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Thema: Wolfszähne?

  1. #1
    aufTrab Mitglied Avatar von Finchen
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    Wolfszähne?

    Hallo,

    unsere Voltistute macht uns zur Zeit ein bisschen "Sorgen"
    Sie ist super artig. Allerdings reisst sie beim reiten (manchmal nur zu Anfang, manchmal aber auch während der ganzen Stunde) ständig den Kopf hoch. Das macht sie hauptsächlich im Trab. Im Galopp geht sie schön am Zügel. Ihre RB ist super weich im Maul, daran kann es nicht liegen. Beim longieren, wenn keine Reiterhhand auf ihr Maul einwirkt, sie aber ausgebunden ist, macht sie das nicht. Zu Anfang, als wir sie bekommen haben (Feb. 2010) hat sie das nicht gemacht. Das kam erst mit der Zeit. Mal ist es mehr, mal weniger. Bei einer bestimmten (sehr erfahrnen) Reiterin macht sie das auch nicht. Auftrensen ist kein Problem. Beim Abtrensen verteilt sie gerne "Kopfnüsse" In ihrem Maul herum "fassen" geht gar nicht (sodass wir mal "fühlen" könnten), selbst eine Wurmkur zu geben dauert schon ewig. Vielleicht reisst sie aber auch deshalb das Maul bzw. den Kopf weg, weil sie Schmerzen hat. Nun haben wir vermutet, dass sie vllt. Wolfszähne hat. Ich frage mich, ob wir dann beim longieren nicht das gleiche Problem mit dem Kopf hochreissen haben und ob sie dann nicht verweigern würde, das Gebiss beim trensen aufzunehmen. Das klappt ohne Probleme, da dreht sie nicht mal den Kopf weg...
    Jemand Ideen, was es sein könnte?
    Haben einen Termin beim Zahnarzt gemacht, der kommt allerdings erst im März und macht dann sozusagen "Rundumschlag" auf dem gesamten Hof.
    Alles Gute liegt vor uns

  2. #2
    aufTrab Stammgast
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    AW: Wolfszähne?

    Hmm, Deiner Erklärung nach würde ich jetzt eher auf ein Rittigkeitsproblem tippen. Du sagst die RB hätte eine sehr weiche Hand, vielleicht zu weich, d. h. der Zügel schlackert ggf.? Bei der erfahrenen Reiterin ist nix von Kopfschlagen bemerkbar, beim Longieren auch nicht. Macht das Rittigkeitsproblem am wahrscheinlichsten.

    Wenn Du der Stute nicht ins Maul langen kannst um selber zu fühlen, ob da überhaupt Wolfszähne vorhanden sind (wobei ich das Verhalten (so Rittigkeitsproblem ausgeschlossen werden könnte) eher als allgemeines Zahnproblem und nicht speziell als Wolfszahnproblem sehen würde), dann lass halt beim nächsten TA-Besuch selbigen mal reinschauen, schadet ja nix und muss nicht bis März warten.

  3. #3
    aufTrab Guru
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    AW: Wolfszähne?

    Ich würde mit dem Zahnarzt nicht bis März warten, das sind noch mehr als 3 Monate!
    Sondern ich würde das jetzt zeitnah abklären lassen. Ein guter TA kann das ja meist auch, muss nicht immer ein Zahnarzt sein...

    Wenns wirklich die Zähne/Zahnfleisch/Zunge ist, dann macht man sich (zurecht) Vorwürfe wenn man bis März gewartet hat.
    Außerdem wenns wirklich was im Maul ist und man reitet weiter macht mans vielleicht noch schlimmer und Pferde vergessen seeehr langsam, auch wenn die Schmerzquelle irgendwann schon ausgeschaltet ist....

    Ists nichts Gesundheitliches kann man sich immer noch über Rittigkeitsdefizite etc. Gedanken machen.

  4. #4
    aufTrab Mitglied Avatar von Finchen
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    AW: Wolfszähne?

    Also dass es an der Reiterin liegt kann ich eigentlich ausschließen...sie ist zwar weich im Maul, aber nicht zu weich. Ich selber bin sie auch geritten- das gleiche Porblem. Versuche ich mit leichten Paraden, sie "runter" zu kriegen wirds nix. Hake ich es "ärgern" ab und gebe etwas "deutlichere" Paraden wird es auch nicht besser. Und beim galoppieren nimmt sie den Kopf so runter, selbst wenn die Zügel schlackern, der Kopf bleibt unten...dass wir nicht bis März warten bis sie zum Arzt kommt ist völlig klar. Wir wollten es nur über einen kurzen Zeitraum beobachten, bevor wir einen TA rufen, denn der war weissgot in dem guten hlaben Jahr, in der wir sie nun haben oft genug da ;-)
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  5. #5
    Moderator Avatar von Kicki
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    AW: Wolfszähne?

