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  1. #1
    aufTrab Mitglied Avatar von xena911
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    Lächeln Mein erstes Fohlen

    Hallo Ihr lieben,
    nun ist es soweit, ich möchte ein Fohlen von meiner Stute haben.
    Die ersten Schritte sind auch schon getan, sie ist in der 5. Woche trächtig und steht auch schon in dem Stall in dem sie das Fohlen bekommen kann.
    Nun möchte ich von Euch bitte so viel Info wie möglich. Über wie sehr man sie anstrengen darf, ich reit im Moment ohne Gerte und Sporen und schau, was sie von sich aus anbietet (vor allem bei der Hitze jetz), normalerweise füttere ich MSM zu, darf ich das auch in der Trächtigkeit? Ich schmier sie im Sommer mit KillItch ein, wg. Sommerekzem, darf ich das? Und muss ich mit Fliegensprays irgendwas beachten??? Gibt es irgendwas, was ich auf keinen Fall füttern darf??? Und und und... Fragen über Fragen Ich danke Euch schon mal für Eure Kommentare
    Ganz liebe (und überglückliche) Grüße

    Petra
    Ganz liebe Grüße - Petra

    "Handle immer so, dass Dein Handeln als Gesetz für die ganze Welt gelten könnte"

  2. #2
    Phew
    Gast

    AW: Mein erstes Fohlen

    Äh, mal eine Frage: Warum hast du dich über sowas nicht vorab beim Tierarzt informiert?!
    Über sowas sollte man sich vorher Gedanken machen, nicht erst, wenn die Stute schon tragend im Stall steht...

    Soweit ich weiß, kann man Stuten bis sechs Wochen vor den Geburtstermin reiten, wie und wie viel da richtig ist, kann ich dir nicht sagen, in der Situation war ich noch nicht und ist wohl auch von Stute zu Stute unterschiedlich.


    Liebe Grüße, Phew.

  3. #3
    aufTrab Mitglied
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    AW: Mein erstes Fohlen

    Hallo Petra,

    erstmal herzlichen Glückwunsch zur Trächtigkeit deiner Stute !

    Magst du vielleicht ein bischen darüber schreiben, was für ein Pferd deine Stute ist und von welchem Hengst sie tragend ist ?
    Willst du das Fohlen behalten, wenn es da ist ?
    Ich habe nach einer sehr unglücklichen Geschichte mit einem immer kranken Reitpferdewallach auch mal angefangen meine "Nachwuchspferde" selber nachzuzüchten und habe das nie bereut. Es macht viel mehr Spaß, als ein Pferd zu kaufen, obwohl der Weg immer weit ist und auch nicht ohne Risiko.

    Zum weiteren Reiteinsatz von tragenden Stuten gehen die Meinungen sehr weit auseinander. Manche meinen, dass man eine tragende Stute gar nicht mehr reiten sollte, ich kenne aber auch einen Springreiter, der seine Stute noch im 5. Monat M-Springen geritten hat.

    Bei unseren Stuten haben wir weiter "normal" Dressur geritten, aber keine Turniere. Wenn die Stute sonst fit ist kann man das gerne machen und ich denke auch gewohnte Bewegung belastet nicht. Ich denke auch, wenn ich plötzlich aufgehört hätte, wären die Damen wohl eher irritiert gewesen .
    Du merkst es schon, wenn deine Stute nicht mehr so mag oder wenn der Sattel nicht mehr passt ! Dann ist es Zeit nur noch mit einem ganz leichten Reiter ohne Sattel oder an der Hand spazieren zu gehen. Hör' einfach auf dein Pferd.

    Fliegenmittel ist sicher kein Problem. Bei Zusatzfuttermitteln sind handelsübliche Mineralfutter sinnvoll.
    Welche Medikamente oder Nahrungsergänzungen du deiner Stute füttern darfst, klärst du in der Tat am besten mit deinem Tierarzt.
    Ich weiß zum Beispiel, dass man Teufelskralle nicht an tragende Stuten verfüttern darf ! Grundsätzlich gilt sicher so wenig Medikamente wie möglich, egal ob Chemie oder Natur.

    Ich weiß auch nicht, ob deine Stute gegen Herpes geimpft ist. Das ist mir zumindest ganz wichtig, da Herpes Verfohlen auslösen kann.

    So, das reicht erstmal. Ich drücke dir die Daumen für eine problemlose Trächtigkeit.

    Daggi (...die sich auch wieder auf ein eigenes Fohlen im Mai 2011 freut)

  4. #4
    aufTrab Mitglied Avatar von xena911
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    AW: Mein erstes Fohlen

    Ich danke Euch schonmal ganz ganz herzlich für die Antworten und die Glückwünsche

    Natürlich hab ich mich vorher informiert und Bücher verschlungen, ich möchte nur so viele Meinungen wie möglich hören und mir dann mein Bild machen.

    Gegen Herpes ist sie geimpft, das hat mir mein Tierarzt geraten. Ansonsten hat er nix gesagt.

