Ergebnis 1 bis 30 von 30
  1. #1
    aufTrab Experte
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    Daumen runter Was ist, wenn der Osteopath schlecht gearbeitet hat?

    Wie ihr mittlerweile alle wisst bin ich auf Sattelodysee.
    Als der Sattler vor längerem (weiß nicht mehr genau) bei einer Stallkollegin war, hatte ich ihn gebeten sich den Rücken meines Pferdes und meinen Sattel mal anzusehen. Er hat den Rücken abgetastet und gemeint, der Rücken wäre nicht in Ordnung, ich solle das erst i.O. bringen lassen.
    Ich hatte dann vor 3 1/2 Wochen eine Osteopathin da, die auch 3 Wirbel entdeckt hat, die "draußen" waren, sowie Verspannungen im Rücken.
    Das hat sie dann gerichtet oder sollte sie zumindest getan haben. Das von ihr vorgeschlagene Programm für die 2 Wochen danach habe ich auch genauso ausgeführt.
    3 Wochen später kam der Sattler wieder, tastet sich an der Wirbelsäule entlang und mein Pferd zeigt wieder Reaktion an ungefähr der Stelle wie beim letzten mal auch schon.
    Ich hab am selben Tag noch die Osteopathin angerufen und ihr die Sache geschildert. Wir haben nun wieder einen Termin für den 29.12.

    Ich bin dadurch jetzt etwas skeptisch. Ich weiß nicht, ob das schonmal passieren kann, dass ein Wirbel nach der Behandlung wieder zurückrutscht oder sie das übersehen hat? Oder macht die Frau ihren Job nicht richtig?

    Was ist wenn der Wirbel nach der 2. Behandlung immernoch zwickt? Kann ich dann mein Geld zurück verlangen? Immerhin hab ich für die erste Behandlung schon 130€ bezahlt und weiß nicht wieviel ich jetzt nochmal berappen darf...

    Vlt war auch das Programm nach der Behandlung falsch? Ich durfte 2Tage nur spazieren gehen, 3 Tage am Halfter longieren ohne zu fordern, nur so viel machen wie mein Pferd Lust hatte und dann 1 1/2 Wochen ausgebunden longieren.
    Mein RL hat diese vorgehensweise kritisiert. Er meinte, ich müsste jetzt erst recht reiten, schön vorwärts abwärts übern Rücken, damit sich in der Muskulatur was tut.

    Was meint ihr dazu?

  2. #2
    aufTrab Stammgast
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    AW: Was ist, wenn der Osteopath schlecht gearbeitet hat?

    Also ein eingezwickter Wirbel o. ä. kann immer mal wieder rausspringen und erneut zwicken. Hängt wohl davon ab, wielange der betroffene Wirbel schon falsch lag. Lag dieser schon länger falsch, dann hat sich drumherum bereits falsche Muskulatur gebildet, dadurch der Wirbel nach Zurechtrücken auch wieder von den Muskeln an die falsche Stelle zurückgezogen werden kann (blöd formuliert, ich hoffe Du verstehst mich ).

    Es gibt Pferde, da langt einmaliges Zurechtrücken, dann gibt es Pferde, da ist ein 1 bis 2 maliges erneutes Zurechtrücken notwendig und dann gibt es Pferde, da brauchts noch öfteres Zurechtrücken.

    Deutet also erstmal nichts auf schlechtes Arbeiten der Osteo hin.

    Soweit ich weiß hast derzeit einen unpassenden Sattel. D. h. wenn natürlich auf einen zurechtgerückten Rücken wieder ein unpassender Sattel draufkommt, kann dies natürlich auch Ursache sein, dass der Wirbel wieder rausspringt.

    Wenn ich mein Pferd "zurechtrücken" lasse und dabei ein unpassender Sattel festgestellt wird, dann kommt mir dieser Sattel nicht mehr auf´s Pferd drauf. Hatte ich schonmal, bis der Sattler kam vergingen 6 Wochen.

    Aus dem letzten Absatz bin ich natürlich auch der Meinung, dass Dein RL auf dem falschen Dampfer ist, solange kein wirklich passender Sattel da ist. Mit einem passenden Sattel schaut´s scho wieder ganz anders aus. Allerdings halte ich das "Aufbauprogramm" für gut bis auf die 2-3 Tage mit Halfter longieren, da würde ich persönlich dann entweder stehen lassen oder aber gleich ausgebunden korrekt longieren.

  3. #3
    aufTrab Experte
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    AW: Was ist, wenn der Osteopath schlecht gearbeitet hat?

    also am unpassenden Sattel kanns nicht liegen, da ich nach der Behandlung überhaupt keinen Sattel mehr aufgelegt habe, erst wieder beim Probereiten mit dem Sattler.

    Der RL wußte nicht, dass mein Sattel nicht optimal liegt. Er hat halt einen Osteopathen (? oder sowas ähnliches halt ?) bei dem man gleich am nächsten Tag wieder normal reiten darf und ist ziehmlich überzeugt von dem.

    Ich weiß, was du meinst mit den Muskeln. Wie kann man denn dann arbeiten, damit die sich umbilden? Oder was sollte man auf jeden Fall vermeiden?

  4. #4
    aufTrab Professor Avatar von Wunschtraum
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    AW: Was ist, wenn der Osteopath schlecht gearbeitet hat?

