Der Oldenburger ist die schwerste deutsche Warmblutrasse, er wurde erst im 17. Jahrhundert entwickelt. Er entstand auf Grund von Kreuzungen der verschiedensten Pferde. Zunächst wurden Friesen mit spanischen Pferden sowie Berber und Neapolitanern gekreuzt. Daraus entstand ein relativ schweres, aber edles Pferd. Im 19. Jahrhundert wurden diese Pferde mit Vollblütern, Cleveland Bays, Hannoveranern und Normannen gekreuzt. Das Ergebnis war ein schweres Pferd, etwa 1, 70m groß mit starkem Rahmen. Es wurde zunächst als Kutschpferd eingesetzt, bis sich die Nachfrage änderte. Danach züchtete man den Oldenburger als Arbeitspferd, er wurde in der Landwirtschaft eingesetzt und verrichtete dort sämtliche Arbeiten. Außerdem ging er in den beiden Weltkriegen als Kavalleriepferd. Nach 1945 änderte sich der Markt erneut drastisch. Gefragt war jetzt ein Reittyp. Der alte Oldenburger wurde mit Vollblütern und Normannen gekreuzt. Das Ziel war, die steile Schulter und den langen Rücken zu verbessern, und das wurde erfolgreich durchgesetzt. Man erhielt ein leichtes Reitpferd mit sehr freien Gängen und ausgeglichenem Temperament. Letzteres war den Züchtern sehr wichtig, denn trotz der Einkreuzungen mit Vollblütern wollte man ein ruhiges Pferd behalten. Der Oldenburger hatte sehr taktreine Gänge, deshalb wurde er gerne als Dressurpferd eingesetzt, aber auf Grund seiner Kraft geht er auch immer noch vor der Kutsche.
Die Verantwortung für die Zucht und die Zulassung von Hengsten ist seit 1819 der Verband der Züchter des Oldenburger Pferdes. Er wurde 1897 und 1923 ergänzt und verfolgt eine Selektionspolitik, um den einheitlichen Pferdetyp zu festigen und zu etablieren
Ein enger Verwandter des Oldenburgers ist übrigens das Groningerpferd, das stark zur Entwicklung des holländischen Warmblutes beitrug. Es entstand durch Kreuzungen von Oldenburgern und Friesen mit holländischen Kaltblutstuten. Der Groninger wird als ausdauerndes Fahrpferd, zur Landarbeit und als schweres Fahrpferd benutzt.
Der Oldenburger ist das kräftigste aller deutschen Warmblutpferde. Sein Kopf ist recht einfach, wirkt aber auf keinen Fall grob oder schwer. Das Profil ist gerade, ab und zu leicht ramsnasig. Die Augen sind ausdrucksvoll und freundlich, das Pferd trägt einen intelligenten Gesichtsausdruck. Der Hals ist sehr lang und kräftig, man sieht ihm die Vergangenheit als Kutschpferd deutlich an. Die Brust ist sehr tief, die Schulter macht eine gute Aktion möglich, ist allerdings nicht für Schnelligkeit gemacht. Sie entspricht nicht im Geringsten der Schulter des Vollblüters, sondern ist eher etwas steil. Allerdings wurde an diesem Merkmal bereits viel verbessert. Sie beeinträchtigt auch nicht im Mindesten die Gänge des Pferdes, welche taktrein und korrekt sind. Das Pferd bewegt sich sehr elastisch und schwungvoll. Die Hinterhand des Oldenburgers ist sehr kraftvoll, sie ist gut geformt und schön. Zwar ist sie ebenfalls nicht für Schnelligkeit gemacht, doch sie macht den Oldenburger zu einem guten Dressur- und Springpferd. Der Schweif ist hoch angesetzt und wird auch hoch getragen. Die Gliedmaßen sind proportional gesehen recht kurz mit gutem Röhrbein. Der Umfang beträgt nicht selten über 23cm. Die Gelenke sind groß, flach und sauber, die Unterarme sehr kräftig. Die Winkelung von Oberarmknochen und Schulterblatt bedingt die hohe Knieaktion. Die Hufe des Oldenburgers müssen im Trachtenbereich weit sein, außerdem sind sie groß und hart.
Die vorherrschenden Farben sind schwarz und braun, Füchse und Schimmel kommen sehr selten vor.
Der Oldenburger wird zwischen 1,60m und 1,70m groß.

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der bei meinem Oldenburger ist^^ ist Weltcup/Weltmeister