    Was das Reiten angeht, mach ich das weiterhin so, dass ich einfach ohne Sporen und Gerte kuck, was sie anbietet. Sie steht ja tagsüber in ner Stutenherde auf der Koppel, also mangelt es ihr nicht an Bewegung. Was den Sattel angeht, glaub ich ja nicht, dass der Bauch noch sehr viel dicker werden kann, als er im Sommer eh schon ist

    Mein Stütchen ist ein Mix aus bayerischem Warmblut und Haflinger. Sie ist 1,50 groß und eher "kräftig" Und ich hab sie decken lassen, weil sie ein Familienmitglied für mich ist, und ich etwas von ihr auf dieser Erde haben möchte, wenn sie mal nicht mehr ist. Deshalb werd ich das Fohlen auch auf jeden Fall behalten Der Papa ist ein Friese (barocker Typ), wird also irgendwas knuddeliges dabei raus kommen und egal, was dabei raus kommt, ich werd es lieben. Und ich dachte mir, wenn meine Stute den Hengst akzeptiert, wird er schon für sie passen. Ich vertrau da Mutter Natur. So ist meine Stute recht unkompliziert, leichtfuttrig, braucht kein Mineralfutter, im Gegenteil, kriegt eigentlich immer eher zuviel von allem Im Moment kriegt sie nur ab und zu Kräuterfutter, weil sie manchmal ein bissl hustet.

    Ich hab meine Stute gekauft, als sie 4 war und hab es nie bereut, auch wenn es manchmal schwer war. Wir haben zueinander gefunden und viiiiiieeeel voneinander gelernt und inzwischen hab ich sie seit 11 Jahren und wir verstehen uns blind und ohne Worte (meistens ) Im Moment genieße ich die Zeit ohne Ende, weil sie total schmusig geworden ist, seitdem sie trächtig is Ich hoffe und bete, dass alles gut geht, und ich im nächstem Mai Pferdemama werde
    Ganz liebe Grüße - Petra

    "Handle immer so, dass Dein Handeln als Gesetz für die ganze Welt gelten könnte"

  5. #5
    fanni
    Gast

    AW: Mein erstes Fohlen

    Hallo, alles Gute für euch zwei wünsche ich!
    Wenn du schon so viel gelesen hast, bist du doch gut informiert, ich habe noch nicht viel zum Thema Trächtigkeit gelesen, weiß nur, dass der Entwurmtermin vor und nach dem Abfohlen wichtig ist, damit das Fohlen sich nicht direkt Würmer holt....

  6. #6
    aufTrab Mitglied
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    AW: Mein erstes Fohlen

    So, das ist mal eine ausführliche Antwort !

    Auf die Idee auf einen Warmblut-Haflinger Mix auch noch einen Friesenhengst zu nehmen, wäre ich aber vermutlich nicht gekommen.... Da hätte ich wohl eher einen Vollblüter oder Araber genommen, das wäre neutraler gewesen.

    Wenn man das Fohlen behalten will ist es aber vermutlich egal, nur verkaufen ließe sich so eine Kreuzung sicher nicht. Ich wünsche dir, dass dabei etwas Brauchbares rauskommt, wage aber keine Prognose wie es aussehen könnte.

    Ein Mineralfutter würde ich der Stute aber auf jeden Fall füttern. Das macht sie nicht dicker und generell kann man sagen, dass eigentlich jedes Pferd Mineralien braucht. Denk daran, dass du ein Fohlen willst, das gesund ist und gute haltbare Knochen und Gelenke bekommen soll. Defizite in der Trächtigkeit rächen sich später mit mangelnder Härte und Haltbarkeit.

  7. #7
    aufTrab Mitglied Avatar von xena911
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    AW: Mein erstes Fohlen

    Ja, da hast Du Recht. Hätt ich das Fohlen verkaufen wollen, hätt ich entweder gleich ne andere Stute kaufen müssen, oder dann nen Warm- oder Vollblut - Stempel-Hengst drauf. Aber ich steh mehr auf kleine schwere Warmblüter, und alles was irgendwo zwischen meiner Maus und nem Friesen ist, ist in Ordnung. Ich werd aber auf alle Fälle Bilder machen und Euch auf dem laufenden halten
    Wegen dem Mineralfutter werd ich beim nächsten Ultraschall-Termin mal meinen Tierarzt fragen. Evtl Blutbild machen, und kucken, was sie braucht.
    Und Entwurmen tun wir auch ganz regelmäßig, da frag ich aber auch nochmal den Tierarzt (der Arme wird total gelöchert von mir )
    Im Moment träum ich jede Nacht, dass ich in den Stall komm, und sie wieder rossig ist (HORROR!!!) Ich hoffe, dass das kein böses Zeichen ist...
    Ganz liebe Grüße - Petra

    "Handle immer so, dass Dein Handeln als Gesetz für die ganze Welt gelten könnte"

  8. #8
    aufTrab Stammgast Avatar von Schnucki
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    AW: Mein erstes Fohlen

    Auch von mir herzlichen Glückwunsch zum Fohlen!
    Man kann sie ganz normal reiten bis der Bauch deutlich dicker wird, dann sollte man vorsichtiger sein, ist auch wichtig damit die Stute fit bleibt und Kondition falls es eine anstrengende Geburt wird hat die Stute dadurch den Vorteil. Stress vermeiden ist viel wichtiger denn das ist eher Faktor für Verfohlen.
    Mineralfutter ist wirklich ganz wichtig denn wenn starke Wachstumsschübe kommen und es ist nix da dann holt das Fohlen im Bauch sich das bei der Stute welche dann unter den Defiziten leiden kann, ein Blutbild (gibt nur Aufschluss über den Istzustand) dann da nicht helfen das müsste ich ja laufend machen.
    Grade jetzt im Sommer bei Hitze wo die Pferde laufend Mineralien ausschwitzen.
    Auch wenn die Stute leichtfuttrig ist braucht das Wachstum des Fohlens auch Proteine (sonst kein Wachstum möglich) und sie braucht Reserven wenn das Fohlen da ist und sie Milch machen muss. Daher würde ich mich schon über ein Zuchtfutter informieren wenn der Bauch immer dicker wird.
    Eine Zuchtstute sollte nicht "fett" sein aber sie darf ohne weiteres rund sein und Bauch haben denn das braucht sie zum säugen, meine erste Stute war auch immer sehr leitfuttrig und gut rund aber spätestens nach dem Absetzen war sie rappel dünn weil die Fohlen die immer so ausgesaugt haben, da ist ein gutes Zuchtfutter schon wichtig.

