinen bin, dass die dortigen Schulpferde nur zu oft als Mittel genutzt werden Geld einzubringen. Und dass man ihnen nicht den gebührenden Respekt entgegenbringen für das was sie tun.
    Ein Reitlehrer von mir sagte auch mal, bei ihm stehen keine Schulpferde sondern nur Lehrpferde. Da sie den Leuten das Reiten lehren!!!

    Was habt ihr so erfahren?
    Bin auf eure Antworten gespannt.
    Gruß Gwenie

    www.equiservice.de

  2. #2
    Valerio
    Gast

    AW: Schulpferde= Lehrpferde?!

    In meinem jetzigen Stall ist auch ein reger Reitbetrieb. 14 Schulpferde und -ponys stehen dort und werden in Abteilungen von bis zu 8 Reiterinnen und Reitern im Alter von 5 bis 30+ Jahren in einem 20x40 Viereck oder in einer 9x17 Reithalle geritten. Man kann sich vorstellen- das wird mal knapp.
    Es gibt keine Longenstunden, wer neu ist, kommt aufs liebste Pferd und fertig ist. Zuerst wird natürlich nur getrabt, die Pferde sind tottenbrav, da fühlt sich sogar ein Anfänger richtig sicher.
    Der Unterricht ist allerdings nicht sehr gut. Es gibt kaum Sitzkorrekturen, für Reitanfänger natürlich besonders fatal. Die Reitstunden sind nicht abwechslungsreich gestaltet, es ist immer das gleiche Prozedere. An einem Wochentag gibt es Unterricht für die Erwachsenen, der genauso ist, nur mit noch ein bisschen mehr Sitzkorrekturen.
    Fortgeschrittene Reiter dürfen auch im Sommer ins Gelände gehen und bei den Anfängern, die schon etwas sattelfest sind, geht es nach der Reitstunde eine kleine Runde ins Gelände, mit einer Führungsperson.
    Danach werden sie abgesattelt und wieder zur Wiese gebracht. Von Mai bis September sind die Pferde komplett draußen, Tag und Nacht. Dafür werden sie aber auch nicht zugefüttert.
    Im Winter dagegen stehen sie nur in der Box, an Tagen mit einigermaßen gutem Wetter können sie ein paar Stunden aufs Paddock. Die Boxen sind sehr groß, allerdings ist es ein Tiefstall, es ist dunkel und es gibt nur schlechte Luft. Nicht alle Boxen haben ein Fenster. Die Boxen sind mit Matrazenstreu "gepflegt", die Pferde kriegen morgens und abends eine Portion Silage und eine Portion Hafer. Die Trennwände sind einfach nur Holzbalken. Das ermöglicht Pferdekontakt.
    Die Pferde werden dort wie Pferde behandelt, dh. sie werden respektiert. Der Schmied kommt alle 4 Monate, dass gefällt mir persönlich nicht und ein lahmes Pferd steht auf der Wiese und wird normal geritten, anstatt den TA zu holen wird nur gesagt: "Der tut nur so." (Als wenn ein Pferd so in der Lage wäre zu denken).
    Wenn ein Tier alt ist, dann bekommt es dort sein Gnadenbrot und darf sich auf der Wiese den Bauch voll schlagen.
    Die Trakehnerzucht wurde dort vor ein paar Jahren eingestellt.

    Tja, da habe ich reiten gelernt. Für einen Anfänger mag das ganz nützlich sein, um sattelfest zu werden, doch für die, die mehr lernen wollen als nur bremsen mit Zügel und Beine in die Seiten ballern zu antraben, ist es nichts.

  3. #3
    Lelie
    Gast

    AW: Schulpferde= Lehrpferde?!

