Ergebnis 1 bis 16 von 16
  1. #1
    Ehrenmitglied Avatar von Merle
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    Beitrag Reitplatzbelag - die Möglichkeiten

    Wir haben nun schon diverse Reitplätze hinter uns. Angefangen von der stinknormalen Wiese die wir zum Reiten benutzt haben, über Sand auf ein Stück Wiese gekippt, nach Hackschnitzel, dann mit Drainage und nun einer Sand-Kies-Mischung.

    Die ersten Reitplätze waren eher stümperhaft und auch entsprechend tauglich. Wir haben einen Aussenreitplatz, keine Halle und die Lösung die aktuell ist, finde ich gar nicht mal so übel: Sand-Kies-Mischung

    Wie sind Eure Erfahrungen, Eure Beläge und Unterbauten und wie pflegt Ihr die Plätze?
    Liebe Grüße Merle

  2. #2
    aufTrab Mitglied Avatar von ckjaneway
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    AW: Reitplatzbelag - die Möglichkeiten

    ich liebe ja diesen kirchhellener sand. da kann man total gut drauf reiten find ich. egal wie das wetter ist.
    unsere böden sind leider eher dürftig. das ist auch so ne grobe sandmischung. super tief und rau. die werden abgezogen und gesprengt.
    man kann drauf reiten, aber es gibt echt bessere böden.
    Viele liebe Grüße von mir!!!! :newwer:

  3. #3
    Ehrenmitglied Avatar von Merle
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    AW: Reitplatzbelag - die Möglichkeiten

    Ich möchte hier mal zusammensammeln was ich so im Internet gefunden habe und interessant fand:

    Klinkert-Reitplatzbau

    In einer Art "Schwimmbecken" bestehend aus einer wasserdichten Folie, wird ein innenliegendes Drainagesystem an einenRegulierungsbrunnen außerhalb der Reitfläche angeschlossen.

    Die Tretschicht besteht aus einemgewachsenen Natursand mit hoher Kapillarität, wodurch jeweils ein optimaler Wassergehalt eingestellt werden kann

    Eine automatische Steuerung im Brunnensystem führt beiNiederschlägen das überschüssige Wasser über die Drainage ab.

    Bei Trockenheit wird über eine stehende Wasserleitung (Zisterne, Brunnen, Hauswasserleitung) vollautomatisch Wasser zugeführt.



    Stalltec

    Hier handelt es sich um eine Zwischenschicht soweit ich das verstehe. Original-VIATRIFT-Trennlagen aus hochwertigem PE-Kunststoffgewebe für eine wirtschaftliche und sichere Flächenbefestigung im Reitplatzbau. Diese soll verhindern das Material der Tretschicht in die Tragschicht abwandert und so zum Beispiel auch die Drainage verstopft.


    Fair-Ground

    Unterscheidet deutlich zwischen Hallen- und Außenplätzen und haben diverse Matten und Beläge im Angebot.
    Liebe Grüße Merle

  4. #4
    Lore64
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    AW: Reitplatzbelag - die Möglichkeiten

    Unser Springplatz ist ein Grasplatz, der wird halt hin und wieder ausgemäht und gewalzt. Bei schlechtem Wetter ist der Platz gesperrt, damit die Grasnarbe nicht so leidet.

    In der Halle haben wir den Grünen Sand - eigentlich ein sehr schöner Boden, der müsste aber meines Erachtens wesentlich intensiver gepflegt werden. Leider nehmen es viele bei uns mit der Abäppel-Pflicht nicht so genau. Ausserdem müsste der Boden mindestens jeden zweiten Tag durchgezogen werden, bei uns passiert das nur zweimal pro Woche.

    Die andern Aussenplätze sind so aus normalem dunklen Sand. Ob da eine Drainage drunter ist, weiß ich gar nicht. Normalerweise sind die Plätze ganz gut bereitbar, man muss halt momentan vor dem Reiten immer gut bewässern, weil es ein sehr feiner staubiger Sand ist.