  9. #9
    aufTrab Mitglied Avatar von xena911
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    AW: Mein erstes Fohlen

    Hallo Schnucki,

    ich danke Dir sehr für die Infos, werd mich gleich noch ein bissl durch's I-Net lesen, und schauen, was ich ihr zufüttere
    Ganz liebe Grüße - Petra

    "Handle immer so, dass Dein Handeln als Gesetz für die ganze Welt gelten könnte"

  10. #10
    aufTrab Stammgast Avatar von Dimturien
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    AW: Mein erstes Fohlen

    Zitat Zitat von Schnucki Beitrag anzeigen
    Man kann sie ganz normal reiten bis der Bauch deutlich dicker wird, dann sollte man vorsichtiger sein, ist auch wichtig damit die Stute fit bleibt und Kondition falls es eine anstrengende Geburt wird hat die Stute dadurch den Vorteil.
    Jetzt muss ich als Zuchtlaie mal ne ganz blöde Frage stellen - bitte nicht auslachen.

    Dient das Reiten während der Trächtigkeit nicht auch als eine Art "Schwangerschaftsgymnastik", damit das Bindegewebe nicht so arg ausleiert? Ich meine, ich hätte sowas schonmal gehört, bin mir aber nicht mehr sicher...

    Wie gesagt, ich bin auf dem Gebiet ein absoluter Nichtwisser, daher auch die seltsame Frage - sonst bleib ich ja dumm, und das wär ja, äh, dumm.
    http://www.auftrab.de/image.php?type=sigpic&userid=1547&dateline=1243601  061

  11. #11
    aufTrab Stammgast Avatar von Schnucki
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    AW: Mein erstes Fohlen

    Ja so kann man es auch ausdücken, Pferde die vor und auch nach der Geburt geritten werden bekommen auch nicht so einen ausgeleierten Bauch wie die Stuten die nur der Zucht dienen und so einen totalen Hängebauch bekommen der sie recht unbeweglich macht, ich halte es schon für wichtig das die Stute durch die Arbeit fit und beweglich bleibt und auch Kondition behält nicht nur für die Geburt sondern für auch für den allgemeinen Zustand und es spricht ja auch nichts gegen Arbeit denn Schwangerschaft ist ja keine Krankheit nur wird es halt mit steigendem Bauchumfang etwas schwerer und da sollte man die Arbeit halt anpassen aber der kommt ja auch erst wirklich in den letzten Monaten.
    Bei meiner alten Stute hab ich fast normal bis zum neunten Monat gearbeitet (hab aber zum Schluss auch fast alles ohne Sattel gemacht weil ich immer so Angst hatte wegen dem Gurt das ihr das nicht so gut tut) und dann leichte Arbeit, viel Schritt oder Arbeit an der Hand gemacht, kommt halt auch ein bisserl auf die Stute an, meine ist immer recht spät erst ganz dick geworden weil sie immer recht sportlich war. Bei uns im Stall stehen zwei Zuchtstuten die nicht gearbeitet werden und die sehen so aus als wenn die immer im den letzten Zügen liegen obwohl die leer sind weil die einfach so ausgeleiert sind, wenn die mal traben dann schwabbelt alles total rum und dementsprechend schwerfällig und ungelenk sind die auch.
    Geändert von Schnucki (09.07.2010 um 07:59 Uhr)

  12. #12
    aufTrab Mitglied
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    AW: Mein erstes Fohlen

    @Dimturien: ganz klar "Jein"

    Bewegung ist auf jeden Fall wichtig und im Anfangsstadium der Trächtigkeit ist der Fötus auch noch klein und wiegt fast nichts. Wie Schnucki schon schrieb sollte man unbedingt Stress bei tragenden Stuten vermeiden, normal weiterreiten ist sicher kein Stress.
    Insoweit kann man wohl auch von Schwangerschaftsqymnastik reden. Zu viel an Muskulatur kann für die spätere Geburt aber auch problematisch sein und sie erschweren, wenn ein starke Muskulatur die Dehnung der Geburtswege erschwert .
    Die Stute hat mit der Trächtigkeit selbst schon eine Menge zu leisten. Zum Schluß wiegt so ein Fohlen mit Fruchtwasser schonmal 50 - 80 kg. Dieses Zusatzgewicht trägt die Stute dann 24 Stunden am Tag mit sich herum. Da tut man der Stute mit Schwangerschaftsgymnastik in Form von zusätzlicher Belastung mit einem Reitergewicht sicher keinen Gefallen mehr. Da ist die Trächtigkeit selbst dann schon Hochleistungssport.

  13. #13
    aufTrab Mitglied Avatar von xena911
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    AW: Mein erstes Fohlen

    heißt für mich jetz also Bewegung ja, aber der Schwerpunkt liegt auf Dehnen
    Mein Tierarzt hat das übrigens auch gesagt, dass Bewegung wichtig ist, um die Anstrengung der Geburt besser zu verkraften. Wohl auch vom Herz her.
    Man sollte sie natürlich nicht überanstrengen und nicht durch schwierige Lektionen psychischen Stress aufbaun (sollte man ja auch sonst nicht).
    Zum Thema zufüttern hab ich mich gestern bissi durchs Netz gelesen und bin dann schlussendlich bei St. Hippolyt gelandet und hab mich auch für deren Futter entschieden. Und zwar braucht man wohl erst ab dem 6. Monat zufüttern, dann ist es aber umso wichtiger.
    Noch 14 Tage bis zum nächsten Ultraschall
    Ganz liebe Grüße - Petra

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  14. #14
    aufTrab Guru Avatar von Bino
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    AW: Mein erstes Fohlen

    Gibt's Bilder vom Ultraschall, xena?
    Lache, wenn es nicht zum Weinen reicht!

