Ergebnis 1 bis 7 von 7
  1. #1
    aufTrab Mitglied Avatar von Felicita
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    Frage Rückenmuskulatur aufbauen

    Hallo aufTrabler...

    Ich habe eine relativ schmächtige Vollblutstute. Diesen Winter hat sie Muskeln abgebaut, wobei das am Rücken relativ schlimm ist.
    Deshalb frage ich euch jetzt wie man diese wieder aufbauen kann. Allerdings kann ich mit ihr nur ins Gelände, da wir keine Reithalle oder Reitplatz haben. Vielleicht könnte ich ja mit ihr über den Boden arbeiten. Das mach ich sonst im Gelände auch immer, es ist auch kein Problem weil bei uns das Gelände eigentlich völlig eben ist.

    Liebe Grüße
    Felicita
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  2. #2
    aufTrab Stammgast
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    AW: Rückenmuskulatur aufbauen

    Wenn das Pferd so schlimm Rückenmuskulatur abgebaut hat ist natürlich die Frage wie du ohne dich draufzusetzen im Gelände Muskeln aufbauen willst.
    Wenn du nicht die Möglichkeit hast, dir auf der Wiese ein Stück zum Longieren abzustecken , dann sehe ich keine Möglichkeit.
    Wie alt ist denn das Pferd und passt der Sattel überhaupt noch?

  3. #3
    aufTrab Mitglied Avatar von Felicita
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    AW: Rückenmuskulatur aufbauen

    Da Pferd wird diesen Mai 10 Jahre, also noch nicht wirklich alt.
    Der Sattel ist ein baumloser Sattel, den wir erst in den Sommerferien gekauft haben und da ist alles in Ordnung gewesen.
    Das Problem von diesem winter war, dass ich nicht sehr viel Zeit zum Arbeiten hatte.
    Habe mit einem anderen Einsteller gesprochen...hat die selbe Rasse...die hat gesagt, es war bei ihrem Pferd auch schon öfter so, hat sich im Sommer aber wieder schön aufgebaut, obwohl sie das Pferd nicht longieren konnte, weil es eine Beinverletzung hatte.
    Außerdem werde ich mein Pferd wenn der Schnee weg ist euf einer Wiese longieren, hab ich bisher immer gemacht und das hat auch geklappt...
    Lg
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  4. #4
    aufTrab Stammgast
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    AW: Rückenmuskulatur aufbauen

    Ein baumloser Sattel für ein Pferd ohne Rückenmuskulatur ist für mein Empfinden schlecht. Das Reitgewicht wird durch nichts abgefangen und wenn du das Pferd nicht so geritten kriegst, das es die Muskeln im Rücken aufwölbt (was du übrigens an der Longe auch hinkrioegen musst, damit sich Muskeln aufbauen) hat das Pferd das Reitgewicht im Rücken - ich als Pferd würde mich da total verweigern.
    Der auf - und Abbau der Rückenmuskulatur hat erstmal nichts mit der Rasse zu tun.
    Ich würde gerade am Anfang - sprich die ersten 3 Monate- nur longieren , damit das Pferd ausreichend Muskulatur hat, um dich zu tragen.
    Ausgebunden an der Longe, über Stangen alle 2-3 Tage eine gute halbe Stunde.

  5. #5
    aufTrab Guru Avatar von Gwenie
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    AW: Rückenmuskulatur aufbauen

    Also erstmal kann jeder Muskeln verlieren und aufbauen. Da ist die Rasse egal.

    Mit dem Baumlosen Sattel sehe ich das so wie grauzone.

    Wie willst du denn longieren- also womit möchtest du am Pferd arbeiten? Welche Ausbindeart? Wie gestaltest du Lösungs- und Arbeitsphase...?
    Gruß Gwenie

    www.equiservice.de

  6. #6
    aufTrab Mitglied Avatar von Fritze
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    AW: Rückenmuskulatur aufbauen

    hey das Problem mit dem Muskel abbau hab ich mit meinem Hafi auch sobald ich nicht regelmäßig mit ihm arbeite...an deiner Stelle würde ich zuerst nur vom Boden aus arbeiten und auf keinen fall vom Pferd aus weil ja keine Muskeln da sind die dich tragen können danach kommt es auch drauf an dass solche pferde exakt geritten werden müssen damit die Muskulatur auch da bleibt...das mit dem Sattel sehe ich ebenfalls so wie grauzone...
    LG Verena & die zwei Lauser
    Ich glaube an die Hoffnung, denn die Hoffnung stirbt zuletzt, doch es ist die Hoffnung die mich täglich verlässt....

