Ergebnis 1 bis 13 von 13
  1. #1
    aufTrab Neuling
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    Galopp-Problem

    Kurze Vorgeschichte (könnt ihr auch in der Vorstellungsbox lesen):
    habe mein pferd vor 2 jahren gekauft. L-Springen plaziert jedoch relativ schlecht geritten! Habe dann erst einmal ein jahr fast nur vorwärtsabwärts geritten. Der Trab ist seither schon sehr gut geworden (erste schwungentwicklung und Ansatzweise Versammlung) der Galopp bereitet uns aber immer noch riesen Probleme (reite zwar springen...aber da "muss" er ja auch nicht unbedingt gesetzt galoppieren).
    Im Herbst habe ich ihr einrenken lasse, wobei ein Beckenschiefstand korrigiert wurde, seit dem wurde die trabarbeit wesentlich besser, im Galopp jedoch kam es bei dem rund-reiten (und zurücknehmen) immer wieder zu probleme, dass er nach hinten ausschlug, vorne umspringt, oder aber in den Häschengalopp verfällt. Das spitze sich dann immer weiter zu... :-(
    Letzten donnerstag bin ich dann angetrabt und er hat nur noch geklemmt (hinten links kürzer getreten)! Habe den osteopathen noch einmal gerufen, da ich dachte, dass er ausgerenkt ist. Der konnte jedoch nur feststellen, dass aller wirbel i.O. sind und auch das becken etc. gerade steht. Das einzige was wir erkennen konnten ist das die linke muskulatur am hintern weniger war als die rechte..er hat ein muskelenspannendes mittel gegeben und jetzt wird es auch seit tagen besser (bis auf den galopp)
    Ist ja erst einmal alles ein Zeichen dafür, dass er den galopp nicht richtig halten kann und die muskulatur noch nicht ausreicht. Jetzt ist das einrenken vom becken jedoch schon 5 monate her..da muss doch mal langsam was passieren?? Ich reite mit im viel schulterherein, schenkelweichen etc. um die muskulatur zu stärken...
    Im galopp weiß ich nur langsam echt nicht mehr weiter...wenn ich ihn am langen zügen galoppiere, ist alles kein Problem...aber total über tempo und nix mit gesetzt! Sobald ich vorne aufnehme kommt der hintern hoch :-( (Zähne hat er vor 2 wochen gemacht bekommen)
    Hatte an trab-Galopp übergänge gedacht..aber den gewünschten effekt bringt das auch nicht...schulterherein im galopp ist schwierig, da ich ihn nicht richtig "anpacken" kann.
    Liegt das denn alles nur an der unsymetrischen muskulatur? Hab ja schon keine Lust mehr zu galoppieren..irgendwie bekomm ich es nicht hin..habt ihr noch irgendwelche ideen??

  2. #2
    Moderator Avatar von urmeli
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    AW: Galopp-Problem

    Ja vielleicht

    lass das Pferd am langen Zügel richtig angaloppieren, auch schnell wenn es denn so ist, loben, weil es richtig angesrungen ist und zwar im gleichen Moment der Ansprungs.
    dann nimmst den Zügel nur kurz an und treibst dabei,
    Zügel wieder kurz annehmen.....sobald Du eine Verlangsamung fühlst Schenkel weg, stimmlich loben!!! und gegebenenfalls treiben, falls er zu langsam wird.
    Was nicht ganz klar wird....ist er ein er oder eine sie?
    Sorry.

    Ich glaube.....kleine Schritte sind der Weg zum Ziehl. Es wurde immer sehr viel von dem Pferd verlangt, was es vielleicht nocht nicht verstehen hat lernen können.

    Wie geht er/sie an der Longe?....im Gallopp ?

    LG urmeli
    Ein Baum der stürzt ist lauter, als ein ganzer Wald der wächst

  3. #3
    Evi
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    aufTrab Stammgast Avatar von Evi
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    AW: Galopp-Problem

    Longierst du ihn denn oft? Ich finde grade bei solchen Problemen das logieren sehr wichtig. Das Pferd kann sich selbst finden und ausbalancieren ohne dass es durhc den Reiter "gestört" wird. Mit meiner Stute hatte ich auch ein Problem im Galpoo und zwar, dass sie sich so wenig ausbalancieren konnte, dass sie sich garnicht getraut hat zu galopieren. Ich habe sie dann durch 2-3 mal die Woche Longenarbeit dazu bekomen, dass sie galopiert. Als sie es dann gemacht hat war es natürlich sehr holprig und durcheinandere. Mitlerweile kann sie sehr schön versammelt galopieren. Also ich bin wie gesagt sehr für Longenarbeit, garde bei harten oder verklemmten Pferden...