  15. #15
    aufTrab Stammgast Avatar von SkorpionMel
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    AW: Mein erstes Fohlen

    Ehrlich gesagt, wenn man schon elf Jahre das eigene Pferd hat, frage ich mich, wo da die Ahnung vom Pferd bleibt. Jetzt handelt es sich bei der Mutter schon um eine tolle Mischung Hafi-Warmblut, warum muss man dann noch einen Friesen zum Decken nehmen??? Sollte es doch mal zum Verkauf kommen (keiner weiß, was die nächsten Jahre kommt), wer kauft so ein "Produkt"? Und warum macht man sich erst Gedanken um ein Fohlen, wenn die Stute schon gedeckt ist? Wie alt ist die Stute eigentlich?
    Pferde brauchen Mineralfutter, egal, ob sie arbeiten oder nicht. Kraftfutter muss man anfangs nicht unbedingt zufüttern.
    Geritten werden kann eine trächtige Stute ganz normal wie bisher, Schwangerschaft ist KEINE Krankheit. Nur Überanstrengung sollte man vermeiden, ansonsten geht alles. Meine Pflegehafistute habe ich damals bis zum letzten Tag geritten, meine Appaloosastute musste ein paar Wochen vorher in Mutterschutz wegen des hohen Gewichts, da ging nix mehr mit reiten. Kommt auf´s Pferd an.

  16. #16
    Phew
    Gast

    AW: Mein erstes Fohlen

    @ SkorpionMel: Vielleicht sollte man dieses Thema - ich meine "(Absichtliche) Rasseeinkreuzungen" - mal in einem gesonderten Thread diskutieren.
    Bei uns im Stall haben Leute ihre reinrassige (und soweit ich weiß auch prämierte) Haflingerstute von einem DRP-Hengst decken lassen.
    Weil sie ein dunkles Fohlen wollten -.-
    Tja, der Hengst (auch das noch!) hat das Flaxen-Gen von seiner Mutter mitbekommen und ist eigentlich so gar nicht das, was sie sich vorgestellt haben...

  17. #17
    aufTrab Guru Avatar von Bino
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    AW: Mein erstes Fohlen

    Und wenn schon? Meint ihr eure Eltern haben sich damals überlegt ob sie ein schönes oder gesellschaftlich ansehnliches Kind zeugen??

    Ich gebe zu, ich habe auch im ersten Moment geschluckt, bin dann aber zum Schmunzeln übergegangen. Ist doch ihre Sache welche Stute sie mit welchem Hengst kreuzt, solange das Fohlen gesund ist

    Und jetzt wieder zurück zum eigentlich Thema bitte
    Lache, wenn es nicht zum Weinen reicht!

  18. #18
    Phew
    Gast

    AW: Mein erstes Fohlen

    War ja auch nicht böse gemeint
    Ich bezog mich auch eher weniger auf xena, eher auf die Leute in meinem Stall.
    Bei denen war das Fohlen nämlich genau drei Wochen aktuell. Jetzt kommen sie nur noch alle paar Tage mal ein paar Minuten. Und das ist mir mehr oder minder sauer aufgestoßen

  19. #19
    aufTrab Guru Avatar von Gwenie
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    AW: Mein erstes Fohlen

    naja man sollte aber schon überlegen, ob man auf ein "schwere" Stute auch noch ein schwereren Hengst läßt- in der Humanmedizin gibt es bei Komplikationen Kaiserschnitte- auch die Kontrolluntersuchungen sind da deutlich besser und man kann vorab erkennen ob es zu Problemen (zu enger Geburtskanal,...) kommen wird. Bei den Tierenist dem nicht so.

    Zum Bindegewebe:
    Bindegwebe kannman (leider) nicht trainieren, sondern nur die Muskeln. Am Anfang der Schwangerschaft ist dies durchaus sinnvoll um die Muskeln zu trainieren die demnächst das Gewicht des Kindes/Fohlens tragen wird.
    Auch ein Leistungsportler (Mensch/Pferd)sollte nicht von jetzt auf gleich sofort aufhören.
    Ob viel oder wenig Bindegewebe "ausleiert" liegt zum einen an seinen Genen und da dran wie schwer und Groß das Baby samt Fruchtwasser und Plazenta wird.

    Auch das komplette wegstellen auf die Wiese bei einer trächtigen Stute ist nicht wirklich sinnig, da sie ja, wie die Menschen auch, durchaus Kondition für die Geburt haben sollte.

    Hochschwangere Menschen liegen (im Normalfall) auch nciht den ganzen Tag im Bett, sondern gehen spazieren, machen Einkäufe (beim Nestbau wird ja auch noch das Kinderzimmer gestaltet,...).