    Zitat Zitat von Mirage Beitrag anzeigen
    Es gibt Pferde, da langt einmaliges Zurechtrücken, dann gibt es Pferde, da ist ein 1 bis 2 maliges erneutes Zurechtrücken notwendig und dann gibt es Pferde, da brauchts noch öfteres Zurechtrücken.
    Da kann ich Mirage nur zustimmen. Meine Stute war 2x wegen Blockaden in Behandlung, 1x nach einem Sturtz und einmal weil sie sich einfach nur noch im Rücken fest machte.

    Bei dem Sturz hat eine Behandlung ausgereicht und Ruhe war, bei der anderen Blockade waren 3 Behandlungen notwendig. Die Physio erklärte mir damals, dass es beim Sturz eine Blockade war, die nur kurzzeitig bestand, also keine falsche Muskulatur drum herum. Die andere Blockade ist wohl mit der Zeit entstanden und es hat sich falsche Muskulatur gebildet, die den Wirbel dann wieder an den falschen Platz gezogen hat, so das mehrer Behandlungen nötig waren.

    Aus eigener Erfahrung mit meinem Rücken hab ich 10 Behandlungen gebraucht, bis ich mich wieder schmerzfrei bewegen konnte. Ein Arzt hat ein Schleudertrauma der Wirbelsäule nicht erkannt, ich bin 1 Jahr in Schonhaltung rum gelaufen um Schmerzen zu vermeiden, dabei haben sich die Muskeln total falsch entwickelt.

    Ich denke demnach nicht, dass deine Ostheopathin schlecht ist! Auch ihr Programm nach der Behandlung find ich vollkommen in Ordnung!
    „Richtig Reiten reicht“(Paul Stecken)

  5. #5
    aufTrab Stammgast Avatar von Dimturien
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    AW: Was ist, wenn der Osteopath schlecht gearbeitet hat?

    Zitat Zitat von may087 Beitrag anzeigen
    ,ein RL hat diese vorgehensweise kritisiert. Er meinte, ich müsste jetzt erst recht reiten, schön vorwärts abwärts übern Rücken, damit sich in der Muskulatur was tut.
    Komplett falsch... Wenn ein Wirbel eingernkt wird, dann wird leider auch die ansetztende Muskulatur ein bisschen in Mitleidenschaft gezogen (sprich: Muskelkater). Und wenn ein Pferd irgendwas am Rücken hat, dann gehört da nix drauf (außer vielleicht eine Decke).
    Das Programm der Osteopathin ist definitiv nicht verkehrt. Das Führen ist in Ordnung und der Rest eigentlich auch, wobei ich persönlich gegen die Ausbinder wäre (halte nicht viel von Hilfszügeln, ist aber meine persönliche Einstellung - man kann auch ohne HZ korrekt longieren).

    Wie Mirage schon gesagt hat hat, kann es durchaus sein, dass es mehrere Behandlungen erfordert, bis alles wieder da sitzt, wo es hingehört. Da muss man Geduld haben und eben den Geldbeutel ein wenig erleichtern. Aber danach hat man ein schmerzfreies Pferd das wieder gerne unter dem - dann hoffentlch passenden und schnell gefundenen - Sattel geht.
    http://www.auftrab.de/image.php?type=sigpic&userid=1547&dateline=1243601  061

  6. #6
    aufTrab Guru
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    AW: Was ist, wenn der Osteopath schlecht gearbeitet hat?

    Hallo!
    Ich muss sagen, es fällt mir immer wieder auf, dass die Leute denken, ein Osteopath könnte zaubern...
    Gut, eine Show a là Tamme Hanken lässt das die Leute auch glauben...

    Zitat Zitat von may087 Beitrag anzeigen
    Ich bin dadurch jetzt etwas skeptisch. Ich weiß nicht, ob das schonmal passieren kann, dass ein Wirbel nach der Behandlung wieder zurückrutscht oder sie das übersehen hat? Oder macht die Frau ihren Job nicht richtig?
    Klar kann das passieren und passiert auch fast immer, dass nach der ersten Behandlung wieder was rausrutscht.
    Das hat nichts damit zu tun, dass der Behandler falsch gearbeitet hat oder keine Ahnung hat! Mach dir da mal bitte keine Sorgen!

    Bei meinen Osteopathen gibts immer (!) 2 Behandlungen.
    Nach dem ersten Mal ist die Behandlung noch nicht abgeschlossen.

    Nach der ersten Behandlung muss das Pferd bzw. die Muskulatur erst mal die Zeit bekommen, sich auf die "neue Stellung" einzustellen um das Skelett an dieser Position zu halten und wieder zur Ruhe zu kommen.

    Nach der ersten Behandlung darf man immer 2 Wochen gar nicht reiten. Das Pferd soll nur ganz viel auf die Koppel oder laufen gelassen werden, wie es sich anbietet, damit sich die Muskeln wieder beruhigen und umstellen können.

    Danach wieder langsam auf geraden Linien beginnen.
    Nach der Ausheilungsphase von 3 Monaten (im Bedarfsfall auch schneller, wenn wirklich ein gravierender Zwischenfall wie Sturz, etc. passiert) kommt dann die 2. Behandlung, nach der dann nur 4 Tage Pause ohne Sattel angesagt sind und dann wieder langsam auf geraden Linien...

    Die Phase von 3 Monaten ist wichtig, denn nach diesem Zeitraum ist erst absehbar, was wieder zurückgerutscht ist und erneut behandelt werden muss.

    Außerdem sind osteopathische Behandlungen in kurzen Abständen nicht gerade förderlich.
    So viel wie nötig - so wenig wie möglich!
    Man darf nicht vergessen, es wird doch immer relativ massiv auf das Skelett eingewirkt um Blockaden und "Verschiebungen" zu beseitigen, die meist durch das aufeinanderwirken von rießigen Kräften (z.B. Sturz) entstanden sind!

