Das Hauptzuchtgebiet des deutschen Holsteiners ist von jeher Elmshorn in Schleswig-Holstein. Die Rasse basiert auf bodenständigen Pferden, die im Gebiet der Elbe und ihren Nebenflüssen lebten. Da der moderne Holsteiner jedoch das ideale Sportpferd ist, wurde er in alle Welt exportiert und wird dort ebenfalls gezüchtet. Er ist die älteste deutsche Warmblutrasse und hat seinen Namen von dem Distrikt Holstein im Norden des Landes. Schon im 13. Jahrhundert wurden die Pferde im Gestüt des Klosters Uetersen in der Haseldorfer Marsch eingesetzt, dort wurden sie für Militärzwecke und Ritterturniere gezüchtet. Während des Mittelalters wurde die Rasse von dänischen Königen und Herzogen sehr gefördert.
Der Holsteiner hatte sehr früh Einkreuzungen von spanischem, orientalischen und neapolitanischem Blut erfahren. Der eigene Einfluss auf andere Rassen war bedeutend. Im 16. Jahrhundert war die Nachfrage nach den Holsteinern in Italien, Frankreich, Spanien und Dänemark so groß, dass man sagen kann, der Holsteiner hat nahezu alle europäischen Warmblutrassen veredelt. Er wurde in den Landgestüten Celle und Dillenburg aufgestellt, außerdem in Mecklenburg und Westfalen als Beschäler eingesetzt. Zu jener Zeit galt der Holsteiner als hartes, zuverlässiges Kutschpferd, das man auch auf dem Feld oder als schweres Reitpferd einsetzen konnte. Seine hohe Knieaktion war sehr auffällig und beliebt.
Im 17. Jahrhundert war der Holsteiner jedoch keinesfalls besonders hübsch oder schnell. Seine Gebäudemängel wurden im frühen 19. Jahrhundert durch Kreuzungen mit Vollblütern behoben, was glücklicherweise nicht sein fügsames, freundliches Wesen beeinflusste. Doch die Ramsnase verschwand, die Aktion wurde flacher und der Galopp verbessert. Außerdem wurden Yorkshire-Coach-Hengste eingekreuzt, die das Temperament der Holsteiner noch mal ausgeglichener machten und seiner Aktion weiter verbesserten. Das Ergebnis war ein Wagenpferd, das relativ hart, aber nicht unelegant war, es konnte auch im Militär als Zug- und Reitpferd eingesetzt werden. Die Rasse wurde in dieser Zeit hauptsächlich auf dem Gestüt Traventhal entwickelt, das 1867 von den Preußen in Schleswig-Holstein gegründet worden war. Heute ist das große Zuchtzentrum jedoch wieder Elmshorn, dort werden die Tiere aufgezogen und leistungsgeprüft.
Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges veränderte sich die Nachfrage nach Pferderassen gewaltig. Es wurden keine schweren Pferde mehr gebraucht, der Markt verlangte nach leichten Turnierpferden. Die Holsteinerzucht wurde dem entsprechend umgestellt. Man griff auf den Vollblüter zurück und veredelte den Holsteiner weiter. So wurde er zu einem leistungsfähigen Turnierpferd, das für jede Disziplin geeignet war.
Der moderne Holsteiner hat einen ausdrucksvollen Kopf mit großen, strahlenden Augen und gut platzierten und geformten Ohren, der Unterkiefer ist leichter als beim alten Schlag. Der Hals ist lang und leicht gebogen, der Holsteiner besitzt viel Ganaschenfreiheit. Die Brust ist weit und tief, die Schulter kräftig und schräg. Der Widerrist ist gut ausgebildet, der Rücken mittellang und kräftig. Die Lendenpartie ist sehr muskulös, die Hinterhand kraftvoll mit tief angesetztem, aber schön getragenen Schweif. Die Gliedmaßen sind hervorragend mit guten großen, sauberen Gelenken, einem flachen Knie und kurzen Röhrbeinen. Die Hufe sind korrekt in Größe, Form und Härte.
Der Holsteiner wird an die 1,70m groß, ist aber meist kleiner. Es kommen alle Farben vor, Füchse sind selten.

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. Sie hat eine sehr empfindliche Haut und bekommt sehr leicht Scheuerstellen
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