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Thema: Anreiten

  1. #1
    aufTrab Mitglied Avatar von Ilo70
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    Anreiten

    Hi Ihr Lieben,

    ich wollte mal in die Runde fragen, wer von euch sein Pferd selbst angeritten hat und wie er/sie das gemacht hat?

    Oder

    Wer hat sein Pferd zum Beritt weggeben oder sich ein Bereiter geholt und wie hat der es gemacht?

    Liebe Grüße

    Ilo
    O, daß ihr Menschen doch wenigsens als Tiere vollkommen wäret; aber zum Tiere gehört Unschuld.
    Friedrich Wilhelm Nietzsche, (1844 - 1900)

  2. #2
    aufTrab Mitglied Avatar von tschulia
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    AW: Anreiten

    ich hab bis jetzt 2 pferde angritten, einmal meinen eigenen und einmal eine stute von meinem onkel.

    beide waren total brav!

    meinen eigenen hab ich 3,5-jährig gekauft, dann gleich mit dem longieren angefangen. nach ca. 1 Woche longieren hab ich mich raufgesetzt. bin schon 2 mal abgefallen (hab mich am anfang nur über den sattel gelegt) aber sonst war alles super. nach wieder 1 Woche bin ich ohne longierleine geritten.

    die stute von meinem onkel war schon bisschen problematischer...
    die hat das "longieren" überhaupt nicht kapiert.. nach ca. 2,5 wochen hab ich mich aber auch da raufgesessen, ohne runterfallen!

    die hat sich am anfang massiv gegen den zügel und schenkel gewehrt, aber mit der zeit wurde es immer besser...

    ich würde meine pferde nicht zum anreiten in beritt geben, weil ich einfach will, dass das ganze ruhig geschieht, ohne, dass das pferd angst hat...

  3. #3
    aufTrab Professor Avatar von Lore
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    1.222

    AW: Anreiten

    Ich hab' mein Pferd auch selber angeritten und ausgebildet. Sie war damals bereits sieben, aber noch fast roh, war lediglich ein- und zweispännig gefahren. Die einfachsten Begriffe der Erziehung waren ihr fremd, aber sie war nie "böse" und immer lernwillig.
    Ich habe sie nicht in Beritt gegeben, hatte aber sehr viel Unterricht. Ich hatte selbst kaum Erfahrung, hatte aber auch ein unverschämtes Glück mit meinem braven Pferd. Grundsätzlich bin ich beim Reiten extrem geduldig und lasse mir alle Zeit der Welt. Mein Pferd macht im angemessenen Rahmen bis heute ihre Fortschritte. Dass mein Weg nicht der schlechteste ist, zeigt mir das positive Feedback, das ich von anderen Reitern bekomme, die meine Stute mal reiten.
    Das Springen habe ich mir anfangs nicht zugetraut, da hatte ich dann Unterstützung von einer erfahreneren Stallkollegin.

    Falls ich noch einmal in die Situation käme, mir ein Pferd zu kaufen, würde ich ein zumindest angerittenes haben wollen (GGA auf beiden Händen einigermaßen sicher), das ich dann selbst weiter ausbilde.
    Jedenfalls ist es besser, ein eckiges Etwas zu sein als ein rundes Nichts.
    (Friedrich Hebbel)

  4. #4
    aufTrab Mitglied
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    69

    AW: Anreiten

    Ich habe meine Stute selber umgeschult!
    Ist ja ein Traberchen und kannte bis dato nur Geländebummeln, also geraudeaus im Schritt, Trab und Galopp allerdings noch keine festen dazugehörigen Hilfen

    Ein komplett rohes Pferd anreiten würde ich mir allerdings mit viel Zeit und vorallem viel Geduld auch zutrauen

    LG
    Jessi

  5. #5
    aufTrab Mitglied
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    116

