Der Haflinger stammt aus den Etschtaler Alpen in Südtirol und ist ein Gebirgspony. Seine Heimat ist das Dorf Hafling, allerdings verlor Österreich den Distrikt nach dem ersten Weltkrieg; die Zucht wurde danach im österreichischen Teil Tirols neu organisiert. Der Haflinger gilt eigentlich als Kaltblut, wurde jedoch so oft mit orientalischem Blut gekreuzt, dass man ihn heute kaum noch als solches bezeichnen kann. Es wird angenommen, dass die Vorfahren der Haflinger, die die Ostgoten in Tirol zurückgelassen hatten, schon orientalisches Blut führten.
Der Stammvater der Rasse ist der Araberhengst (s. Araber) El Bedavi, seine Blutlinie geht auf den Halbblutaraber El Bedavi XXII aus dem österreichisch-ungarischen Gestüt Radautz zurück. Diese Blutlinie wurde in der Haflingerzucht konstant fortgesetzt, deshalb ist der Haflinger von so unverwechselbarer Art.
Auch das Bergklima hat den Haflinger dazu gemacht, was er heute ist: Die Aufzucht der Jungtiere auf den Bergweiden in rauem Klima fördert die Härte des Haflingers, seine Lunge und das Herz sind durch die kalte, dünnere Luft sehr robust und kräftig. Die Tiere sind sehr trittsicher, ihre Beine und Hufe extrem belastbar. Die Rasse entwickelt sich auch bei kargem Futter hervorragend und kann auch an den steilen Hängen der Bergwelt Arbeit leisten.
Die Rasse ist gelehrig und ruhig, deshalb kann sie auf den Alpen für Pack- und Zugarbeiten genutzt werden, allerdings werden gerade die stark veredelten Haflinger heutzutage als Reitpferd verwendet. Auch im Fahrsport und zur Forst- und Waldwirtschaft werden Haflinger eingesetzt. Ihr freundliches Wesen sowie ihr Mut und ihre Härte und Stärke machen sie zum idealen Allroundpferd. Sie werden erst mit vier Jahren eingearbeitet, dafür sind sie stark und robust bis zu einem Alter von vierzig Jahren.
Der Kopf des Haflingers hat einen sehr intelligenten und wachen Ausdruck, er spiegelt sein freundliche Wesen wider und wirkt mit den großen Augen, den weiten Nüstern und den kleinen, beweglichen Ohren sehr lebendig. Der gesamte Körper des Haflingers ist sehr kräftig, der Hals relativ kurz und sehr stark. Die Pferde haben einen tiefen Rumpf, die Lenden und die schön geformte Hinterhand sind extrem stark. Der Rücken ist zwar etwas lang, aber sehr gut bemuskelt, gut geeignet für das Tragen von Lasten. Die Schulter des Haflingers ist sehr schön schräg und befähigt ihn zu seinen raumgreifenden, freien Gängen, selbst in unwegsamem Gelände. Die Beine des Gebirgspferdes sind sehr muskulös mit kurzen Röhrbeinen und starken, gesunden Hufen.
Die Haflinger haben ein durchschnittliches Stockmaß von 1,35m, meistens sind sie jedoch über 1,40m. Das auffälligste am Haflinger ist seine Fellfarbe. Es kommt in allen Farbtönen des Fuchses oder Palominos vor, mit flachsfarbenem oder weißen, welligen Langhaar.
Das Brandzeichen des Haflingers ist traditionell der Edelweiß-Brand, sogar in manchen deutschen Bundesländern wird er verwendet, während andere Bundesländern den jeweiligen Ponybrand bevorzugen.

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*meld* ich habe auch einen und seit 20 Jahren überwiegend Haflinger um mich rum. Und ja das sind klasse Pferdchen, ich möchte kaum einen anderen haben.
Liebe Grüße 
