Ergebnis 1 bis 30 von 30
  1. #1
    aufTrab Professor Avatar von Lore
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    Umstellung von Eisen auf barhuf - Erfahrungen?

    Guten Morgen!

    Bei unserem letzten Termin (vorgestern) empfahl mein Schmied mir, die Vordereisen abzunehmen und mein Pferd vorne barhuf laufen zu lassen. Die Hornqualität ist inzwischen wirklich hervorragend, die Stellung ist soweit okay. Obwohl mein Pferd regelmäßig alle sechs Wochen den Schmied sieht, war wieder eine Menge Horn drauf, mein Schmied hat beide Vorderhufe nach dem Ausschneiden sicherheitshalber mit der Abtastzange abgedrückt und mein Pferd zeigte keinerlei Empfindlichkeiten. Ich soll die ersten drei Tage wegen der Umstellung nicht ins Gelände gehen, ansonsten aber ganz normal arbeiten. Wenn es nicht funktionieren sollte, kommen umgehend wieder Eisen drauf.

    Gestern habe ich geritten (auf dem Grasplatz) und bin nun ziemlich verunsichert. Mein Pferd wirkte sehr unsicher, die Gänge waren flach und kurz und irgendwie überzeugt mich das Ergebnis noch nicht so recht. Heute früh habe ich mal an den Hufen gefühlt, warm war nix. Heute möchte ich mein Pferd mal an die Longe nehmen und von unten gucken.

    Ich bin nun wirklich hin- und hergerissen, immerhin steht ja auch unser Urlaub in der Lüneburger Heide vor der Tür (5.-9. Oktober) und es wäre ja mega-ärgerlich, wenn Pferdchen vorher einen gelben Schein einreicht. Mein Schmied weiß von den Urlaubsplänen, sieht aber kein Problem darin und meint, das müsste so klappen. Nach dem Reiten gestern bin ich da nun aber doch etwas skeptisch.

    Wieviel Zeit sollte ich meinem Pferd für die Umstellung zugestehen?
    Ist es normal, dass sie selbst auf Gras nicht richtig zutritt?
    Bin ich zu ungeduldig oder sollte ich lieber doch auf Nummer sicher gehen und beschlagen lassen?
    Könnt ihr von eigenen Erfahrungen berichten?

    Ich bedanke mich schon mal für eure Antworten und Meinungen!
    Geändert von Lore (18.09.2009 um 10:23 Uhr)
    Jedenfalls ist es besser, ein eckiges Etwas zu sein als ein rundes Nichts.
    (Friedrich Hebbel)

  2. #2
    aufTrab Guru Avatar von Gwenie
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    AW: Umstellung von Eisen auf barhuf - Erfahrungen?

    Also ich würde es vor eurem Urlaub in die Heide nicht machen! Zwar gibt es dort jedemenge Sandwege, aber dein Pferdi braucht noch eine Weile um sich umzustellen. Da ja barhuf der Hufmechanismus wieder ganz aktiv wird- was mit dme Eisen ja nur eingeschränkt möglich war.

    Bei meiner alten Stute hatte ich das auch probiert- Sie hatte 11 JAhre lang vorne Eisen, weil sie sonst schnell Hufgeschwüre bekam.
    Allerdings konnte sie nicht barhuf bleiben- sie lief auch vorne eher wie ein Pony. War auch auf Beton sehr vorsichtig und dass nach 3 Schmiedintervallen. Sie hat wieder Eisen drauf bekommen!
    Gruß Gwenie

    www.equiservice.de

  3. #3
    Moderator Avatar von iesca
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    AW: Umstellung von Eisen auf barhuf - Erfahrungen?

    Ich habe Graffita damals komplett auf barhuf umgestellt und sie hatte keine Probleme. In der Halle ist sie am nächsten Tag sehr leicht gelaufen, im Gelände war ich sehr vorsichtig und bin immer aufs Gras ausgewichen. Allerdings hatte ich das Glück, dass sie kaum fühlig war. Trotzdem habe ich mir sehr schnell Hufschuhe besorgt.
    Ein anderes Pferd, das ich kenne, konnte nach der notgedrungenen Umstellung relativ lange keinen Schritt gehen.
    Vor allem was Arthrose betrifft, habe ich mit der Umstellung positive Erfahrungen gemacht, allerdings würde ich in deinem Fall die Umstellung auf nach deinem Urlaub verschieben, wenn sie nicht nach ein paar Tagen deutlich besser läuft, da es ja doch sehr ärgerlich wäre, wenn er deshalb ins Wasser fällt. (Ausser du willst dir Hufschuhe anschaffen )
    Danach würde ich es an deiner Stelle versuchen und schauen, wie Lore damit zurechtkommt. Wichtig ist meiner Meinung nach, dass du jemanden für die Hufe hast, der sich mit barhuf auskennt und sie entsprechend ausschneiden kann.
    Die Umstellung selber kann relativ lange dauern unter Umständen bis der Huf einmal komplett nachgewachsen ist. Je nachdem, wie lange sie beschlagen war, kann sie durchaus auch auf Gras anfangs sehr vorsichtig laufen.
    Wenn Lore aber wirklich Probleme bekommt und nicht mehr laufen mag, dann würde ich wohl auch wieder beschlagen.
    Erwartest du Berge, dann sind es nur Maulwurfshügel