    Ich bin nur sehr kurze Zeit (knapp 2 Monate) im Schulbetrieb geritten, dann haben wir den Stall gewechselt und seit dem bin ich nur noch auf Privatpferden geritten. Darum halten sich meine Erfahrungen in Grenzen.
    Vor einiger Zeit war im St.Georg ein Artikel über das Leiden von Schulpferden. Das war schon heftig, was da berichtet wurde. Man kann sich das manchmal kaum vorstellen, wie schlecht die Pferde teilweise behandelt und gehalten werden und wie viele Reitschüler es gibt, die trotzdem in solchen Reitschulen reiten.
    Bei dem uns nächstliegenden Verein jedenfalls gibt es einen tollen Schulbetrieb. Die haben zwar auch nicht die Kracher auf denen man M-Lektionen lernen kann, aber Reitschulen, die solche Pferde haben, gibt es sowieso nur sehr selten. Ist eben teurer als ein E-/A-Pferd. Dieser Verein hält alle Pferde mit Weidegang, Sonntag haben die Pferde frei. Die Ponys vom gesonderten "Pony-Club" stehen in einem tollen Offenstall mit direkt anschließender Koppel, auf die kommen die Monster aber nur stundenweise (sonst würden sie wie alle Shettys wohl bald platzen). Alles ist dort ordentlich und praktisch. Jedes Pony hat zum Beispiel seinen Anbindeplatz, der mit Namen gekennzeichnet ist. Außerdem gibt es einen kleinen (für Shettyformat völlig ausreichenden) Außenplatz. Ausritte finden auch regelmäßig statt.
    In einem solchen Rahmen können Kinder meiner Ansicht nach am besten reiten lernen. Sie lernen da zwar nicht die hohe Kunst der Dressurreiterei, aber sie lernen Sattelfestigkeit (sie reiten meist mit Sattelkissen/Satteldecke mit Gurt oder ohne Sattel), korrekten und fairen Umgang mit dem Tier, Verantwortung und artgerechte Pferdehaltung. Den Rest können sie, finde ich, auch später noch lernen.
    Solche Reitschulen sollte es häufiger geben...
    LG Lelie

  4. #4
    Valerio
    Gast

    AW: Schulpferde= Lehrpferde?!

    @ monika: Ja, da lernen die Reitschüler nichts. Aber die Erfahrung der Eltern fehlt eben, um zu wissen, das die Pferdehaltung (im Winter) nicht besonders toll ist und der Unterricht nichts bringt. Die kriegen nach der Reitstunde ein glückliches Kind wieder, denn die wissen ja auch nichts von artgerechter Haltung.

    Die Pferde sind alle Barhufer. Kurz bevor der Schmied kam, habe ich mir die Hufe der Pferde einmal angeschaut und- ich war sehr verwundert- sie sahen "normal" aus. Also eben ganz normal so, dass der Schmied jetzt kommen muss.
    Die Pferde stehen in zwei Herden und der Schmied kommt alle 2 Monate, immer jeweils eine Herde. Wenn ein Kandidat dabei ist, der besonders weiche Hufe hat (wie zum Beispiel das lahme Pferd), dann kommt es auch alle 2 Monate dran. Hatte ich vergessen zu erwähnen.
    Wie Lelie schon sagte, der Bericht und vor allem die Bilder aus dem Artikel der St. Georg waren wirklich heftig und im Zusammenhang mit dem Artikel und mit dem, was man sonst so hört meinte ich, dass die Pferde hier nicht geschlagen werden, oder hungern müssen.
    Der Standart der Haltung entspricht halt dem von früheren Zeiten. Und wenn früher alles so gut war, warum sollte es heute nicht mehr so sein? So denkt jedenfalls der Stallbesitzer und so lange es den Pferden gut geht, wird er es auch noch bis zum Ende seines Lebens so weiterführen.
    Die Sache mit dem lahmen Pferd regt mich auch tierisch auf- und ich hab auch schon mal gefragt, ob man da nicht mal die TA ranlassen sollte, aber es kam die Antwort wie schon oben erwähnt. Er geht aber auch nur 2 mal die Woche (na ja, "nur" ist für ein lahmes Pferd vielleicht falsch).
    Als allerdings das Pony der Tochter gelahmt hat, war sofort der TA da und hat Pülverchen reingeworfen und so weiter. Das hat mich tierisch verrückt gemacht. Das Pony der Tochter wird behandelt wie "normal" und das Schulpferd? Ich hätte denen den Hals umdrehen können...

  5. #5
    Valerio
    Gast

    AW: Schulpferde= Lehrpferde?!