    Ansonsten würde ich das was Urmeli geschrieben hat unterm Sattel ausprobieren, dass hört sich meiner Meinung nach ganz Gut an !
    Solange Menschen denken,daß Pferde nicht fühlen, müssen Pferde fühlen das Menschen nicht denken!

  4. #4
    aufTrab Stammgast
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    AW: Galopp-Problem

    Zitat Zitat von happylama Beitrag anzeigen
    Der Trab ist seither schon sehr gut geworden (erste schwungentwicklung und Ansatzweise Versammlung) der Galopp bereitet uns aber immer noch riesen Probleme (reite zwar springen...aber da "muss" er ja auch nicht unbedingt gesetzt galoppieren).
    Widerspricht sich irgendwie, gerade beim Springen muss die Versammlungsfähigkeit im Galopp im Parcour gewährleistet sein, sonst haste da ein dickes Problem.

    So wie ich das jetzt verstehe bereitet eigentlich schon die Zügelaufnahme Probleme?

    Ist der tierärztlich mal durchgecheckt worden? Mein erster Gedanke beim gelesenen sind nämlich das deutliche Schmerzverhalten. Hinzu kommt dann die ungleiche Bemuskelung der Hinterhand, was ich sehr seltsam finde. Deutet meiner Meinung nach stark auf Probleme entweder in der Hinterhand selbst oder vor zum Rücken oder gar zum Nackenband. Dies würde ich tierärztlich durchchecken lassen. Ungleiche Bemuskelung bedeutet ja eindeutig eine Schonhaltung, irgendwo hält er sich fest, weil er nicht anders kann.

    Vorausgesetzt gesundheitliche Mängel können zu 100 % ausgeschlossen werden (was ich aber nicht glaube), würde ich Galoppstangen-Arbeit machen, d. h. lass dem Kerle sein Tempo am durchhängenden Zügel auf dem Zirkel, am Anfang weite Galoppstangenabstände, dann vorsichtig die Abstände verringern.

  5. #5
    aufTrab Neuling
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    AW: Galopp-Problem

    mit dem zügel langsam aufnehmen werd ich mal versuchen und dann direkt danach wieder nachgeben...aufnehmen nur über das gewicht ist sehr schwierig..dann ist er ja auch noch faul und fällt eher aus als dass er zurückkommt ;-)
    mit dem longieren habe ich mir auch schon überlegt, aber der longierzirkel ist seit 2 monaten fast dauerhaft gefroren...aber das hört ja hoffentlich balb mal auf! Beim longieren an sich steckt er sich super im schritt trab und da auch bei übergängen..im galopp nimmt er den kopf hoch (binde mit dreieckern aus) und wenn überhaupt nur kurz ein oder zwei galopp-sprünge runter...ich lobe ihn dann immer, aber mehr als ein paar sprünge haben wir noch nicht geschafft!

    @ mirage: An den TA habe ich auch schon gedacht, aber es ist halt komisch, dass die trabtour schon so gut ist..ein pferd mit rückenproblemen hat doch auch eher selten einen so schwingen rücken (nicht mit werfend zu verwechseln)!
    Er ist halt nur so lange (ist jetzt 10) falsch geritten worden, dass er wahrscheinlich mehr als viel zeit braucht...
    Im springen stellt er sich halt schön da oben hin und da er rel. viel vermögen hat ist ein A überhaupt kein problem...er wurd ja voher auch so unrittig ins L geritten..damit habe ICH aber ein problem ;-)

  6. #6
    aufTrab Stammgast
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    AW: Galopp-Problem

    Von meinem Gefühl her ist da was im Argen, ich würde auf alle Fälle den TA drüberschauen lassen. Allein die ungleiche Bemuskelung der Hinterhand zeugt eindeutig von einer Fehlhaltung. Und ich denke, dass da auch die Ursache liegt.

    Reiterlich kannst im Trab viel "manipulieren/überreiten", merke ich an meiner Stute, spätestens im Galopp ist aber klar, dass da was gewaltig hakt. Bei Nearly ist es eine Patellafixation, die im Ergebnis ein setzen auf die Hinterhand nicht möglich macht. Die Pferde wollen, können aber nicht, die Ursache zu erkennen ist oftmals schwierig.