    In meinem vorigen Stall waren sowohl in der Halle als auch auf dem Viereck so Teppichschnitzel. Das ganze nannte sich "Swing Ground", darunter war eine Schicht Mineral.
    Dieser Boden ist bis minus dreissig Grad frostsicher, auch nach einer Woche Dauerregen gut zu bereiten und in der Pflege auch ohne schweres Gerät zu bewältigen. Damals waren so ca. 10 Reiter täglich drauf, wir haben einmal pro Woche den Hufschlag geschaufelt, was bei den leichten Teppichschnitzeln in Nullkommanix gemacht ist und nicht sonderlich in Arbeit ausartet.
    Wenn es richtig heiss und trocken ist, empfiehlt es sich, den Boden zu bewässern, da es sehr staubig werden kann. Zum Springen ist der Boden nur bedingt geeignet, aber so bis zu 'nem reichlichen Meter isses eigentlich kein Problem, man sollte halt nur nach dem Springen wieder ein bißchen die Absprungstellen glattharken, wie bei Sand eigentlich auch.
    Wenn man nicht gerade für Olympia trainiert, ist dieser Swing Ground meines Erachtens eine gute Alternative zu herkömmlichen Sandböden. Vielleicht einfach mal googeln, ich hatte da auch mal 'ne Website zu gefunden...

  5. #5
    aufTrab Mitglied Avatar von katha
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    AW: Reitplatzbelag - die Möglichkeiten

    @merle: ist euer platz so schwarz/grau?

    dann haben wir den gleichen boden evtl... wir haben auch so eine sand/kies mischung und bin sehr zurfrieden! bei der trockenheit staubt es zwar leicht und er muss immermal aufgelockert werden, aber jeder platz braucht sein pflege, wenn man gscheit drauf arbeiten will!
    wenn es sehr nass ist, wird der platz gesperrt, er trocknet aber sehr schnell wieder ab!

  6. #6
    Ally.
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    AW: Reitplatzbelag - die Möglichkeiten

    Hi,

    wir haben auf unserem Platz auch den Kirchhellener Sand. Den finde ich super klasse, er staubt im Sommer nicht so doll auch wenn er total trocken ist. Wird aber auch nie tief oder matschig wenn es tagelang geregnet hat, es stehen dann zwar Pützen drauf, aber die Pferde sinken nicht tief ein und es wird niemals eine Schlammschacht. Er bleibt immer schön griffig, was ja zum Springen sehr gut ist.

    LG,
    Ally.

  7. #7
    Ehrenmitglied Avatar von Merle
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    AW: Reitplatzbelag - die Möglichkeiten

    @katha - nö der ist ganz normal sandig.. also eher bräunlich und dann eben ganz feiner Kies mit drinnen damit der Sand nicht zu schnell hart wird im Sommer. Der Platz hat selten Pfützen drauf. Einzig jetzt nach dem wochenlangen Sommer war er recht staubig, aber gut, irgend einen kleinen Nachteil hat wohl jeder und wir hätten ja nur wässern müssen (wenn das so einfach wär bei uns )
    Liebe Grüße Merle

  8. #8
    Moderator Avatar von Kicki
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    AW: Reitplatzbelag - die Möglichkeiten

    oh, dass kann ich dir garnicht mal so genau sagen.

    Auf dem Reitplatz kamen erst mehrere Schichten Schotter, die festgewaltz wurden, drauf und nacher Quarzsand. Ob unser Dressurplatz nun Marke Eigenbau ist oder nicht, kann ich dir nicht sagen.

