Es ändert aber nichts an meiner Meinung, dass man sich mit seinem Fohlen beschäftigen sollte. Klar geht das nicht immer schief oder ist nachteilig für den Besitzer, wenn man es nicht tut - das behaupte ich ja auch nicht. Meine Meinung ist trotzdem, dass es einfacher für das
Pferd ist, wenn man ihm vorab schon hie und da den positiven Kontakt mit Menschen und die dazu gehörige Umwelt näher gebracht hat.
Was um alles in der Welt spricht dagegen ein Fohlen von der Koppel zu holen, auf dem es ca. 23,5 Std. am Tag steht, bzw. wenn man das nicht möchte, dann geht man eben selbst auf diese Koppel. Die Erziehung und der Umgang miteinander fängt nämlich schon von klein an.
Glaubt ihr wirklich, dass die halbe Stunde Beschäftigung und eventuelle Trennung von den anderen verhindert, dass ein Fohlen auf seine Artgenossen geprägt ist? Oder Kind sein darf?
Sich mit dem Tier zu beschäftigen ist eine Bereicherung zur Herdenhaltung, die ich übrigens für unabdingbar halte.
Man sollte nicht in "entweder-oder" Proportionen denken.

Wenn man ein Fohlen besitzt, dann hat man die Pflicht - wie ich finde - sich mit ihm zu beschäftigen und nicht erst dann, wenn man "auch etwas davon hat", weil man reiten kann. Man hat aber auch die Pflicht es altersgemäß zu tun und darf die Kleinen nicht wie kleine Große behandeln.
Der Protest vom Baby fängt da an, wo die Überforderung einsetzt und ein protestierendes Fohlen, wird entweder ein gebrochenes Pferd oder ein protestierendes Pferd - und das kann natürlich nicht Sinn der Sache sein.