Ergebnis 1 bis 22 von 22
  1. #1
    Moderator Avatar von iesca
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    Depressionen beim Pferd

    Huhu

    Nachdem ich heute in der neuen Cavallo einen Artikel darüber, wie Pferde Freude ausdrücken überflogen habe und vor Ewigkeiten irgendwo mal gelesen habe, dass Katzen an Depressionen erkranken können, hat sich mir irgendwie die Frage aufgedrängt, ob das bei Pferden auch möglich ist.
    Was meint ihr? Können auch Pferde depressiv werden oder kennt gar jemand ein Pferd, das depressiv war bzw. ist? Wie würde sich das äussern?
    Was meint ihr?
    Erwartest du Berge, dann sind es nur Maulwurfshügel

    Besucht mich doch mal auf meiner HP: http://auftrab.com/members/kayuko und hinterlasst einen Gruss im Gästebuch.

  2. #2
    aufTrab Guru Avatar von Gwenie
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    AW: Depressionen beim Pferd

    Depressiv ist schwer zu sagen. Aber warum nicht?
    Schließlich bekommen Pferde auch von zuviel Streß Magengeschwüre, können Epilepsien haben...
    Vll äußern sich Depressionen beim Pferd ja eher als Agressionen? Oder als Krankheitsanfälligkeiten.....
    Gruß Gwenie

    www.equiservice.de

  3. #3
    aufTrab Guru
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    AW: Depressionen beim Pferd

    Ich verbinde Depressionen da eher mit Apathie, Desinteresse und Lustlosigkeit. Der bekannte trübe, ausdruckslose Blick, das stumpfe Fell...
    Das Pferd lässt alles "über sich ergehen" und nimmt fast nicht an seiner Umwelt teil... Zum Beispiel zu beoachten, wenn Pferde "trauern". Das stellt für mich dann schon eine Form der Depression dar.

  4. #4
    Smoothie
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    AW: Depressionen beim Pferd

    Hm, wenn ich das hier so lese, dann ist Sancho schon sehr depressiv. Lustlosigkeit ist stark zu erkennen und vor allem Aggressionen wachsen bei ihm immer stärker. Ich hab zwar schon länger den Eindruck, dass er absolut keinen Bock mehr auf das Schulpferde-Leben hat, aber wenn ich mit ihm zusammen bin, äußert sich das nicht so stark. Wobei ich darüber sehr froh bin, schließlich ist es ja doch schön einem völlig lustlosem Pferd mal wieder Freude und Interesse anzusehen. Ob das allerdings wirkliche "Depressionen" sind, hm...

    Also depressiv können sie meiner Meinung sicher werden, dafür gibt es ja heutzutage genug Gründe.

  5. #5
    aufTrab Stammgast
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    AW: Depressionen beim Pferd

    Ich hab keine Ahnung, wie das Veterinärmedizinisch gesehen wird, aber ich finde das arg vermenschlichend, Pferde denken ganz anders als wir und ich glaube nicht, dass sie in der Art und Weise, wie es bei Menschen vorkommt, Depressiv sein können. Da stecken meiner Meinung nach ganz andere Gedankengänge oder was auch immer dahinter....
    Klar, Pferde können auch mal traurig sein oder bei nicht geeigneter Haltung usw unzufrieden, aber das würde ich auf keinen Fall mit menschlichen Depressionen gleichsetzen. Depressive Menschen können sich an nichts mehr erfreuen, holten man ein Pferd aus schlechten Bedingungen ist es meistens recht schnell wieder glücklich

  6. #6
    aufTrab Guru
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    AW: Depressionen beim Pferd

    Zitat Zitat von Sanne Beitrag anzeigen
    Klar, Pferde können auch mal traurig sein oder bei nicht geeigneter Haltung usw unzufrieden, aber das würde ich auf keinen Fall mit menschlichen Depressionen gleichsetzen. Depressive Menschen können sich an nichts mehr erfreuen, holten man ein Pferd aus schlechten Bedingungen ist es meistens recht schnell wieder glücklich
    Da kann man meiner Meinung nach gewisses Verhalten eher als Depression bezeichen, als dass man sagt Pferde sind "traurig"... T R A U R I G ist für mich ganz klar ein vermenschlichendes Wort.