    Zitat Zitat von may087 Beitrag anzeigen
    Was ist wenn der Wirbel nach der 2. Behandlung immernoch zwickt? Kann ich dann mein Geld zurück verlangen? Immerhin hab ich für die erste Behandlung schon 130€ bezahlt und weiß nicht wieviel ich jetzt nochmal berappen darf...
    Dann muss eben noch eine 3. Behandlung her...
    Ich sehe daran nichts Komisches...
    Klar finanziell ists echt unangenehm, aber es macht Sinn!

    Wie schon von Mirage gesagt, kommt es auf die Art der Blockade an und wie lange die Blockade schon besteht!
    Solche Sachen brauchen eben Zeit. Grade bei lange zurückliegenden Blockaden.
    Außerdem ist es eben zum größten Teil auch Muskelsache.

    Es kann auch passieren, dass das Pferd frisch nach der Behandlung ausrutscht und hinfällt (ist mir passiert) und schwupp ist wieder alles draußen, weil die Muskeln noch nicht halten... Da kann dann der Behandler auch nichts dafür!

    Zitat Zitat von may087 Beitrag anzeigen
    Vlt war auch das Programm nach der Behandlung falsch? Ich durfte 2Tage nur spazieren gehen, 3 Tage am Halfter longieren ohne zu fordern, nur so viel machen wie mein Pferd Lust hatte und dann 1 1/2 Wochen ausgebunden longieren.
    Mein RL hat diese vorgehensweise kritisiert. Er meinte, ich müsste jetzt erst recht reiten, schön vorwärts abwärts übern Rücken, damit sich in der Muskulatur was tut.
    Auf keinen Fall direkt nach der Behandlung reiten!
    Wie soll die "angegriffene" Muskulatur mit dem Reitergewicht fertig werden...
    Das ist so, als müsstest du mit Mega-Muskelkater Marathon laufen!

    Ich würde das Programm nicht als falsch betrachten, der Osteo wird sein Programm schon auf seine Behandlung abgestimmt haben...

    Mein Osteopath ist allerdings gegen das Longieren frisch nach der Behandlung...
    Soll angeblich kontraprodiktiv sein, da das Pferd in gewisser Stellung und Biegung ist und Bewegung geradeaus förderlicher wäre...
    Aber im Notfall, wenns nicht anderes geht, kann man auch piano VA auf sehr großem Zirkel longieren, meint er.

    Zitat Zitat von Dimturien Beitrag anzeigen
    Komplett falsch... Wenn ein Wirbel eingernkt wird, dann wird leider auch die ansetztende Muskulatur ein bisschen in Mitleidenschaft gezogen (sprich: Muskelkater). Und wenn ein Pferd irgendwas am Rücken hat, dann gehört da nix drauf (außer vielleicht eine Decke).
    Das Programm der Osteopathin ist definitiv nicht verkehrt. Das Führen ist in Ordnung und der Rest eigentlich auch, wobei ich persönlich gegen die Ausbinder wäre (halte nicht viel von Hilfszügeln, ist aber meine persönliche Einstellung - man kann auch ohne HZ korrekt longieren).

    Wie Mirage schon gesagt hat hat, kann es durchaus sein, dass es mehrere Behandlungen erfordert, bis alles wieder da sitzt, wo es hingehört. Da muss man Geduld haben und eben den Geldbeutel ein wenig erleichtern. Aber danach hat man ein schmerzfreies Pferd das wieder gerne unter dem - dann hoffentlch passenden und schnell gefundenen - Sattel geht.
    Dimturien, danke du nimmst mir die Worte aus dem Mund!

    May, hab Geduld, das wird schon!

    LG Sky
    Geändert von Skydancer (14.12.2009 um 19:34 Uhr)

  7. #7
    aufTrab Guru Avatar von Gwenie
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    AW: Was ist, wenn der Osteopath schlecht gearbeitet hat?

    Ich kenne dass es nach der Behandlung dann noch Nadeln gibt, die die entsprechenden Zonen entspannen soll.

    Mit dem sofort Reiten/nicht reiten liegt wohl eher an dem "Können" von Pferd und Reiter. Ein behandeltes S Pferd kann man (theoretisch) richtig korrekt v/a reiten als Therapie.
    Wir Wald und Wiesenreiter können das nicht ganz so korrekt- wäre also kontraproduktiv!
    Daher das Longieren.
    Finde die Therapie deines O. auch sehr gut. Wobei das ohne Ausbinder longieren hätte ich jetzt nicht unbedingt gemacht- zumal man die Tage vorher ja nicht wirklich viel gemacht hat.

    Als Gomi beim O. war durften wir sie 5 Tage longieren (si ehatte aber auch nichts richtig gravierendes) Und danach wieder reiten. Hatte die Behandlung aber auch mit den Akupunkturnadeln

    Habe mich heute noch mit einer neuen Stallkollegin unterhalten sie ist O für Mensch und Pferd- über die Ausbildung und den nicht geschützen Namen des Osteopathen. Es gibt recht viele die ihr "Handwerk" nicht wirklich verstehen.
    Gruß Gwenie

    www.equiservice.de

  8. #8
    aufTrab Guru
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    AW: Was ist, wenn der Osteopath schlecht gearbeitet hat?

    Zitat Zitat von Gwenie Beitrag anzeigen
    Habe mich heute noch mit einer neuen Stallkollegin unterhalten sie ist O für Mensch und Pferd- über die Ausbildung und den nicht geschützen Namen des Osteopathen. Es gibt recht viele die ihr "Handwerk" nicht wirklich verstehen.
    Da hast du recht...
    Für mich war es auch wirklich schwierig bis ich durch Zufall an meinen jetzigen Osteopathen gekommen bin.

