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Haltung, Fütterung und Zucht Von A wie Ausmisten über F wie Fütterung bis Z wie Zuchtauswahl




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Alt 13.07.2010, 14:22   #16 (permalink)
Phew
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AW: Mein erstes Fohlen

@ SkorpionMel: Vielleicht sollte man dieses Thema - ich meine "(Absichtliche) Rasseeinkreuzungen" - mal in einem gesonderten Thread diskutieren.
Bei uns im Stall haben Leute ihre reinrassige (und soweit ich weiß auch prämierte) Haflingerstute von einem DRP-Hengst decken lassen.
Weil sie ein dunkles Fohlen wollten -.-
Tja, der Hengst (auch das noch!) hat das Flaxen-Gen von seiner Mutter mitbekommen und ist eigentlich so gar nicht das, was sie sich vorgestellt haben...
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Alt 13.07.2010, 22:28   #17 (permalink)
Bino
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AW: Mein erstes Fohlen

Und wenn schon? Meint ihr eure Eltern haben sich damals überlegt ob sie ein schönes oder gesellschaftlich ansehnliches Kind zeugen??

Ich gebe zu, ich habe auch im ersten Moment geschluckt, bin dann aber zum Schmunzeln übergegangen. Ist doch ihre Sache welche Stute sie mit welchem Hengst kreuzt, solange das Fohlen gesund ist

Und jetzt wieder zurück zum eigentlich Thema bitte
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Alt 14.07.2010, 02:16   #18 (permalink)
Phew
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AW: Mein erstes Fohlen

War ja auch nicht böse gemeint
Ich bezog mich auch eher weniger auf xena, eher auf die Leute in meinem Stall.
Bei denen war das Fohlen nämlich genau drei Wochen aktuell. Jetzt kommen sie nur noch alle paar Tage mal ein paar Minuten. Und das ist mir mehr oder minder sauer aufgestoßen
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Alt 14.07.2010, 11:24   #19 (permalink)
Gwenie
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AW: Mein erstes Fohlen

naja man sollte aber schon überlegen, ob man auf ein "schwere" Stute auch noch ein schwereren Hengst läßt- in der Humanmedizin gibt es bei Komplikationen Kaiserschnitte- auch die Kontrolluntersuchungen sind da deutlich besser und man kann vorab erkennen ob es zu Problemen (zu enger Geburtskanal,...) kommen wird. Bei den Tierenist dem nicht so.

Zum Bindegewebe:
Bindegwebe kannman (leider) nicht trainieren, sondern nur die Muskeln. Am Anfang der Schwangerschaft ist dies durchaus sinnvoll um die Muskeln zu trainieren die demnächst das Gewicht des Kindes/Fohlens tragen wird.
Auch ein Leistungsportler (Mensch/Pferd)sollte nicht von jetzt auf gleich sofort aufhören.
Ob viel oder wenig Bindegewebe "ausleiert" liegt zum einen an seinen Genen und da dran wie schwer und Groß das Baby samt Fruchtwasser und Plazenta wird.

Auch das komplette wegstellen auf die Wiese bei einer trächtigen Stute ist nicht wirklich sinnig, da sie ja, wie die Menschen auch, durchaus Kondition für die Geburt haben sollte.

Hochschwangere Menschen liegen (im Normalfall) auch nciht den ganzen Tag im Bett, sondern gehen spazieren, machen Einkäufe (beim Nestbau wird ja auch noch das Kinderzimmer gestaltet,...).

Nur richtigen Leistungssport sollten PFerd und Mensch vermeiden, weil dann die Muskeln rund um den Geburtskanal evtl zu stark sind und das Baby zurückhalten können.
Zum Beispiel bei uns Reitern ist der Beckenboden sehr stark bemuskelt (gut für evtl Blasenschwächen- schlecht für die Geburt)- da sollte man auch nicht mehr soooo leistungsstark reiten (nichts gegen Ausritte)- vergleichbar ist das z.B. bei Pferden die auf L-M Niveau trainiert sind.
Eine schwangere Frau im 6. Monat würde wohl auch kaum noch einen Marathon mitlaufen

(so hoffe es war nicht zu offtopic- wollte nur mal etwas zu den Muskeln etc schreiben)
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Alt 14.07.2010, 12:31   #20 (permalink)
Wunschtraum
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AW: Mein erstes Fohlen

Das ist auch mal ein Weg... Wenn die Stute schon tragen ist, macht man sich über die Trächtigkeit Gedanken...
Andere Leute, mit eingetragenen und prämierten Stuten machen sich da anscheinend mehr Gedanken, telefonieren mit Züchter, Verbänden, TA und zerbrechen sich ewig den Kopf darüber, ob der nach langem Abwägen ausgewählte Hengst wirklich der richtige für ihre Stute ist...