    Besucht mich doch mal auf meiner HP: http://auftrab.com/members/kayuko und hinterlasst einen Gruss im Gästebuch.

  4. #4
    aufTrab Professor Avatar von Wunschtraum
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    AW: Umstellung von Eisen auf barhuf - Erfahrungen?

    Ich habs bei meiner Lütten letztes Jahr mal probiert. Hinten ging ohne Probleme, aber vorne lief sie total fühlig. Nach ein paar Tagen wollte sie überhaupt nicht mehr laufen. Da mussten die Eisen dann wieder drauf.

    Ich würds vor deinem Urlaub auch nicht machen. Das wär mir einfach zu riskant, denn die Pferde brauchen doch recht lange bis sie sich daran gewöhnen.
    „Richtig Reiten reicht“(Paul Stecken)

  5. #5
    aufTrab Mitglied Avatar von Tilli L
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    AW: Umstellung von Eisen auf barhuf - Erfahrungen?

    Eine Umstellung von Eisen auf Barhuf kann etwas dauern, da einerseits der Hufmechanismus wieder komplett angekurbelt wird und sich der "Stoffwechsel" im Huf umstellt. Meine HO hat mein Pferd, dass sechs Jahre Eisen getragen hat, erfolgreich umgestellt. Dazu gehört, dass man eine relativ lange Durststrecke überstehen muß, im längsten Fall bis der Huf einmal durchgewachsen ist. Meine Stute konnte anfangs keinen vernünftigen Schritt voreinander setzen, aber nach ca 4 Monaten konnte sie problemlos auch über Schotter gehen (natürlich suchen wir uns nicht extra Schotterwege, die sind hier halt auch vorhanden ) Sie konnte am Anfang überhaupt nicht im Gelände gehen, weil sie das von ihrem Vorleben auf der Rennbahn nicht gelernt hatte. Der Untergrund muß ja erst mal vom Pferd wieder neu erfühlt und ausbalanciert werden. Vielleicht so ein bischen als wenn wir unsere Schuhe ausziehen und plötzlich barfuß über die verschiedenen Untergründe gehen, hüpfen oder rennen (nasser Rasen, Asphalt, Schotter, schmieriger aufgeweichter Untergrund....) Meine HO hat mir damals empfohlen, mit meiner Stute jeden Tag eine viertel Stunde über Asphalt zu gehen, damit der Hufmechanismus angeregt wird, sich auf die neue Situation einzustellen. Also eben nicht komplett die harten Untergründe meiden. Allerdings wäre ich auch vorsichtig mit der Umstellung vor dem Urlaub (es sei denn ihr habt Hufschuhe), obwohl die Heide ja bekannt ist für die schönen Reitwege (bin dort auch schon zwei Mal geritten, die Wege sind wirklich traumhaft)

    liebe Grüße von Tatjana und Tilli L
    geht nicht, weil´s ein Traber ist, gibt´s nicht!

  6. #6
    aufTrab Stammgast
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    AW: Umstellung von Eisen auf barhuf - Erfahrungen?

    Hallo,
    hab von einer Bekannten eine sehr interessante Seite geschickt bekommen.
    Barhuf vielleicht hilft dir das ein bisschen weiter.

    Ich denke das deine Stute einfach Zeit braucht sich umzustellen. Ist halt doch ein ganz anderes Gefühl wie mit Eisen.

    lg

  7. #7
    aufTrab Professor Avatar von Lore
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    AW: Umstellung von Eisen auf barhuf - Erfahrungen?

    Danke schon mal für eure Antworten!

    Mein Problem ist, dass ich hinsichtlich der Bewegung keine großen Abstriche machen kann. Ich habe mein Pferd damals mit einem Lungendefekt übernommen, den ich auch behandeln lassen habe (Lungenspülung). Regelmäßige Bewegung ist unerläßlich, um mein Pferd dauerhaft beschwerdefrei zu halten, ich kann also keine lange Reitpause einlegen. Eine mehrmonatige Weidepause scheidet demnach leider aus. Falls dies das Aus für die Umstellung auf barhuf ist, muss und werde ich das akzeptieren, auch wenn ich es (vor allem für's Pferd) sehr schade finde.