    Wegen den Nadeln... Ganz vergessen...
    Mein Osteopath stimuliert nach jedem Griff die Stelle mit einem Farblicht und bei der zweiten Behandlung wird das Pferd auch noch komplett durchmassiert.

  9. #9
    aufTrab Experte
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    AW: Was ist, wenn der Osteopath schlecht gearbeitet hat?

    klingt sehr logisch was ihr schreibt.

    Das verunsichert mich jetzt halt, dass der Wirbel gleich nach der Behandlung wieder in die falsche Position gerutscht ist. Wenn die Muskeln das beim ersten Mal nicht halten konnten bzw zurück gezogen haben, dann kann das doch beim 2.mal wieder genauso passieren. Und beim 3mal...4.mal...5.mal...
    Der soll jetzt gefälligst da bleiben wo er hingehört

    Ich bin ja auch iwie skeptisch was Koppelgang angeht direkt danach. Was ist wenn mein Pferd fröhlich Bocksprünge macht, Ausschlägt etc? Bei so heftigen Bewegungen kann das doch alles wieder verrutschen???

  10. #10
    aufTrab Guru
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    AW: Was ist, wenn der Osteopath schlecht gearbeitet hat?

    Zitat Zitat von may087 Beitrag anzeigen
    Das verunsichert mich jetzt halt, dass der Wirbel gleich nach der Behandlung wieder in die falsche Position gerutscht ist. Wenn die Muskeln das beim ersten Mal nicht halten konnten bzw zurück gezogen haben, dann kann das doch beim 2.mal wieder genauso passieren. Und beim 3mal...4.mal...5.mal...
    Der soll jetzt gefälligst da bleiben wo er hingehört
    Ich versteh dich schon.
    Aber das wird schon...
    Die Blockaden bzw. die "Verhärtungen" drumrum werden mit der Zeit wieder geschmeidiger und dann bleibt es bei richtigem Reiten auch irgendwann!
    Dauert leider bei älteren Sachen etwas!

    Was war denn zuerst genau blockiert und was ist jetzt wieder blockiert?
    Dein Pferd hat eine etwas ansteigende Oberlinie... Wars da in dem Bereich was?

    Jedes Pferd hat, wie jeder Mensch seine Knackpunkte wo es/er etwas anfälliger ist und auch bleibt, aber der Zustand lässt sich sehr verbessern.
    Die Blockaden müssen behoben werden und dann ist der Mukelaufbau und korrektes Reiten, vielleicht erst mal V/A mit viel Stangenarbeit für die Rückentätigkeit das A und O!

    Zitat Zitat von may087 Beitrag anzeigen
    Ich bin ja auch iwie skeptisch was Koppelgang angeht direkt danach. Was ist wenn mein Pferd fröhlich Bocksprünge macht, Ausschlägt etc? Bei so heftigen Bewegungen kann das doch alles wieder verrutschen???
    Versuche das Pferd möglichst schonend und kontrolliert zu bewegen...
    Wenn auf der Koppel wirklich wild gebockt wird, dann vielleicht nur Spazieren gehen... Aber schon reichlich, so dass das Pferd nicht erst recht kernig wird...
    Ich mach das auch immer bissl nach Gefühl.

  11. #11
    aufTrab Experte
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    AW: Was ist, wenn der Osteopath schlecht gearbeitet hat?

    A Propos Bocken:
    Ich wollt da an der Longe Cavalettiarbeit machen. Hab dann 2 Cavaletti im Trababstand hingestellt. Pferdi sieht Cavaletti und fetzt auf einmal los wie eine Gestörte im Galopp und heizt in einem Satz über beide drüber.
    Das war nur eine Woche nach der Behandlung. Kann das geschadet haben?

  12. #12
    aufTrab Mitglied Avatar von GuyWithAPony
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    AW: Was ist, wenn der Osteopath schlecht gearbeitet hat?

    Zitat Zitat von may087 Beitrag anzeigen
    A Propos Bocken:
    Ich wollt da an der Longe Cavalettiarbeit machen. Hab dann 2 Cavaletti im Trababstand hingestellt. Pferdi sieht Cavaletti und fetzt auf einmal los wie eine Gestörte im Galopp und heizt in einem Satz über beide drüber.
    Das war nur eine Woche nach der Behandlung. Kann das geschadet haben?
    kann es, natürlich... muß aber nicht. es ist sehr schwer, zu der ganzen sache überhaupt etwas zu sagen, ohne dein pferd zu kennen...

    was das sofort-wieder-reiten vs. monatelange-aufbauarbeit problem angeht:
    das kann verschieden ausfallen, ist aber vor allen dingendavon abhängig:

    - wie schwerwiegend das problem war
    - wie lang das pferd schon damit rumgelaufen ist
    - wie gut der allgemeine trainingszustand ist
    - was die ursache für das problem war
    - ...und nochn ganzerhaufen weiterer aspekte...

    ist das mit den wirbeln mal grad eben aufgrund z.b. einer falschen bewegung o.ä. passiert, ne kleinigkeit gewesen und sofort bemerkt&korrigiert worden, kann es gut sein, daß man relativ schnell wieder reiten kann und sollte...

    je schwewiegender das ganze jedoch ist, je länger es schon vorlag und evtzl. schon die muskulatur verändert hat und je labiler das ganze gebäude ist, desto länger brauchst du auch, bis der rücken wieder vernünftig belastbar ist, und desto vorsichtiger sollte der aufbau erfolgen...