    Ich tippe auch eher wie Mirage auf Rittigkeits- oder Zahnprobleme.
    Wenn der Pferdezahnarzt erst im März kommt, kann ein normaler schonmal einen Blick reinwerfen und das "Gröbste" beseitigen. Aber den Zahnarzt würde ich trotzdem draufschauen lassen, tw übersieht ein normaler TA, was ein spezialisierter noch findet
    Wie wird sie denn gezäumt? Passt der Sattel?
    Rittigkeitsprobleme kommen ja leider meist vom Zweibeiner ohne das man sich dessen bewusst ist. Ist auch nicht vorwurfsvoll gemeint, ich bin auch immer wieder überrascht und erschrocken, wie feinfühlig ein Pferd doch meist ist.
    Das Schwierigste an der Arbeit mit dem Pferd ist die Arbeit an sich selbst

  6. #6
    aufTrab Mitglied Avatar von Finchen
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    AW: Wolfszähne?

    Zitat Zitat von Kicki Beitrag anzeigen
    Ich tippe auch eher wie Mirage auf Rittigkeits- oder Zahnprobleme.

    Wie wird sie denn gezäumt? Passt der Sattel?
    Rittigkeitsprobleme kommen ja leider meist vom Zweibeiner ohne das man sich dessen bewusst ist.
    Der Sattel passt. Ist zudem ein guter Kieffer Sattel.
    Gezäumt wird sie mit ganz normaler englischer Trense. Kein "Schnick Schnack" Sie hat Gummiringe am Gebiss, da sie sich zu Anfang immer gerne beim longieren das Gebiss durchs Maul gezogen hat (trotz ausbinden) seitdem sind die dran. Aber kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass es daran liegt.
    Und mit der Rittigkeit:
    In den vergangenen Monaten saßen 5 verschiedene Reiter oben. Leider hatten wir zwischenzeitlich etwas Probleme, jemand geeigneten zu finden, auf den ich mich verlassen kann und ich möchte nicht, dass unsere Stute von einem "x-beliebigen" geritten wird. Bei 4 von diesen 5 Reitern hat sie das mit dem Kopf gemacht. Auf dem Hof, wo wir sie gekauft haben (Ausbildungsstall) wurde sie von einer Pferdewirtschaftsmeisterin geirtten, somit jemand mit Erfahrung, sollte man meinen. Allerdigns hat sie unsere Stute (meiner Meinung nach) immer ziemlich eng gestellt, dass passte mir nicht, sowas kann ich nciht gut haben! Und auch jetzt nimmt sie den Kopf immer sehr tief. Ihre Halsmuskeln finde ich auch nicht gut "verteilt".
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  7. #7
    aufTrab Experte Avatar von nanja
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    AW: Wolfszähne?

    Hmmm habt ihr mal den Rücken/Hals durchgucken lassen?
    So blöde das sich anhört, aber das wäre auch eine möglichkeit.
    Wenn sie da irgendwie blockiert ist, sucht sie sich vielleicht eine "Stütze"
    die sie an der Longe findet ( im Ausbinder) und bei der "stärkeren Reiterin" eventuell auch. Durch die sehr weiche Hand "fällt" sie quasi in ein Loch...

    Beim Galloppieren merkt man das nicht so, weil die sprunghafte Bewegung anders verläuft und nicht so anstrengt wie die Wechselseitigkeit des Trabes?

    Klar, das wahrscheinlichste sind die Zähne, aber wenn n TA da mal reinguckt und nichts kritisches findet... würde ich mal Hals und Rücken testen lassen...

    Ich hatte eine Reitschülerin deren Pferd das auch sehr schlimm machte.
    Ihr quasi mit dem Kopf die Zügel und den Rücken wegriss.
    Der hat 3 Monate "Rückenschule" gebraucht bis es besser wurde...
    Dass mir mein Pferd das Liebste sei, sagst du oh Mensch sei Sünde,
    mein Pferd ist mir im Sturme treu, der Mensch nicht mal im Winde !