  7. #7
    aufTrab Neuling
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    AW: Galopp-Problem

    bevor ich den TA "suchen lasse" habe ich heute einen bereiter bei uns gebeten ihn kurz einmal zu reiten...und siehe da...das galopp problem liegt an mir! Bei ihm war die kruppe zwar immer noch hoch, aber ansonsten gesetzter und auch vorne dran. Allerdings sagte er, dass mein pferd sehr sensibel zu reiten wäre und das merkt man vor allem im galopp...muss mich einfach dazu durchringen nicht zu schieben und voher einmal tief durchatmen ;-)
    morgen kommt aber erst mal noch der osteopath zu kontrolle...mal schauen was der sagt...wollte vielleicht auch noch mal den sattel kontrollieren lassen!

  8. #8
    Moderator Avatar von iesca
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    AW: Galopp-Problem

    Auch wenn dein Pferd unter dem Bereiter deutlich besser galoppiert ist, heisst das nicht, dass es deshalb keine gesundheitlichen Probleme hat. Ausser du sitzt extrem schief oder arbeitest nur auf einer Hand, muss eine derart unterschiedliche Bemuskelung, dass sogar eine Lahmheit zustande gekommen ist, einen Grund haben, das kommt nicht einfach so. Natürlich kann der Beckenschiefstand das Problem mitverursacht haben, aber vorsichtshalber würde ich auch den Tierarzt drüber schauen lassen.
    Der Bereiter kann vielleicht einfach das, was das Pferd anbietet und zu leisten vermag, besser herausreiten, so dass es nicht so sehr auffällt.
    Erwartest du Berge, dann sind es nur Maulwurfshügel

    Besucht mich doch mal auf meiner HP: http://auftrab.com/members/kayuko und hinterlasst einen Gruss im Gästebuch.

  9. #9
    aufTrab Stammgast
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    AW: Galopp-Problem

    Zitat Zitat von happylama Beitrag anzeigen
    Letzten donnerstag bin ich dann angetrabt und er hat nur noch geklemmt (hinten links kürzer getreten)! Habe den osteopathen noch einmal gerufen, da ich dachte, dass er ausgerenkt ist. Der konnte jedoch nur feststellen, dass aller wirbel i.O. sind und auch das becken etc. gerade steht. Das einzige was wir erkennen konnten ist das die linke muskulatur am hintern weniger war als die rechte..er hat ein muskelenspannendes mittel gegeben und jetzt wird es auch seit tagen besser (bis auf den galopp)
    Öhm, was bringt jetzad ein nochmaliger Osteopathenbesuch innerhalb von 7 Tagen? Er hat vor 7 Tagen nix gefunden, warum sollte das jetzt anders sein?

    Ansonsten iesca zu 100 % zustimm, je besser der Reiter, desto besser können Pferdeprobleme kaschiert werden.

  10. #10
    aufTrab Neuling
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    AW: Galopp-Problem

    da er ja hinten viel kürzer getreten hat, wollte er das noch mal kontrollieren...werde das ganze morgen noch mal mit ihm besprechen!
    Am freitag kommt eh ein sehr guter sattler in den stall, da werd ich mich dann wohl einmal einklinken..mal sehen..

  11. #11
    aufTrab Stammgast Avatar von Schnucki
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    AW: Galopp-Problem

    Dein Bereiter hat glaub ich den Kern getroffen, denn wenn er am langen Zügel recht ordentlich galloppiert und dann beim Aufnehmen mit der Kruppe hoch springt dann lässt der Reiter die Bewegung aus der Hinterhand nicht bis vorne durch, hat entweder den Rücken und das Becken starr gemacht oder er schiebt wie Du es selbst schon beschrieben hast. Alles sorgt dafür das der Rücken nicht runder werden kann und die Hinterhand nicht vermehrt unters Pferd springen kann also geht der ganze Schwung in die Kruppe weil er spätestens am Reiter völlig ausgebremst wird und nicht bis vorne durch gehen kann. Durch starres Gegensitzen, Klemmen oder Schieben meist gepaart mit falschem Zügeleinsatz wie zu starkes rückwärts wirkendes oder durchhaltendes Annehmen ist Aufnehmen nicht möglich denn wir drücken den Rücken platt anstatt ihn mit viel Gefühl unter uns aufzunehmen und die Bewegung zu zu lassen mit der Körpermitte welche das Pferd machen muss um sich zu versammeln. Schieben stört den Bewegungsablauf noch mehr als starres Gegensitzen weil der Reiter versucht einen Bewegungsablauf dem Pferd vor zu turnen der völlig gegen die Bewegung geht und wird mit festgehaltenem Becken gemacht anstatt mit einer losgelassenen Mittelpositur.

