Ergebnis 1 bis 12 von 12
  1. #1
    aufTrab Stammgast Avatar von franzl
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    Hilfe anbieten, auch wenn sie nicht angenommen wird?

    Ich weis das es schon einmal ein Thema gab, ab wann der Stallbesitzer eingreifen sollte. Meine Frage lautet jetzt, ab wann ihr eingreifen würdet?

    Wir haben im Stall zwei junge Damen, die nicht wirklich reiten können. Sagen sie selber... Nun ist die eine den jungen Wallach vom Seniorstallbesi geritten, und zwar mit Schlaufzügeln. Da das Pferd ja den Kopf so toll runtergenommen hat möchte sie sich jetzt auch welche kaufen für ihr Pferd, obwohl sie mit den vier Zügeln ja eigentlich gar nicht klar gekommen ist...
    Sie hat keine Ahnung, was dieser Hilfszügel bewirkt, wie er einzusetzten ist und überhaupt (hat der Senior mE auch nicht, aber das ist eine andere Geschichte...)

    Ich habe ihr meine Meinung dazu gesagt und werde sie auch noch mit entsprechender Literatur eindecken und hoffe, dass sie zur Vernunft kommt. Bis heute hat sie kaum Hilfe angenommen bzw. sich keine Hilfe geholt (beim longieren z. B., habe ihr gerade gestern wieder angeboten, es ihr zu zeigen, weil ich eh longieren wollte. Sie ist nach Hause gefahren...)

    Was hättet ihr gemacht? Was würdet ihr tun?

    Ach ja, ihr Pferd ist ein ganz lieber und geht auch am Zügel (habe schon draufgesessen) Sie kann es halt nur nicht. Ob sie noch Unterricht reitet beim Senior weis ich nicht.
    Grüße von Nic

  2. #2
    aufTrab Mitglied Avatar von Cammy
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    AW: Hilfe anbieten, auch wenn sie nicht angenommen wird?

    Naja, ist irgendwie immer schwierig. Ich würde schon sagen, dass man ihr einen freundlichen Ratschlag geben könnte, vielleicht so verpackt, dass sie es nicht gleich als kritik versteht.
    Wenn sie darauf allerdings nicht reagiert, dann würde ich es mal direkt ansprechen und sie auch fragen, was sie mit den zügeln bezwecken will, usw.
    Sie hat keine Ahnung, was dieser Hilfszügel bewirkt, wie er einzusetzten ist und überhaupt
    - Pflichttheoriestunde für alle mit Anwesenheitspflicht .

  3. #3
    Valerio
    Gast

    AW: Hilfe anbieten, auch wenn sie nicht angenommen wird?

    Pauschal kann man sowas gar nicht sagen. Das kommt fast immer auf den Einzelfall an.

    Ich hab ja nun schon mehr über diese Frau gehört (und ich glaube ich habe sie mit ihrer Freundin auch schon gesehen, als sie A. um Hilfe gebeten haben, bzw. sich eher bei ihr ausgeheult haben zu dem Thema, dass ihr Pferd doch bitte auch im Winter im Matsch den ganzen Tag draußen stehen soll) und ich glaube man kann sie in die Kategorie "eigenes Pferd- erfüllter Kindheitstraum" einordnen, für die heile Welt ist und die an der Wahrheit vorbei schaut (ob sie nun weiß, dass Schlaufis eher in Profihände gehören, wenn überhaupt).
    Ich glaube, wenn ich sehen würde, dass sie ihr Pferd damit immer reitet und gewalttätig damit umgeht, würde ich auf sie zugehen und versuchen, ihr möglichst freundlich zu erklären, was es mit ihrem Lieblingshilfszügel auf sich hat.

    Mehr kannst du eigentlich nicht machen; es ist ihr Pferd...

  4. #4
    aufTrab Experte Avatar von nanja
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    AW: Hilfe anbieten, auch wenn sie nicht angenommen wird?

    Ja das ist schwierig...
    Ich bin da Stallzicke, gerade bei Schlaufen bekomme ich nen Schreikrampf!!
    Seit ich mal ein Pferd in Korrektur hatte das mit den Dingern umgehen konnte..
    (Der hat Schlaufen Zerrissen, und alles was mit Hilfszügel zutun hatte.)
    Da zersaut man so viel mit!!
    Das Mädel hätte sich da auch ne Aufklärungsstunde abgeholt. Wenn sie's nicht annimmt, kann ich zwar nichts machen.

    Solange s nicht gefährlich für Pferd und Reiter wird habe ich mir angewöhnt,
    ruhig zu bleiben und zu beobachten.

    Hilfe anbieten wenn's "vernünftige" Leute sind,
    und Hinweisen wenns "beratungsresistente" sind.
    Da gucke ich mir meine Gesprächspartner an..
    Und ich habe keine Lust auf Stress weil einige s immer besser wissen...

  5. #5
    Moderator Avatar von Gisa
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    AW: Hilfe anbieten, auch wenn sie nicht angenommen wird?