  13. #13
    aufTrab Stammgast Avatar von Dimturien
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    AW: Was ist, wenn der Osteopath schlecht gearbeitet hat?

    Zitat Zitat von Skydancer Beitrag anzeigen
    Dimturien, danke du nimmst mir die Worte aus dem Mund!
    Oh, tschuldigung! Ich hoffe, es hat nicht weh getan.

    Zitat Zitat von Gwenie Beitrag anzeigen
    Ich kenne dass es nach der Behandlung dann noch Nadeln gibt, die die entsprechenden Zonen entspannen soll.
    Das find ich ja mal klasse! Ich habe bis jetzt nur von Osteopathen gehört oder gesehen, die nur einrenken und dann vielleicht, wenn man Glück hat, noch ein bissl massieren. Aber das mit den Akkupunkturnadeln oder dem Farblicht finde ich gut, unterstützdend kann das wirklich super sein. *find*

    Zitat Zitat von may087 Beitrag anzeigen
    Der soll jetzt gefälligst da bleiben wo er hingehört
    Das A und O im Umgang mit den Pferden ist die Geduld. Auch bei Krankheiten, wie in dem Fall von deinem Pferd der verrutschte Wirbel.

    Ich bin ja auch iwie skeptisch was Koppelgang angeht direkt danach. Was ist wenn mein Pferd fröhlich Bocksprünge macht, Ausschlägt etc? Bei so heftigen Bewegungen kann das doch alles wieder verrutschen???
    Kann passieren, ja. Muss aber nicht. Das kann übrigens auch passieren, wenn das Pferd vorher keinen ausgerenkten Wirbel hat. Trotzdem stellen wir unsere Pferde alle auf die Koppel.
    Ich vertrete die Meinung, dass ein Pferd durchaus weiß, was es sich zumuten kann und was nicht (Ausnahmen bestätigen auch hier wieder die Regel).

    Zitat Zitat von may087 Beitrag anzeigen
    A Propos Bocken:
    Ich wollt da an der Longe Cavalettiarbeit machen. Hab dann 2 Cavaletti im Trababstand hingestellt. Pferdi sieht Cavaletti und fetzt auf einmal los wie eine Gestörte im Galopp und heizt in einem Satz über beide drüber.
    Das war nur eine Woche nach der Behandlung. Kann das geschadet haben?
    Ganz ehrlich? Wenn dein Pferd eine Woche vorher eingerenkt wurde, und du dann Cavaletti-Arbeit mit ihr machst, dann wundert es mich ehrlich gesagt nicht wirklich, wenn der Wirbel wieder verrutscht ist. Freilich hüpfen die Ponies auf der Koppel auch mal - aber das ist freiwillig und nach ihrem eigenen Ermessen. Beim Hüpfen wird natürlich auch das Skelett des Pferdes gestaucht, das geht durchaus auch bis in die Wirbelsäule rein. Wenn das Pferd dazu dann noch bockt (ok, das hätte es auch ohne die Cavalettis machen können), dann ist das meiner Meinung nach nicht wirklich soooo gut. Aber ich bin kein Osteopath, deswegen schildere ich hier nur meine Eindrücke...

    @GuyWithAPony: Schön geschriebener Beitrag. *zustimmend nickt*
    http://www.auftrab.de/image.php?type=sigpic&userid=1547&dateline=1243601  061

  14. #14
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    AW: Was ist, wenn der Osteopath schlecht gearbeitet hat?

    Zitat Zitat von Dimturien Beitrag anzeigen
    Ganz ehrlich? Wenn dein Pferd eine Woche vorher eingerenkt wurde, und du dann Cavaletti-Arbeit mit ihr machst, dann wundert es mich ehrlich gesagt nicht wirklich, wenn der Wirbel wieder verrutscht ist. Freilich hüpfen die Ponies auf der Koppel auch mal - aber das ist freiwillig und nach ihrem eigenen Ermessen. Beim Hüpfen wird natürlich auch das Skelett des Pferdes gestaucht, das geht durchaus auch bis in die Wirbelsäule rein. Wenn das Pferd dazu dann noch bockt (ok, das hätte es auch ohne die Cavalettis machen können), dann ist das meiner Meinung nach nicht wirklich soooo gut. Aber ich bin kein Osteopath, deswegen schildere ich hier nur meine Eindrücke...
    ähm die Osteopathin hat vorgeschlagen, dass ich Stangen und Cavaletti miteinbauen kann. Außerdem waren die Teile nicht zum drüber heizen gedacht, sondern nur zum gemütlich drüber traben. Standen auch nur auf der Seite.
    Aber ich konnte vor den Cavaletti halt nicht mehr bremsen als Pferdi plötzlich wuschig wurde.

  15. #15
    aufTrab Guru Avatar von Gwenie
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    AW: Was ist, wenn der Osteopath schlecht gearbeitet hat?

    @Dimturien:
    die Osteopathien von uns kann sogar noch mehr- sie ist gleichzeitg Tieräztin und das mit der Akkupunktur fand ich auch sehr gut, wenn ich auch dem "Knocheneinrenken" sehr kritisch gegenüber stehe!
    Leigt wohl daran, dass soviel Umbug damit gemacht wird, weil es kein geschützer Beruf ist und man die "Ausbildung" auf unterschiedlicher Weise bestreiten kann!
    Gruß Gwenie

    www.equiservice.de

  16. #16
    aufTrab Stammgast Avatar von franzl
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    AW: Was ist, wenn der Osteopath schlecht gearbeitet hat?