    Nur richtigen Leistungssport sollten PFerd und Mensch vermeiden, weil dann die Muskeln rund um den Geburtskanal evtl zu stark sind und das Baby zurückhalten können.
    Zum Beispiel bei uns Reitern ist der Beckenboden sehr stark bemuskelt (gut für evtl Blasenschwächen- schlecht für die Geburt)- da sollte man auch nicht mehr soooo leistungsstark reiten (nichts gegen Ausritte)- vergleichbar ist das z.B. bei Pferden die auf L-M Niveau trainiert sind.
    Eine schwangere Frau im 6. Monat würde wohl auch kaum noch einen Marathon mitlaufen

    (so hoffe es war nicht zu offtopic- wollte nur mal etwas zu den Muskeln etc schreiben)
    Gruß Gwenie

    www.equiservice.de

  20. #20
    aufTrab Professor Avatar von Wunschtraum
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    AW: Mein erstes Fohlen

    Das ist auch mal ein Weg... Wenn die Stute schon tragen ist, macht man sich über die Trächtigkeit Gedanken...
    Andere Leute, mit eingetragenen und prämierten Stuten machen sich da anscheinend mehr Gedanken, telefonieren mit Züchter, Verbänden, TA und zerbrechen sich ewig den Kopf darüber, ob der nach langem Abwägen ausgewählte Hengst wirklich der richtige für ihre Stute ist...

    Zitat Zitat von Bino Beitrag anzeigen
    Und wenn schon? Meint ihr eure Eltern haben sich damals überlegt ob sie ein schönes oder gesellschaftlich ansehnliches Kind zeugen??
    Mal ganz erhlich: Kinder kriegen und Pferde züchten sind 2 Paar Schuhe. Es gibt da nämlich einen kleinen aber feinen Unterschied: Menschen vermehren sich. Das Wort vermehren sagt aber nicht aus, dass dabei selektiert wird. Pferde werden in der Regel gezüchtet. Das Wort Züchten impliziert aber, dass es sich dabei um Selektion, also um die bewusste Auswahl der Elterntieren nach bestimmten Merkmalen handelt die sie im Idealfall stark an ihre Nachkommen weiter geben. Das es hierbei das Ziel ist ein gesundes leistungsfähiges Pferd mit gutem Interieur und Exterier zu erzeugen, muss ich wohl nicht unbedingt erwähnen.

    Was viele Leute, meist mit wenig Anhnung, mache ist sinnloses Pferde vermehren und hat in meinen Augen mit Zucht rein gar nichts mehr zu tun!
    Auch diesen Fall hier zähle ich zu sinnlosem Pferde vermehren.

    Warum gibt es denn Verbände die Stuten und Hengste prüfen und zur Zucht zulassen oder auch eben nicht? Damit die Wahrscheinlichkeit das ein gutes Fohlen dabei raus kommt steigt.
    Selbst in der bewusst und gut überlegten (Warmblut-) Zucht gibt es noch genug Zuchtausschuss, weil man die Natur eben nicht immer überlisten kann und super Hengst x super Stute eben nicht gleich super Fohlen ist.
    Und selbst diese Pferde gehen schwer weg. Der Pferdemarkt ist überfüllt von durchschnittlichen Pferden, die eben nicht den hohen Zuchansprüchen genügen, aber für einen Freizeitreiter völlig ausreichende Vorraussetzungen bieten.

    Muss ich dann wirklich auf einen Hafi-WB-Mix noch einen Friesen drauf lassen? Ich finde die Komnination schon sehr fragwürdig und glaube nicht, dass da was sinnvolles dabei raus kommt... Allein beim Gedanken an den Körperbau der daraus entsehen könnte, wird mir etwas flau im Magen.
    Und wie ScorpionMel schon sagte: man weiß nie was in den nächsten Jahre ist. Meiner Meinung stehen die Verkaufschancen für so einen Mix bei Null. Ende vom Lied ist in solchen Fällen häufig der Schlachter. Muss das sein?

    @xena911: hast du dich bei der Hengsauswahl eigentlich von jemandem Mit Erfahrung und Kompetenz beraten lassen oder den Hengst einfach mal so genommen, weil er dir gefallen hat?
    Geändert von Wunschtraum (14.07.2010 um 11:53 Uhr)
    „Richtig Reiten reicht“(Paul Stecken)

  21. #21
    aufTrab Mitglied
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    AW: Mein erstes Fohlen

    Wunschtraum, du hast natürlich völlig recht.

    Aber: Bei diesem von xena911 gestarteten Thema ist die Stute ja nun schon tragend.
    Das ist Fakt und da macht es zumindest hier keinen Sinn auf einem Forenmitglied herumzuhacken.
    Ein wenig habe ich immer die Hoffnung, dass so ein Forum eine Sammlung Gleichgesinnter ist.... wenn auch nicht kritiklos.

    Das Thema Zucht/Vermehrung, Hengstauswahl/Selektion diskutiere ich sehr gerne, aber nicht hier, finde ich.

    Ich habe auch mal mit einer Warmblutstute ohne Papiere angefangen. Ein Fohlen aus der eigenen Stute ist irgendwie immer ein Traum. Ich hatte auch gar keine Ahnung, dafür etwas mehr Glück Berater zu haben die Ahnung hatten. Da wurde als Vatertier ein guter Vollblüter empfohlen und das hat dann auch gepasst. Inzwischen gibt es schon eine Urenkelin von der allerersten "Stammstute" die mit einer Fohlenprämie ausgezeichnet wurde.

    Ich habe auch keine Ahnung wie ein Fohlen Warmblut x Hafi x Friese aussehen könnte. Das ist ein so wilder Mix.
    Trotzdem sollten wir xena911 hier lieber helfen mit der Beantwortung ihrer Fragen, statt auf sie loszugehen und eventuell zu vertreiben. Immerhin kann sie zumindest für die Zukunft eine Menge dabei lernen und viele andere hier im Forum vielleicht auch.