    Oh ja, dieses leidige Thema,
    Hilfe, die man anbietet und die einem dann nur krumm genommen wird. Oh, wie oft ist mir das schon passiert. Man meint es gut, will helfen, weil man sieht und erkennt , daß etwas in die falsche Richtung läuft, aber es gibt dadurch immer nur Ärger und Stress, wenn es falsch verstanden wird. Ich gestehe, ich brauchte viele Jahre dafür zu lernen, daß man nur dann was sagt, wenn man um Hilfe gefragt wird. Aber in so einer Situation, so wie du sie schilderst, könnte ich mein Mundwerk auch nicht geschlossen halten. Es geht immer ums Pferd!! Biete noch einmal deine Hilfe an, will sie sie nicht, dreh dich um und geh weg, auch wenn es schwer fällt. Die Person wird es merken, vll erst später, aber du ersparst dir viel Ärger, besonders wenn SB auch noch solche Sätze von sich gibt.
    Gruß Gisa
    Oma ist wieder daaa

  6. #6
    aufTrab Stammgast Avatar von franzl
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    AW: Hilfe anbieten, auch wenn sie nicht angenommen wird?

    Ich danke euch für eure Einschätzung (@valerio, hast Recht...) Das Schlimme ist, dass ich weis, wie sie sich fühlt. Keine Ahnung zu haben und nicht zu wissen, wen man fragen soll, ist auch prekär.
    Auf der einen Seite der Seniorstallbesi, der in Ihren Augen jahrelange Pferdeerfahrung hat und wenn der Sohn damit reitet und sie damit reiten lässt kanns ja nicht so schlimm sein. Auf der anderen Seite ich, die auch nur Einstellerin ist und darüber die Hände über dem Kopf zusammenschlägt und sagt, das sie aus den und den Gründen die Finger davon lassen soll.

    Jedenfalls werde ich sie nochmal mit Lektüre versorgen. Wenn sie liest, dass ich mir das nicht aus den Fingern sauge und erkennt, was die Schlaufen wirklich bewirken, vielleicht denkt sie dann doch noch um. Allerdings habe ich ihr auch schon Dinge über Bahnfiguren, Dehnungshaltung (v/a an der Longe) usw. gegeben, wo ich nicht das Gefühl habe, dass sie es überhaupt gelesen hat. Beobachten werde ich es weiterhin, zumindest soll das Pferdi nicht leiden, weil das echt ein ganz Lieber ist und ihr rumgegurke mit engelsgeduld erträgt. Den mit Schlaufis zu reiten geht echt gar nicht. Das ist so, als wenn ich meinem Opa noch welche drauftun würde...
    Grüße von Nic

  7. #7
    aufTrab Mitglied Avatar von Devil92
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    AW: Hilfe anbieten, auch wenn sie nicht angenommen wird?

    Yupiduhuuuu^^

    Aber hallo, ich wäre auf jeden hingegangen... und wenn sie das nicht annimmt, würd ich beiläufig mal anklingen lassen, WAS sie ihrem Pferd damit antut!!!!!!!!!!!

    SOWAS kann ich nicht ab!!!!

    LG devilchen

  8. #8
    aufTrab Stammgast Avatar von franzl
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    AW: Hilfe anbieten, auch wenn sie nicht angenommen wird?

    @monika
    das ist es ja, das ist mir klar und sehe ich auch ein, deshalb mische ich mich ja ungerne ein. Bin eben auch nur Einstellerin, ganz klar.
    Aber... deine Formulierung war gut: "in der Regel verfügen die Stallbesis über viel Erfahrung...". Wir sind ein kleiner Privatstall, Stallbesi hat zwar mal geritten, ist aber Landwirt, Senior hat auch mal geritten, aber das ist bestimmt 30 Jahre her. Der kann alles eher theoretisch...
    Ich habe damals auch etwas gebraucht, das zu kapieren. Außerdem hatte ich das Glück, an eine super RLin zu kommen (die hatte damals ihr Top-Pferd in Rente bei uns unter gestellt), an die ich micht dann halten konnte.
    Trotzdem habe ich auch bei ihm nie Schlaufzügel oder dergleichen benutzt, weil mir das nicht richtig erschien... Habe selber gelesen und alles hinterfragt. Dazu möchte ich die Mädels animieren. Sie sollen machen mit dem Senior, aber nicht blind. Sie sollen fragen warum und weshalb...
    Grüße von Nic

  9. #9
    aufTrab Stammgast Avatar von franzl
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    AW: Hilfe anbieten, auch wenn sie nicht angenommen wird?

    @monika
    Einen Reitleher haben die beiden nicht. Die juckeln nur so vor sich hin. Wenn es mal passt stellt der Senior sich sonntags nachmittags mal dazu und gibt "Unterricht".