  7. #7
    aufTrab Stammgast
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    AW: Depressionen beim Pferd

    Zitat Zitat von Sanne Beitrag anzeigen
    Depressive Menschen können sich an nichts mehr erfreuen, holten man ein Pferd aus schlechten Bedingungen ist es meistens recht schnell wieder glücklich
    Jein, bei einem wirklich seelisch geschädigtem Pferd - umgangssprachlich gebrochenen Pferd - wird es apathisch o. ä. bleiben, blos weil man die Umstände wegnimmt, die zur Apathie führten, werden das nicht flott wieder normale Pferde. Manche werden nie mehr normal, manche verhältnismäßig schon, kann aber ein jahrelanger wenn nicht gar jahrzehntelanger Prozess sein.

    Wir haben so ein Pferd bei uns im Stall stehen, den interessiert sein Umfeld kaum, kommt er mit dem Menschen in Kontakt äußert sich seine Problematik mit Zähneklappern, was er solange nicht einstellt, solange der Mensch den Kontakt aufrecht erhält. Kontakt ist für dieses Pferd Führen, füttern, putzen etc. Er ist seit guten 10 Jahren weg von der Ursache, die damals sein Verhalten auslöste, inzwischen ist er knappe 20 und das Verhalten ändert sich nicht. Es wird auch nicht besser. Und das obwohl er wirklich jetzt in den besten Händen ist, die er finden konnte. Das reicht bei ihm einfach nicht aus, das Verhalten hat sich verselbständigt. Sein Zähneklappern ist Ausdruck seines Stresses und wird sein restliches Leben lang so bleiben in dem Moment, wo er in Kontakt mit dem Menschen trifft.

    Ob man das nun mit dem Mensch verglichen eine Depression nennen kann, keine Ahnung.

  8. #8
    Evi
    Evi ist offline
    aufTrab Stammgast Avatar von Evi
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    AW: Depressionen beim Pferd

    Meine Joy hatte damals mal sehr starke Depressionen. As ich sie gekauft habe. Sie stand damals im Offenstall und wurde nur selten geritten und wenn sie geritten wurde dann im Gelände am langen Zügel.

    Also das wovon alle Pferde träumen!

    Aber Joy war meiner Meinung nach depressiv, denn wenn ich sie zum putzen holte oder zum reiten ließ sie immer den kopf hängen und ihr ging alles am Hintern vorbei. Man hat auch ( das ist wahrscheinlich mehr ein Gefühl) das leere in ihren Augen gesehen. Zudem hat sie kreisrunden Haarausfall bekommen ( also etwas größere "Schuppen" an denen immer nen Büschelchen Fell hing). Nachdem ich den Stall gewechselt habe, weil dort auch ein Reitplatz und ein Longierzirkel ist, ist sie total anders geworden. Ich habe das Gefühl, dass Joy immer was zutun haben muss sonst wird ihr langweilig und wenn ihr zu lange langweilig ist dann wird sie depressiv. An dem neuen Stall habe ich nach 2 Wochen schon gemerkt, dass Joy ganz anderes war. Sie hat auf einmal Interesse am Putzen gezeigt und hatte total viel spaß mal auf dem Platz zu arbeiten. Wir stehen jetzt seit 2 Jahren an diesem Stall und ich habe dort nie wieder so ein verhalten von ihr gesehen wie am alten Stall.
    Solange Menschen denken,daß Pferde nicht fühlen, müssen Pferde fühlen das Menschen nicht denken!

  9. #9
    aufTrab Stammgast
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    AW: Depressionen beim Pferd

    Zitat Zitat von Skydancer Beitrag anzeigen
    Da kann man meiner Meinung nach gewisses Verhalten eher als Depression bezeichen, als dass man sagt Pferde sind "traurig"... T R A U R I G ist für mich ganz klar ein vermenschlichendes Wort.
    ich meinte damit Pferde empfinden so etwas ähnliches wie Trauer, was ihr ja glaub auch alle irgendwie so seht komplett gefühlskalt sind Pferde ja definitiv nicht, das wollte ich damit ausdrücken.

    Mirage, das würde ich dann irgendwie ganz stumpf als "gebrochenes Pferd" oder wie auch immer empfinden ^^ aber Depression ist für mich was komplett menschliches, was ich nicht auf Pferde übertragen würde und auch sehr unpassend finde.... Ich hab mich mit Depressionen bei Menschen einigermaßen auseinander gesetzt und das passt bei mir einfach nicht.

    Aber wie gesagt, keine Ahnung, ob es da irgendwas wissenschaftliches drüber gibt, bei google hab ich spontan nichts gefunden. Und so lang es nichts gesichertes gibt, kann das ja jeder sehen wie er will, ich für meinen Teil empfinde den Begriff bezogen auf Pferde sehr unpassend.