    Im Gallopp ist es daher auch recht schwierig aufzunehmen weil die Körpermitte (und auch die Oberschenkel, sie dürfen nur vermehrt anliegen aber nie zu machen) dabei permanent mit galloppieren muss aber ganz weich und das Gewicht verlagert sich mehr und mehr nach hinten (was nie heisst das der Oberkörper sich zurück lehnt!) um den Impuls fürs Aufnehmen zu geben und der Schenkel treibt das Pferd dabei vermehrt ans Gebiss heran (er muss immer mit atmen mit der Bewegung dabei!). Der Äussere Zügel gibt dabei ganz regelmäßig dem Pferd das Signal beim Reiter zu bleiben aber er darf das Pferd dabei nie festhalten was auch nicht nötig ist denn wenn es korrekt über das Bewegungsgefühl geritten wurde kommt das Pferd von ganz allein hoch im Genick und die Anlehnung wird immer leichter. Viele Reiter benutzen den Zügel zum Aufnehmen und das artet dann wirklich in einem "Anpacken" aus dabei ist er lediglich da um dem Pferd immer wieder die Aufforderung zu geben sich selbst zu tragen und in Haltung zu bleiben und dieses Signal bleibt laufend aufrecht egal was ich grade Reite und darf zum Aufnehmen nicht verstärkt werden denn sonst ist es über Hand geritten und nicht über den Sitz, die Halbe Parade begleitet das Pferd nur dabei denn Aufnehmen heisst nie das Pferd kürzer zu parieren sondern den Gallopp von einem Vorwärts in ein Aufwärts zu reiten und das Pferd dabei nur bergauf zu kippen während der volle Durchsprung erhalten bleibt.

    Nur wenn wir dabei so geschmeidig sitzen das die Bewegung von hinten nach vorne durch gehen kann und wir auch ins Bergauf sitzen und dabei aktiv am Galloppieren bleiben und der äussere Zügel lediglich die Aufforderung gibt beim Reiter zu bleiben kann der Reiter durch eine Gewichtsverlagerung das Pferd versammeln.

    Wenn das Pferd auch noch sehr sensiebel ist verzeiht es Bewegungsfehler nicht und dann kommt es zu solchen Problemen, auch Kreuzgallopp ist die Folge von Bewegungsfehlern. Eine ungleiche Muskulatur kann auch angeritten sein, Du sagtest ja das das Pferd schlecht geritten war, und wenn es vorher einen Reiter hatte der selber immer schief geritten ist dann ist auch das Pferd schief was dann meistens zur Folge hat das das Pferd eine extrem starke und eine schwache Seite hat die man aber durchs Reiten korrigieren kann. Ganz wichtig ist auch hierbei diese Muskulatur langsam zu trainieren und mit ganz wenig Versammlung zu beginnen, auch nie zu lange zu galloppieren (viele Reiter üben dann bis zum erbrechen Gallopp nach dem Motte dann wirde der schon besser werden dabei wird die Muskulatur aber nur müde und eher schlechter als besser) sondern lieber kürzere Repriesen dafür aber mit viel Stärke und Gefühl geritten. Versammlung erfordert eine gewisse Stärke vom Reiter im Sitz aber nie zu verwechseln mit Härte. Hier kommt die Aussage vom kontrollierten An und Abspannen des Reiterköpers besonders zum Tragen. Mit Kreuz reiten ist auch immer ein Kontrolliertes Anspannen der Rückenmuskulatur bei gleichzeitig losgelassenem Becken nie ein Schieben denn das macht der Reiter mit dem Becken welches dann das Pferd blockiert.

