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aufTrab Mitglied
Registriert seit: 26.06.2010
Last Online: 25.05.2011 18:47
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Tinker
Der Irish Tinker
Das Gold der Zigeuner klimpert nicht und glitzert nicht. Es glänzt in der Sonne und wiehert in der Dunkelheit. (Redensart der Gladdah Zigeuner von Galway) Auf den riesigen ,saftigen Weiden der „Grünen Insel„ entwickelte sich im Laufe der Jahre eine Pferderasse, welche an Ausgeglichenheit und Gutmütigkeit kaum zu übertreffen ist. Die Irischen Tinker,oder wie sie in Irland genannt werden: Coulered, Piebalds, Cobs, Tinkers Pony, Diese Pferde entwickelten sich aus der Vermischung der Rassen Connemara, Clydesdales, und Irish-Draught Horse , Hackney, Trabern, u.a. Obwohl es immer wieder behauptet wird , haben Friesen keinen Einfluß auf diese Rasse genommen. Das Langhaar ,sowie die Fesselbehänge dürften sich durch den Einfluß der Clydesdales im Tinkererbgut verewigt haben. Ebenso sind diese Pferde keine Kaltblüter, obwohl auch dieses Gerücht sich sehr hartnäckig hält. Überhaupt haften dieser Rasse viele Klischees an, wobei nur ein Bruchteil der Erzählungen wahr ist. Der Vorliebe der Irischen Zigeuner für Schecken verdankt diese Rasse ihre Entstehung. Früher wurde dieses Pferd meistens von Zigeunern zum Ziehen der noch heute typischen hölzernen Zigeunerwagen benutzt. In diesem Zusammenhang wurde dann auch der Name dieser Rasse geprägt. (Tinker bedeutet im Irischen als Schimpfwort :Zigeuner, Kesselflicker) Der Tinker wurde über Generationen für die Bedürfnisse der Zigeuner gezüchtet, d.h. man benötigte ein zuverlässiges, leichtfuttriges, robustes Arbeitspferd mit genügend Ausdauer und Härte. Es musste einfach zu halten und relativ anspruchslos sein, da Zigeuner ihren Pferde nur sehr selten ein Dach über dem Kopf bieten konnten. Es musste mit sehr wenig bzw. keinen Kraftfuttergaben die tägliche Arbeit verrichten können. Der Futterbedarf wurde durch hauptsächlich durch Gras, seltener durch Heu und Stroh gedeckt. Die tägliche Arbeit- d.h. den Wagen mit sämtlichen Hab und Gut der Familie über die Straßen Irlands zu ziehen. Die Traveller, wie die Zigeuner in Irland genannt werden, reisten in Verbänden oder zu mehreren Familien. Ließen sie sich an einem Ort für eine bestimmte Zeit nieder, wurden die Pferde einfach in der Nähe des Lagerplatzes angebunden. Zumeist am Randstreifen der Straße. Von daher ist der Auto - und Lkw-Verkehr nichts Ungewöhnliches für Tinker, denn sie sind zumeist damit aufgewachsen. Die Zeit des Campierens bedeutete aber nicht tagelanges Nichtstun für die Pferde. Selbst in der heutigen Zeit, in der die Autos die Pferde als Zugtiere abgelöst haben, werden die Tinker noch als Zug und Reittiere eingesetzt. Und zwar haben die Traveller eine große Leidenschaft, - das Trabrennen ! Die Rennen sind inoffiziell und werden auf der Straße durchgeführt. Hengste, die berühmte Travellerrennen gewonnen haben werden intern gekört und ihr Name wird von Mund zu Mund weitergegeben. Um die Rasse schneller zu machen kreuzen die Traveller auch heute noch Traberblut ein. Wobei sie aber immer bemüht sind den traditionellen Einschlag des Tinkers zu erhalten. Die Rennen gehen meist über 30 Meilen. Eine der härtesten Hengstleistungsprüfungen Europas,soweit wird es ein Tinker selten bringen,um hier eine Heimat zu finden. Da Zigeuner von der gehobenen Schicht verachtet werden, sind auch ihre Pferde in solchen Kreisen nicht erwünscht Mit einem Stockmaß von ca. 135 cm bis 160 cm , einem mittelschweren bis schweren Körperbau, meist im Quadrattyp stehend, und einem ausgesprochen freundlichem Charakter eignet sich der Tinker besonders zum Reiten und Fahren . Durch sein liebes Wesen und sein ausgeglichenes Temperament ist er auch von Kindern zu handhaben. Der Schwerpunkt des Einsatzgebietes des Tinkers liegt wohl im Gelände und Freizeitbereich und Fahren, wobei er sich auch gut für Allround- und Trailturniere eignet. Dressurarbeit und kleine Sprünge sind aber auch kein Problem für diese Pferde. Bevorzugt man die blutgeprägteren Typen der Tinkerfamilie, wird man sicherlich von ihrer Springveranlagung beeindruckt sein, auch auf offiziellen Spring-, Fahr- und Dressurturnieren bis zur Klasse M/A können sie erfolgreich eingesetzt werden Trotz des hohen Blutanteils läßt sich ein Tinker eigentlich durch nichts aus der Ruhe bringen. Er ist ehrlich und immer bei der Sache. Und er ist ein Workoholic.Also durch und durch der Sporttyp . Bevorzugt man einen ruhigeren Typ, wird man eigentlich mit dem traditonellen , dem schweren mit langen Behang bestückten