  10. #10
    aufTrab Stammgast Avatar von Dimturien
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    AW: Depressionen beim Pferd

    Zitat Zitat von Sanne Beitrag anzeigen
    Ich hab mich mit Depressionen bei Menschen einigermaßen auseinander gesetzt und das passt bei mir einfach nicht.
    Was heißt auseinander gesetzt? Nur mal so informiert, oder gezwungenermaßen, weil du selbst an Depressionen gelitten hast - falls ich das so fragen darf...

    Ich persönlich litt/leide an Depressionen. Und meiner Ansicht nach ist das eine Krankheit, die die Seele befällt und verkümmern lässt.

    Da ich persönlich der Meinung bin, dass auch Tiere eine Seele haben, steht für mich ganz klar fest, dass Pferde durchaus auch depressiv werden können.

    Sanne, du sagst, dass das von Mirage beschriebene Verhalten ein gebrochenes Pferd ist. Was genau ist bei diesem Pferd gebrochen worden? Der freie Wille. Also auch die Seele.

    Bei einem depressiven Menschen ist auch die Seele gebrochen worden, darum konnte sich die Depression erstmal entwickeln. Und genau aus diesem Grund gibt es - zumindest meiner Meinung nach - auch depressive Pferde.

    Nur weil es noch nicht wissenschaftlich erwiesen wurde, heißt das noch lange nicht, dass es das nicht gibt. Beim Pferd, oder generell einem Tier, ist es eben wesentlich schwieriger dazu Informationen zu bekommen, weil die Tiere nicht unsere Sprache sprechen. Eine Depression beim Menschen kann man durch ein geschicktes Gespräch erkennen, weil der Mensch sich für seine Mitmenschen klar und deutlich in Worten ausdrücken kann. Ein Tier kann das nunmal leider nicht, was die Erforschung solcher Krankheiten beim Tier um etliches schwieriger macht als beim Menschen.
    Zumindest meiner laienhaften Meinung nach.
    http://www.auftrab.de/image.php?type=sigpic&userid=1547&dateline=1243601  061

  11. #11
    aufTrab Stammgast
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    AW: Depressionen beim Pferd

    hier zu diskutieren macht echt keinen Spaß, hab ich gesagt, es gibt keine Depressionen beim Pferd, weil es nicht wissenschaftlich erwiesen wurde???? ganz sicher nicht! einfach mal richtig lesen und nicht jedes Wort im Mund rumdrehen, dazu andere Meinungen akzeptieren....

  12. #12
    aufTrab Stammgast Avatar von Dimturien
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    AW: Depressionen beim Pferd

    Ja, du hast Recht. Es macht keinen Spaß hier zu diskutieren. Vor allem dann nicht, wenn ich extra aufgepasst habe, dass mein Beitrag nicht angreifend klingt. Aber bitte - wenn du dich gleich angegriffen fühlst, dann kann ich wohl einfach keine Beiträge schreiben...
    http://www.auftrab.de/image.php?type=sigpic&userid=1547&dateline=1243601  061

  13. #13
    Moderator Avatar von urmeli
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    AW: Depressionen beim Pferd

    Ich fahre ab und zu eine Strecke und sehe da immer ein Pferd stehen in einem kleinen Offenstall. Es steht immer, wenn ich es sehe, alleine und mit gesengtem Kopf. Es steht auch fast immer an der gleichen Stelle.
    Auf mich wirkt das einfach mehr als traurig. So etwas stelle ich mir als depressiv bei einem Pferd vor.
    Ein Baum der stürzt ist lauter, als ein ganzer Wald der wächst

  14. #14
    Smoothie
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    AW: Depressionen beim Pferd

    Leute, ruhig Blut!
    Ihr missversteht euch irgendwie, ich kapier nicht, wer wann wen wo angegriffen haben sollte oder sonst irgendwas

    Ich glaube, es gibt depressive Pferde, man hat dieses Verhalten aber längst anders gedeutet. Wie Sky schon sagte, schließ ich mich einfach mal an. Wenn Pferde depressiv sind, weil sie beispielsweise in schlechter Haltung sind oder alleine stehen, ist erst alles egal und irgendwann explodieren sie. Vielleicht nennen das die "Fachleute" dann eher AGGRESSIV und nicht DEPRESSIV.

