Schmidt und Ahlmann siegen in Münster

Den Grand Prix de Dressage am heutigen Vormittag in Münster konnte sich der Grandseigneur der deutschen Dressurreiterszene, Reitmeister Hubertus Schmidt sichern. Der Mannschafts-Weltmeiste setzte sich mit dem erst neunjährigen Donnelly gegen seine Konkurrentinnen durch. Im Hauptspringen des heutigen Tages, dem Championat von Münster, war es Christian Ahlmann, der zusammen mit dem 13-jährigen Wallach Perry Lee das Siegerduo bildete.

Bereits im letzten Jahr hatte Hubertus Schmidt in Münster seinen Donnelly, einen Wallach von Donnerruf, vorgestellt - damals noch in der Prüfung Kl. S für 7 - 10-jährige Pferde. Heute nun zeigte sich das Paar, welches schon im letzten Sommer Ersatzpaar für die Euro war, aber im Vorfeld verletzungsbedingt zurückziehen mußte, seine Klasse im Grand Prix. 72,553% bei völlig einheitlicher Richterwertung bedeuteten den Sieg für Schmidt vor Helen Langehanenberg mit ihrer jetzt 11-jährigen Rohdiamant-Rappstute Responsible (71,957%) und der Belgierin Vicky Smits-Vanderhasselt mit Daianira van de Helle (70,894%). Hubertus Schmidts Teamkollegin von der WM in Aachen, Nadine Capellmann, war mit ihrem “Nachwuchscrack”, dem 12-jährigen Raffaldo zu einem Ergebnis von 70,213% gekommen (Platz 4) und für Jonny Hilberath, sonst eigentlich eher als Co-Trainer von Nationalcoach Holger Schmezer zu Fuß unterwegs, war es sicher eine amüsante Abwechslung, mit dem 12-jährigen Alabaster-Sohn Amüsant aus dem Besitz von Sissy Max-Theurer zu Platz 5 zu reiten (69,191%).
Im Championat von Münster hatten es 11 ReiterInnen ins Stechen geschafft - darunter allerdings nicht der haushohe Favorit Marcus Ehning mit Leconte (die beiden hatten zwei Klötze im Umlauf). Lange hatte im Stechen der junge Alexander Hufenstuhl geführt, der mit dem 13-jährigen Chamby eine Zeit von 35,38 Sekunden gezeigt hatte. Aber dann kam der blitzschnelle Niederländer Gert-Jan Bruggink mit seinem wieselflinken Cash Junior - 34,09 Sekunden bedeuteten die vorläufige Führung und eigentlich ging man davon aus, dass diese Zeit nicht mehr geknackt werden könnte. Aber dann …… kam Christian Ahlmann. Mit dem erfahrenen Perry Lee sauste Ahlmann durch den Stechparcours, der auch wirklich genug lange Galoppstrecken aufwies, flog über das letzte Hindernis - und die Uhr zeigte 33,65 Sekunden. Für Ahlmann bedeutete das den Sieg und ein Auto. Die Ehre der Ehning-Brüder rettete übrigens noch Johannes Ehning, der mit Salvador auf Rang vier landete.

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