    Sicherlich unterscheiden sich die Pferde auch individuell, was ihre Empfindlichkeit betrifft. Ich war zunächst sehr zuversichtlich, weil ja die Voraussetzungen (vor allem die Hornqualität und das gute Hornwachstum) denkbar gut sind. Vielleicht waren wir da doch ein bißchen zu optimistisch.

    Ich werde mir das nachher mal an der Longe anschauen und melde mich dann am Abend nochmal.
    Jedenfalls ist es besser, ein eckiges Etwas zu sein als ein rundes Nichts.
    (Friedrich Hebbel)

  8. #8
    aufTrab Mitglied Avatar von Tilli L
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    AW: Umstellung von Eisen auf barhuf - Erfahrungen?

    Wirf die Flinte nicht zu schnell ins Korn....reite sie weiter, wenn sie nur etwas unsicher läuft, wird sich das geben. Sie muß erst ein Gefühl für das "neue Gefühl" bekommen

    liebe Grüße von Tatjana und Tilli L
    geht nicht, weil´s ein Traber ist, gibt´s nicht!

  9. #9
    aufTrab Sommer-QuizQueen (aufTrab Mitglied) Avatar von Armani
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    AW: Umstellung von Eisen auf barhuf - Erfahrungen?

    Hallöchen...

    ich habe meinen damals gaaaanz langsam umgestellt habe erstmal nur im winter die eisen abegemacht und dann zum frühjahr wegen dem vermehrten ausreiten wieder drauf gemacht und dann im drauf folgenden jahr habe ich dann bis auf eine beschlagsperiode mit eisen verkürzt anders ging es bei meinem gar nicht da er so fühlig war ohne eisen, da er sein ganzes leben von 2,5 bis 12 jahren immer eisen vorn hatte.

    Ich denke mit der zeit wird sich das geben, aber vor dem urlaub würd ichs nicht machen gerade da sand auch die hufe ganz schnell kurz läuft würde ich die eisen wenn erst nach dem urlaub ab machen und probieren obs geht oder nicht.

  10. #10
    Moderator Avatar von Kicki
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    AW: Umstellung von Eisen auf barhuf - Erfahrungen?

    Hey Cora!
    Gibt nicht auf - das braucht Zeit
    Da du das okay vom Schmied bezüglich der Hufqualität und -form bekommen hast, wird in der Hinsicht so schnell nichts schiefgehen. Eher im Gegenteil: Das Barhufgehen ermöglicht dem Huf seinen Mechanismus vollständig auszuüben, was bei Eisen nicht der Fall ist.
    Habt ihr sofort alle 4 Eisen abgenommen? Denn dann glaube ich gerne, dass die Situation für sie vollkommen neu ist Sie muss erst wieder ein Gefühl für den Untergrung bekommen und sich neu ausbalancieren. Auch werden ihr Gänge flacher werden, was ich auf das Gewicht der Eisen schiebe. Bei der Isistute meine Freundin ist das auch der Fall.
    Ich würde sie einfach weiter bewegen wie sonst auch, immer mit den Augen auf ihren Hufen. Das Gelände würde ich zumindest die erste Woche meiden oder nur Schritt bei weichem Boden gehen. Wenn die Hufe warm bis richtig warm sind, würde ich eher auf eine gute Aktivität des Mechanismuses schließen und das ganze beobachten. Sollte der Huf heiß werden ggf. TA oder Schmied rufen. Ansonsten weiß ich nicht, inwiefern du die Arbeit einschränken kannst, damit es nicht auf Lores Gesundheit geht(Spazierengehen?).

    Billy ist nun auch ein Leidensgenosse von Lore. Er hat letzte Woche Dienstag seine Vordereisen runter bekommen und geht nun komplett barhuf. Die Hintereisen wurden ihm im Dezember 2007 abgenommen, hinten hatte er mit Ausnahme des Hufgeschwürs (02.08) keinerlei Probleme.
    Er läuft soweit ganz gut, den Umständen entsprechend ziemlich vorsichtig (gerade auf steinigen Wegen). An den Gängen konnte ich bis jetzt nichts "flaches" feststellen, ausgebrochen ist nur ein ganz kleines Stück (wo zuvor das Nagelloch war) und bisher waren sie immer angemessen warm.
    Sicher wird das ganze noch dauern, bis der Huf annähernd 100% ist und Billy dementsprechend laufen kann. Immerhin braucht der Huf ein Jahr (!), um einmal komplett runter gewachsen zu sein. Daher werden wir uns Hufschuhe anschaffen, um regelmäßig, aber nicht ständig damit auszureiten. Denn besonders auf hartem, spitzem Boden sind die Pferde schnell fühig (Sommer, Wechsel Frühjahr - Sommer, gefrorener Boden im Winter etc). So ist auch jetzt (zumindest hier) die beste Zeit, die Eisen runter zu nehmen (Herbst = Matsch )...