  15. #15
    aufTrab Stammgast Avatar von Schnucki
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    AW: Depressionen beim Pferd

    Depressiv ist nicht vermenschlicht sondern nur das Wort was der Mensch für einen bestimmten seelischen Zustand erfunden hat den nicht nur ihm wiederfahren kann sondern auch jedem anderen Lebewesen. Der Mensch mag vieleicht über eine weit aus höhere Intelligenz verfügen aber er unterscheidet sich nicht was die Seele angeht von anderen Lebewesen und es hat schon Pferde gegeben die das Fressen aufgehört haben ohne körperlich krank zu sein weil die Seele aus welchen Gründen auch immer zu gemacht hat und das Pferd einfach aufgibt was letzendlich eine Depression ist und würde man das Pferd aus diesem Zustand nicht heraus holen (was auch meist der Fall ist weil irgendeinem dies Pferd leid tun würde und er sich kümmern würde oder der Besitzer die Einsicht haben würde das sich was ändern muss) würde es genauso eine Form des Selbstmordes begehen wie der Mensch auch nur das ein Pferd nicht die Mittel wie der Mensch hat und dies beschleunigen kann indem es sich aufhängt.
    Da Pferde nicht so verweichlicht sind wie die Menschheit heut zu Tage, die sich wegen jedem popeligen Mist gleich in einen depressiven Zustand begibt wegen nix, kommt dieser stark depressive Zustand wo das Pferd echt das fressen aufhört mehr als nur selten vor und deswegen gibt es auch keine Foschungen darüber weil es einfach Niemand wirklich interessiert wie schlecht man die Lebensbedingungen für ein Pferd gestalten muss damit dies passiert. Beim Pferd ist dieser Zustand auch wesentlich einfacher zu therapieren als beim Menschen da die Gründe auch wesentlich einfacher sind als bei dem Menschen und weil man die Umstände für das Pferd einfach, ob es will oder nicht einfach ändert und sich damit auch der seelische Zustand ändern kann während der Mensch das immer selbst entscheiden muss und es oft nicht kann weil er schwach ist.
    Pferde sind so tapfer und hart im nehmen das sie trotz depressiven Zuständen letzendlich immer noch am Leben hängen (auch wenn denen das nicht bewusst ist und sie es aus reinem Instinkt tun) und weiter machen obwohl die Anzeichen eigentlich schon oft da sind aber Pferde können sich letzendlich nur fügen oder aufgeben. Es gibt genügend Beispiele von sehr erfolgreichen Pferden welche aufs Abstellgleis gestellt werden sollten und dies nicht verkraftet haben wenn alle um sie herum gearbeitet und gelobt wurden und sie nur noch versorgt wurden als Gnadenbrotler oder Pferde welche in einer kleinen Gruppe von allen gemieden oder zerschlagen wurden die dann nicht mehr wollten, oder Pferde welche trotz totalen Bemühens immer vom Besitzer den A-- voll kriegen weil und den Rest nur in ihrer Kiste stehen und dazu noch total gehasste Nachbarn haben, warum sollte ein Pferd da nicht depressiv werden??
    Warum sollte ein Pferd welches eine so sensible Seele hat und so viel Gefühl und Sozialität mit sich bringt und an denen man mit falschem Umgang so schnell und so viel auf Lebzeit kaputt machen kann nicht depressiv werden?

  16. #16
    aufTrab Guru Avatar von Gwenie
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    AW: Depressionen beim Pferd

    danke Schnucki!
    So sehe ich das auch- und kann deinem schönen Beitrag nichts mehr hinzufügen, sondern "nur" voll unterschreiben!
    Gruß Gwenie

    www.equiservice.de

  17. #17
    aufTrab Stammgast
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    AW: Depressionen beim Pferd

    Zitat Zitat von Schnucki Beitrag anzeigen
    Da Pferde nicht so verweichlicht sind wie die Menschheit heut zu Tage, die sich wegen jedem popeligen Mist gleich in einen depressiven Zustand begibt wegen nix...
    Der Satz stößt mir gewaltig auf. Wer sich jemals mit Depressionen beim Menschen beschäftigt hat, würde nicht so leichtsinnig über diese schreiben.

    Depression ist eine sehr ernstzunehmende Erkrankung und hat nichts und zwar rein gar nichts mit Verweichlichung und als Ursache popeligen Mist zu tun oder gar dass sich der Depressive mal flott in einen depressiven Zustand begibt!

