Eine kleine Beschreibung des Haflingers und was man sich da dann in den Stall stellt - nicht ganz so ernst zu nehmen![]()
Das Beharrungsvermögen des Bergbauern (Haflingergegner sagen: Sturheit) in Kombination mit dem "wüsten" Temperament arabischer Vorfahren, dem Appetit einer Riesenraupe und einem Einfallsreichtum, dem ein durchschnittliches menschliches Reaktionsvermögen und normale Koppelzäune zuweilen nicht gewachsen sind.
Sie brauchen nicht weit zu suchen: Hafis finden sich aus Gründen der Marktsättigung wie Sand am Meer - oder besser gesagt wie Steine im Gebirge. Doch gibt es zwei Varianten dieser Art: Durch die Einkreuzung von Arabern vor einigen Jahren wurde das Modell äußerlich eleganter, dafür kam es aber häufig zu temperamentösen Verwicklungen, die Anfängern und verschlafenen Spazierreitertypen nicht zu empfehlen sind.
Den reinblütigen Haflinger dagegen zeichnet beim gleichen Leistungswillen ein unerschütterliches Selbstbewusstsein, Mut und
Bierruhe in Krisenlagen aus.
Ein Hafi verträgt so manchen Schubs, doch knufft er kräftig zurück und sagt deutlich, wann Schluss ist. Jede Gewaltanwendung ist dann zwecklos und rächt sich! Besser, Sie bringen List und Kompetenz mit, um dem Tier etwa den Sinn einer Dressurlektion beizubringen.
Es wird haflingergemäß gedacht, Sie wollen irgendwo hin, und da will der Hafi, Sie auch gutwillig und so schnell wie möglich hintragen. Da es aber auf dem Zirkel nirgends ankommt, kann es ausgesprochen zornig werden!
Sind Sie also kein Dressur-Crack, reiten oder fahren Sie anfangs lieber zum Einkaufen oder zum nächsten Biergarten. Das sieht ein Hafi ein und merkt sich die Adressen.
Bei vierstelligen Anschaffungspreisen ist ein Haflinger kein übler
Kandidat fürs Westernreiten - selbständig Aufgaben zu erledigen, ist dem ehemaligen Landwirtschafts- und Saumpferd am angenehmsten. Im steilen, unwegsamen Gelände ist er unübertrefflich, obwohl er im öden Flachland vor Übereifer über die eigenen Hufe zu stolpern pflegt.
Überfütterung, die vom unkontrollierten Overdrive bis zur Hufrehe führen kann, stumpfe Stallhaltung und Mangel an Betätigung richten ihn schlichtweg zugrunde.
Eine erwachsene Bezugsperson - im Gegensatz zu einem Dutzend hilfloser Kinder - darf nicht fehlen. Es verdrießt den Hafi, wenn niemand täglich schimpfend hinter ihm aufräumt und ihm liebevoll, aber konsequent die Schranken weist.
Finden Sie vor dem Kauf unbedingt heraus, ob Sie beide sich mögen - es gibt Leute, die aus unerfindlichen Gründen stets und ausschließlich von Haflingern gebissen werden!
In diesem Falle sollten Sie eine Rasse wählen, der Sie nicht so auf die Nerven gehen.

Liebe Grüße 
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