Zitat:
Zitat von Bino Beitrag anzeigen
Und wenn schon? Meint ihr eure Eltern haben sich damals überlegt ob sie ein schönes oder gesellschaftlich ansehnliches Kind zeugen??
Mal ganz erhlich: Kinder kriegen und Pferde züchten sind 2 Paar Schuhe. Es gibt da nämlich einen kleinen aber feinen Unterschied: Menschen vermehren sich. Das Wort vermehren sagt aber nicht aus, dass dabei selektiert wird. Pferde werden in der Regel gezüchtet. Das Wort Züchten impliziert aber, dass es sich dabei um Selektion, also um die bewusste Auswahl der Elterntieren nach bestimmten Merkmalen handelt die sie im Idealfall stark an ihre Nachkommen weiter geben. Das es hierbei das Ziel ist ein gesundes leistungsfähiges Pferd mit gutem Interieur und Exterier zu erzeugen, muss ich wohl nicht unbedingt erwähnen.

Was viele Leute, meist mit wenig Anhnung, mache ist sinnloses Pferde vermehren und hat in meinen Augen mit Zucht rein gar nichts mehr zu tun!
Auch diesen Fall hier zähle ich zu sinnlosem Pferde vermehren.

Warum gibt es denn Verbände die Stuten und Hengste prüfen und zur Zucht zulassen oder auch eben nicht? Damit die Wahrscheinlichkeit das ein gutes Fohlen dabei raus kommt steigt.
Selbst in der bewusst und gut überlegten (Warmblut-) Zucht gibt es noch genug Zuchtausschuss, weil man die Natur eben nicht immer überlisten kann und super Hengst x super Stute eben nicht gleich super Fohlen ist.
Und selbst diese Pferde gehen schwer weg. Der Pferdemarkt ist überfüllt von durchschnittlichen Pferden, die eben nicht den hohen Zuchansprüchen genügen, aber für einen Freizeitreiter völlig ausreichende Vorraussetzungen bieten.

Muss ich dann wirklich auf einen Hafi-WB-Mix noch einen Friesen drauf lassen? Ich finde die Komnination schon sehr fragwürdig und glaube nicht, dass da was sinnvolles dabei raus kommt... Allein beim Gedanken an den Körperbau der daraus entsehen könnte, wird mir etwas flau im Magen.
Und wie ScorpionMel schon sagte: man weiß nie was in den nächsten Jahre ist. Meiner Meinung stehen die Verkaufschancen für so einen Mix bei Null. Ende vom Lied ist in solchen Fällen häufig der Schlachter. Muss das sein?

@xena911: hast du dich bei der Hengsauswahl eigentlich von jemandem Mit Erfahrung und Kompetenz beraten lassen oder den Hengst einfach mal so genommen, weil er dir gefallen hat?
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Geändert von Wunschtraum (14.07.2010 um 12:53 Uhr).
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Alt 14.07.2010, 14:36   #21 (permalink)
Daggi
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AW: Mein erstes Fohlen

Wunschtraum, du hast natürlich völlig recht.

Aber: Bei diesem von xena911 gestarteten Thema ist die Stute ja nun schon tragend.
Das ist Fakt und da macht es zumindest hier keinen Sinn auf einem Forenmitglied herumzuhacken.
Ein wenig habe ich immer die Hoffnung, dass so ein Forum eine Sammlung Gleichgesinnter ist.... wenn auch nicht kritiklos.

Das Thema Zucht/Vermehrung, Hengstauswahl/Selektion diskutiere ich sehr gerne, aber nicht hier, finde ich.

Ich habe auch mal mit einer Warmblutstute ohne Papiere angefangen. Ein Fohlen aus der eigenen Stute ist irgendwie immer ein Traum. Ich hatte auch gar keine Ahnung, dafür etwas mehr Glück Berater zu haben die Ahnung hatten. Da wurde als Vatertier ein guter Vollblüter empfohlen und das hat dann auch gepasst. Inzwischen gibt es schon eine Urenkelin von der allerersten "Stammstute" die mit einer Fohlenprämie ausgezeichnet wurde.