  18. #18
    aufTrab Stammgast Avatar von Schnucki
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    AW: Depressionen beim Pferd

    Da gebe ich Dir vollkommen Recht das dies eine sehr ernst zu nehmende Krankheit ist für die der Betroffene vor allem dringend Hilfe braucht, die aber (was ich immer erschreckender finde) immer mehr Leute betrifft und vor allem immer mehr Kinder auch betrifft die mit unser Wohlstands und Leistungsgesellschaft nicht klar kommen weil das was in unserer Gesellschaft heute wichtig ist und Aktzeptanz bringt nicht mehr das ist was einen Menschen glücklich macht und wirklich wichtig ist vor allem für das Seelenleben desjenigen selber sowie für alle anderen auch.
    Die Gründe die den Betroffenen depressiv werden lassen mögen für ihn auch sicherlich schwerwiegend sein und da er gewisse Dinge im Leben oft nicht erlernt hat kann ich verstehen warum es zu diesem Krankheitsbild führt, für mich "persönlich" aber sind diese Gründe popelig (da ich mit nichts aufgewachsen bin und auch aus Erfahrung her weiss was es heisst ein Leben wieder geschenkt bekommen zu haben) da mir das Leben die richtigen Prioritäten gesetzt hat und ich ähnlich wie ein Pferd mit Essen, Schlafen und morgends den Sonnenaufgang sehen dürfen mit einem netten Nachbarn zufrieden bin selbst wenn ich dafür unter der Brücke schlafen müsste.

  19. #19
    aufTrab Stammgast Avatar von Dimturien
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    AW: Depressionen beim Pferd

    Zitat Zitat von Schnucki Beitrag anzeigen
    Die Gründe die den Betroffenen depressiv werden lassen mögen für ihn auch sicherlich schwerwiegend sein und da er gewisse Dinge im Leben oft nicht erlernt hat kann ich verstehen warum es zu diesem Krankheitsbild führt, für mich "persönlich" aber sind diese Gründe popelig (da ich mit nichts aufgewachsen bin und auch aus Erfahrung her weiss was es heisst ein Leben wieder geschenkt bekommen zu haben) da mir das Leben die richtigen Prioritäten gesetzt hat und ich ähnlich wie ein Pferd mit Essen, Schlafen und morgends den Sonnenaufgang sehen dürfen mit einem netten Nachbarn zufrieden bin selbst wenn ich dafür unter der Brücke schlafen müsste.
    Du warst noch nie selbst depressiv, oder? Und ich meine jetzt nicht, dass du mal ne schlechte Woche oder so hast, sondern mal für ein, zwei Jahre oder noch länger depressiv.
    Weißt du, ich hab früher auch so ähnlich gedacht wie du. Nach dem Motto, "Die sollen sich nicht so anstellen; die sollen mal die Zähne zusammenbeißen / den Hintern hochkriegen" - und vor allem konnte ich absolut nicht verstehen, wie man so in Selbstmitleid versinken kann, dass man sich das Leben nehmen möchte.

    Ich kann nur sagen: Jetzt weiß ich es. Und ich bereue, jemals so gedacht zu haben.

    Depressionen sind verdammt sch****, und ich würde sie nichtmal meinem ärgsten Feind wünschen.

    Da sind solche Aussagen, wie du sie triffst, wirklich wie ein Schlag ins Gesicht für mich. Und anderen Depressiven geht es da bestimmt ähnlich. Und sowas ist super, sowas hört man nämlich fast immer von allen Leuten. Was wirklich nicht zur Besserung der Situation beiträgt, schließlich macht man sich als Betroffener schon genügend Vorwürfe und wenn man sowas ständig hört, dann kriegt man irgendwann das Gefühl, dass man zu nichts mehr Nutze ist und generell sowieso überflüssig ist. Dann kann man die Sache ja gleich beenden...

    Hätte ich in dieser schweren Zeit mein Pferd und meine kleine handvoll Freunde (also die, die mir übrig geblieben sind) nicht gehabt - ich könnte diesen Beitrag nicht schreiben.

    Und das mit der Gesellschaft und den Leistungsdruck - das Resultat daraus nennt sich Burn-Out-Syndrom. Und das kann jeden treffen.
    Und das Burn-Out-Syndrom kann sich genauso zu einer tödlichen Krankheit entwickeln, wie eine Depression.

    Das nur mal als Hinweis. Mirage hat schon recht, dass sie der eine Satz gewaltig stört.