    Die Reithalle ist eine Spezialhalle aus Kanada, dort wird sie in der Landwirtschaft sehr vielseitig eingesetzt. Unten war auch wieder Schotter drin und dann kam "der Grüne Sand"(eine Mischung aus Spänen und Sand) darüber. Mehr infos unter: http://www.der-gruene-sand.de/ und (den Link für die Reithalle suche ich nochmal)

    Beides wird abgezogen bzw der Hufschlag wird gelockert.
    Das Schwierigste an der Arbeit mit dem Pferd ist die Arbeit an sich selbst

  9. #9
    Ehrenmitglied Avatar von Merle
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    AW: Reitplatzbelag - die Möglichkeiten

    Gibt es etwas das jemand absolut nicht empfehlen kann? Gute und schlecht Meinungen gibt es sowieso immer das ist schon klar, aber gibt es unter den Anbietern auch einfach Schrott?
    Liebe Grüße Merle

  10. #10
    aufTrab Mitglied Avatar von katha
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    AW: Reitplatzbelag - die Möglichkeiten

    also von anbietern her, kann ich nichts sagen.... kann nur so einiges aus eigener erfahrung sagen:

    1. unser schwarzers sand/kies gemischt staubt im sommer leider extrem nach der hitze, genauso wie es nach starken regenfällen und anschließender starker sonneneinstrahlung recht hart wird, sodass der platz oft gelockert werden muss

    2. reiner sand und drunter schotter fand ich auch net gut, der platz wurde richtig matschig nach regenfällen und mit der zeit hat sich nach ner zeit immer mehr nach oben gearbeitet, dass viele kleine steine da waren...

    3. hackschnitzel, eigentlich ein recht guter und weicher boden; jedoch faulen die recht schnell und bei regen ist es teilweise ziemlich rutschig!

    so, dass waren so meine erfahrungen

    lG

  11. #11
    Ehrenmitglied Avatar von Merle
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    AW: Reitplatzbelag - die Möglichkeiten

    Die Hackschnitzel fand ich in den ersten zwei Jahren echt klasse, aber dann faulen die halt recht schnell da gebe ich Dir recht und man hat dann relativ viel "Müll" zu entsorgen wenn man den Platz wieder neu machen will. Aber grade im Winter war der Platz da auch supergut zu bereiten.
    Liebe Grüße Merle

  12. #12
    Lelie
    Gast

    AW: Reitplatzbelag - die Möglichkeiten

    @Merle: Sowas Klinkert-ähnliches hat auch Ludger Beerbaum. Mir scheint das die ideale Lösung zu sein.
    Bei uns haben wir in den Hallen Hackschnitzel mit etwas Sand. Der Boden ist eigentlich ganz gut zu bereiten, nur darf der Schnitzelanteil nicht zu gering sein, dann staubt es sehr und der Boden wird tief, federt aber nicht mehr.
    Auf dem Außenplatz haben wir eine Drainage mit einer Sand-Schnitzel-Mischung drauf, allerdings ist der Sandanteil größer und die Schicht dünner, ist aber nicht so schlimm.
    Der Springplatz ist einfach Gras, dass gedüngt und gewalzt und gemäht wird, bei starkem Regen wird der Platz geschont.
    Bei der Pflege ist es wichtig (hab ich die Erfahrung gemacht) regelmäßig durchzuziehen und dabei nicht zu tief zu kommen, sonst kommen bei uns die Schottersteine aus der Tragschicht hoch. Auf Steinen zu reiten ist nicht so toll. Hat jemand Erfahrung mit Reitplatzmatten, da dürfte dieses Problem eigentlich nicht auftreten?
    Mit dem Faulen der Schnitzel haben wir keine Probleme, weil der Boden bei uns so stark beansprucht wird, dass er sowieso relativ oft erneuert werden muss.
    LG Lelie

  13. #13
    aufTrab Guru Avatar von Bino
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    AW: Reitplatzbelag - die Möglichkeiten

    Also wir haben ja zwei Außenplätze.
    Springplatz und Dressurplatz

    Der Springplatz ist einfach Erde, normaler brauner Boden halt
    Der wird meines Wissens auch nicht gepflegt oder so. Der ist halt einfach da


    Der Dressurplatz besteht aus so grobem Sand. Was das jedoch genau ist kann ich nicht sagen. Ich glaube wir haben auch so eine Drainage. Jedenfalls darf man da nicht drauf longieren... kann mir vielleicht jemand erklären warum das so ist?