    Versuch mit viel mehr Bewegungsgefühl an die Sache ran zu gehen und erst mal ganz wenig zu versammeln aus der Balance heraus, lass Deine Beine (es ist ein Gefühl als würden die Beine selbst galloppieren tun es aber nicht wirklich) und Hüfte dabei immer locker weiter galloppieren und lass dich von deinem Pferd dabei in die Höhe tragen ohne am Sattel zu klemmen, ganz wichtig ist auch das Du dich dabei nie näher an den Zügel ziehst wie viele es machen wenn sie "schieben" sondern setz deine Hand ungebunden vom Sitz ein, der Reiter muss sich auch mal ganz losgelassen ein Stück zurück rutschen lassen können im Sattel und die Hand muss dabei vorne an gleicher Stelle bleiben und weiter weich Signal geben und die Hüfte muss wenn das Pferd dann reagiert ganz beweglich mit machen was sich unter einem tut während der Schenkel weiter Gallopp anzeigt ohne dabei zu klemmen. Hilfen sollten immer Impulse sein die genau mit der Bewegung des Pferdes übereinstimmen sie können auch mal deutliche Impulse sein wenn das Pferd nicht gut reagiert aber sie müssen immer mit der Bewegung übereinstimmen, dürfen das Pferd nicht festhalten oder einklemmen, wenn der Reiter anfängt am Pferd rum zu würgen dann ist was faul und weiter würgen bringt nix weil es gegen alle Bewegung geht dann lieber abbrechen, durch atmen und neu beginnen.

  12. #12
    aufTrab Neuling
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    AW: Galopp-Problem

    Vielen Dank erst mal für deine tolle erklärung...ich schätze du hast das problem erfasst ;-)
    Gestern bin ich nur ganz wenig galoppiert, da ich bei dem osteopathen vorgeritten bin. Die Runde war aber schon wesentlich besser...er hat einmal den hintern hochgeworfen, ist aber nicht umgesprungen und ist im ansatz in die hand rein gesprungen. Der häschengalopp war auch schon wesentlich besser.
    Heute war der galopp noch besser..er hat mich besser mitgenommen, nicht gebockt und war wesentlich entspannter...
    Ich habe gemerkt, dass man bei einen solch sensiblen pferd im galopp wesentlich mehr aufpassen muss...und sein pferd nicht schieben, wie es mir ein erfahrener reitlehrer beigebracht hat!

    Wie steht ihr denn eigentlich zu dem sogenannten "schieben" im Galopp?
    Wenn ich sehe wie erfolgreiche M und S reiter bei uns in der halle ihre pferde durch die gegend "schieben", aber andererseits ja laut der reitlehre der Galoppsprung eigntlich nur rausgelassen werden soll?! Das Pferd soll einen ja mitnehmen und nicht umgekehrt, oder? Wie handhabt ihr das?

  13. #13
    aufTrab Stammgast Avatar von Schnucki
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    AW: Galopp-Problem

    Ja ich finde es immer wieder schlimm das die Ausbilder dieses "falsche mit Kreuz reiten" so oft vermitteln dabei ist das Kreuz der Rücken der sich vermehrt anspannen darf und damit das Becken mit den Gesäßknochen mit etwas mehr Druck und einfach näher und tiefer an den Sattel bringt aber immer muss das Becken dabei losgelassen der Bewegung folgen und sie nicht versuchen zu manipulieren. Ausserdem kneift man beim Schieben ja auch die A....backen zusammen und schiebt den Sattel gegen den Haarstrich auf die Schulter des Pferdes was den meisten Pferden sehr unangenehm ist, bei meinen Ponys sieht man das immer sehr gut denn dann rutscht der Sattel gern mal auf die Schulter wenn die Kids das falsch machen und sie zeigen denen das eigentlich sehr gut denn sie werden nicht flotter sondern halten den Rücken fest und werden langsamer oder galloppieren gar nicht mehr, nur wenn die locker sitzen galloppieren die auch munter durch.

    Es mag sehr büffelige Pferde auch im M und S Bereich geben die sich daran nicht so stören (oftmals schlagen sie aber viel mit dem Schweif) aber wie Du selbst erfahren hast scheitert dies an einem sehr sensieblen Pferd daher gibt es viele Reiter die zwar in diesen hohen Klassen reiten aber lange nicht mit so einem Pferd zurecht kommen und dann heißt es immer der wäre unrittig weil sie den nicht richtig anpacken können. Es gibt auch viele M und S Pferde welche teils diverse Lektionen auch schon nicht mehr ohne Kandarre gehen was ebenso für diese unsensible Art des Reitens spricht. Aber das ist auch immer so eine Gradwanderung denn wenn das Becken korrekt mit geht sieht es teilweise so aus als würden die Reiter schieben dabei schiebt das Pferd den Reiter, mein Reitlehrer sagt immer "lass dir den Hintern bis durch die Hände durch schieben!" der zu sehende Fleiss kommt aber aus Kreuz und Schenkeln nur die Rückenbewegung ist dabei rund und nimmt den Reiter wirklich weit mit.