    Hier mal ein Link für alle Lesefreudigen und Barhufinteressierten: Huf

    Abwarten und Tee trinken Das wird schon!
    Das Schwierigste an der Arbeit mit dem Pferd ist die Arbeit an sich selbst

  11. #11
    aufTrab Stammgast
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    AW: Umstellung von Eisen auf barhuf - Erfahrungen?

    Ich hatte vor 2 Jahren ganz massive Probleme, denn mein Pfferd hat sich fast alle 3 Wochen die Eisen abgerissen. Das Horn wurde immer schlechter, die Hufe immer kürzer.
    Ich habe dann im November die Eisen abgenommen, das Pferd lief auch total fühlig. Ich habe jeden Tag Cornucrescin auf den Kronrand mit einer Hufkratzerbürste massiert, alle 2 Tage Keralit gepinselt und einmal pro Woche Hypona Hoof Balsam.
    Kleine Rissse, abgerissenes Horn u.ä. habe ich sofort mit einer Raspel abgeschliffen.Er kam nicht mehr raus- unsere Weiden sind im Winter gesperrt, das Paddock war auch nicht nutzbar, da durch die Steine ganze Stücke aus dem Horn rausgebrochen waren. Ausreiten war eh Tabu, übrig blieb laufenlassen in der Halle und die Führanlage.
    Der Schmied hat dann im April wieder Eisen draufgemacht , die ganze Zeit wenn er da war immer mal draufgeguckt, aber konnte nichts abschneiden oder raspeln.
    Die Eisen hielten - bombenfest, nach der 3. Beschlagsperiode meinte er, das er noch nie soviel runtergeschnitten hätte. Die Eisen hielten bombig. Ende des Jahres- nach einer Fahrt in die Heide übrigens-es war glaube ich mitte Dezember, weil ich im Urlaub war habe ich dann die Eisen wieder runtergenommen, gleiches Spiel nur ich mußte nicht jeden Tag mit Cornucrescin schmieren , Keralit auch nur zweimal pro Woche . Im Februar mußte der Schmied aussschneiden, weil die Hufe so lang waren, ab April gab es dann Eisen, weil ich das Pferd umgestellt hatte und zur Halle reiten mußte- der Abrieb ist einfach zuviel, geht ohne Eisen nicht.
    Also es lohnt sich, ich werde in diesem Jahr im Oktober/November die Eisen runternehmen . Du kannst bei brüchigen Hufen schon vorher Keralit pinseln , die tägliche Behandlung mit Cornucrescin ist zwar aufwendig, aber wirkungsvoll.

  12. #12
    aufTrab Stammgast Avatar von SkorpionMel
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    AW: Umstellung von Eisen auf barhuf - Erfahrungen?

    Teilweise kann die Umstellung bis zu einem Jahr dauern, weil der Huf in der Regel ein Jahr zum Runterwachsen braucht. Vor einem Urlaub würde ich auf keinen Fall so ein Experiment wagen, nachher ist der Urlaub nämlich gestrichen. Mein Fjordi hatte am Anfang sehr schlechte Hufe, die Eisen fielen nach vier Wochen ab. Ich hatte ihn damals auf Barhuf umgestellt. Dann kamen im Sommer Hufspalten, also wieder Beschlag, im Winter ohne. Seit 3 Jahren hat er wieder durchgehend Beschlag, weil ich viel reite, da geht´auch im Winter nicht ohne. Die Umstellung damals dauerte allerdings schon seine Zeit, die man dem Pferd auch geben muss. Zudem würde ich deswegen niemals ein Pferd in die Box sperren, weil es nur wegen den Hufen nicht raus kann. Dann doch lieber Eisen ehrlich gesagt.
    Keralit bringt zwar was, aber wenn das Pferd von haus aus harte Hufe hat, trocknen die noch mehr aus. Problem ist halt, wenn das Wachstum generell schlecht ist bei ausreichender Mineralstoffversorgung, wie bei meinem Fjordi. Da hat der Schmied schon mit Eisen zu kämpfen, dass was runter geht .

  13. #13
    aufTrab Professor Avatar von Lore
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    AW: Umstellung von Eisen auf barhuf - Erfahrungen?