Ich habe auch keine Ahnung wie ein Fohlen Warmblut x Hafi x Friese aussehen könnte. Das ist ein so wilder Mix.
Trotzdem sollten wir xena911 hier lieber helfen mit der Beantwortung ihrer Fragen, statt auf sie loszugehen und eventuell zu vertreiben. Immerhin kann sie zumindest für die Zukunft eine Menge dabei lernen und viele andere hier im Forum vielleicht auch.

Daggi
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Alt 14.07.2010, 16:16   #22 (permalink)
pandora
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AW: Mein erstes Fohlen

Ich finde die Mischung sicherlich gewagt, aber das heißt doch noch nicht, das kein nettes Pferdchen rauskommen kann, muss aber dazu sagen das ich absoluter Mixliebhaber bin. Hab selber einen Quarter-Araber Mix und einen Haflinger Friesen Mix. Wenn sie es eh nicht verkaufen will dann ist es doch egal und selbst wenn sie es eines Tages verkaufen will findet sich sicherlich ein Liebhaber dafür, auch wenn sie dann natürlich nicht viel dafür bekommen wird.

Zu den anderen Themen, frag am besten deinen Tierarzt, denn er kennt dein Pferd und weiß was ihm fehlen könnte. Hier jetzt irgendwelche gutgemeinten Ratschläge zu bekommen ist nämlich nicht ganz einfach, da wir dein Pferd ja nicht kennen und man die Pferdchen auch überfüttern kann was auch nicht gesund ist.

Geändert von pandora (14.07.2010 um 16:18 Uhr).
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Alt 14.07.2010, 17:54   #23 (permalink)
Wunschtraum
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AW: Mein erstes Fohlen

Ich finde schon, das hier bei der Hengstwahl überhaupt bei diesem "Zucht"vorhaben Kritik angebracht ist. Auch wenn es jetzt schon zu spät ist.


Wenn ich züchte hab ich einmal eine Verantwortung der Stute gegenüber und später auch eine Verantwortung dem Fohlen gegenüber. Und ich finde es einfach unverantwortlich, wenn sich darüber vorher anscheinend überhaupt keine Gedanken gemacht werden, nur weil man aus der eigenen Stute ein Fohlen haben will!

Bei dieser Anpaarung Hafi-WB-Mix x Friese stellt sich für mich zuerst mal die Frage, ob die Wahrscheinlichkeit, dass es zu Problemen bei der Geburt kommen kann, nicht größer ist, als wenn ich überlegt züchte. z.B. ob der Geburtsgang für das Fohlen aus dieser Anpaarung überhaupt groß genug ist?
Wie wir wissen wird beim Pferd nur äußerst selten ein Kaiserschnitt gemacht und was dann passiert, wenn das Fohlen nicht durch den Geburtsgang passt möchte ich hier lieber nicht schreiben...
Das gleiche gilt für die Warmblutzucht. Für meine 1,60m große Stute würde ich jetzt auch keinen 1,80m Hengst her nehmen.

Außerdem habe ich bei dieser Anpaarung starke Bedenken was das Exterieur des späteren Fohlens angeht. Denkt doch auch bitte mal an die Folgeschäden für so ein Tier, was unter Umständen einen total unproportionierten Körperbau hat? Zu schwerer Kopf, damit kopflastig und eventuell noch überbaut. Da freut sich die Vorderhand und Athrose o.a. ist vorprogrammiert.

Klar kann man nie sagen, wie das Fohlen später gebaut sein wird. Aber muss ich das Gesundheitsrisiko für die Stute und auch mögliche Gesundheitsschäden für das Fohlen absichtlich in die Höhe treiben, weil man, ich schätze mal aus Unwissen, so unüberlegt handelt?

@daggi: klar in diesem Fall ist daran nichts mehr zu ändern.
Und wer darf es unverschuldet ausbaden? Die Pferde! Und das ist es, was mich so ärgert!
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Alt 14.07.2010, 21:34   #24 (permalink)
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AW: Mein erstes Fohlen

Zitat:
dass es zu Problemen bei der Geburt kommen kann, nicht größer ist, als wenn ich überlegt züchte. z.B. ob der Geburtsgang für das Fohlen aus dieser Anpaarung überhaupt groß genug ist?
Zitat:
Das gleiche gilt für die Warmblutzucht. Für meine 1,60m große Stute würde ich jetzt auch keinen 1,80m Hengst her nehmen.
Das ist erfahrungsgemäß überhaupt kein Problem. In den meisten Zuchtverbänden gibt es "Kleines deutsches Reitpferd", "Spezialreitpferd" oder ähnliche Zuchtabteilungen. Dabei handelt es sich um Pony/Großpferd-Kreuzungen, die zwischen 1,50 und 1,60 werden sollen.
Bekannte von mir züchten diese Pferde im Hannoveranerverband mit einer Ponystute und Warmbluthengsten.