    Eigentlich ist schon alles gesagt. Ich wollte nur noch kurz von meinen Erfahrungen berichten.
    Als meine Alter vor ein paar Jahren die Schwierigkeiten mit dem ISG hatte, haben wir den ganzen Winter gebraucht, bis es wieder gut war. Nach dem ersten Einrenken hat er sich den Wirbel nachts wieder rausgedreht. Beim hinlegen in der Box... auch das passiert (war so ca. drei Wochen nach der ersten Behandlung). Er hat den ganzen Winter neben der Weide auf einem Paddock gestanden, so dass er nicht mit den andene toben konnte und auch ein Wegrutschen auf dem Winterboden so gut wie ausgeschlossen war. Ich habe nur longiert oder bin mit ihm spazieren gegangen. Insgesamt haben wir auch 4 Behandlungen gebraucht, eher der ganze Knochen/Muskel/Sehnenapparat wieder "fest" war. Und das, obwohl er mit der Fehlstellung gar nicht rumgelaufen ist. Als es passiert ist (vermutlich Sturz auf der Weide) ging er total schief, ich habe es also gleich bemerkt und sofort behandeln lassen (erst TA, Schmerzmittel und Entzündungshemmer, danach APM und einrenken)
    Grüße von Nic

  17. #17
    aufTrab Stammgast
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    AW: Was ist, wenn der Osteopath schlecht gearbeitet hat?

    Zitat Zitat von Dimturien Beitrag anzeigen
    Komplett falsch... Wenn ein Wirbel eingernkt wird, dann wird leider auch die ansetztende Muskulatur ein bisschen in Mitleidenschaft gezogen (sprich: Muskelkater). Und wenn ein Pferd irgendwas am Rücken hat, dann gehört da nix drauf (außer vielleicht eine Decke).
    Das Programm der Osteopathin ist definitiv nicht verkehrt. Das Führen ist in Ordnung und der Rest eigentlich auch, wobei ich persönlich gegen die Ausbinder wäre (halte nicht viel von Hilfszügeln, ist aber meine persönliche Einstellung - man kann auch ohne HZ korrekt longieren).
    *nachhak* Klar, dass man sich da die ersten Tage nach der Behandlung nicht draufsetzen sollte, aber wenn der Muskelkater vorbei ist, warum dann immer noch nicht?

    Ich nehme da jetzt mal mich selbst als Beispiel. Ich bin nicht wirklich ein Könner an der Longe, d. h. ich kann dem Pferd zur Losgelassenheit verhelfen, aber hier gezielt eine Rückenwölbung o. ä. zu erreichen bin ich nicht konsequent in der Lage (klar klappt es mal aber eben nicht kontiniuerlich wie es zum Mukki-Aufbau nach der Behandlung notwendig wäre). Also setze ich mich lieber auf´s Pferd drauf und erarbeite mir das, da ich vom Sattel aus dazu in der Lage bin. Was spricht dagegen?

  18. #18
    aufTrab Stammgast Avatar von franzl
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    AW: Was ist, wenn der Osteopath schlecht gearbeitet hat?

    Zitat Zitat von Mirage Beitrag anzeigen
    *nachhak* Klar, dass man sich da die ersten Tage nach der Behandlung nicht draufsetzen sollte, aber wenn der Muskelkater vorbei ist, warum dann immer noch nicht?

    Ich nehme da jetzt mal mich selbst als Beispiel. Ich bin nicht wirklich ein Könner an der Longe, d. h. ich kann dem Pferd zur Losgelassenheit verhelfen, aber hier gezielt eine Rückenwölbung o. ä. zu erreichen bin ich nicht konsequent in der Lage (klar klappt es mal aber eben nicht kontiniuerlich wie es zum Mukki-Aufbau nach der Behandlung notwendig wäre). Also setze ich mich lieber auf´s Pferd drauf und erarbeite mir das, da ich vom Sattel aus dazu in der Lage bin. Was spricht dagegen?
    Danke wollte ich eigentlich nicht sagen, ich wollte nur zitieren

    Weil du auch mit einem passenden Sattel bereits die Muskulatur blockieren kannst. Jedenfalls kann sie sich nicht so bewegen, wie ohne Sattel.
    Grüße von Nic

  19. #19
    aufTrab Stammgast
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    AW: Was ist, wenn der Osteopath schlecht gearbeitet hat?

    Franzl, für´s Danke bekommst auch ein Danke von mir

    Okay, ich kann die Muskulatur blockieren, gewiss möglich keine Frage. Aber was bitteschön soll ich dann stattdessen machen, wenn ich an der Longe nicht dazu in der Lage bin, Mukki-Aufbau zu fördern? Das Pferd wochenlang anschauen und hoffen, dass sich da von alleine was tut?

  20. #20
    aufTrab Experte
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    AW: Was ist, wenn der Osteopath schlecht gearbeitet hat?

    Zitat Zitat von Mirage Beitrag anzeigen
    Das Pferd wochenlang anschauen und hoffen, dass sich da von alleine was tut?
    ja, wenn du dich ganz feste drauf konzentrierst und vor dich hinmurmelst "wachst ihr muskeln, wachst!" könnte das doch...

  21. #21
    aufTrab Stammgast Avatar von Dimturien
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    AW: Was ist, wenn der Osteopath schlecht gearbeitet hat?

