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Alt 12.06.2006, 18:00   #1 (permalink)
Ladino
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Gelderländer

Wie der Name besagt, stammt der Gelderländer aus der niederländischen Provinz Geldern, zwischen den Städten Appeldoorn und Arnheim. Er ist das Ergebnis verschiedenster Blutlinien vom Araber bis zum Oldenburger. Das Zuchtziel war ein leichtes Arbeitspferd, das auf den schweren Lehmböden gut in der Landwirtschaft eingesetzt werden konnte. Die Grundlage des Gelderländers bildeten bodenständige, schwere Stuten, die mit Hengsten der verschiedensten Rassen gepaart wurden: Cleveland Bays, Roadster, Araber, Anglo-Araber, Nonius, Furiosos, Oldenburger, Orlow-Traber und einige Halbblüter. Die besten dieser Nachkommen wurden miteinander gepaart, später wurden weitere Oldenburger und Ostfriesen eingekreuzt, um den einheitlichen Typ zu festigen. Im Jahre 1900 wurde sogar ein Hackney eingesetzt, um die Ausstrahlung des Gelderländers zu optimieren. Die marktorientierten und geschickten holländischen Züchter erhielten ein Pferd mit Ausstrahlung und guter Knieaktion, das sowohl geritten als auch in der Landwirtschaft eingesetzt werden konnte. Außerdem legte man besonderen Wert darauf, ein ausgeglichenes, freundliches Pferd mit ruhigem Temperament zu züchten. Der moderne Gelderländer ist ein gutes Kutschpferd, das sich sehr klar und taktrein bewegt und erfolgreich im Fahrsport geht. Sie werden auch ab und zu als Reitpferde eingesetzt, allerdings sind sie nicht besonders schnell.

Eine Besonderheit der holländischen Züchtung ist die marktorientierte Haltung. Sie züchteten stets so, wie es die Gegebenheiten verlangten und erfüllten auch die Anforderungen der Nachbarmärkte

Das entstandene Pferd ist ein perfektes Fahrpferd mit einem sehr kräftigen Körperbau und der stolzen Haltung eines Showpferdes. Die Gänge des Gelderländers sind auf Grund seiner guten Schultern sehr frei und beweglich, sie verfügen über eine gute Aktion und weite Schritte.

Der Kopf des Gelderländers weist auf seinen Zweck hin - er ist gerade und fein, ohne besondere Schönheit, das Profil ist eher konvex, aber der Ausdruck freundlich und gutmütig. Der Hals ist der eines typischen Kutschpferdes, sehr stark und muskulös. Der Widerrist ist niedrig, ebenfalls ein Merkmal des Fahrpferdes. Die Schultern sind sehr gut und kräftig mit ausreichender Schräge, die Brust ist tief, der Korpus kompakt und muskulös. Die Hinterhand ist schön geformt und gut bemuskelt. Die Kruppe ist gerade, der Schweif hoch angesetzt, die Beine sind sehr hart und kurz. Die Bemuskelung ist optimal, die Röhrbeine sind kurz bei gutem Umfang, die Fesselstellung ist ebenfalls gut. Die Hufe sind hart und gesund, der alte Gelderland-Typ hatte einen starken Kötenbehang, heutzutage haben die Pferde fast keinen mehr.

Die dominante Farbe ist fuchsbraun, aber es gibt auch Schimmel und früher gab es sogar mal Schecken. Gelderländer haben häufig Abzeichen und können bis zu 1,62m groß werden.
__________________

Wenn wir schon nicht gewinnen, dann reiten wir wenigstens den Platz kaputt!
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