    Und wie die Indianer sagen würden:
    "Urteile über niemanden, in dessen Moccasins du nicht mindestens eine Meile gegangen bist."
    http://www.auftrab.de/image.php?type=sigpic&userid=1547&dateline=1243601  061

  20. #20
    aufTrab Stammgast
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    AW: Depressionen beim Pferd

    Zitat Zitat von Schnucki Beitrag anzeigen
    Da gebe ich Dir vollkommen Recht das dies eine sehr ernst zu nehmende Krankheit ist für die der Betroffene vor allem dringend Hilfe braucht, die aber (was ich immer erschreckender finde) immer mehr Leute betrifft und vor allem immer mehr Kinder auch betrifft die mit unser Wohlstands und Leistungsgesellschaft nicht klar kommen weil das was in unserer Gesellschaft heute wichtig ist und Aktzeptanz bringt nicht mehr das ist was einen Menschen glücklich macht und wirklich wichtig ist vor allem für das Seelenleben desjenigen selber sowie für alle anderen auch.
    Ist das wirklich so, dass diese Erkrankung immer mehr Leute betrifft? Genauso wie es den Rinderwahn schon immer gab, früher hatte er nur keinen Namen, da wurde die Kuh halt damisch und erschossen, vergraben und fertig (blödes Beispiel, mir ist grad kein besseres eingefallen, soll kein Vergleich zu depressiven Menschen sein)

    Ich kenn zwar keine Studie diesbezüglich, aber früher wurde halt kein Aufhebens drum gemacht, wenn einer in den Wald ging weil er mit dem Leben nicht mehr klar kam, dann war es halt so....

    Depression kann jeden treffen, egal aus welcher Schicht er kommt, egal wie alt er ist, egal ob er ein gutes oder schlechtes Leben bisher hatte und hat. Die Ursache, die zur Depression führen sind so vielfältig und unterschiedlich, wie es unterschiedlicher gar nicht sein kann. Die wenigsten kommen mit der heutigen Gesellschaft nicht zurecht sondern haben viel tiefgründigere Ursachen.

  21. #21
    aufTrab Stammgast Avatar von Dimturien
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    AW: Depressionen beim Pferd

    Ich denke mal, dass es evtl. mehr Menschen mit der Diagnose Depression gibt, weil sich einfach mehr Leute trauen, zu einem Psychologen zu gehen.

    Wenn man früher zum Psychodoc ist, hieß es doch gleich, dass "der Herr Müller aus der Musterstraße ja verrückt ist", immerhin geht er in psychologische Behandlung.

    Nachdem es heutzutage allerdings nicht mehr so schlimm ist, trauen sich vermutlich mehr Menschen, sich dahin gehend umfassend untersuchen zu lassen und eine Diagnose zu bekommen.

    Ich kannte übrigens mal eine junge Frau, bei der die Depression vererbt war - das ist kein Witz! Die gesamte Familie litt an Depressionen. Da gab es keinen bestimmten Auslöser, das ist einfach so gekommen - und sowas ist auch noch verdammt schwer zu therapieren, weil man einfach kein Erlebnis hat, dass man aufarbeiten könnte. Es sind einfach die Gene. Da helfen auf Dauer auch keine Medis oder Therapien.
    Sowas stell ich mir richtig übel vor....
    Geändert von Dimturien (21.03.2010 um 23:33 Uhr)
    http://www.auftrab.de/image.php?type=sigpic&userid=1547&dateline=1243601  061

  22. #22
    aufTrab Stammgast Avatar von Schnucki
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    AW: Depressionen beim Pferd

    Also ich denke schon das die Zahl nicht nur steigt weil es heute einfach normaler ist zum Psychologen zu gehen, die Leute früher hätten bestimmt auch gern diese Hilfe gehabt, wenn ich mir die Menschheit allgemein schon mal betrachte wie nicht nur die Depression sonder auch Aggression, Unzufriedenheit und der Egoismus steigt finde ich schon das in unserer Gesellschaft was schief läuft. Grade die Zahl an Kinder die an psychischen Störungen erkrankt steigt enorm so das man teilweise Wartezeiten von mehr als einem Jahr hat um einen Therapieplatz zu bekommen weil die Psychologen grade im Kinderbereich total überlastet sind.
    Es ist durchaus auch möglich das die Gene dabei eine Rolle spielen denn die Gene haben seit jeher dafür gesorgt das Entwicklung oder Anpassung möglich ist, sie bestimmen was wichtig ist und was nicht und das kann auch eine negative Entwicklung sein wenn es die Umwelt genauso negativ vorgibt.

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