    Kritik zur Kenntnis genommen - Ignoriervorgang eingeleitet

  8. #8
    aufTrab Guru Avatar von Gwenie
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    AW: Wolfszähne?

    Also die Zähne würde ich auch mal angucken lassen- von speziellen Pferdezahnärtzen halte ich persönlich nix- habe da so meine Erfahrungen gemacht.

    Finchen- sie ist doch auch ncoh nicht soo lange unter Sattel? oder?

    Vll liegt es auch am zuwenig treibenden Schenkel- also mehr nach vorne reiten?! Ist nur eine Vermutung.

    Bei den Ausbindern an de rLonge kann sie ihren Kopf so halten, dass sie keinen Druck von ihnen ins Maul bekommt (da ich weiß dass du vernünftig ausbindest)- das ist beim Reiten nicht der Fall- auch eine weiche Reiterhand hat immer Kontakt und einen leichten Zug im Maul
    Gruß Gwenie

    www.equiservice.de

  9. #9
    aufTrab Mitglied Avatar von Finchen
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    AW: Wolfszähne?

    Zitat Zitat von Gwenie Beitrag anzeigen
    Finchen- sie ist doch auch ncoh nicht soo lange unter Sattel? oder?

    Mit wieviel Jahren sie eingeritten wurde, weiss ich leider nicht. Sie ist jetzt 6 also quais fast 7 Jahre. Seit Feb. haben wir sie und von Dezember bis Februar wurde sie wie gesagt von der Pferdewirtschaftsmeisterin geritten. Vorher war sie in einem Staatsgestüt in Tschechien. Dort wurde sie viel im Gelände geritten, gemeinsam mit anderen Pferden (zumindest wurde uns das so gesagt) Ich gehe davon, dass sie schon recht zeititg eingeritten wurde, wenn vllt. auch behutsam. Aber die, von denen wir sie gekauft haben, hatten damals aus Tschechien schon einen FEI Pass mit bekommen, bei ihrem Kauf. Wäre sie ein "Ackergaul" aus Tschechien, der irgendwie "über" ist, dann hätte sie den Pass sicherlich nicht. Zudem wurde sie in Tschechien zur Elitetstute ernannt und auch den dementsprechenden Brand.


    Zitat Zitat von Gwenie Beitrag anzeigen
    Vll liegt es auch am zuwenig treibenden Schenkel- also mehr nach vorne reiten?! Ist nur eine Vermutung.
    Sie hat von sich aus schon einen ziemlichen Drang nach vorne. Läuft sie im Schritt neben anderen, größeren Pferden, überholt sie in kurzer Zeit alle;-) Selbst wenn ich sie warm führe, vor dem Voltitraining, dann bin ich nachher ganz schön außer Puste, wenn ich mit ihr mithalten will. Eigentlich ist sie ein absolutes Dressurwunder und es gibt viele Kritiker, die sagen, dass sie ja "nur" fürs Voltigieren viel zu schade wäre. Sie reagiert super auf Schenkel, aber weil sie eben schon imemr ein ordentliches Tempo an den Start legt, wird es schwierig sein, sie noch weiter nach vorne zu treiben, denn dann wird sie schnell unterm Sattel "wegrennen" Am Bewegungsapperat ansich dürfte eigentlich nix dran sein. Wir hatten innerhalb von 7 Wochenbestimmt 10 Mal den TA da (allerdings wegen einer anderen Sache) und sind dann zu guterletzt noch in die Klinik gefahren. Dort wurde alles kontrolliert, sowohl auf weichem Boden, als auch auf hartem Asphalt in allen drei Gangarten. Normalerweise müsste, was das angeht, alles bei ihr i.O. sein. Nur eben im Maul wurde (noch) nicht geguckt...
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  10. #10
    aufTrab Mitglied Avatar von Bourrin
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    AW: Wolfszähne?