    Ja- solche Ställe gibt es wohl in ganz Deutschland noch, und die wird es auch noch weiterhin geben, bis halt die Kundschaft ausbleibt.
    Es stimmt, die Reitstunde kostet dort sehr wenig, aber ich kann auch erzählen, dass schon sehr viele Reiter dort aufgehört haben zu reiten, und nun woanders reiten. Die Reaktion der Besitzer darauf war: "Ich kann gar nicht verstehen, warum die weggegangen sind, in der Abteilung kann man doch viel besser reiten lernen, als wenn man durcheinander reitet und außerdem bezahlen die ja dort 20 Euro für eine Reitstunde!"
    Mal davon ab, dass 20 Euro noch im "normalen" Rahmen für eine Reitstunde auf A bis L- Niveau ist (so ist es hier ungefähr bei den RLs die ich kenne), frage ich mich, wo zum Teufel die diesen Floh her haben, dass man in der Abteilung besser reiten lernen kann!
    Die Pferde sind jetzt alle um die 15 Jahre, ein paar sind noch jünger und eine Stute steht in Rente. Die Besitzer sind auch nicht mehr die Jüngsten und werden sich wohl keinen neuen Pferde mehr dazu kaufen, glücklicherweise. Die Tochter ist auch noch nicht alt genug, um alles auf den Beinen zu halten, wenn die Eltern mal nicht mehr da sind (12).
    Übrigens: Keiner der "RLs" dort hat auch nur irgendeine Ausbildung genossen, keinen Trainerschein oder sonstiges...

  6. #6
    aufTrab Mitglied
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    AW: Schulpferde= Lehrpferde?!

    hey da wir schon immer eigene Pferde haben bin ich eigentlich nie auf Schulpferden geritten, allerdings war ich jetzt zwei mal im Reiterzentrum Ansbach wo der Unterricht wirklich gut ist(ich war allerdings mit meinem eigenen Pferd dort)
    Die Schulpferde sind alle solide ausgebildet(alle gehen mindestens A-Dressur) , 2 Pferde sind sogar bis S-Dressur ausgebildet. Die Pferde die in Springstunden gehen springen auch total brav. Die Pferde werden ca alle 6 Wochen beschlagen bzw ausgeschnitten;jedes Pferd hat seinen eigenen Dressur-und Springsattel, Putzzeug, Trense, Ausbinder etc
    Die Pferde gehen nur in den Ferien wirklich im Unterricht´; während der Zeit werden sie natürlich nicht Korrektur geritten , da gehen sie dann so 2 mal am Tag.
    Zwischen den Ferien werden sie von den Bereitern bzw Lehrlingen geritten.
    Das einzige dass mir nicht gefällt ist dass sie nur so wenig auf Koppel kommen (jedes Pferd kommt nur 1-2 Stunden am Tag raus) , allerdings stehen sie in großen Außenboxen.
    Die Schulpferde bleiben allerdings nicht bis in alle Ewigkeit dort sondern werden nach einer gewissen Zeit (kommt aufs Pferd an) an Privatpersonen verkauft.

  7. #7
    aufTrab Mitglied Avatar von Meiki
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    AW: Schulpferde= Lehrpferde?!

    Ich habe inzwischen an 2 verschiedenen Ställen Erfahrungen gemacht, einer davon der Verein hier im Ort.
    Ich hatte bei beiden das Gefühl, die Pferde sind Mittel zum Zweck und sobald sie wieder im Stall stehen unwichtig. An dem Verein hatten die Schulpferde - zumindest früher - schlechtere Boxen als die Pensionspferde (dunkel, z.T kleiner). Außerdem kamen sie so gut wie nie auf die Weide, standen also oft 23 Stunden am Tag in der Box. Ich glaube korrektur wurden sie auch nicht geritten, ich bin mir aber auch nicht sicher. So wirklich viel kann ich über die Sensibilität der Pferde auch nichts sagen, da mir damals noch die erfahrung fehlte.
    An dem Stall, wo ich jetzt noch reite, fand ich das nicht ganz so krass. Dort hatte eine Zeit lang eine Reitlehrerin mehrere Boxen gemietet, in denen ihre Schulpferde- und Ponys standen (es gab also quasi 2 "Schulbetriebe" an einem Stall). Die Pferde hatten alle Paddockboxen und standen dem Wetter entsprechend so gut wie jeden Tag auf der Weide. Dort hab ich dann auch schon eher das Reiten gelernt als an dem Verein. Die Pferde waren zwar zum Teil ein wenig "abgestumpft", aber wenn man konsequent die richtigen Hilfen zu geben gelernt hatte, konnte man sein Pferd auch an den Zügel reiten etc.
    Aber so wirklich das Wahre war beides nicht, deswegen war ich froh als ich dann meine erste RB bekam, ich habe die erfahrung gemacht dass man dann doch am meistens lernt, wenn man denn den richtigen Unterricht findet.