  7. #7
    aufTrab Stammgast Avatar von filou
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    AW: Rückenmuskulatur aufbauen

    Ich hatte ja im Dezember 2008 ein richtig unbemuskeltes Pferd gekauft und ich würde wieder meinen Weg gehen, denn wer meinen nun sieht, ist begeistert, also war dieser Weg nicht der schlechteste, den ich gehen konnte:

    Bodenarbeit, Bodenarbeit, Bodenarbeit. Und das ist nicht nur longieren, man kann auch am Knotenhalfter (gern auch am normalen, ich hab selbst auch kein Knotenhalfter, werd da aber immer etwas schief angeschaut von meinen klassischen "Mentoren", dass es doch noch viel besser ginge, wenn ich eines hätte) oder am Kappzaum (was ich wegen der Einwirkung auf den Nasenrücken und damit guten Ausbildung der oberen Biegelinie bevorzuge) im Schritt herrlich Muskeln zaubern. Das geht auf gefrorenen vier Quadratmetern. Da reichen 10 Minuten anfangs, um ein unbemuskeltes Pferd geistig und muskulär grenzwertig zu fordern. In Stellung und Biegung Schritt gehen oder im Schritt übertreten, fordert ein solches Pferd extrem.
    Dann an die Longe, untertreten, untertreten, untertreten, nicht rennen lassen, sondern auf treten im Takt achten (die wollen alle nach vorne Gas geben, wenn es ihnen zu mühsam wird), übertreten lassen, erst im Schritt, dann im Trab. Mit wenigen Metern übertreten anfangen.

    Generell bei Muskelaufbautraining kurze Einheiten machen, bei einem unbemuskelten Pferd ist sonst die Gefahr bzgl. Muskelkater und damit einhergehendem Kreuzverschlag sehr groß.

    Wenn der lange Rückenmuskel wieder tragfähig ist, den Sattler zu Besuch kommen lassen. Sattel checken bzw. ändern lassen und dann unterm Sattel mit Schritt, biegen und übertreten beginnen, bis eine korrekte Dehnung da ist, dann den Trab dazu nehmen. Manchen Pferden fällt das Übertreten im Trab leichter als im Schritt, dann trabe ich gerne für's Übertreten gezielt an. Über Biegung das Pferd geraderichten (unter dem Geraderichten, das durch die Pferdewelt geistert versteht man ja, dass sich das Pferd in beide Richtungen gleich biegen kann) und wenn das weit fortgeschritten ist, leichten Sitz galoppieren. Wenn man eine Bemuskelung und Geraderichtung erreicht hat, die für dieses Pferd weit fortgeschritten ist, den Galopp in der Bahn dazu ausarbeiten, immer auf Biegung achten. Wenn die Biegung korrekt ist, kann man auch ganz einfach geradeaus reiten. Ich persönlich halte allerdings von dem, was ich oft im Reitunterricht verschiedenster Lehrer höre "Wenn Du endlich mal geradeaus reiten kannst, darfst Du auch Volten probieren" gar nichts. Pferd und Reiter sind von Natur aus schief und das bekomme ich nicht durch krampfhafte gerade-Bemühungen raus, da mache ich sie nur muskulär fest, was ja genau das Gegenteil dessen ist, was ich erreichen möchte.

    Leider hat bei mir dieser Weg sehr holprig begonnen, da meine klassischen Kenntnisse nach den vielen Jahren ganze Bahn schrubben und Bodenarbeit gar nimmer machen dürfen (hab ja immer nur Schulpferde geritten und der klassische Lehrer ging 1995 unfallbedingt in Rente) zu verblasst waren, aber ich habe wieder tolle Lehrer und Kurse gefunden (alleine zusehen bei Hinrichs, Branderup etc. bringt viel, wenn man das Handling schonmal konnte) und seit Sommer 2009 tut sich richtig was. Inzwischen bin ich so weit, dass ich die Seitengänge unter dem Sattel beginnen kann, weil Biegung und Dehnung im Schritt und Trab ganz ordentlich sind. Rechter Hand muss ich noch aufpassen, da knickt er gerne im Widerrist weg, was den Erfolg schnell zunichte machen könnte, also verkneife ich mir das auf dieser Hand noch und mache auf der anderen nicht zu viel, um ihn nicht einseitig zu trainieren. An der Hand geht er auf beiden Händen im Schritt und Trab schöne Seitengänge.
    Bei meiner Lehrerin sind auch viele Anfänger, die nun mit eigenen Pferden arbeiten und es ist schön, denen zuzusehen, denn schon nach wenigen Einheiten laufen die Pferde an leichter Hand über den locker schwingenden Rücken, wie man es sich wünscht.

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