    Daggi

  22. #22
    aufTrab Mitglied
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    AW: Mein erstes Fohlen

    Ich finde die Mischung sicherlich gewagt, aber das heißt doch noch nicht, das kein nettes Pferdchen rauskommen kann, muss aber dazu sagen das ich absoluter Mixliebhaber bin. Hab selber einen Quarter-Araber Mix und einen Haflinger Friesen Mix. Wenn sie es eh nicht verkaufen will dann ist es doch egal und selbst wenn sie es eines Tages verkaufen will findet sich sicherlich ein Liebhaber dafür, auch wenn sie dann natürlich nicht viel dafür bekommen wird.

    Zu den anderen Themen, frag am besten deinen Tierarzt, denn er kennt dein Pferd und weiß was ihm fehlen könnte. Hier jetzt irgendwelche gutgemeinten Ratschläge zu bekommen ist nämlich nicht ganz einfach, da wir dein Pferd ja nicht kennen und man die Pferdchen auch überfüttern kann was auch nicht gesund ist.
    Geändert von pandora (14.07.2010 um 15:18 Uhr)

  23. #23
    aufTrab Professor Avatar von Wunschtraum
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    AW: Mein erstes Fohlen

    Ich finde schon, das hier bei der Hengstwahl überhaupt bei diesem "Zucht"vorhaben Kritik angebracht ist. Auch wenn es jetzt schon zu spät ist.


    Wenn ich züchte hab ich einmal eine Verantwortung der Stute gegenüber und später auch eine Verantwortung dem Fohlen gegenüber. Und ich finde es einfach unverantwortlich, wenn sich darüber vorher anscheinend überhaupt keine Gedanken gemacht werden, nur weil man aus der eigenen Stute ein Fohlen haben will!

    Bei dieser Anpaarung Hafi-WB-Mix x Friese stellt sich für mich zuerst mal die Frage, ob die Wahrscheinlichkeit, dass es zu Problemen bei der Geburt kommen kann, nicht größer ist, als wenn ich überlegt züchte. z.B. ob der Geburtsgang für das Fohlen aus dieser Anpaarung überhaupt groß genug ist?
    Wie wir wissen wird beim Pferd nur äußerst selten ein Kaiserschnitt gemacht und was dann passiert, wenn das Fohlen nicht durch den Geburtsgang passt möchte ich hier lieber nicht schreiben...
    Das gleiche gilt für die Warmblutzucht. Für meine 1,60m große Stute würde ich jetzt auch keinen 1,80m Hengst her nehmen.

    Außerdem habe ich bei dieser Anpaarung starke Bedenken was das Exterieur des späteren Fohlens angeht. Denkt doch auch bitte mal an die Folgeschäden für so ein Tier, was unter Umständen einen total unproportionierten Körperbau hat? Zu schwerer Kopf, damit kopflastig und eventuell noch überbaut. Da freut sich die Vorderhand und Athrose o.a. ist vorprogrammiert.

    Klar kann man nie sagen, wie das Fohlen später gebaut sein wird. Aber muss ich das Gesundheitsrisiko für die Stute und auch mögliche Gesundheitsschäden für das Fohlen absichtlich in die Höhe treiben, weil man, ich schätze mal aus Unwissen, so unüberlegt handelt?

    @daggi: klar in diesem Fall ist daran nichts mehr zu ändern.
    Und wer darf es unverschuldet ausbaden? Die Pferde! Und das ist es, was mich so ärgert!
    „Richtig Reiten reicht“(Paul Stecken)

  24. #24
    aufTrab Mitglied
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    AW: Mein erstes Fohlen

    dass es zu Problemen bei der Geburt kommen kann, nicht größer ist, als wenn ich überlegt züchte. z.B. ob der Geburtsgang für das Fohlen aus dieser Anpaarung überhaupt groß genug ist?
    Das gleiche gilt für die Warmblutzucht. Für meine 1,60m große Stute würde ich jetzt auch keinen 1,80m Hengst her nehmen.
    Das ist erfahrungsgemäß überhaupt kein Problem. In den meisten Zuchtverbänden gibt es "Kleines deutsches Reitpferd", "Spezialreitpferd" oder ähnliche Zuchtabteilungen. Dabei handelt es sich um Pony/Großpferd-Kreuzungen, die zwischen 1,50 und 1,60 werden sollen.
    Bekannte von mir züchten diese Pferde im Hannoveranerverband mit einer Ponystute und Warmbluthengsten.

    Bei einer 1,60m Stute und einem 1,80m Hengst siehst du auch nur den Phänotyp, also die äußere Erscheinung des Pferdes. Bei der Vererbung mischen aber mindestens 7 Generationen Erbgut mit. Ist deine Stute aus einer Linie, die durchgängig im 1,60m Mass vererbt, dass wird es schwer daraus ein Pferd mit mehr Endmass zu züchten. Egal wie groß der Hengst ist.

    Außerdem habe ich bei dieser Anpaarung starke Bedenken was das Exterieur des späteren Fohlens angeht. Denkt doch auch bitte mal an die Folgeschäden für so ein Tier, was unter Umständen einen total unproportionierten Körperbau hat? Zu schwerer Kopf, damit kopflastig und eventuell noch überbaut. Da freut sich die Vorderhand und Athrose o.a. ist vorprogrammiert
    Diese Bedenken teile ich allerdings !

    Und wer darf es unverschuldet ausbaden? Die Pferde! Und das ist es, was mich so ärgert!
    Verständlich. Über den Sinn von Zucht und Vermehrung kann man sich sehr gut aufregen. Glücklicherweise bekommt ein Pferd immer nur ein Fohlen pro Jahr. Hast du eine Ahnung was in der Hundeszene abgeht ? Ich könnte dir eine Seite empfehlen, da siehst du diesen unüberlegten Fohlennachwuchs bald deutlich entspannter.
    Ärgern hilft nicht viel, Aufklären und versuchen Verständnis und Wissen aufzubauen ist eine Chance. Auch hier in diesem Fall.