    So, nun mal der Stand der Dinge.
    Leider habe ich in den letzten Tagen nicht mehr ins Forum geguckt, ansonsten hätte ich möglicherweise anders entschieden, das schonmal vorab.

    Am Freitag habe ich mein Pferd von der Koppel geholt und musste sie richtig hinter mir her ziehen. Sie hat sich extrem angestellt, mochte überhaupt nicht laufen. Die Nase war gekräuselt, die Ohren wie Klappmesser angelegt, während ich sie zum Stall gezwungen habe.
    An die Longe habe ich sie dann nicht mehr genommen, da mich dieses Bild des Jammers doch irgendwie stutzig machte. Stattdessen habe ich meinen Schmied kontaktiert, er kam am Samstag abend. Am Telefon sagte er nichts weiter, alles war wie immer.

    Völlig untypisch für ihn war, dass er sich wortlos an die Arbeit machte. Ich fing dann an zu erzählen, und schließlich meinte er, dass ich meinem Pferd eben Zeit hätte geben müssen und zu ungeduldig sei. Und dass es völlig normal sei, wenn sie so läuft, das sei keine Fühligkeit, sondern die Umstellung auf das neue "Laufgefühl". Diese Umstellung sei vor allem deshalb etwas krasser, weil mein Pferd bislang NBS draufhatte und deswegen jetzt erstmal den Abrollpunkt wieder finden müsse usw. In zwei Tagen sei diese Umstellung nicht zu schaffen. Schließlich hatte er die Hufe ja auch mit der Abtastzange abgedrückt, Fühligkeit konnte es nicht sein.
    Ich fand diese Erklärungen sehr einleuchtend, war ehrlich gesagt aber etwas verärgert, weil ich im Prinzip als hysterische Kuh hingestellt wurde, der es nur um ihr Reitvergnügen geht. Hätte er mich am Mittwoch bereits darauf vorbereitet, dass das normal ist oder dann wenigstens am Freitag am Telefon was gesagt, dann hätte ich noch ein paar Tage abgewartet und mein Pferd hätte da eben durch müssen. Aber es hieß nur, die ersten drei, vier Tage kein Gelände, ansonsten ganz normal reiten und Koppel ist auch okay.
    Was mich nur etwas wundert: Vor einigen Monaten hatten wir schon mal die Vordereisen runtergenommen und auch davor immer schon mal für eine Beschlagsperiode im Winter und da zeigte sie derartige Unsicherheiten nie. Lediglich die Fühligkeit kam irgendwann, aber erst nachdem sie sich die Hufe ziemlich runtergelaufen hatte, anfangs war immer alles schick. Insofern fand ich meine Reaktion keineswegs überzogen, man wird sich ja wohl mal wundern dürfen.

    Kurz und gut: Jetzt sind vorne erstmal wieder Eisen drauf. Im Nachhinein ärgere ich mich, hätte vielleicht doch noch ein bißchen abwarten sollen. Ich schätze die Meinung meines Schmieds sehr und vertraue auch seinem Urteil, bislang haben wir es aber auch immer so gehalten, dass ich mich melde, wenn Unregelmäßigkeiten auftreten. Warum er meinen Anruf dermaßen in den falschen Hals gekriegt hat und mich dann am Samstag auch kaum noch zu Wort kommen ließ, weiß ich nicht. Den nächsten Termin haben wir am 4.11., mal schauen, ob er sich bis dahin wieder eingekriegt hat.
    Jedenfalls ist es besser, ein eckiges Etwas zu sein als ein rundes Nichts.
    (Friedrich Hebbel)

  14. #14
    aufTrab Mitglied Avatar von Tilli L
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    AW: Umstellung von Eisen auf barhuf - Erfahrungen?

    Bestimmt hat er sich dann wieder eingekriegt, bis dahin ist viel Wasser durch die Leine geflossen. Er hat bestimmt auch nicht damit gerechnet, dass der "Eisenversuch" so schnell scheitert. Er wird bestimmt wieder der Alte sein. Wirst du noch einen Versuch starten?

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  15. #15
    aufTrab Professor Avatar von Lore
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    AW: Umstellung von Eisen auf barhuf - Erfahrungen?

    Ich werde es dann beim nächsten Termin nochmal ansprechen, sofern nichts dramatisches dazwischenkommt. Grundsätzlich fände ich es schon schön für mein Pferd, wenn sie zumindest vorne barhuf laufen könnte. Hinten geht's jedenfalls gar nicht, der Stellungsfehler ist einfach zu gravierend.
    Wenn die Eisen Anfang November runterkämen, werde ich eh erstmal vorwiegend in der Halle reiten müssen, was die Umstellung wahrscheinlich auch erleichtern würde. Ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, beim nächsten Versuch weiß ich dann ja bescheid und lasse mich so schnell nicht mehr verunsichern.
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  16. #16
    aufTrab Stammgast Avatar von haflingerteam
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    AW: Umstellung von Eisen auf barhuf - Erfahrungen?