Bei einer 1,60m Stute und einem 1,80m Hengst siehst du auch nur den Phänotyp, also die äußere Erscheinung des Pferdes. Bei der Vererbung mischen aber mindestens 7 Generationen Erbgut mit. Ist deine Stute aus einer Linie, die durchgängig im 1,60m Mass vererbt, dass wird es schwer daraus ein Pferd mit mehr Endmass zu züchten. Egal wie groß der Hengst ist.

Zitat:
Außerdem habe ich bei dieser Anpaarung starke Bedenken was das Exterieur des späteren Fohlens angeht. Denkt doch auch bitte mal an die Folgeschäden für so ein Tier, was unter Umständen einen total unproportionierten Körperbau hat? Zu schwerer Kopf, damit kopflastig und eventuell noch überbaut. Da freut sich die Vorderhand und Athrose o.a. ist vorprogrammiert
Diese Bedenken teile ich allerdings !

Zitat:
Und wer darf es unverschuldet ausbaden? Die Pferde! Und das ist es, was mich so ärgert!
Verständlich. Über den Sinn von Zucht und Vermehrung kann man sich sehr gut aufregen. Glücklicherweise bekommt ein Pferd immer nur ein Fohlen pro Jahr. Hast du eine Ahnung was in der Hundeszene abgeht ? Ich könnte dir eine Seite empfehlen, da siehst du diesen unüberlegten Fohlennachwuchs bald deutlich entspannter.
Ärgern hilft nicht viel, Aufklären und versuchen Verständnis und Wissen aufzubauen ist eine Chance. Auch hier in diesem Fall.

Das Fohlen wächst nun einmal in dieser Stute und ich hoffe und wünsche mir, dass es den bestmöglichen Start bekommt. Es kann nämlich nichts für die Unüberlegtheit seiner Besitzerin, die hier vielleicht für später etwas lernen kann.
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Katjana (15.07.2010)
Alt 14.07.2010, 22:05   #25 (permalink)
Schnucki
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AW: Mein erstes Fohlen

Also ich würde die Anpaarung Hafi-Wamblutmix und Friese in Bezug auf die Größe nicht so kritisch sehen, ich weiß nicht wie groß die Stute ist aber ein Hafi-Warmblut ist nicht unbedingt ein Pony und ein Friese ist auch kein Riese, die seltenen Exemplare die auf über 1,70 kommen mal ausgenommen bewegt sich der Friese zwischen um die 1,65 was für einen vieleicht 1,50 großén Mix absolut kein Problem dar stellt, wie oft wariiren die Größen bei den Warmblütern denn zwischen 1,60 und 1,80, das geht auch problemlos und wird oft praktiziert um Größe zu optimieren, bei solchen Anpaarungen braucht man sich über Größe noch keine Sorgen machen.

Kritischer wird es bei den Verrückten die eine 1,20 Ponystute von einem einem 1,60 er decken lassen wobei da Mutter Natur schon auch dafür sorgt das das Fohlen entweder passend klein bleibt oder sie es dann leider verfrüht raus schmeißt was weniger schön ist. Ich hab eine 1,15 große Dülmener Stute die der Vorbesitzer von einem Araber hat decken lassen und das zwei mal, das Ergebnis waren recht kleine für die Stute passende Fohlen die sich im Laufe der Zeit bis auf 1,30 hoch gewachsen haben also Fälle wo die Stute dabei drauf geht sind wohl auch äußerst selten und dann auch wirklich nur bei so ganz krassen Größenunterschieden.

Wenn man das Fohlen auch wirklich sicher behalten will sehe ich auch kein Problem einen Mix zu ziehen denn die sind hinsichtilich der Robustheit, Härte und Belastbarkeit den Rassetieren oft auch einiges voraus und Hafi und Friese sind eigentlich ein Schlag unter den Arten daher sehe ich diese Mixtur auch nicht so kritisch. Da waren die Mischungen wie z. B. Araber x Hafi weitaus übler weil sich da leider Temperament mit Kraft ganz dominant vererbt hat was eine nicht ungefährliche Packung ist.