    Den Reitern beizubringen ihr Kreuz vernünftig einzusetzen ist auch sehr schwierig zu vermitteln und oft wird aus Hilflosigkeit dann geschoben weils nicht klappt oder der RL weiß nicht anders wie er es erklären soll oder hat es selbst falsch gelernt und grade wenn der Sprung von A nach L kommt der am schwierigsten ist weil dort die Versammlung beginnt und der Reiter lernen muss positive Körperspannung aufzubauen und ganz viel Bewegungsgefühl zeigen muss damit auch die Hilfen immer im richtigen Moment kommen und das Pferd unterstützen bei den verkürzten Gangarten. Da wird noch oftmals viel gewürgt um zu versammeln weil der Reiter es erst mühsam lernen muss und oft auch das passende Lehrpferd nicht hat was zwingend notwendig ist und auch oft nicht die nötige Zeit und Geduld aufgebracht wird, ob von seiten des RL oder von seiten des Reiters, die es einfach braucht wenn das nötige Pferdematerial nicht da ist. Oftmals sehen viele RL das der Sitz des Reiters optisch in Ordnug ist und fordern dann zu viel dabei dauert es einfach seine Zeit diesen Sitz funktionell auch die richtigen Bahnen zu lenken und die Zeit nehmen sich grade oftmals die hoch erfolgreichen RL nicht.

    Es ist auch immer die Frage wie gut kann ein RL vermitteln und wie gut kann er selbst wirklich reiten, kann er wirklich alle Pferde reiten egal welches Temperament und welcher Sensibilitätsgrad? Bei uns läuft einer rum der kann selber lange nicht alles Reiten weil er zu hart und starr reiter aber er reitet S. Der kann einem damit auch noch lange nicht erklären wie es auf einem solchen Sensiebelchen geht.

    Mir hat es auch ein Pferd beigebracht welches schon über 30 L-Dressuren gewonnen hat und den ich absolut nicht an die Hilfen bekommen habe (ich ha be früher auch viel versucht zu schieben wenns nicht geklappt hat habe es leider auch so im Schulbetrieb gelernt). Erst als ich gelernt habe mich nur "anzuspannen" und dabei ganz weich seinen Bewegungen zu folgen hat der sofort losgelassen und alle Lektionen gemacht und dabei musste ich auch grade im Gallopp total aufpassen das ich immer richtig gesessen habe sonst ist er im Aussengallopp sofort in Kreuzgallopp gesprungen. Das war ganz furchtbar anstrengend (weil er auch so faul war) aber es fühlte sich total weich und harmonisch an und da hat man auch gemerkt wie die Hilfen fast von selbst immer im richtigen Moment kommen und faul war der dann auch nicht mehr. Dann hatte ich das Glück einen reiten zu können welcher genau wie Deiner sofort umgesprungen ist oder Häschengallopp machte wenn ich nicht aufgepasst habe, zu lasch geritten bin oder zu hart geritten bin, der hat mir einfach die Quittung gegeben für alles was ich falsch gemacht habe und das zeigt auch ganz deutlich das man erst dann Dinge beim Reiten lernt wenn man die Möglichkeit hatte sie auf den Pferden zu fühlen.

    Wenn man diese Möglichkeit nicht hat auf solch alten gut ausgebildeten Meistern lernen zu können muss man um so umsichtiger an sich selber arbeiten um bei seinem eigenen Pferd weiter zu kommen ohne dem Pferd gegenüber ungerecht zu werden und man sollte auch jede Art von Unterricht meiden die von einem harte Hilfen fordert anstatt gefühlvolles Reiten mit den nötigen gekonnten Anweisung die das Bewegungsgefühl betreffen und der auch begleitet wird von der nötigen Motivation fürs Pferd. Kein Pferd "will" beim reiten einfach nicht mitmachen sondern es ist immer der Reiter der da irgendetwas nicht richtig macht.

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