    Der Platz wird einmal die Woche mit einem kleinen Traktor gerecht, damit er nicht uneben wird

  14. #14
    aufTrab Professor Avatar von Lore
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    AW: Reitplatzbelag - die Möglichkeiten

    Wir haben in der Halle und auf dem Viereck ein Gemisch aus Sand und Hackschnitzeln. Der Boden ist nicht olympiaverdächtig, aber läßt sich eigentlich gut bereiten. Da das Viereck keine Drainage drunter hat, stehen da nach längerem Regen schon mal Pfützen, aber die trocknen meist schnell weg. In der Regel gehe ich aber sowieso auf den Grasplatz, wenn ich draussen reite, weil der immer gut zu bereiten und viel größer ist als das Viereck.

    In der Vereinshalle ist grüner Sand, eigentlich ein sehr guter Boden. Leider wurde/wird der aber kaum gepflegt, bei einem Durchfluss von ca. 50 Pferden am Tag reicht zweimal wöchentlich Durchziehen einfach nicht aus. Zudem wird die Abäppel-Pflicht leider zu 90 % nicht umgesetzt sowie äusserst selten bewässert. Da zeigt sich, dass auch ein hochwertiger Boden ohne Pflege für die Katz ist, der Sand fing stellenweise beim Abfußen unter den Hufen an zu "rollen" und war dadurch wesentlich schlechter zu bereiten als der Null-Acht-Fuffzehn-Boden, auf dem mein Pferd momentan unterwegs ist.

    Longieren macht den Reitboden schneller zunichte als Reiten, vor allem wenn wirklich nur auf einem Zirkel longiert wird. Das Pferd läuft eine feste Spur rein und schiebt den Boden nach aussen, der Longenführer trampelt in der Mitte alles fest. Besser ist es, beim Longieren auf der Mittellinie zu "wandern" - bei gleichzeitigem Reitbetrieb oder einer zweiten Longe in der Halle läßt sich das aber nicht unbedingt umsetzen.
    Jedenfalls ist es besser, ein eckiges Etwas zu sein als ein rundes Nichts.
    (Friedrich Hebbel)

  15. #15
    Lelie
    Gast

    AW: Reitplatzbelag - die Möglichkeiten

    An meinem neuen Stall haben wir in der Halle einen Boden aus (schon ziemlich zertrampelten) Hackschnitzeln und etwas Sand. Der Boden hält die Feuchtigkeit gut und staubt deshalb kaum. Leider pappt er sehr in den Hufen und ist für meinen Geschmack auch einen Tick zu tief.
    Auf dem Außenplatz haben wir einen absolut grandiosen Boden aus speziellem Reitplatzsand und Textilschnipseln. Der Boden ist schon 7 Jahre alt, hält aber jedes Wetter aus, federt und ist schön griffig, die Pferde rutschen also nicht. Außerdem lässt er sich sehr gut abäppeln und staubt selbst im Sommer kaum. Für mich der beste Boden, auf dem ich je geritten bin.
    Beide Böden werden nicht so häufig glattgezogen, aber gerade auf dem Außenplatz ist das durch die Größe (60 mal 80 Meter) nicht so ein großes Problem, da der Hufschlag nicht so stark beansprucht wird wie in der Halle. Draußen reiten wir eben doch etwas mehr durcheinander, weil es auch keine Bahnpunkte gibt.
    Auf den Longierzirkeln ist Sand mit großen Textilschnipseln. Da staubt der Boden doch hin und wieder ziemlich und ist auch für die Pferde nicht so schön zum laufen. Es geht schon, aber es ist nicht so optimal wie auf dem Reitplatz.
    LG Lelie

  16. #16
    aufTrab Experte Avatar von nanja
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    AW: Reitplatzbelag - die Möglichkeiten

    Soo wir sollen jetzt den neuen Longierzirkel in Swing ground bekommen..
    bestellungen sind unterwegs, Abholen tu ich das Zeug...
    Unterbau steht auch schon...
    Habt ihr schon erfahrungen damit gemacht?
    Dass mir mein Pferd das Liebste sei, sagst du oh Mensch sei Sünde,
    mein Pferd ist mir im Sturme treu, der Mensch nicht mal im Winde !


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