Problematischer sehe ich da wirklich eher die Geschichte das jeder leichtfertig meint mal eben so ein Fohlen gross zu ziehen was ein Traumpferd wird weils ja aus der eigenen geliebten Stute kommt aber die Enttäuschung oft sehr gross ist weil die geliebte Stute halt nicht zu ersetzen ist und da was ganz anderes raus kommt (auch oft Charakterlich) als wie man es gern gehabt hätte und der Kostenfaktor dabei auch noch oft überschätzt wird denn die Zeit bis man es reiten kann ist lang (ganz zu schweigen was die Ausbildung dann womöglich noch kostet denn da vertun sich auch viele die es selber versuchen und das dann in die Hose geht) und in der Zwischenzeit kann viel passieren was ernorme Mengen Geld verschlingen kann. Aufzucht ist nicht billig wie viele vieleicht meinen (es sei denn ich hab nen eigenen Hof oder so) und dann wird das Fohlen aus Entäuschung oder finanziellen Gründen auf den Markt geworfen weil das alles nicht so hin haut (und es womöglich dummerweise auch mal 2000,- Euro Tierarzt gekostet hat) und daher ist unser Markt kaputt und überlaufen von diesen Produkten weil die Leute nicht realistisch überlegen und die Entscheidung es weg zu geben ist dann schnell gefallen weil die Leute sich übernommen haben, das will immer gut überlegt sein. Der Erfahrung nach behalten noch nicht mal 10 % ihr Fohlen wirklich.
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Alt 14.07.2010, 22:37   #26 (permalink)
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AW: Mein erstes Fohlen

Ich hätte mal eine ganz andere Frage:

Wann ist das beste Alter einer Stute um zum ersten Mal tragend zu werden?
Was ich gelesen oder gehört habe spätestens mit ca. 8-10 Jahren?
Die Stute ist ja schon 15...könnte das Probleme machen?

Egal wie die Konstellation jetzt nun mal ist,
ich wünsche der Stute und dem Fohlen alles Gute.
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Mareike (15.07.2010)
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AW: Mein erstes Fohlen

Glaub ich nicht, meine war 16 als sie ihr erstes bekam und hat bis 22 alle zwei Jahre eins gehabt, war alles problemlos, für manche ist im Alter eher das Aufnehmen das Problem, natürlich sollte die Stute gesund und fit sein. Viele Stuten gehen ja erst nach sportlicher Karriere auch erst in die Zucht und haben die 10 Jahre meist schon dicke dabei überschritten.
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urmeli (15.07.2010)
Alt 14.07.2010, 23:10   #28 (permalink)
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AW: Mein erstes Fohlen

ähm ich glaube das man kein 1,80 Pferd über eine 1,40 Stute lassen sollte ist doch jedem klar, aber ein Haflinger-Warmblutmix ist schätzungsweise 1,55 m groß ein Friese zwischen 1,60 und 1,65 und das dürfte ja wirklich kein Problem sein.

Mit dem Körperbau hab ich bei der Mischung auch nicht so das Problem, aber wie gesagt das ist nur meine Meinung. Aber ich glaube immernoch das daraus ein nettes Freizeitpferd werden kann.

Wobei für meinen Friesen nur ein Friese in Frage käme und ich da nichts reinmischen würde aber ich denke sie hat sich sicher auch ihre Gedanken darüber gemacht, was für ein Pferd für welche Zwecke sie mal haben will und folgedessen sollte man das mal Außer Acht lassen.
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AW: Mein erstes Fohlen

Es wird ja scheinbar davon ausgegangen, dass sie das Fohlen auf jeden Fall behalten will - was ist aber, wenn sie sich in ein, zwei, drei Jahren kein Pferd mehr leisten kann?!

Ich kenne niemanden, der sich einen Hafi/WB x Friesen-Mix in den Stall stellen würde, wohlmöglich nicht eingeritten und auf Grund von Exterieurmangel vielleicht auch niemals reitbar.
Und ein dreijähriges Pferd kann ich nicht nur auf die Wiese stellen, als Beistellpferd o.ä.
Meine Kleine hat nur rumgestanden, bevor sie zu uns kam und sie ist wohl gemerkt erst zwei Jahre alt, aber die springt mir immer schon fast ins Halfter rein, weil sie arbeiten will. Und sie lernt in einem rasenden Tempo, das man eher aufpassen muss, nicht zu viel zu machen anstatt zu wenig. Das mag auch noch von Pferd zu Pferd unterschiedlich sein, aber trotzdem.