    Also erstmal bin ich ja ein genereller Freund von naturbelassenen Hufen ohne Eisen. Sofern es keine Fehlstellungen oder Krankheiten gibt, die Eisen erfoderlich machen, würde ich grundsätzlich ohne Eisen laufen lassen. Es ist aber schon so, dass sich die Hufe nun komplett umgewöhnen müssen. Die komplette Hufflora muss sich der neuen Situation anpassen. Das kann mehrere Monate dauern. So lange die Löcher der alten Eisen noch da sind, werden die Hufe wahrscheinlich auch immer mal wieder einreissen. Da muss man aber wirklich nur Geduld haben. Jedes Pferd ist da auch anders empfindlich, manche laufen nach ein paar Tagen völlig normal, andere sind nach ein paar Wochen noch fühlig. Wenn Du Dir unschlüssig bist, würde ich die Umstellung erst nach dem Urlaub machen. Und dann musst Du echt erstmal lange Zeit geduldig sein. Aber die Hufe werden es Dir danken, dann nur unbeschlagene Hufe haben einen korrekten Hufmechanismus.
    Liebe Grüße
    Jessica mit dem Haffibär und den Haffilinis

  17. #17
    aufTrab Guru Avatar von Gwenie
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    AW: Umstellung von Eisen auf barhuf - Erfahrungen?

    nur hinten Eisen ist ja auch mal was witziges! Kenne kein PFerd das nur hinten Beschlagen ist und vorne Barhuf läuft- andersherum ist das ja üblicher!
    (nicht das ich das jetzt schlimm finde, ist halt nur selten!)
    Meine läuft barhuf auch ohne "Probleme", zieht sich die Dinger ja oft genug zwschendurch ab, aber fängt dann vorne an zu "schluffen"- d.h. sie raspelt sich die Vorderhufe gerade ab und das ist auch nicht so prickelnd (daher die Eisen, die sie veranlassen besser abzuhufen!)
    Gruß Gwenie

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  18. #18
    aufTrab Stammgast
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    AW: Umstellung von Eisen auf barhuf - Erfahrungen?

    bei meinem Pferd gibt es gar keine Probleme mehr mit der umstellung- egal ob von Eisen auf barhuf oder umgekehrt.
    Bei meinem ist es nur ganz wichtig, das wenn er barhuf ist jeglicher Abrieb vermieden wird, sonst geht er fühlig.
    Also keine Ausritte, kein Paddock.
    Außerdem würde ich auch schon ein paar Wochen vor der Umstellung Keralit pinseln und zusätzlich Hypona Hoof balsam benutzen. Kostet zwar 20€ ist das Geld aber auch wert, schau mal hier
    Pferd-Hund-Jagd
    Cornucrescin für das hufwachstum
    http://ihr-internetshop.at/equit_sho...?SID=371159532

  19. #19
    aufTrab Professor Avatar von Lore
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    AW: Umstellung von Eisen auf barhuf - Erfahrungen?

    Zitat Zitat von Gwenie Beitrag anzeigen
    nur hinten Eisen ist ja auch mal was witziges! Kenne kein PFerd das nur hinten Beschlagen ist und vorne Barhuf läuft- andersherum ist das ja üblicher!
    (nicht das ich das jetzt schlimm finde, ist halt nur selten!)
    Ja, das ist wirklich nicht so üblich. Ich krieg' da auch immer komische Kommentare, hatte das ja im Winter schon öfters mal. Damit kann ich inzwischen leben.
    Die Idee, die Eisen vorne wegzulassen, förderte bei meinen Stallkollegen natürlich auch wieder entsprechende Kommentare zu tage... Nunja, wenigstens haben sie jetzt ihren inneren Reichsparteitag, nachdem die Eisen wieder drauf sind. Ich genieße diese "Hab-ich-es-dir-doch-gleich-gesagt!"-Blicke...


    Zitat Zitat von grauzone Beitrag anzeigen
    Außerdem würde ich auch schon ein paar Wochen vor der Umstellung Keralit pinseln und zusätzlich Hypona Hoof balsam benutzen. Kostet zwar 20€ ist das Geld aber auch wert, schau mal hier
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    Die Hornqualität ist inzwischen sehr gut und die Hufe wachsen wie Unkraut. Trotzdem kann es ja nicht schaden, insofern danke
    Geändert von Lore (21.09.2009 um 13:25 Uhr)
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  20. #20
    aufTrab Guru Avatar von Gwenie
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    AW: Umstellung von Eisen auf barhuf - Erfahrungen?