    @mueffy
    das ist ja gerade das schlimme. Beide wissen, das sie keine Ahnung haben und sagen es selber von sich. Trotzdem nehmen sie keine Hilfe an. Es geht ja so, wie sie reiten. Schlaufis will die eine nur, damit ihr Pferd den Kopf so schön runternimmt...
    Grüße von Nic

  10. #10
    aufTrab Stammgast Avatar von Farina770
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    Pfeil AW: Hilfe anbieten, auch wenn sie nicht angenommen wird?

    und was wenn du ihr rätst, die Schlaufis als Dreiecker zu verschnallen!?
    Du kannst ihr ja erzählen, dass es dasselbe ist, nur ohne dieses nervige mit 4-Zügeln-reiten.

    Wenn sie nur "die Rübe runter" haben will, kann sie doch mit normalen Hilfszügeln reiten, wenn ihr das "uncool" vorkommt... vielleicht kannst du ihr das anders "schmackhaft" machen!?

    evtl: "mit Schlaufis macht man mehr kaputt als heil!"

    sie kann ja zum schluss die dreiecker rausschnallen und ganz ohne reiten - von wegen Lerneffekt, vielleicht möchte sie ja doch mal lernen "allein" ein Pferd an den Zügel zu reiten - mit Schlaufis wird sie das nie lernen!

    Appellier höchstens an ihren Ehrgeiz es selbst zu können (Schlaufis sind echt für die hoffnungslosen Fälle, etc)


    richtige Kritik stößt nur auf taube Ohren, dann wirst du nur als "Stallzicke" abgetan und dann schaltet sie demnächst komplett auf Durchzug!

  11. #11
    aufTrab Professor Avatar von Lore
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    AW: Hilfe anbieten, auch wenn sie nicht angenommen wird?

    Das Thema ist zwar schon etwas älter, aber ich bin grad drüber gestolpert und schreibe trotzdem noch mal etwas dazu.

    Nach meiner Erfahrung lebt man ruhiger, wenn man sich aus solchen Dingen raushält. Ich habe mich mit gut gemeinten Ratschlägen bisher immer in die Nesseln gesetzt, und wirklich gebracht hat es nichts (ausser dass ich mir selber die Nerven dran aufgerieben habe). Daher gebe ich meine Meinung höchstens noch dann preis, wenn ich wirklich explizit danach gefragt werde.

    Mit dem nett gemeinten Versuch, jemanden zum Nachdenken anzuregen, erreicht man leider fast nie den gewünschten Effekt, manchmal sogar eher eine Trotzreaktion. Solange der Mensch nicht von selber nachfragt oder ins Grübeln kommt, ist er noch ziemlich überzeugt von dem, was er tut.

    Man kann einen anderen Menschen nicht verändern, man kann höchstens sich selbst verändern, und das ist oft schon schwer genug. Aber manchmal erreicht man schon dadurch bei anderen Menschen etwas, dass man seine eigene Überzeugung lebt und damit seinem Ziel auch näher kommt.

    Natürlich ist es immer auch eine Gratwanderung - sicherlich gibt es Situationen, in denen man einschreiten sollte und muss. Ob z.B. der Gebrauch von Schlaufzügeln bereits dazugehört, hängt sicherlich auch immer ein bißchen von der eigenen "Schmerzgrenze" ab.
    Jedenfalls ist es besser, ein eckiges Etwas zu sein als ein rundes Nichts.
    (Friedrich Hebbel)

  12. #12
    aufTrab Stammgast Avatar von franzl
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    AW: Hilfe anbieten, auch wenn sie nicht angenommen wird?

    Ich kann ja mal berichten, wie es weiter gegangen ist.

    Das besagte Pferd hat glücklicherweise einen gelben Schein eingereicht. Rückenverspannungen, Beckenschiefstand etc. Die Besi hat sich vom Seniorstallbesi besabbeln lassen und hat das Pferd weg gegeben (angeblich als Beistellpferd...) und sich ein neues gekauft (von wem wohl )
    Bei dem hat sich herausgestellt, das es auch nicht ganz gesund ist. Es ist nicht durch die AKU gekommen und sie hat es zum Glück nicht gekauft.

    Auch das andere Mädel hat ihre Stute zwischenzeitlich abgegeben, da die ach so liebe Stute angefangen hat, sie regelmäßig in den Sand zu setzen...

    Auf dem neuesten Stand bin ich da nicht, ich glaube aber, sie haben sich zusammen ein neues Pferd gekauft, das steht aber nicht mehr bei uns. Sie juckeln, wie gehabt, nur im Gelände rum.

    Bei dem ganzen hin und her mit dem neuen Pferd stellte sich dann heraus, dass der Seniorstallbesi mich bei den Mädeln total schlecht gemacht hat. Ich würde nur Blödsinn labern und keine Ahnung haben und solche Sachen. Richtig vom Leder gezogen hätte er... Zum Glück haben sie es noch kapiert, dass wir (noch eine Miteinstellerin und ich) nicht so ganz unrecht hatten... (sein Gerede interessiert mich nicht weiter, in meinen Augen ist der Mann einfach nur alt, senil und neidisch) Getreu nach dem Motto: Wenn der, der schlecht über mich redet wissen würde, wie ich über ihn denke, würde er noch schlechter über mich reden
    Grüße von Nic

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