    Zitat Zitat von Mirage Beitrag anzeigen
    Okay, ich kann die Muskulatur blockieren, gewiss möglich keine Frage. Aber was bitteschön soll ich dann stattdessen machen, wenn ich an der Longe nicht dazu in der Lage bin, Mukki-Aufbau zu fördern? Das Pferd wochenlang anschauen und hoffen, dass sich da von alleine was tut?
    Der Mukki-Aufbau geschieht schon dann ein wenig, wenn das Pferd an der Longe in V/A-Haltung, da der Rückenmuskel ja ein Bewegungsmuskel ist. Demnach ist ein Arbeiten des Rückenmuskels ja auch gegeben, wenn das Pferd nicht mit gewölbten Rücken läuft.

    Das Wölben des Rückens ist eigentlich nur nötig, wenn jemand drauf sitzt, damit das Pferd den Menschen auch tragen kann (was es übrigens nicht mit dem Rückenmuskel tut, sondern mit dem Nackenband).

    An und für sich ist es aber gar nicht so schwer ein Pferd ohne Ausbinder korrekt zu longieren. Wenn das Pferd schon einigermaßen ausbalanciert ist, dann nimmt es, meiner Erfahrung nach, den Kopf sowieso automatisch in die V/A-Haltung. Dann noch ein bisschen Druck hinten machen und Pferdi setzt die Hinterhand aktiv ein.
    Falls doch ausgebunden longiert werden möchte, dann würde ich persönlich auf einen lang verstellten Halsverlängerer zurück greifen - damit habe ich die besten Erfahrungen gemacht.
    http://www.auftrab.de/image.php?type=sigpic&userid=1547&dateline=1243601  061

  22. #22
    aufTrab Stammgast
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    AW: Was ist, wenn der Osteopath schlecht gearbeitet hat?

    Wenn ein Pferd in die reelle v/a-Haltung geht, dann ist da von hinten schon Schmackes dahinter, ein Spannungsbogen baut sich auch auf, ergo erfolgt auch eine Rückenwölbung.

    Aber dazu muss die v/a-Haltung reell sein, was ICH nicht an der Longe erreichen dauerhaft erreichen kann. Köpfle locker runterbaumeln lassen kann ich durchaus leicht erreichen, den Rücker locker schwingen lassen, ebenfalls, die Hinterhand aktiver machen ebenfalls. Allerdings erfolgt damit bei meiner Stute keinerlei Mukki-Aufbau, da dies alles 1a ohne Spannungsbogen etc. erfolgen kann. Und wo nix spannt kann nix aufbauen.

    Es würde sich vielleicht dann a bisserl was aufbauen, wenn noch überhaupt keine Rücken-Mukkis vorhanden wären. Da der Grundstock in der Regel aber gelegt ist bei einer osteopathischen Behandlung, wird sich dadurch nix weiter aufbauen.

    Aber grundsätzlich ich fester Überzeugung davon bin, dass es ohne Spannungsbogen (Rückenwölbung in Verbindung mit Nackenbanddehnung) keinen guten Mukki-Aufbau geben kann.

    Zitat Zitat von Dimturien Beitrag anzeigen
    An und für sich ist es aber gar nicht so schwer ein Pferd ohne Ausbinder korrekt zu longieren. Wenn das Pferd schon einigermaßen ausbalanciert ist, dann nimmt es, meiner Erfahrung nach, den Kopf sowieso automatisch in die V/A-Haltung. Dann noch ein bisschen Druck hinten machen und Pferdi setzt die Hinterhand aktiv ein.
    Falls doch ausgebunden longiert werden möchte, dann würde ich persönlich auf einen lang verstellten Halsverlängerer zurück greifen - damit habe ich die besten Erfahrungen gemacht.
    Moment, Du gehst hier von einem Jungspund ohne negative Vorgeschichte aus, da magst Du vollkommen recht haben damit, dass es leicht zu erlongieren ist.

    ABER die wenigsten Reiter haben einen unbelasteten Jungspund zur Hand, an dem nicht rumgemurkst wurde. Nearly beispielsweise lief 3,5 Jahre lang mit hochgespanntem Schädel und weggedrücktem Rücken im Hochleistungssport. Dies alles in jungen Jahren (1,5-5-jährig). Dieses Gangverhalten ist geprägt und ich bin bis heute nicht dazu in der Lage, sie ohne Einwirkung anders laufen zu lassen. Sowie sie frei trabt oder galoppiert zeigt sie genau diese Körperhaltung (es sei denn sie buckelt auf der Koppel rum). Und das ändert sich leider auch nicht mehr durch Ausbalancierung. Ich habe es in 10 Jahren geschafft, dass sie wenigstens im freien Schritt eine normale Körperhaltung an den Tag legt, aber nur im Schritt.

    Siehste, im Gegenzug zu Dir halte ich von HZ mit Genickeinwirkung rein gar nichts.

  23. #23
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    AW: Was ist, wenn der Osteopath schlecht gearbeitet hat?

    Da hat jmd den Heuschmann gelesen

  24. #24
    aufTrab Stammgast
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    AW: Was ist, wenn der Osteopath schlecht gearbeitet hat?

    Zitat Zitat von may087 Beitrag anzeigen
    Da hat jmd den Heuschmann gelesen
    May, meinst mich? Dann nein, ich muss zu meiner Schande gestehen, den noch nicht gelesen zu haben, ebenso wenig wie ich sein Video angeschaut habe bisher.

  25. #25
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    AW: Was ist, wenn der Osteopath schlecht gearbeitet hat?

    nein, Dimturien. Dein Beitrag war erst da als ich schon am Schreiben war

  26. #26
    aufTrab Stammgast Avatar von Dimturien
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    AW: Was ist, wenn der Osteopath schlecht gearbeitet hat?

