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Alt 21.03.2009, 19:59   #1 (permalink)
filou
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Notfallsymptome

Ich lese gerade, dass Pferde durchaus rülpsen oder erbrechen können, beim Erbrechen aber ein absoluter Notfall vorliegt, die Pferde in Lebensgefahr schweben und häufiges Rülpsen auch ziemlich deutlicher Hinweis auf nicht gerade leichte Erkrankungen ist.
Wie wär's, wenn wir oben neben der Stallapotheke noch eine Liste anpinnen von Notfallsymptomen und -maßnahmen. Außer Tierarzt rufen - kann ich dem Pferd sonstwie helfen? Tierarzt würde ich eh rufen, aber ansonsten ist wohl mancher von uns ziemlich hilflos oder erkennt vielleicht manches nicht.
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cara (20.04.2009)
Alt 19.04.2009, 22:23   #2 (permalink)
Bino
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AW: Notfallsymptome

Woran erkenne ich denn eigentlich eine Kolik?
Welche Maßnahmen muss ich ergreifen, wenn der Fall eintreten sollte?

Ich finde das Thema hier super filou
Vielleicht kann ja ein zuständiger Mod gleich das Thema hier oben anpinnen!?
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Alt 19.04.2009, 22:48   #3 (permalink)
Skydancer
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AW: Notfallsymptome

Hier mal kurz zum Thema Kolik (für ausführlich bin ich zu müde!)

Kolik beim Pferd – Wikipedia

LG Sky
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Alt 19.04.2009, 22:54   #4 (permalink)
Bino
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AW: Notfallsymptome

Vielen Dank, soweit hätte ich es auch noch selbst geschafft.
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Alt 19.04.2009, 23:16   #5 (permalink)
Lore
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AW: Notfallsymptome

Mein Pferd hatte noch nie eine Kolik *klopfaufholz*, aber ich habe schon etliche Koliken gesehen.

Das Pferd ist meist unruhig, tingelt umher und legt sich häufig hin. Es frisst nicht (oder kaum), manche Pferde schwitzen, andere nicht. Häufiges Flehmen und Umdrehen in Richtung Bauch sind ebenfalls Kolikanzeichen.
Allerdings ist auch jede Kolik etwas anders, zudem gibt es verschiedene Arten von Koliken. Die häufigste ist wohl die Verstopfungskolik.

Bei uns gehen Pferde mit Kolikanzeichen erstmal eine halbe Stunde auf's Laufband, dann gibt es ein Fläschchen Kaschmieder Balsam und noch eine halbe Stunde Laufband. Wenn es dann nicht ausgestanden ist, wird der TA gerufen, aber zu 98 Prozent ist das dann nicht mehr nötig.
Ob man ein Pferd mit Kolikanzeichen bewegen soll, am Wälzen hindern soll oder sonstiges, da scheiden sich die Geister. Meine SB hat mit o.g. Methode jedenfalls gute Erfahrungen gemacht.
__________________
Jedenfalls ist es besser, ein eckiges Etwas zu sein als ein rundes Nichts.
(Friedrich Hebbel)
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Alt 19.04.2009, 23:17   #6 (permalink)
Skydancer
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AW: Notfallsymptome

Zitat:
Zitat von Bino Beitrag anzeigen
Vielen Dank, soweit hätte ich es auch noch selbst geschafft.
Tut mir leid, wollte deine Kompetenz nicht anzweifeln, aber vielleicht interessiert es ja Jemand anderen!

http://www.equidoctor.de/de/docs/kolik.pdf
Das ist ein "Leitfaden" wenn ein Pferd kolikt.
(Wann in die Klinik, wann ist eine OP sinnvoll...)
Ist zwar etwas "wissenschaftlicher" formuliert, aber wenn man mal betroffen ist, vielleicht gut zu wissen...

Wobei ich teilweise (und auch mein TA) das etwas anders mache.
Ich führe die Pferde je nach Art der Kolik schon etwas, was hier jetzt nicht unterstützt wird.
Mit Colosan von Dr. Schaette habe ich bisher auch gute Erfahrungen gemacht.
Ich denke die meisten Koliken sind Stress-bzw. Krampfkoliken mit verschiedenen Ursachen!

(Sorry, falls du darauf auch schon gekommen bist, weiß ich auch nicht mehr weiter!)
__________________

Geändert von Skydancer (19.04.2009 um 23:22 Uhr).
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Alt 20.04.2009, 09:15   #7 (permalink)
haflingerteam
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AW: Notfallsymptome

Schwieriges Thema, generell sollte man immer Fieber messen. Egal welche Erkrankung oder Veletzung. Das gibt schon eine Menge Auschluss. Sollte das Tier eine erhöhte Temperatur, bzw. Fieber haben sofort den Tierarzt benachrichtigen. Das wäre dann also alles was über 38 Grad ist. Auch bei Untertemeperatur, unter 37,3 Grad, unbedingt den Tierarzt verständigen. Bei Jungpferden bis 1 Jahr liegt die Normaltemperatur meist 1 Grad höher als bei ausgewachsenen Pferden.

