Der Hannoveraner ist die bekannteste der deutschen Warmblutrassen. Die Rasse hat ihren Ursprung im Kurfürstentum Hannover, das Landgestüt befindet sich in Celle, Niedersachsen. Heutzutage wird der Hannoveraner nicht nur in Deutschland, sondern auch in großer Zahl in Amerika und Australien gezüchtet. In Europa ist der Hannoveraner die Rasse mit dem größten Bestand, er wird nahezu überall gehalten.
Das Landgestüt wurde 1735 in Celle vom damaligen britischen König Georg II. und Kurfürsten von Hannover gegründet. Heute werden dort jedes Jahr etwa 8000 Stuten von Hannoveranern gedeckt. Das Gestüt in Celle hat von Beginn an alle Pferde registriert, so das sämtliche Pferde Abstammumgsnachweise haben. Die Hannoveraner wurden von jeher mit dem stilisierten, aus zwei Pferdeköpfen gebildeten H gebrandmarkt.
Schon vor der Gründung des Landgestüts wurde der Hannoveraner immer wieder von den Mitgliedern der königlichen Familien gefördert. Er erscheint im Wappen des Kurfürsten Ernst Augustus, der von 1629 bis 1698 lebte, und die cremefarbenen Hannoveraner, die die Kutsche des Königs zogen, wurden auf der königlichen Residenz in Herrenhausen gezüchtet. Als Georg, der Kurfürst von Hannover, 1714 der König von England wurde, setzte er vermehrt Vollblüter ein, um die damals häufig hässlichen Hannoveraner zu veredeln. Das Celler Gestüt wurde jedoch mit 14 Holsteiner Rapphengsten eröffnet. Diese Rasse übte auch in nachfolgender Zeit immer wieder großen Einfluss auf den Hannoveraner aus. Im 19. Jahrhundert wurden wieder verstärkt Vollblüter eingesetzt, die die Rasse leichter machten und ihr mehr Raumgriff gaben. Sie wurden sowohl unter dem Reiter als auch im Geschirr eingesetzt, waren aber nicht stark genug für landwirtschaftliche Arbeiten. Deshalb wurden einige schwere, einheimische Pferde eingesetzt, die den Hannoveraner massiger machen sollten. Während der napoleonischen Kriege war Celle geräumt worden, die Pferde wurden in Mecklenburg untergebracht und als die Arbeit in Celle 1816 wieder aufgenommen wurde, waren nur noch 30 von ehemals 100 Hengsten da. Der Hengstbestand wurde damals mit Vollblütern aufgestockt, es standen nirgendwo in Europa außer dem Heimatland England jemals wieder so viele Vollblüter wie in Celle. Bis zum ersten Weltkrieg besaß Celle 350 Hannoveranerhengste, die Zahl erhöhte sich bis 1924 auf 500. Um diese Anzahl unterbringen zu können, wurde in Osnabrück ein weiteres Landgestüt aufgemacht, in dem 100 Hengste untergestellt wurden. 1961 wurde das Gestüt wieder aufgelöst, doch es hatte den Hannoveranern im Osnabrücker Raum viel Auftrieb gegeben. Zwischen den Weltkriegen dezimierte sich der Bestand immer wieder. Nach dem zweiten Weltkrieg wurden Trakehner als Beschäler eingesetzt, und Ende der sechziger Jahre wurden die hannoverschen Zuchtziele an die Nachfrage nach Sportpferden angepasst. So entstand durch den Einsatz von Vollblütern und Trakehnern ein qualitätvolles Reitpferd, das weniger derb war als der alte Typ und freiere Bewegungen hatte.
Der Kopf des Hannoveraners ist sehr edel, er erinnert an das Vollblut. Er ist relativ groß, aber klar geformt und sehr ausdrucksstark, die Augen sind groß und freundlich. Der Hals ist sehr lang und fein, er endet in einer guten, schrägen Schulter und einem ausgeprägten Widerrist. Der Rücken ist mittellang und sehr kräftig, die Lendenpartie ist sehr muskulös. Die Hinterhand ist ebenfalls gut bemuskelt, die Kruppe weist gelegentlich charakteristische Ausbuchtungen auf. Der Schweif ist hoch angesetzt. Die Brust ist sehr tief, die Rippen schön gewölbt und gut bemuskelt, der Rumpf ist stark, aber nicht auf Schnelligkeit ausgelegt. Die Gliedmaßen sind sehr kräftig mit kurzen, kompakten Röhrbeinen und guten, sauberen Gelenken. Die Hufe sind hart und gut geformt, weitestgehend sind sie gesund.
Der Hannoveraner kann bis zu 1,70m groß werden, er kommt in allen Grundfarben vor, wobei keine besonders vorherrscht.

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Väterlicherseits ist in seinem Stammbaum auch Gotthard vertreten. Also gutes altes Hannoveranerblut 
Weiß nur das sehr viel Blut drin sein soll, sieht ,an ihr auch an....... Und sie eigentlich ein Dressurtyp ist.... wie gesagt eigentlich
!!