    Zitat Zitat von may087 Beitrag anzeigen
    Da hat jmd den Heuschmann gelesen
    Nein, noch nicht ganz, bisher nur angefangen zu lesen. Aber das Wissen hatte ich schon vorher durch meinen Freund, der Pferdephysiotherapeut ist.
    Heuschmann hat das Ganze nur für die breite Masse mal publik gemacht, und ich finde auch nichts verwerfliches dabei, wenn man sich das Buch mal durchliest, oder mal das Video anschaut.

    @Mirage: Man soll ja auch nicht direkt einen MuskelAUFbau betreiben nach der Osteo-Behandlung, sondern eine Muskelerhaltung. Und natürlich baut sich auch der Muskel auf, wenn das Pferd nicht reel V/A geht, es braucht halt einfach ein bisschen länger.
    Hast du es bei Nearly schonmal mit Halsverlängerern versucht? Wenn ja, was waren deine Erfahrungen? Interessiert mich nur, weil mein erstes Pferd auch über Jahre hinweg so gelaufen ist (zugegebenermaßen leider auch unter mir, bis ich eben den richtigen Trainer gefunden habe, der mich mein Pferd ganz viel hat gymnastizieren lassen (was leider bei meiner vorherigen Trainerin geflissentlich außer Acht gelassen wurde). Nach nur vier Wochen hatte ich ein anderes Pferd. Und ich habe vorher auch nichts von HZ mit Genickeinwirkung gehalten, musste aber die Erfahrung machen, dass sich mein Trakki-Mäuschen auf Ausbinder oder Dreieckszügel immer wie blöde draufgeknallt hatte. Aber das ist ja auch wieder von Pferd zu Pferd verschieden...

    Deine Nearly wurde schon mit 1,5 Jahren geritten? Was haben denn die mit dem Pferd gemacht?!
    http://www.auftrab.de/image.php?type=sigpic&userid=1547&dateline=1243601  061

  27. #27
    aufTrab Stammgast
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    AW: Was ist, wenn der Osteopath schlecht gearbeitet hat?

    Dimturien, ich habe am Anfang alles mögliche ausprobiert, darunter auch Halsverlängerer mit dem klassischen Ergebnis des Gröpfens und Unterhals-Trainings. Nearly kommt rein mit dem Dreiecker klar, der eine klare Linie ohne Druck vorgibt.

    Durch´s Gymnastizieren, lösen etc. habe ich inzwischen ein sehr sehr rittiges Pferd, dass sich rein durch Zügelaufnehmen sofort an den Zügel randehnt. Sie findet hier inzwischen auch von alleine (ohne Zügelaufnehmen) ihre Haltung und drückt nichts mehr weg. Dass alles setzt sie aber nicht für sich alleine auf der Koppel um. *schulterzuck*

    Nearly wurde mit 1,5 nicht geritten, sondern mit 1-1,5 eingefahren und dann bis 5-jährig gefahren (Trabrennsport).

  28. #28
    aufTrab Guru Avatar von Gwenie
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    AW: Was ist, wenn der Osteopath schlecht gearbeitet hat?

    Durch den Halsverlängerer der ja gummiartig ist geschieht es ganz leicht dass sich der Unterhals mehr prägt. Halte daher von dem auch rein gar nichts- dann lieber direkt ein Gouge drauf.
    Aber fürs v/A longieren nach einer Behandlung nehme ich lieber die Laufferzügel zwischen den Beinen verschnallt (wie dir Dreickszügel)

    Allein dadurch dass das Pferd an der Longe mit den so verschnallten Zügeln läuft und der Longierer darauf achtet das die HH aktiviert ist und bleibt- erreicht man ja schon eine Lockerung der "falsch"aufgebauten Muskeln.
    Das Pferd läuft in der Regel an der Longe lockerer als wenn derReiter mit seinem Gewicht im Sattel sitzt- da kann es einfach dazu kommen, dass das PFerd wieder verspannt (war ja mal ein Schmerz da!) Und es nicht zu dieser Lockerung kommt.
    Das Ummuskeln geht ja auch nicht von heut auf morgen! (wäre super! *seuftz*)
    Sondern mit dem Longieren nach der Behandlung will man erstens das Pferd entspannen und zeigen"Hey dir tut dass da nicht mehr weh! und zweitens das Ummuskeln einläuten! Und das ist halt am einfachsten wenn das Pferd von anfang an lockerer läuft.

    Wer selber mal was verrenkt hatte der weis, dass man erstmal versucht dem Schmerz den man ja hatte auch nach dem Einrenken auszuweichen, obwohl da gar nichts mehr wehtut- bei einem Pferd ist das auch so!
    Gruß Gwenie

    www.equiservice.de

  29. #29
    aufTrab Guru
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    AW: Was ist, wenn der Osteopath schlecht gearbeitet hat?

    May, wie hat sich denn die Sache weiter entwickelt?

  30. #30
    aufTrab Experte
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    AW: Was ist, wenn der Osteopath schlecht gearbeitet hat?

    also es war nur ein Wirbel ganz minimal verschoben.
    Darin sieht meine Osteopathin aber nicht das Problem. Meine Stute ist in der Rückenmuskulatur sehr stark verspannt, weshalb sie bei Druck natürlich schnell eine Schmerzreaktion zeigt. Ihre Massagen haben schon geholfen und ich versuch auch mit ein paar Massagegriffen, v/a longieren und demnächst mal Heilmoor zu tun was ich kann. Aber das war wohl noch nicht die letzte Behandlung. Sie meinte, dass wir nach 2 Monaten mit dem neuen Sattel mal schauen sollten wie es sich entwickelt.

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