Guten Morgen!
Bei unserem letzten Termin (vorgestern) empfahl mein Schmied mir, die Vordereisen abzunehmen und mein Pferd vorne barhuf laufen zu lassen. Die Hornqualität ist inzwischen wirklich hervorragend, die Stellung ist soweit okay. Obwohl mein Pferd regelmäßig alle sechs Wochen den Schmied sieht, war wieder eine Menge Horn drauf, mein Schmied hat beide Vorderhufe nach dem Ausschneiden sicherheitshalber mit der Abtastzange abgedrückt und mein Pferd zeigte keinerlei Empfindlichkeiten. Ich soll die ersten drei Tage wegen der Umstellung nicht ins Gelände gehen, ansonsten aber ganz normal arbeiten. Wenn es nicht funktionieren sollte, kommen umgehend wieder Eisen drauf.
Gestern habe ich geritten (auf dem Grasplatz) und bin nun ziemlich verunsichert. Mein Pferd wirkte sehr unsicher, die Gänge waren flach und kurz und irgendwie überzeugt mich das Ergebnis noch nicht so recht. Heute früh habe ich mal an den Hufen gefühlt, warm war nix. Heute möchte ich mein Pferd mal an die Longe nehmen und von unten gucken.
Ich bin nun wirklich hin- und hergerissen, immerhin steht ja auch unser Urlaub in der Lüneburger Heide vor der Tür (5.-9. Oktober) und es wäre ja mega-ärgerlich, wenn Pferdchen vorher einen gelben Schein einreicht. Mein Schmied weiß von den Urlaubsplänen, sieht aber kein Problem darin und meint, das müsste so klappen. Nach dem Reiten gestern bin ich da nun aber doch etwas skeptisch.
Wieviel Zeit sollte ich meinem Pferd für die Umstellung zugestehen?
Ist es normal, dass sie selbst auf Gras nicht richtig zutritt?
Bin ich zu ungeduldig oder sollte ich lieber doch auf Nummer sicher gehen und beschlagen lassen?
Könnt ihr von eigenen Erfahrungen berichten?
Ich bedanke mich schon mal für eure Antworten und Meinungen!![]()


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„Richtig Reiten reicht“(Paul Stecken)
) Sie konnte am Anfang überhaupt nicht im Gelände gehen, weil sie das von ihrem Vorleben auf der Rennbahn nicht gelernt hatte. Der Untergrund muß ja erst mal vom Pferd wieder neu erfühlt und ausbalanciert werden. Vielleicht so ein bischen als wenn wir unsere Schuhe ausziehen und plötzlich barfuß über die verschiedenen Untergründe gehen, hüpfen oder rennen (nasser Rasen, Asphalt, Schotter, schmieriger aufgeweichter Untergrund....) Meine HO hat mir damals empfohlen, mit meiner Stute jeden Tag eine viertel Stunde über Asphalt zu gehen, damit der Hufmechanismus angeregt wird, sich auf die neue Situation einzustellen. Also eben nicht komplett die harten Untergründe meiden. Allerdings wäre ich auch vorsichtig mit der Umstellung vor dem Urlaub (es sei denn ihr habt Hufschuhe), obwohl die Heide ja bekannt ist für die schönen Reitwege (bin dort auch schon zwei Mal geritten, die Wege sind wirklich traumhaft)
Sie muss erst wieder ein Gefühl für den Untergrung bekommen und sich neu ausbalancieren. Auch werden ihr Gänge flacher werden, was ich auf das Gewicht der Eisen schiebe. Bei der Isistute meine Freundin ist das auch der Fall.