    Es gibt auch etwas von Stassek- dass sehr gut ist. Man kann es bei zu harten Hufen und zu weichen Hufen nehmen und einfach um die Hornquali so zu halten
    Equidura
    Gruß Gwenie

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  21. #21
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    AW: Umstellung von Eisen auf barhuf - Erfahrungen?

    hab das auch noch nie gehört bzw. gesehen das nur hinten eisen drauf sind. bei unseren klappt so eine umstellung auch immer ganz gut, im winter sind sie eigentlich alle ohne eisen unterwegs und im sommer eigentlich auch nur mit wegen den turnieren. natürlich dauert es ein paar tage, bis sich ein pferd darauf einstellt, ist das selbe wie umgekehrt.
    wenn sie hinten welche braucht, dann lass ich vorne auch welche draufmachen. weiß eigentlich nicht warum ich das so mache, aber ich kenns nicht anders.

  22. #22
    aufTrab Mitglied
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    AW: Umstellung von Eisen auf barhuf - Erfahrungen?

    Durfte auch Erfahrung mit Umstellungen machen.
    Als ich meinen Wallach gekauft hab, war er barhuf. Aber dadurch war er sehr anfällig für Hufabszesse und er bekamm Eisen. Er hatte sieben Monate lang Eisen. Dann haben wir versucht ihn wieder auf Barhuf umzustellen. Was auch überhaupt kein Problem war. Am Stall war viel weicher Boden und ausreiten war ich kaum. Das ging 1,5 Jahre gut. Dann wechselte ich den Stall und dort war viel harter Boden aus Beton, Asphalt und Teer. Das Horn war zu schnell abgenutzt und er bekam wieder eine Abzess. Also wieder Eisen drauf. 9 Monate später haben wir nochmal versucht ihn auf Barhuf umzustellen (im gleichen Stall). Nach einem Monat hab ich wieder Eisen drauf machen lassen, weils einfach nicht ging. Klar, braucht so eine Umstellung Zeit und man muss halt etwas vorsichtiger sein und kann vielleicht erstmal nicht soviel mit dem Pferd machen. Geritten bin ich in der Zeit überhaupt nicht. Aber allein vom Paddock wurden die Hufe einfach zu kurz. Nun hat er über seit über 2 Jahren wieder Eisen, vorne und hinten. Und wenn ich vielleicht mal wieder den Stall wechsle, könnte man nochmal über Barhuf reden. Aber hier geht das einfach nicht.
    Es kommt also nicht nur darauf an, wie und wo das Pferd geritten wird. Sondern ebenso wichtig ist es, auf welchem Untergrund das Pferd den Rest des Tages unterwegs ist, also Paddock und so.

  23. #23
    aufTrab Neuling
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    AW: Umstellung von Eisen auf barhuf - Erfahrungen?

    hallo,

    habe mein pferd seit anfang des Monats. habe ihm hinten die Eisen entfernen lassen.

    meine frage ist, was kann ich tun, damit sich der huf erholen kann (Kerlit, Hufbalsam)?

  24. #24
    aufTrab Stammgast Avatar von SkorpionMel
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    AW: Umstellung von Eisen auf barhuf - Erfahrungen?

    Und warum hast Du die Eisen runter machen lassen? Immerhin kennst Du das Pferd ja noch nicht so lang. Warum hatte er denn die Eisen drauf, wie oft wurde er vorher geritten, welche Böden, etc.?

  25. #25
    aufTrab Neuling
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    AW: Umstellung von Eisen auf barhuf - Erfahrungen?

    hab ihm die eisen entfernen lasse, weil er demnächst von der box in den offenstall wechseln soll und das macht sich schlecht mit eisen (hinten).

    war voher als schulpferd eingesetzt (also Reithalle) und auch im Gelände unterwegs.
    habe mit der Umstellung keinerlei probleme.

  26. #26
    aufTrab Stammgast Avatar von SkorpionMel
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    AW: Umstellung von Eisen auf barhuf - Erfahrungen?

    Muss das Pferd ohne Eisen in den Offenstall umziehen? Ich hatte noch nie Probleme, neue Pferde in die Herde mit Eisen zu intergrieren und meine sind komplett auf allen vier Hufen beschlagen. Aber gut, viele SBs bilden sich das ein, dass das so sein muss.