Und wenn síe es behält:
Wer bildet das Pferd später aus? Soll es wirklich nur freizeitmäßig gehen? Wer reitet gegen eventuelle Exterieurmängel an - Schiefe etc?
Kann sie so gut reiten, um den Pferd ein "vernünftiges" Leben zu ermöglichen oder müsste ein Bereiter kommen? Ist es ihr das wert?
Was ist, wenn das Pferd schon früh an Athrose oder so erkrankt?
Über sowas sollte man sich echt vorher Gedanken machen


Klar hätte ich auch gerne ein Fohlen aus Cora aber mir fehlen u.a. Zeit, Geld, ein passender Hengst und dann ist es auch so, das ein Fohlen es mir nicht wert ist, dafür meine Stute einem Risiko auszusetzen.
Aber ich kann immer noch die Zeit genießen die wir hatten, haben und haben werden. Und um mich daran zu erinnern, brauche ich kein Fohlen.
__________________
Let a horse whisper in your ear and breathe on your heart. You will never regret it.
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AK-38 (15.07.2010), Gwenie (15.07.2010)
Alt 15.07.2010, 14:48   #30 (permalink)
Daggi
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AW: Mein erstes Fohlen

@Phew: das Leben ist insgesamt schon ganz schön gefährlich !

Eine Garantie für ein lebenslang gesundes Pferd bekommst du nirgens. Es kann immer etwas passieren. Wenn deine Stute eines morgens blöd aufsteht und sich dabei selber auf die Füße latscht hast du mit Pech von jetzt auf gleich ein dauerhaft unreitbar krankes Pferd.

Oder du kaufst heute ein Pferd mit einem Einser-TÜV und der steht morgen mit Kolik im Stall und überlebt das nicht.

Du kannst auch einen ganz tollen Job haben und viel Geld verdienen und dann geht dein Arbeitgeber pleite oder du wirst unerwartet schwer krank. Wie ist es dann finanziell ?

Ich will hier nicht den Teufel an die Wand malen und natürlich macht es Sinn alles vorher gut zu durchdenken und verantwortungsbewußt zu handeln, aber wenn man nicht einigermaßen positiv denkt, dann macht das Leben auch keinen Spaß.

Auch bei noch so durchdachten züchterischen Anpaarungen gibt es immer wieder Ausfälle.
Und ehrlich: die meisten Zuchtverbände haben sich nicht unbedingt Robustheit und Langlebigkeit ihrer Zuchtprodukte auf die Fahnen geschrieben. Da sind diese "korrekten" Pferde mit so einem Bewegungspotential ausgestattet, dass die große Mechanik auch schnell zu Schäden führt.
Da steckt manches robuste "verbaute" Freizeitpferd oft genug deutlich mehr weg ohne je krank zu sein. Und bloß weil es ein Mix ist muß es nicht zwangsläufig als anfälliges verbautes Modell zur Welt kommen.
Trotzdem ist das auch für mich natürlich kein Freibrief auf Zuchtselektion zu verzichten. Und so ein Mix, wie er hier gerade entsteht, wäre mir persönlich zu unkalkulierbar. Aufgrund der sehr verschiedenen Genetik ist das wie ein Griff in die Wundertüte .

Nur über eins muß man sich im Klaren:
Ein Fohlen aus der eigenen Stute ist fast immer viel teurer (auch wenn man wenig oder gar kein Deckgeld zahlt) als ein gekauftes Pferd, es dauert viel länger bis es groß ist und man weiß vorher nicht was man bekommt.

Dafür macht es viel mehr Spaß !!!

Was den Verkauf betrifft : Der Markt ist mit Pferden mehr als übersättigt. Auch renomierte Züchter haben Probleme zu verkaufen und zumindest kostendeckend zu verkaufen. Als Hobbyzüchter verabschiedet man sich besser gleich von dem Geld, das man in das selbstgezogene Pferd steckt. Man sieht davon sowieso nichts wieder.
Pferde sind ein teures Hobby.
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Dimturien (16.07.2010), Gwenie (15.07.2010), HollesJessi (16.07.2010), Kicki (20.07.2010), Phew (17.07.2010), Sanne (15.07.2010), Schnucki (15.07.2010)
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