Ein nächster guter Anhaltspunkt sind die Maulschleimhäute, sind diese hellrosa ist alles ok. Sind die Häute eher weißlich deutet das auf ernste Kreislaufprobleme des Pferdes hin. Sofort den Tierarzt verständigen.
Auch die Augen geben einen Eindruck zum Gesundheitszustand sind die Augen klar oder eher getrübt.

Kommt dem Pferd Schleim mit Futterbeimengungen aus Nüstern und Maul, handelt es sich um eine Schlundverstopfung. Das Tier muss sofort am Fressen gehindert werden und der Tierarzt verständigt werden. Meist sind diese Tiere ansonsten eher unauffällig. Man bemerkt hier wirklich nur den Speichel mit Futterresten.

Kommt dem Pferd ein richtiger Futterbrei aus Maul oder Nüstern liegt wahrscheinlich ein Magenverschluß vor. Hier muss durch den Tierarzt der Magen leergepumpt werden, diese Tiere haben aber selten eine Überlebenschance.

Zu den Koliken:
Es gibt Verstopfungskoliken, Krampfkoliken, Sandkoliken, Gaskoliken. Da eine Laie nicht feststellen kann, um welche Art der Kolik es sich handelt, sollte hier generell als erstes der Tierarzt gerufen werden. Ein führen des Pferdes ist immer hilfreich, da Bewegung die Verdauung fördert und auch die Schmerzen lindern kann. Zur Überbrückung der Wartezeit kann man dem Pferd Colosan geben. Ansonsten darf das Pferd kein Futter bekommen. Hinlegen bzw. Wälzen ist ebenfalls nicht erlaubt. Symptome können hier sein:
Wälzen
Zittern
Schnauben
häufiges Flehmen
nach dem Bauch treten
schwitzen
aufgeblähter Bauch
fehlende oder schwache Darmgeräusche (kann man testen in dem man mit dem Ohr an der linken Flanke horcht)
Da bei jeder Kolik auch die Gefahr der Darmverdrehung und somit des Darmverschlusses droht, sollte immer sofort der Tierarzt benachrichtigt werden.

__________________
Liebe Grüße
Jessica mit dem Haffibär und den Haffilinis
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Alt 20.04.2009, 10:37   #8 (permalink)
Gwenie
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AW: Notfallsymptome

Bei Koliken darf sich ein Pferd schon hinlegen, das haben neueste Studien ergeben. Nur Wälzen sollte es sich nicht. Also wenn es brav liegt darf es auch liegen bleiben.
Ansonsten können die Symptome bei den Pferden recht unterschiedlich ausfallen.
So gibt es Pferde die sich einfach zu untypischen Zeiten hinlegen (z.B. bei viel Betrieb im Stall, was sie sonst nicht tun) oder sich einfach mehr in der Box bewegen.

Meine alte Stute z.B. hat trotzdem gefressen- alles was man ihr gereicht hat!

Auch das Führen muß man abhängig davon machen wie "schlecht" es dem Pferd geht, da das ja sonst noch anstrengender für den Kreislauf sein kann.
Bei leichten Koliken führe ich immer, oder hänge sie sogar erstmal an die Longe und lass sie im Äppeltrab laufen- dass evtl. Gas oder Pferdeäpfel rauskommen können.

Bei schon fortgeschrittenen Symptomen evtl nur noch führen, oder liegen lassen. Je nach Pferd.
Auf jedenfall rufe ich IMMER den TA! Das ist mir sicherer.

Hatte damals einen Dauerkolicker und durfte dadurch eine Menge von Koliken lernen! Und gehe deshalb lieber immer auf Nummer sicher um Darmverschlingungen/verlagerungen ausschließen zu können!
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Gruß Gwenie

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Alt 20.04.2009, 11:20   #9 (permalink)
Skydancer
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Ich muss auch sagen, dass ich bei Kolikanzeichen bei meinen Pferden immer sofort den Tierarzt anrufe!
Ich will da nicht auf eigene Faust rumdoktoren, egal wie leicht die Kolik ist.
Da soll der TA lieber einmal zu oft kommen...
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Alt 20.04.2009, 18:47   #10 (permalink)
zentaur
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AW: Notfallsymptome

Hier ein interessantes Video zum Thema Kolilk:
Tiergesundheit aktuell - TV: Kolik beim Pferd
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LG zentaur

"Ein Reiter ohne Pferd ist nur ein Mensch, aber ein Pferd ohne Reiter ist immer noch ein Pferd."
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Alt 20.04.2009, 22:23   #11 (permalink)
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AW: Notfallsymptome

Zitat:
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OT: Was hat das mit meiner Kompetenz zu tun? Aber nur weil du zu faul bist etwas ausführliches zu schreiben, hättest du dir deinen gesamten Beitrag einfach sparen können, denn google und Wikipedia sind Standard-Suchmaschinen die jeder bedienen kann. Mir ging es hier aber um persönliche Erfahrungen


Vielen Dank für die vielen Antworten! Was bekam dein Pferd denn gespritzt Willi?

