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  1. #1
    aufTrab Neuling
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    1

    Eine ganz "besondere" Art Pferde zu halten

    Ich hoffe ich bin in diesem Unterforum richtig!

    Kurz die Geschichte:
    Eine Familie hier in meiner Gegend, hat seit Jahren ein Tierhalteverbot, Vater, Mutter und Sohn.
    Ihnen konnte in der Vergangenheit massive Verstöße gegen die artgerechte Tierhaltung und massivste Verstöße gegen das Tierschutzgesetz nachgesagt und bewiesen werden. Sie wurden rechtmäßig verurteilt!
    Ihnen ist klargemacht worden, dass sie Tiere sammeln und dieses Verhalten, mit Tierliebe absolut nichts mehr zu tun hat.
    Irgendwie schaffen es aber diese Menschen, immer wieder Weiden zu finden, durch Umzüge auch an Stallungen zu kommen.
    Und so dauert es nur kurze Zeit, bis man sich wieder Tiere zusammensammelt.
    Am Dienstag wurden wir durch besorgte Anwohner auf eine mieserabele Pferdehaltung (28 Tiere) aufmerksam gemacht.
    Das zuständige Veterinäramt wurde ebenfalls informiert, was sich aber mal wieder als ein zäh kriechender Ablauf entwickelt.
    Einer unserer Amtsvets hat Urlaub, eh nicht sonderlich an schwierigen Aufgaben interessiert und die doch noch sehr unerfahrene neue Amtsvet. ist wohl doch schon im Osterfieber.
    ich stell euch mal die Kopie des Protokolls unserer Kontrolle vom Dienstag 18.03.08 hier ins Forum, so könnt ihr lesen, was wir da vorfunden.
    Bilder haben wir auch gemacht, die werde ich einstellen.
    Die Tiere müssen da weg, es ist eine Schande.
    Ich hoffe auf eure Hilfe!
    Liebe Grüße, Sarotti


    Kontrolle einer Haltung von 28 Pferden in der Nähe von Weddel

    Auf einer ca. 0,5 ha großen , sogenannten Winterweide/ Ganzjahresweide werden 28 Pferde und ca . 10 Rinder gehalten.

    Aufgrund der langen Nutzung dieser Weide hat sich diese inzwischen in einen großflächigen Sumpf verwandelt.
    An vielen Stellen haben sich tiefe große Pfützen gebildet, in denen das Wasser steht.
    Inmitten der Weide befindet sich eine Art Teich aus dem sich jetzt, bedingt durch die enormen Regenmengen, ein schnell fließendes Bächlein bildete , der quer über den gesamten Futterplatz o.ä. den eh schon sehr weichen Bodengrund aufgespült hat.
    In diesem Spülgrund befinden sich sehr viele lose Steine , welche die Pferde zu Sturze bringen. Ein Pferd ist am Montag aufgrund dessen schwer gestürzt, lag eine Weile in dem Teich.
    Die Pferde bewegen sich auf einem völlig verkoteten, verschlammten und sehr wässrigen Boden.
    Man konnte beobachten, dass die Tiere nur sehr vorsichtig und langsam gehen konnten, arttypische Bewegungen oder gar schnelles Laufen war nicht möglich, ohne das die Pferde gestürzt wären.
    Mit einer Winter- oder gar Ganzjahresweide hat dieser „Acker“ nichts gemeinsam.
    Der Boden ist so aufgeweicht, dass die Grasnarbe völlig zerstört ist und sich auch so nicht mehr regenerieren wird.
    Das Futter auf der Weide ist völlig erschöpft und Wechselflächen stehen nicht zur Verfügung.
    Diese „Weide“ ist mit Stacheldraht umzäunt!!! Eine enorme Verletzungsgefahr!! Einige Zaunpfähle sind schon so morsch und niedergedrückt, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, dass die Tiere dort ausbrechen können.

    Eine artgerechte und haltungsbedingte Zufütterung in Form von Heu, Stroh und Kraftfutter findet nicht statt. Es lagen Rollballen Heu außerhalb der Weide auf Ackerboden, im Weidebereich lag altes muffiges Stroh auf denen die Rinder lagen und welches auch schon stark mit Kot beschmutzt war.
    Tränken oder ähnliches konnte man nicht sehen, die Tiere trinken aus den Pfützen ( Urin, Kot)
    Einen Unterstand haben die Tiere nicht!
    Ist auch nicht zwingend notwendig, bei Robustpferden wenn sie denn ausreichend und so wie sie es benötigen gefüttert würden.
    Alle Pferde sind verwurmt, haben dicke aufgetrommelte Bäuche.
    Aufgrund des permanenten Nährstoffmangels zeigen sich bei fast allen Pferden erhebliche Mangelerscheinungen. Das Fell ist nass, aufgeweicht und trocknet nicht. Die Pferde frieren, haben stets nasse, verschlammte Beine und Hufe. Die Shettys stehen bis zum Bauch im Nassen.
    Einige Pferde sind abgemagert und in einem erbärmlichen Zustand, sie zeigen psychische Auffälligkeiten (Koppen, Weben)
    Mehrere Pferde haben Spat, Wunden am ganzen Körper, eitrige Augen und eitrigen Nasenausfluss, einige husten stark.
    Erschreckend war die Stille, die Lethargie in dieser doch sehr großen Herde.
    Heute wurden vom Besitzer, 4 ernsthaft erkrankte Pferde von der Weide geholt.
    Aber auch nur auf Druck besorgter Anwohner und Erscheinen eines Amtsveterinärs.

  2. #2
    aufTrab Neuling
    Registriert seit
    01.04.2008
    Beiträge
    3

    AW: Eine ganz "besondere" Art Pferde zu halten

    Hallo,hat sich denn da etwas ergeben?Wenn nicht schick mir doch bitte mal Deine Telefonnummer-ich rufe Dich dann an.

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