    AW: Anreiten

    In meiner Jugend (oh wie lange ist es her) hab ich sehr viele Pferde angeritten und unteschiedlich lange unter dem Sattel gehabt.
    Manche davon nur 10 bis 20 mal reiten, dann wurden Sie wieder vom Besitzer geholt.
    Manche haben meiner Reitlehrerin gehört die hatte man dann 1-2 Jahre. Das hing davon ab, ob sie weiterverkauft werden konnten.
    Manche blieben auch ne Weile zum Beritt. Es war ne schöne Zeit,
    Ich hatte ne sehr strenge und *alte* Reitlehrerin. Eine vom *alten* Schlag und es hat mir gut getan.
    Mein erstes eigenes Pferd hatte ich dann erst mit 28. Den hab ich mit 1.5 jahren gekauft. Auf die Fohlenweide gestellt.
    Selber angeritten und gefördert bis hin zu *anfang M*
    Er ging leider immer wieder lahm und als ich ihn dann habe mal grundlegend checken lassen, hat sich herausgestellt, dass eine Sehnen Bänder und Knochen nicht gut genug sind für den " grösseren " Sport. Er sollte 5 jährige eingeschläftert werden. Nach 1 Jahr Koppel wurde er aber von mir wieder schonen aufgebaut und er lebt heute noch.
    Heute ist er mein zuverlässigstes und sicherstes Therapiepferd (wird dieses Jahr 20) ist leicht zu reiten, freundlich und ausgeglichen.
    Er war übrigens bis 16 jährig Hengst. Die Qualität des Bewegungapparates wird angelegt im ersten Lebensjahr und da hat mein Pferd leider zu wenig Luft, Licht und Bewegung abbekommen. ich dachte das holt er auch aber es wurde mir versichert, was da nicht gewesen ist, lässt sich nicht mehr aufholen. Schade aber es hat so kommen sollen.
    Im Moment bin ich zu schwer für ein junges Pferd daher werden meine selber gezogenen Pferde unter meiner Anleitung angeritten.
    Nur ein einziges der vielen Pferde auf denen ich der erste sein durfte der sie reitet hat wirklich gebockt.
    Ich denke eine gute Vorbereitung ist hier das A und O.
    Jolly
    Streite dich nie mit Vollidioten, denn sie ziehen dich auf ihr Niveau runter und dort schlagen sie dich durch Erfahrung!

  6. #6
    HJ
    Gast

    AW: Anreiten

    Hi!

    Also, ich werd meine ab Ostern auch selber anreiten... Habe sie Anfang Dezember mit 3 Jahren und 3 Monaten und komplett roh bekommen, sie stand 3 Jahre auf der Weide und hatte somit nur eine kleine Grunderziehung durch die Herde... Der Vorbesitzer hat sie nur in der Halle herumgescheucht und 3x longiert (damit er sagen kann, dass sie anlongiert ist) und den Satel hat er auch einmal drauf gehabt...

    Ich hab sie jetzt über 3 Monate und wir haben schon sooooo viel erreicht, bin total stolz auf sie und ich hab da keine Bedenken mit dem Anreiten, sofern das Wetter jetzt endlich mal besser wird (wir haben keine Halle)

    Ich hab Hilfe von meiner Stallbesi und falls es doch erhebliche Probleme geben sollte, weiß wo ich zusammen mit meinem Pferd hingehen kann... Denn ich will mein Pferd nicht weggeben und nach 3 Monaten "fertig" holen, sondern ich will dabei sein und wissen wie und was man mit ihr anstellt

    Ich werd hier im Forum noch berichten!

    Gruß
    Jessi

  7. #7
    aufTrab Experte Avatar von nanja
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    AW: Anreiten

    Also ich habe den Mittelweg gewählt.
    Cash war mir zu unsicher, um das bei uns auf dem Platz selber zu machen.
    Noch dazu ist er mein erster Eigener Junger und hoffentlich auch der letzte.
    So hab ich ihn beim Verkäufer gelassen und der Junior hat ihn mit viel Geduld und Zeit (4 Wochen) erstmal an Longe und Sattel gewöhnt.
    Tatsächlich draufgesessen hat er wenns hoch kommt 10 mal.
    Aber auf dem grossen umzäunten Platz war mir das einfach lieber und ich wollte auch gerne das es jemand macht der unkontrollierte Hüpfer Stolperer und Schritte sicher und ohne "Wohnungsnot" ab kann.
    Stefan hat das suuper gemacht, der Mann klebt am Sattel und hat da echt die Ruhe weg. Das wäre mir nach 4 Monaten ohne Pferdekontakt eher schwer gefallen.
    Das ausbilden mache ich aber seitdem selber, und klappt auch soweit ganz gut. Natürlich mit Bodenpersonal das hilft!
    Aber ich habe sehr eigene Ansprüche an mein Pferd da will ich ihn nicht weggeben, dann würde mir auch die Bindung fehlen.
    Er ist sehr auf mich fixiert aber das ist mir auch sehr lieb.
    Ich hab lieber einen der auf mich mit aufpasst,
    als einen dem alles gleich ist.
    Stellenweise ists schon nicht einfach dadurch, aber gerade beim Reiten machts mir vieles leichter.