    Das Fohlen wächst nun einmal in dieser Stute und ich hoffe und wünsche mir, dass es den bestmöglichen Start bekommt. Es kann nämlich nichts für die Unüberlegtheit seiner Besitzerin, die hier vielleicht für später etwas lernen kann.

  25. #25
    aufTrab Stammgast Avatar von Schnucki
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    AW: Mein erstes Fohlen

    Also ich würde die Anpaarung Hafi-Wamblutmix und Friese in Bezug auf die Größe nicht so kritisch sehen, ich weiß nicht wie groß die Stute ist aber ein Hafi-Warmblut ist nicht unbedingt ein Pony und ein Friese ist auch kein Riese, die seltenen Exemplare die auf über 1,70 kommen mal ausgenommen bewegt sich der Friese zwischen um die 1,65 was für einen vieleicht 1,50 großén Mix absolut kein Problem dar stellt, wie oft wariiren die Größen bei den Warmblütern denn zwischen 1,60 und 1,80, das geht auch problemlos und wird oft praktiziert um Größe zu optimieren, bei solchen Anpaarungen braucht man sich über Größe noch keine Sorgen machen.

    Kritischer wird es bei den Verrückten die eine 1,20 Ponystute von einem einem 1,60 er decken lassen wobei da Mutter Natur schon auch dafür sorgt das das Fohlen entweder passend klein bleibt oder sie es dann leider verfrüht raus schmeißt was weniger schön ist. Ich hab eine 1,15 große Dülmener Stute die der Vorbesitzer von einem Araber hat decken lassen und das zwei mal, das Ergebnis waren recht kleine für die Stute passende Fohlen die sich im Laufe der Zeit bis auf 1,30 hoch gewachsen haben also Fälle wo die Stute dabei drauf geht sind wohl auch äußerst selten und dann auch wirklich nur bei so ganz krassen Größenunterschieden.

    Wenn man das Fohlen auch wirklich sicher behalten will sehe ich auch kein Problem einen Mix zu ziehen denn die sind hinsichtilich der Robustheit, Härte und Belastbarkeit den Rassetieren oft auch einiges voraus und Hafi und Friese sind eigentlich ein Schlag unter den Arten daher sehe ich diese Mixtur auch nicht so kritisch. Da waren die Mischungen wie z. B. Araber x Hafi weitaus übler weil sich da leider Temperament mit Kraft ganz dominant vererbt hat was eine nicht ungefährliche Packung ist.

    Problematischer sehe ich da wirklich eher die Geschichte das jeder leichtfertig meint mal eben so ein Fohlen gross zu ziehen was ein Traumpferd wird weils ja aus der eigenen geliebten Stute kommt aber die Enttäuschung oft sehr gross ist weil die geliebte Stute halt nicht zu ersetzen ist und da was ganz anderes raus kommt (auch oft Charakterlich) als wie man es gern gehabt hätte und der Kostenfaktor dabei auch noch oft überschätzt wird denn die Zeit bis man es reiten kann ist lang (ganz zu schweigen was die Ausbildung dann womöglich noch kostet denn da vertun sich auch viele die es selber versuchen und das dann in die Hose geht) und in der Zwischenzeit kann viel passieren was ernorme Mengen Geld verschlingen kann. Aufzucht ist nicht billig wie viele vieleicht meinen (es sei denn ich hab nen eigenen Hof oder so) und dann wird das Fohlen aus Entäuschung oder finanziellen Gründen auf den Markt geworfen weil das alles nicht so hin haut (und es womöglich dummerweise auch mal 2000,- Euro Tierarzt gekostet hat) und daher ist unser Markt kaputt und überlaufen von diesen Produkten weil die Leute nicht realistisch überlegen und die Entscheidung es weg zu geben ist dann schnell gefallen weil die Leute sich übernommen haben, das will immer gut überlegt sein. Der Erfahrung nach behalten noch nicht mal 10 % ihr Fohlen wirklich.

  26. #26
    Moderator Avatar von urmeli
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    AW: Mein erstes Fohlen

    Ich hätte mal eine ganz andere Frage:

    Wann ist das beste Alter einer Stute um zum ersten Mal tragend zu werden?
    Was ich gelesen oder gehört habe spätestens mit ca. 8-10 Jahren?
    Die Stute ist ja schon 15...könnte das Probleme machen?

    Egal wie die Konstellation jetzt nun mal ist,
    ich wünsche der Stute und dem Fohlen alles Gute.
    Ein Baum der stürzt ist lauter, als ein ganzer Wald der wächst

  27. #27
    aufTrab Stammgast Avatar von Schnucki
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    AW: Mein erstes Fohlen

    Glaub ich nicht, meine war 16 als sie ihr erstes bekam und hat bis 22 alle zwei Jahre eins gehabt, war alles problemlos, für manche ist im Alter eher das Aufnehmen das Problem, natürlich sollte die Stute gesund und fit sein. Viele Stuten gehen ja erst nach sportlicher Karriere auch erst in die Zucht und haben die 10 Jahre meist schon dicke dabei überschritten.

  28. #28
    aufTrab Mitglied
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    AW: Mein erstes Fohlen

    ähm ich glaube das man kein 1,80 Pferd über eine 1,40 Stute lassen sollte ist doch jedem klar, aber ein Haflinger-Warmblutmix ist schätzungsweise 1,55 m groß ein Friese zwischen 1,60 und 1,65 und das dürfte ja wirklich kein Problem sein.