    Wenn wir bedenken, dass wir alle verrückt sind, ist das Leben erklärt.
    Mark Twain

  8. #8
    aufTrab Mitglied Avatar von ASDC
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    AW: Schulpferde= Lehrpferde?!

    hi,

    wo ich reiten gelernt hab, war es auch nicht so schön: kaum weidegang (manchmal am we, aber nur manchmal), schlecht ausgebildetet pferde, teilweise miese RL. okay, eine war dabei, die hatte es echt drauf, aber die ist leider gegangen. ausritte gab es nicht, auf dem außenplatz wurde selten geritten. nahezu jede stunde flog jemand runter!!! boxen waren schmutzig, kaum fenster. wenigstens hatten die zossen eigenen sättel, trensen, putzzeug. aber ob das so gut gesessen hat, kann ich nat nicht beurteilen (hatte damals noch keine ahnung *g*).

    was man nicht glauben mag: heute reiten die schulpferdereiter sehr erfolgreich bei schulpferde-cups mit! RL haben gewechselt, neue Pferde wurden gekauft. vielleicht hat sich doch alles zum guten entwickelt? (wobei ich von der neuen RLin auch nix halte... - zu grob, zu erfolgsorientiert)

    lg
    Lg aus Hannover!

  9. #9
    aufTrab Mitglied Avatar von Chrissi
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    AW: Schulpferde= Lehrpferde?!

    Also ich kann mal von unserem Stall reden.
    Wir haben nur einen kleinen Reitclub mit 3 Schulpferden. Nr 1. ist Lucky, der ist nicht ganz so groß in ich würde sagen auf einem E/A Bereich. Gut für ängstliche Reiter. Dann Cleo, die ist bis M/B-Dressur Platziert und dann noch als 3. den Posi. Der hat S mehrfach gewonnen und ist bis Inter II platziert.

    Ja, ist sind drei wirkliche Lehrpferde. Gerade weil sie so gut ausgebildet sind. Ich selber habe Posi schon geritten und ich muss euch sagen, dass war ganz schön anstrengend. Weil gerade bei uns drauf geachtet wird, wer welches Pferd reitet sind die Pferde wirklich noch sehr "sensibel" und nicht so abgestumpft sind. Besonders sind es wirklich LEHRpferde und keine Selbstläufer. Also man kann sich nicht auf Posi drauf setzten und erwarten innerhalb von 30 Minuten Serienwechsel und Piouretten zu reiten. Aber ich denke das macht den Reiz auch aus.

    Und "Korrekturgeritten" werden sie 1-2 mal die Woche. Selbst viele Einsteller bei uns nehmen auf den Reitclubpferden unterricht
    Bin wieder daaaaaaaaaaaa / *Meine Homepage*

  10. #10
    aufTrab Mitglied Avatar von Hopsala81
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    123

    AW: Schulpferde= Lehrpferde?!