    Keralit festigt zwar den Huf, ist aber nicht immer die Pauschallösung, vor allem kann es auch den Huf austrocknen. Es kommt halt auf den Huf selber an. Du schreibst so wenig, wie viel Du reitest. Nach der Umstellung auf barfuß gibt es Pferde, die fühlig gehen, andere stecken es deutlich besser weg, bei manchen geht gar nichts mehr. Dann muss man beobachten, wie der Abrieb ist. Ich hatte einen Wallach, der hat die Hinterbeine richtig gedreht und sich öfters damit auch die Eisen abgezogen, der kann ohne auf Dauer nicht gehen, weil er sonst keinen Huf mehr hat).

    Zudem kommt es viel auf die Beschaffenheit der Böden an. Viele Kieswege oder eher Sandböden. Meine Pferde brauchen hier alle einen Beschlag, ohne würde es bei den harten Böden nicht gehen. Wenn man dagegen Sandwege hat, dieht es anders aus. Wie oft reitest Du?

  27. #27
    aufTrab Neuling
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    AW: Umstellung von Eisen auf barhuf - Erfahrungen?

    momentan reite ich oder bewege ich ihn (Longe) jeden tag. je nachdem wie das wetter ist. hab auch einmal in der Woche reitunterricht. alles auf dem Sandplatz.

  28. #28
    aufTrab Stammgast Avatar von SkorpionMel
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    AW: Umstellung von Eisen auf barhuf - Erfahrungen?

    Ja wenn es damit keine Probleme hat, was willst dann noch mehr tun? Sand reibt halt auf Dauer ebenfalls ganz schön, kommt drauf an, ob der Huf das aushält, aber nachdem die Eisen noch nicht so lang runter sind, kann man jetzt im Moment nicht viel dazu sagen. Ich würd nichts machen, der Huf muss sich selber dran gewöhnen bzw. das Pferd. Man merkt eigentlich schnell, wenn das Pferd fühlig geht.
    Geändert von SkorpionMel (22.04.2010 um 12:01 Uhr)

  29. #29
    aufTrab Mitglied Avatar von Katjana
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    AW: Umstellung von Eisen auf barhuf - Erfahrungen?

    Interessantes zum Thema Barhuf kann man auch unter "barhuf" googlen )
    Geändert von Katjana (22.04.2010 um 19:36 Uhr) Grund: falsche angabe gemacht
    Zwei Geister müssen wollen,was zwei Körper können
    ( Zitat Brent Branderup )

  30. #30
    Moderator Avatar von Kicki
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    AW: Umstellung von Eisen auf barhuf - Erfahrungen?

    Kleine Anmerkung zum Thema "Fühligkeit". Unsere beiden Pferde laufen komplett barhuf. Der Große lief letztes Jahr um diese Jahr vorne noch mit Eisen, sie also noch kein ganzes Jahr runter und daher versteht sich von selbst, dass er im Frühling fühliger als der kleine ist, der schon jahrelang ohne Eisen läuft. Auch wenn du die Eisen im Winter runter machst, wird das Pferd im Frühjahr fühlig sein, weil es sich erst wieder an den harten Boden gewöhnen muss. Es gibt Pferde, die schnell auf jedem Boden laufen können, Kies, Steine machen denen nichts. Meine Freundin hat so ein Exemplar.
    Unser Großer hingegen ist noch recht fühlig was solche böden anbelangt und ich denke, er wird nie komplett ohne zu zucken kilometerweise über Steine laufen wie der Isländer meiner Freundin.

    Willst du denn mit deinem Pferd auch mal ins Gelände reiten? Da könnte es wie oben beschrieben etwas schwierig werden, aber die Fühligkeit lässt mit der Zeit nach. Es wieder aber wieder mehr, der der Hufschmied alle 7 Wochen oder so wieder da war. Sollte das Ausreiten barhuf gar nicht gehen, würde ich dir Hufschuhe empfehlen. Von den Easyboots(Link!) habe ich bisher nur gutes gehört und werde sie für unseren Großen, falls er doch welche brauchen sollte, noch bestellen.

    Ansonsten kann ich dir nur empfehlen, dein Pferd mit ausreichend Mineralien zu versorgen. Ich meine damit Mineralfutter oder mineralisiertes Müsli (z.B. St. Hippolyt Hesta classic oder light). Es sollte natürlich regelmäßig einen kompetenten Hufschmied/-pfleger vorgestellt werden, bei Hufeisen sagt man etwa alle 6-8 Wochen, aber wenn du richtig gute Hufe haben möchtest, muss da öfter was gemacht werden. Der Huf wächst zu schnell aus der korrigierten Form in die Fehlform zurück, das soll ja verhindert werden.
    Letztendlich ist es auch immer hilfreich, sich selbst über die Thematik zu informieren kleiner Tipp
    Das Schwierigste an der Arbeit mit dem Pferd ist die Arbeit an sich selbst

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