    Mit dem Körperbau hab ich bei der Mischung auch nicht so das Problem, aber wie gesagt das ist nur meine Meinung. Aber ich glaube immernoch das daraus ein nettes Freizeitpferd werden kann.

    Wobei für meinen Friesen nur ein Friese in Frage käme und ich da nichts reinmischen würde aber ich denke sie hat sich sicher auch ihre Gedanken darüber gemacht, was für ein Pferd für welche Zwecke sie mal haben will und folgedessen sollte man das mal Außer Acht lassen.

  29. #29
    Phew
    Gast

    AW: Mein erstes Fohlen

    Es wird ja scheinbar davon ausgegangen, dass sie das Fohlen auf jeden Fall behalten will - was ist aber, wenn sie sich in ein, zwei, drei Jahren kein Pferd mehr leisten kann?!

    Ich kenne niemanden, der sich einen Hafi/WB x Friesen-Mix in den Stall stellen würde, wohlmöglich nicht eingeritten und auf Grund von Exterieurmangel vielleicht auch niemals reitbar.
    Und ein dreijähriges Pferd kann ich nicht nur auf die Wiese stellen, als Beistellpferd o.ä.
    Meine Kleine hat nur rumgestanden, bevor sie zu uns kam und sie ist wohl gemerkt erst zwei Jahre alt, aber die springt mir immer schon fast ins Halfter rein, weil sie arbeiten will. Und sie lernt in einem rasenden Tempo, das man eher aufpassen muss, nicht zu viel zu machen anstatt zu wenig. Das mag auch noch von Pferd zu Pferd unterschiedlich sein, aber trotzdem.

    Und wenn síe es behält:
    Wer bildet das Pferd später aus? Soll es wirklich nur freizeitmäßig gehen? Wer reitet gegen eventuelle Exterieurmängel an - Schiefe etc?
    Kann sie so gut reiten, um den Pferd ein "vernünftiges" Leben zu ermöglichen oder müsste ein Bereiter kommen? Ist es ihr das wert?
    Was ist, wenn das Pferd schon früh an Athrose oder so erkrankt?
    Über sowas sollte man sich echt vorher Gedanken machen


    Klar hätte ich auch gerne ein Fohlen aus Cora aber mir fehlen u.a. Zeit, Geld, ein passender Hengst und dann ist es auch so, das ein Fohlen es mir nicht wert ist, dafür meine Stute einem Risiko auszusetzen.
    Aber ich kann immer noch die Zeit genießen die wir hatten, haben und haben werden. Und um mich daran zu erinnern, brauche ich kein Fohlen.

  30. #30
    aufTrab Mitglied
    Registriert seit
    21.03.2010
    Beiträge
    53

    AW: Mein erstes Fohlen

    @Phew: das Leben ist insgesamt schon ganz schön gefährlich !

    Eine Garantie für ein lebenslang gesundes Pferd bekommst du nirgens. Es kann immer etwas passieren. Wenn deine Stute eines morgens blöd aufsteht und sich dabei selber auf die Füße latscht hast du mit Pech von jetzt auf gleich ein dauerhaft unreitbar krankes Pferd.

    Oder du kaufst heute ein Pferd mit einem Einser-TÜV und der steht morgen mit Kolik im Stall und überlebt das nicht.

    Du kannst auch einen ganz tollen Job haben und viel Geld verdienen und dann geht dein Arbeitgeber pleite oder du wirst unerwartet schwer krank. Wie ist es dann finanziell ?

    Ich will hier nicht den Teufel an die Wand malen und natürlich macht es Sinn alles vorher gut zu durchdenken und verantwortungsbewußt zu handeln, aber wenn man nicht einigermaßen positiv denkt, dann macht das Leben auch keinen Spaß.

    Auch bei noch so durchdachten züchterischen Anpaarungen gibt es immer wieder Ausfälle.
    Und ehrlich: die meisten Zuchtverbände haben sich nicht unbedingt Robustheit und Langlebigkeit ihrer Zuchtprodukte auf die Fahnen geschrieben. Da sind diese "korrekten" Pferde mit so einem Bewegungspotential ausgestattet, dass die große Mechanik auch schnell zu Schäden führt.
    Da steckt manches robuste "verbaute" Freizeitpferd oft genug deutlich mehr weg ohne je krank zu sein. Und bloß weil es ein Mix ist muß es nicht zwangsläufig als anfälliges verbautes Modell zur Welt kommen.
    Trotzdem ist das auch für mich natürlich kein Freibrief auf Zuchtselektion zu verzichten. Und so ein Mix, wie er hier gerade entsteht, wäre mir persönlich zu unkalkulierbar. Aufgrund der sehr verschiedenen Genetik ist das wie ein Griff in die Wundertüte .

    Nur über eins muß man sich im Klaren:
    Ein Fohlen aus der eigenen Stute ist fast immer viel teurer (auch wenn man wenig oder gar kein Deckgeld zahlt) als ein gekauftes Pferd, es dauert viel länger bis es groß ist und man weiß vorher nicht was man bekommt.

    Dafür macht es viel mehr Spaß !!!

    Was den Verkauf betrifft : Der Markt ist mit Pferden mehr als übersättigt. Auch renomierte Züchter haben Probleme zu verkaufen und zumindest kostendeckend zu verkaufen. Als Hobbyzüchter verabschiedet man sich besser gleich von dem Geld, das man in das selbstgezogene Pferd steckt. Man sieht davon sowieso nichts wieder.
    Pferde sind ein teures Hobby.

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