    Die Entscheidung ihn da zu lassen war für mich aber von anfang an klar.
    Ich kenne den Ausbilder ders gemacht hat und weiß das sie zu zweit und seeehr ruhig und verständnisvoll mit dem Spielkopp umgehen.
    Das ist mir neben den optimalen Anlageverhältnissen ( Halle, riesengroßer Aussenplatz, viel Weide und direkt im Naturschutzgebiet also direkter Geländezugang) sehr wichtig. So ist mein kleiner sehr früh mit begleitung im Wald gewesen und auch alleine auf den Feldwegen um den Hof.
    Dadurch hat er sehr viel Spass dadran und konnt früh nur geradeauslaufen..
    ( ich hab zum Beispiel auch unterricht bei dem Bereiter gehabt, aber nie in der Halle sondern immer draussen, damit ich nicht an dem kleinen rumziehen brauch) Was für seine Gelenke sicher nicht verkehrt war.
    Dass mir mein Pferd das Liebste sei, sagst du oh Mensch sei Sünde,
    mein Pferd ist mir im Sturme treu, der Mensch nicht mal im Winde !


    Kritik zur Kenntnis genommen - Ignoriervorgang eingeleitet

  8. #8
    aufTrab Mitglied Avatar von Ilo70
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    AW: Anreiten

    Find ich klasse, dass ihr das alle mehr oder weniger selbst gemacht habt.
    Ich habs auch selbst gemacht. Nach wochenlanger Longierei und Bodenarbeit.
    Ich bin lange raus aus der Reiterei gewesen, deshalb war mir schon mulmig.
    Aber er hat sich super gut entwickelt.

    Momentan nehme ich Reitstunden 2x die Woche bei unserer Reitlehrerin, ohne Sie reite ich ihn nicht. Wir haben versucht, ob er sie rauf lässt aber das tut er nicht. Er mutiert zu einem Monster, wenn jemand anderer dem Sattel zu nahe kommt. Also muss ich das selber hinbekommen. Wobei ich aus jetztiger Sicht sagen muss, es klappt gut, weil ich Hilfe habe.
    Ich wäre froh, wenn es jemand übernehmen könnte - in Anwesenheit von mir.
    Denn ich bin doch an der ein oder anderen Stelle unsicher ob ich das alles so umsetzten kann wie das eigentlich sein müsste, auch wenn ich das ständig bestätigt bekomme.
    Und unsere liebe Anette hat alle Hände voll zu tun einen Reiter, der zwar reiten kann aber lange raus war auf einem rohen Pferd zu unterrichten. Harter Job - für uns alle. Zumal ich mit Sidepull reite und zwar immer. Er nimmt kein Gebiss - hatte früher mal einen heftigen Kieferbruch, der nicht "repariert" worden ist und auch nicht behandelt wurde, insofern ist das alles etwas schief. Man sieht es aber nur, wenn er das Maul aufmacht.
    Alles kein leichter Job mit uns aber er macht sich klasse und möchte auch arbeiten. Nur eben nicht mit anderen Menschen, was ich momentan super schei*** finde.

    Ich würde mein Pferd, wenn ich es wieder mit einem rohen Tier zu tun hätte einen Bereiter holen oder mit in den Beritt gehen und alles beobachten (vielleicht auch weil ich momentan etwas müde bin). Ich weiß nämlich auch, dass es da echte Hirnies gibt unter den Bereitern zumindest wenn sie auf Schwierigkeiten stoßen.

    Liebe Grüße

    Ilo
    O, daß ihr Menschen doch wenigsens als Tiere vollkommen wäret; aber zum Tiere gehört Unschuld.
    Friedrich Wilhelm Nietzsche, (1844 - 1900)

  9. #9
    aufTrab Stammgast Avatar von franzl
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    AW: Anreiten

    Ich habe früher mal den Nachwuchs im alten Stall mit eingeritten, einfach, weil wir Mädels (waren zu zweit) leichter waren als der Stallbesi. Wir sind nach dem Anlongieren immer als erstes rauf. Eigentlich war immer alles gut, bis auf eine Stute, die sich als Steiger entpuppte.