Wir haben dauernd Koliker im Stall und jedes Mal wenn ein Pferd nur in der Box grunzt bekomm ich schon Herzklopfen....
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Alt 30.04.2009, 16:27   #12 (permalink)
filou
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AW: Notfallsymptome

He, ich wurde ja gar nicht benachrichtigt, dass hier so viel los ist. Vielen Dank für Eure Erfahrungen.

haflingerteams Beitrag ist super. Grad auch das mit der Temperatur. Als meiner vor paar Tagen mit dickem Bein von der Koppel kam, sagte mir jemand "musst Fieber messen" und drückte mir das Thermometer in die Hand. Welche Temperatur das Tierchen nun haben sollte. Vom Tierarzt erfuhr ich dann, dass er kein Fieber hatte.

Mit dem Hinlegen lassen bei Kolik ist halt das Problem, dass man beim Hinlegen lassen nicht weiß, ob das Pferd gleich anfangen wird, sich zu wälzen, daher würde ich vorsichtig in der Halle gehen und möglichst das Hinlegen verhindern.
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Alt 30.04.2009, 17:21   #13 (permalink)
haflingerteam
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AW: Notfallsymptome

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Temperatur: 37,5 - 38,0 Grad (bei Fohlen ein Grad mehr)
Puls: 28-40 Schläge pro Minute
Atmung: 10-20 Atemzüge pro Minute
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Alt 30.04.2009, 22:34   #14 (permalink)
Gwenie
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AW: Notfallsymptome

du meinst eine Schlundverstopfung?
Da kann man selber sehr wenig machen, außer möglichst schnell den TA kommen lassen.
Massagen der Speiseröhre können sogar gefährlich sein:
Als mögliche Maßnahmen sind hier zu nennen: vorsichtiges Führen, sanfte Massage der Ohren und des Mauls oder die Verabreichung der Notfalltropfen nach Dr. Bach. Nicht ganz ungefährlich ist die Massage des ertastenden Hindernisses in Richtung Maul bzw. in Richtung Magen, jenachdem wo das Hinternis sitzt, da hierbei Schädigungen an der Speiseröhre auftreten können. Das Einführen eines Schlauches gehört definitiv in die Hände des Tierarztes, der zunächst ein krampflösendes und je nach Zustand des Pferdes auch ein beruhigendes Mittel spritzen wird
quelle

Um Schlundverstopfungen zu vermeiden sollte man nie zu viel auf einmal füttern. Bei Pferden die zu hastig fressen kann man große Steine in den Trog legen. Und Möhren etc sollte man nur so klein schneiden, dass sie vom Hotti immernoch gekaut werden müssen.
Futter das eingeweicht werden muß (Rübenschnitzel Heucobs...) immer richtig einweichen- lieber zuviel als zuwenig Wasser nehmen

schlundverstopfung
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Gruß Gwenie

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Willi07 (01.05.2009)
Alt 08.05.2009, 00:04   #15 (permalink)
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AW: Notfallsymptome

Ui, interessant. Mal durchsehen:

Zitat:
Zitat von julchen Beitrag anzeigen
Ich hab auch gerade was über Koliken gefunden:
"Mein Pferd" 12.Dezember.2008
Special Fütterung
Thema: Koliken vermeiden: Bauchschmerzen

Richtige Pferdefütterung:
Kolik - Prävention
- stets Raufutter anbieten, am Besten zur freien Verfügung. Mindestens 60% sollten durch Heu oder Weidegang abgedeckt werden (1,5kg pro 100kg Körpergewicht des Pferdes)
- viele kleine Portionen Kraftfutter (max. 0,3kg pro kg Körpermasse und Mahlzeit)
Kann das rechnerisch passen? Mein Pferd wieg gut 500 kg. 0,3*500=150 kg Kraftfutter pro Portion? Da hat sich "Mein Pferd" aber etwas in der Einheit vertan.
Zitat:
- eine Stunde vor Kraftfuttergabe Heu bzw. Heulage füttern
- 1-2 mal die Woche Mash mit Kleie und Leinsamenanteil füttern
- keine abrupten Futterwechsel
- keine Phasen, in denen das Pferd länger als 8-10 Stunden nichts fressen kann
- Stehtage vermeiden, sonst Futterration reduzieren
- nur beste Heu, Heulage- und Stroh- Qualität anbieten (ohne Staub und Schimmel)
- Futter nie auf direktem Sandboden auslegen (Sandkolik)
- stets ausreichendes sauberes Wasser anbieten
- kein eingefrorenes oder zu kaltes Wasser bereitstellen
- Äpfel und Möhren nicht kleinschneiden, das verleitet leicht zum Schlingen
- vier mal im Jahr entwurmen
- jährliche Zahnkontrolle
- Lebendhefeprodukte

hoffe ich konnte euch helfen
LG Julchen
Ansonsten hab ich vieles davon schon gehört. Karotten schneiden oder nicht, ist ja richtige Glaubensfrage. Es gibt in unserem Stall nichts dazwischen. Die einen schneiden und sagen, sonst schlucken die Pferde zu große Stücke, also liefern sie schon kleine. Die anderen schneiden aus Prinzip nicht. Ich schneid nur dann, wenn sie nicht mehr so schön sind, weil ich halt zum Ausschneiden gleich ein bisschen zerlege.
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