Das große Portrait über
„Halla“
Kurz & Knapp:
Quelle: www.hgwinkler.de
Name: Halla Geboren: 1945 Gestorben: 1979 Geschlecht: Stute Rasse: Hesse Farbe: Braun
Reiter: Hans-Günter Winkler Züchter: Gustav Vierling
„Durch die Straße, die sie in Warendorf nach ihr benannt haben, sind wir zwar nicht gelaufen, hatten dafür aber das Vergnügen die lebensgroße Bronze-Statue vor dem DOKR zu bewundern, die an Halla erinnern soll.“
(aufTrab-Team)
Stammbaum:
Halla Oberst Palmetto Watts Odelis Helene5 -unbekannt- -unbekannt-
Wissenswertes:
Geboren wurde Halla am 16. Mai 1945 in Darmstadt als Rennpferd. Ihre Siege errang sie jedoch durch ihr großes Springvermögen!
Anfangs versuchte man diese beiden Eigenschaften zu
kombinieren und setzte sie in der Military ein. Die Stute wurde jedoch schnell in die Kategorie „schwierig“ eingestuft und wechselte sehr häufig ihren Reiter. Im Jahre 1950 erzielte sie in Bad Harzburg mit Herbert Schönfeldt nur einen unbefriedigenden 12. Platz. Ein Jahr später übernahm Hans Günter
Winkler den „Dressurmuffel“!
1952 der erste Sieg – in Wiesbaden gewannen die beiden gegen internationale Konkurrenz. Keine zwei Jahre später dann die Sensation: der Weltmeisterschaftstitel!
Doch erst die Teilnahme an den Olympischen Spielen 1956 in Stockholm machte Halla zu dem Mythos der sie heute ist.
Im ersten Umlauf zog sich Hans Günter Winkler über dem dreizehnten Sprung einen Muskelriss zu. „Um nicht aus dem Sattel geworfen zu werden, presste ich blitzschnell die Knie zusammen, und in diesem Augenblick spürte ich einen wilden Schmerz in der Lendengegend, als hätte man mir einen Dolch durch den Körper gejagt.“ (Hans Günter Winkler, www.hg-winkler.de) Um den Mannschaftssieg nicht zu gefährden trat er anschließend trotz Schmerzen auch zum zweiten Umlauf an. Betäubt durch schmerzstillende Mittel hatte Hans Günter Winkler keine Einwirkung mehr auf die braune Stute. Ohne den nötigen Schenkeldruck meisterte sie den Parcours allein – sie wurde lediglich an die Hindernisse gelenkt.
Das Paar blieb als Einziges fehlerfrei und sicherte sich somit die Goldmedaille!
Auch das deutsche Springderby ging auf das Konto von Halla – sie egalisierte mit ihrem Sprung über eine Höhe von 2,20 Metern sogar den deutschen Hochsprungrekord!
Am 25. Oktober 1960 – nach ihrem Sieg im Grand Prix von Brüssel – wurde sie aus dem Sport verabschiedet, wurde noch einige Jahre in der Zucht eingesetzt und verstarb schließlich im hohen Alter von 34 Jahren.
aufTrab-Geflüster:
Einen grandiosen Auftritt legte sie im ZDF Sportstudio hin: imposant und völlig gelassen stolzierte sie über den roten Teppich in das Studio, als wäre sie im Rampenlicht zu Hause!
Zu Ehren der Stute wurde der Name „Halla“ sogar von der FN gesperrt,
d.h. dass kein Turnierpferd auf diesen Namen eingetragen werden darf!