    Ich habe bereits eine naja Reitschule, eine gute und eine sehr gute kennengelernt. Früher war es bei uns im Verein so, es gab 5-7 Vereinspferde/ponys, sprich Schulpferde, diese gingen 2x wöchentlich unter uns Stiften (Longe od. Abteilungsreiten), ansonsten wurden sie für den normalen Schulbetrieb, also für Kinder/Erwachs. die nicht im Verein waren, genutzt. Sie gingen schrecklich, waren zwar brav, wurden aber nie Korrektur geritten. Später wechselte dann der Stallbesitzer, er hatte 2 totbrave Schulpferde für die Anfänger und 6-8 gute Sportpferde, die von ihm selbst und von uns auf Turnieren geritten wurden. Dort bekamen die besseren Vereinsmitglieder auf den Sportpferden Unterricht, der war auch ganz gut, nur sehr auf Springen bezogen. In beiden Fällen kamen alle Pferde regelm. auf Weide, hatten immer gute Schmied- u. tierärztl. Versorgung. Dann kenn ich noch die sehr gute, alle Pferde/Ponys werden in Offenställen gehalten, kommen regelm. und viel auf die Weide, haben alle einen Ausbildungsstand von min A/L, bekommen nach Reiterferien-, Abzeichenkursen wochenweise Pause auf der Weide und werden ständig weiter ausgebildet. Es gibt auch für jedes Alter ein passendes Pony, so das auch die Kleinen sicher gut reiten lernen.

  11. #11
    Joey_Girl
    Gast

    AW: Schulpferde= Lehrpferde?!

    Hey!
    Naja, hab in der Ferien verschiedene Pferde geritten. Also, zu den Pferden in meinem Stall kann ich sagen, dass sie gut geritten sind (soweit ich als Anfängerin das beurteilen kann...). Manchmal rennen die zwar zum Ausgang oder gehen durch, aber das leigt wohl in der Natur des Pferdes. Im Allgemeinen sind sie brav. 2 jüngere Pferde (vom Stallbesitzer selbst ausgebildet) werden nur von älteren und erfahrenen Reitern geritten und langsam an den Betrieb gewöhnt.
    LG Joey_Girl

  12. #12
    aufTrab Professor Avatar von Lore
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    AW: Schulpferde= Lehrpferde?!

    Meine SB betreibt seit knapp zwei Jahren eine private Reitschule mit zehn Schulpferden und -pony's. Ich denke, es spielt vielleicht auch eine Rolle, ob so eine Reitschule privat ist oder vom Verein getragen wird.

    Unsere Schulpferde sind sehr unterschiedlich, da ist sowohl für den Einsteiger als auch für den fortgeschrittenen Reiter was dabei. Zum Beispiel ein Pferd, das turniermäßig erfolgreich bis L gelaufen ist (Dressur und Springen), das ist schon ein ganz gutes Lehrpferd. Aber auch die anderen sind vernünftig ausgebildet. Ich habe selber auch schon einige davon geritten und war ganz angetan davon, wie fein sie zu reiten sind. Meine SB achtet sehr streng darauf, dass mit den Pferden anständig umgegangen wird, vor allem dass keiner im Maul rumzerrt oder sonstiges.
    Alle Pferde werden bei Bedarf Korrektur geritten.

    Jedes Pferd hat sein eigenes Putzzeug und seinen eigenen Sattel. Die Satteldecken werden regelmäßig gewechselt und gewaschen, der Hufschmied ist alle sieben Wochen vor Ort. Alle Boxen werden täglich vernünftig gemistet und eingestreut und die Pferde stehen jeden Vormittag draussen auf einer großen Wiese. Nachmittags kommen sie rein, weil dann die Unterrichtsstunden stattfinden, aber sonntags z.B. ist kein Unterricht, da sind sie dann den ganzen Tag draussen. Im Sommer, wenn es sehr heiß ist, werden die Pferde nachts rausgestellt.

    Klar ist auch an diesem Schulstall nicht alles perfekt. Schön wäre es zum Beispiel, wenn die Boxen Fenster hätten, aber leider geben das die baulichen Gegebenheiten nicht her.

    Ich denke, dass dieser Schulbetrieb dennoch ein gutes Beispiel ist. Leider werden Schulpferde oft noch wie Pferde zweiter Klasse behandelt, viele sehen kaum mal eine Wiese oder haben keinen Kontakt zu anderen Pferden. Oft müssen sie sich unter unpassenden Sätteln quälen, die Pflege der Hufe und die Boxenhygiene lassen zu wünschen übrig. So ein Schulbetrieb wäre für mich nicht akzeptabel.
    Jedenfalls ist es besser, ein eckiges Etwas zu sein als ein rundes Nichts.
    (Friedrich Hebbel)

  13. #13
    aufTrab Mitglied Avatar von Quasy
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    AW: Schulpferde= Lehrpferde?!