    Meine eigenen habe ich beide 5 jährig gekauft. Der erste war da schon platt (L Springen ausgesiegt, er ist auf keinen Platz mehr gegangen, auf dem Hindernisse standen...) konnte aber kaum ausbalanciert geradeaus laufen. War aber total gemütlich und Geländesicher.
    Den Zweiten habe ich direkt vom Züchter, deren Frau ihn 4 jährig auch angeritten hat. Er kannt alle Grundlagen, war viel im Gelände und kannte Sprünge. Für einen ganz Jungen hätte ich einfach die Zeit nicht gehabt und zutrauen auch nicht unbedingt. Mir war beim Pferdekauf klar, dass die Chemie unter dem Sattel schon stimmen muss. Auf einem schwankenden dreijährigen habe ich mich einfach nicht mehr wohl gefühlt...

    Ach ja, ich hatte immer einen RL/RLin an meiner Seite. Opa ist bis L Dressur mit M Lektionen gekommen, der Lütte war so A fertig und steckt jetzt - bedingt durch Krankheits- und Verletzungspausen - wieder in der Aufbauphase.
    Geändert von franzl (12.03.2009 um 14:25 Uhr)
    Grüße von Nic

  10. #10
    aufTrab Mitglied Avatar von dustywoman88
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    AW: Anreiten

    wir ham unsre beiden damals auch selbst angeritten. Longiert bis sie da sicher waren und zwischdrinn schon immer mal de satteldecke beim putzen oder so drüber gelegt. später dann auch uns mal auf den rücken kurz gelegt und langsam immer länger. dann das selbe mit dem sattel. immer mal wieder drauf, später dann den gurt angemacht-ert locker und später immer mehr angezogen und an die longe. als sie mit sattel soweit waren wieder den reiter im liegen auf den rücken- später dann im sitzen an der longe. und langsam immer länger und schnellere gangarten. nach ner weile kamen dann die steigbügel dazu und später die zügel. da haben wir immer parallel die zügelhilfe gegeben , wenn sie wohin gelaufen sind. ( jemandem hinterher der leckerlie hatte.) irgendwann dann alleine immer mehr gemacht.
    hat alles supi geklappt. dauerte zwar seine zeit aber wir hatten nie probleme mit buckeln oder ähnlichem.

    "Pferde brauchen Geduld. Wenn man sich benimmt, als hätte man nur 15 Minuten Zeit, dann braucht man einen Tag. Benimmt man sich aber, als hätte man einen ganzen Tag Zeit, dann braucht man nur 15 Minuten."
    (monty Roberts)

  11. #11
    Moderator Avatar von iesca
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    1.075

    AW: Anreiten

    Ich werde Bohème voraussichtlich Ende April auch selber anreiten. Mir ist einfach nicht wohl dabei, sie in Beritt zu geben.
    Draufgesessen habe ich im Herbst bereits vier Mal. Ich habe mich ein paar Mal drüber gelegt und beim dritten Mal dann hingesetzt. Das war eigentlich nicht so geplant, aber es hat in dem Moment einfach gestimmt. Das erste Mal habe ich mich auf dem Platz führen lassen, dann gab es noch einen winzigen Ausflug ins Gelände, auch geführt und zwei Mal habe ich sie so im Schritt auf dem Platz ein wenig geritten.
    Bohème war die ganze Zeit ganz brav, hat keinen falschen Schritt gemacht, ist nicht unruhig geworden, sondern hat sich zum Teil mehr für die Leckerli interessiert, die es gab, als für das, was ich auf ihrem Rücken gemacht habe.
    'Geritten' habe ich sie damals mit Kappzaum und Schabracke. Das Gebiss kennt sie noch nicht und den Sattel muss ich noch anpassen lassen.
    Erwartest du Berge, dann sind es nur Maulwurfshügel

    Besucht mich doch mal auf meiner HP: http://auftrab.com/members/kayuko und hinterlasst einen Gruss im Gästebuch.

  12. #12
    aufTrab Mitglied Avatar von Ilo70
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    AW: Anreiten

    Ich hab gerade festgestellt, dass einige darauf Wert legen, dass sich das Pferd ans Gewicht gewöhnt, die anderen legen sehr viel Wert darauf, dass es sich an die Gegenstände gewöhnt. Interessant!

    O, daß ihr Menschen doch wenigsens als Tiere vollkommen wäret; aber zum Tiere gehört Unschuld.
    Friedrich Wilhelm Nietzsche, (1844 - 1900)

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