    Zitat Zitat von Finchen Beitrag anzeigen
    Hallo,

    unsere Voltistute macht uns zur Zeit ein bisschen "Sorgen"
    Sie ist super artig. Allerdings reisst sie beim reiten (manchmal nur zu Anfang, manchmal aber auch während der ganzen Stunde) ständig den Kopf hoch. Das macht sie hauptsächlich im Trab. Im Galopp geht sie schön am Zügel. Ihre RB ist super weich im Maul, daran kann es nicht liegen. Beim longieren, wenn keine Reiterhhand auf ihr Maul einwirkt, sie aber ausgebunden ist, macht sie das nicht. Zu Anfang, als wir sie bekommen haben (Feb. 2010) hat sie das nicht gemacht. Das kam erst mit der Zeit. Mal ist es mehr, mal weniger. Bei einer bestimmten (sehr erfahrnen) Reiterin macht sie das auch nicht. Auftrensen ist kein Problem. Beim Abtrensen verteilt sie gerne "Kopfnüsse" In ihrem Maul herum "fassen" geht gar nicht (sodass wir mal "fühlen" könnten), selbst eine Wurmkur zu geben dauert schon ewig. Vielleicht reisst sie aber auch deshalb das Maul bzw. den Kopf weg, weil sie Schmerzen hat. Nun haben wir vermutet, dass sie vllt. Wolfszähne hat. Ich frage mich, ob wir dann beim longieren nicht das gleiche Problem mit dem Kopf hochreissen haben und ob sie dann nicht verweigern würde, das Gebiss beim trensen aufzunehmen. Das klappt ohne Probleme, da dreht sie nicht mal den Kopf weg...
    Jemand Ideen, was es sein könnte?
    Haben einen Termin beim Zahnarzt gemacht, der kommt allerdings erst im März und macht dann sozusagen "Rundumschlag" auf dem gesamten Hof.



    Nach dem Auftrensen folgende Punkte beachten:

    Sieh dein Pferd von vorne an. Siehst du an seinem Gesicht Züge, die nicht symmetrisch sin? Sind Maul oder eine Nüster nach einer Seite verzogen ? Wirkt ein Auge herabhängend ? Reagiert es ebenso heftig, wenn man ihm ein Zaumzeug ohne Gebiss anlegt ?


    Wenn du eine Frage mit Ja beantworten kannst, könnte es sich um eine Verletzung oder Reizung von Gesichtsnerven handeln, die zu Prickeln oder SChmerzen führen, wenn Nerven vom Gebiss berührt werden. Auch eine Verletzung der Gesichtsknochen ist möglich.


    Weitere Beurteilung: hat das Pferd übel riechenden Atem? Lässt es Futter fallen? Hält es beim Kauen den Kopf schief ? Zuckt es plötzlich zurück, wenn es kaltes Wasser säuft?

    Wenn Ja, dann könnte es sich um Wolfszähne jhandel, die gerade geschoben werden, oder um eine Verletzung bzw. Entzündung im Maul.

    Zuckt das Pferd zusammen, oder weicht es aus, wenn du mit der Hand an der Unterseite des Kinns oder des Kiefers entlangsteichst ? Kannst du dort Wärmeentwicklung, Ausfluss oder Schwellung feststellen ?


    Wenn Ja, hat das Pferd womöglich Zahnwurzelprobleme im Unterkieferknochen oder im weichen Gewebe unter dem Kinn, oft verschlimmet durch einen Kinnriemen.

    Hört das Problem auf, wenn Du auf ein weiches Gebiss und anderes Zaumzeug umsteigst ?


    Wenn Ja, dann solltest du über eine Neujustierung des Gebisses nachdenken.


    Liebe Grüße
    La joie prolonge la vie. [Freude verlängert das Leben]
    Bewegung ist Leben und Leben ist gut!

  11. #11
    aufTrab Mitglied Avatar von Finchen
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    AW: Wolfszähne?

    Zitat Zitat von Bourrin Beitrag anzeigen


    Weitere Beurteilung: hat das Pferd übel riechenden Atem? Lässt es Futter fallen? Hält es beim Kauen den Kopf schief ? Zuckt es plötzlich zurück, wenn es kaltes Wasser säuft?

    Nein. Kein übel riechender Atem. Kein Zucken.
    Zitat Zitat von Bourrin Beitrag anzeigen

    Zuckt das Pferd zusammen, oder weicht es aus, wenn du mit der Hand an der Unterseite des Kinns oder des Kiefers entlangsteichst ? Kannst du dort Wärmeentwicklung, Ausfluss oder Schwellung feststellen ?[/B]
    Eigentlich nicht...da lässt sie sich ganz normal anfassen...solange ich nicht so ewas gruseliges wie eine Wurmkur in der Hand halte ;-)

    Ich denke, dass ich da wirklich mal einen TA reinschauen lasse...dann haben wir auf jeden Fall Gewissheit.
    Danke für eure Tips!
    Alles Gute liegt vor uns

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