    In meinem Reitbetrieb werden Schulpferde mit Privatpferden gleichgestellt.
    Sie werden von guten Reitern,sowie von Anfängern geritten.
    D.H,dass sie regelmäßig korrektur geritten werden.
    Auch ist sich die Reitlehrerin+Hofbesitzerin selbst nicht zu schade,sich auf ihre Schulpferde zu setzten!
    Ich war ebenfalls schon an anderen "reit""schulen""",was ich da gesehen habe,ließ mir so die Nackenhaare krauseln,dass ich die Polizei eingeschaltet habe (Im Sommer,Urlaub,auf Föhr)!

    Die Schulpferde leben im Offenstall,oder In Boxen mit Luke oder Paddock.
    Sie sind sehr ausgeglichen.
    kein Schulpferd wird "überstrapaziert" und keines "unterfordert" (wie das an vielen reitschulen der fall ist).
    Sie laufen auch am Tag nicht mehr als 2 Std!
    Und Sonntags ist Ruhetag (wo sie auch strichprobenartig korrektur geritten werden)

    Im Durchschnitt sind sie ab E-dressur/E-Springen aufwärts ausgebildet.
    es gibt ca 15 Schulpferde,und dann eben noch so Ausnahmen,wie z.b meine Rb Rusty,der eigendl. nur seine Rb's und sein Besitzer auf seinem Rücken tragen muss. (Oder eben privatleute/Rb's,die am Unterricht teilnehmen)
    Die Stunden sind nach Leistung und Alter geordnet (zumindest wird das versucht=)
    dass alle auf dem gleichen leistungsstand sich fortbilden können.
    Auf die Schüler wird individuell eingegangen.
    Es gibt nie mehr als max 5-6 reiter (meißt darunter)

    Der Schulbetrieb fördert sich vorzugsweiße vom verein,aber auch von privaten Sponsoren.
    Wobei nur 2 Schulpferde dem verein selbst gehören,die restlichen gehören der Reitlehrerin,und 2 Stück gehören privaten Leuten,die diese dem Schulbetrieb zur Verfügung stellen.


    Die meisten Schulpferde sind haben aber auch noch andere Ausbildungen außer Springen und Dressur.(z.b. Distanz,Polo,Voltigieren,Mounted Games,etc)

    Natürlich werden auch die Stärken jedes Schulpferdes gefördert...

    Es gibt aber auch bei uns i-wie eine Steigung von Anfänger-/Fortgeschrittenenpferden...

    denn schließlich ist zum bsp Carisma XX bestimmt nix für einen blutigen Ersteinsteiger=)

    Das mit den Hilfen ist eine Streitfrage...
    die einen sagen,schulpferde sollten sich auch Hilfen zusammenreimen können,dass (v.a) die Jungen reiter motiviert bleiben,andere meinen,gute Schulpferde sollten nur auf die korrekten Hilfen reagieren...

    ich würde behaupten,bei uns gibt es beides=)
    Geändert von Quasy (30.12.2007 um 20:09 Uhr)

  14. #14
    aufTrab Mitglied
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    42

    AW: Schulpferde= Lehrpferde?!

    Hmnja , bei uns im Stall gibt es mehrere Reitlehrer .
    Bei der einen lernt man vernünftig reiten ,die ist allerdings nur 2x die Woche da .
    Bei der anderen , die fast jeden Tag da ist , irgendwie nach dem Motto zum Gas geben mit den Beinen ausholen und in den Pferdebauch rammen und zum Bremsen und Lenken am Zügel ziehen . Und mit Schulpferden muss man so umgehen , weil sie ja auf nichts anderes hören . Von Beritt weiß ich eigentlich nichts . Die Schulpferde stehen zum größten Teil in winzigen Boxen , die zwar für Ponies ok sind , aber für den Größten z.B. (ca.180cm) doch etwas klein .
    Also der End-Fazit : im Allgemeinen nicht so gut
    LG Jollymausi

    Talentfrei und stolz drauf !

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