Typ des Tinkers, immer auf der sicheren Seite sein. In Irland unterscheidet man 3 Grundtypen - Pony-, Medium und Traditional/ Heavy Typ, welche alle unter der Bezeichnung Piebald bzw. Skewbald gezüchtet werden. Der Rassename Tinker ist dort unbekannt und eher verpönt. Die Farbschläge reichen von Schwarzschecken (Piebalds), welche sehr häufig vorkommen ,über Rot- und Braunschecken bis zu den recht seltenen Blauschecken - (Skewbalds alle anderen Scheckungen). Erlaubt sind zur Plattenscheckung auch kleine vereinzelte punktuelle Flecken, die sogenannten Inkspots. Aber auch einfarbige Braune oder Schwarze, meist mit weißen „Socken„ kommen vor. Ganz selten sind die ganz weißen Tinker, eine seltene Laune der Natur. Das Fell ist dicht, im Winter mit ziemlich langen Grannen versehen. Das Langhaar ist kräftig und dicht, mit fedriger, langer Fesselbehaarung. (es ähnelt dem der Friesen). Sehr häufig sieht man auch einen Schnurbart . Der Kopf ist schwer, manchmal etwas derb mit gerader oder konvexer Nasenlinie. Das Auge ist meist groß und bedeutend. Die Augenfarbe variiert von schwarz über braun bis hin zu verschiedenen Blautönen. Sehr typisch ist auch die abfallende, gespaltene Kruppe. Knochen und Gelenke der Extremitäten sind meist stark und von kräftiger Kontur. Der Röhrbeinumfang beträgt meist 22 -26 cm. Diese Pferde haben ein ausgesprochenes Sozialverhalten und fühlen sich auch im großen Herdenverband wohl. In Irland werden Hengste, Stuten und Wallache in gemischten Herden gehalten. Tinker sind leichtfuttrig und lassen sich auch robust halten. Bei uns in Deutschland brauchen sie jedoch auf jeden Fall einen Stall oder Unterstand. Da in Irland die Temperaturen sehr selten im Minusbereich liegen. Vor ca. 20 Jahren kamen die ersten dieser Rasse nach Deutschland und wurden damals noch als Friesenschecken, später als Gipsys bezeichnet. Seit Anfang des Jahres 1998 wird diese Rasse ganz offiziell als Irish Tinker bezeichnet und in Deutschland anerkannt. Im Rheinland ist ein Stutbuch eröffnet worden in dem Hengste und Stuten mit original irischen Import Papieren eingetragen werden können. Und dann auch offiziell zur Zucht in Deutschland zugelassen sind. Seit 1997 sind mehrere der von uns importierten Hengste gekört worden und viele Stuten ins Hauptstutbuch des Rheinischen Verbandes eingetragen worden. Seit ca 3 Jahren besteht jetzt auch in Irland ein Zuchtverband und zwar die Irish Cob Society / Präsidentin Mrs. Evelyn Flynn / Dublin |
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| Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu Gitta-Lotta für den nützlichen Beitrag: |
Kathrinchen (26.06.2010),
Phew (26.06.2010)
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#2 (permalink) |
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aufTrab Mitglied
Registriert seit: 05.05.2010
Last Online: 08.09.2011 16:34
Ort: Bad Pyrmont
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AW: Tinker
Hey
![]() Das ist ein super Rasseporträt, finde ich! Danke. Liebe Grüße, Phew.
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Let a horse whisper in your ear and breathe on your heart. You will never regret it. Author Unknown |
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#4 (permalink) |
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aufTrab Guru
Registriert seit: 11.03.2007
Last Online: 22.01.2012 12:41
Ort: Kreis Recklinghausen
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AW: Tinker
ist nett geschrieben.
Sollte es allerdings nicht deine eigene Textkreation sein, solltest du eine Quellenangabe dazu schreiben- sonst könnte es irgendwann vom Autor des Textes Streß geben ![]() |
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#5 (permalink) |
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aufTrab Stammgast
Registriert seit: 20.01.2008
Last Online: 27.01.2011 22:49
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AW: Tinker
Ich bin auch Tinker -Fan seit ich meie vor fast 3 jahren gekauft habe.
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Solange Menschen denken,daß Pferde nicht fühlen, müssen Pferde fühlen das Menschen nicht denken!
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aufTrab Mitglied
Registriert seit: 26.06.2010
Last Online: 25.05.2011 18:47
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AW: Tinker
Meine Stute hat mich ausgesucht,ich wollte eigentlich einen Norwegerwallach kaufen.Aber sie stubste mch so lange an ,bis ich sie mir dann doch genauer ansah.Lotta war damals gerade erst nach Deutschland gekommen und wusste anscheinend genau,was sie wollte,mochte allerdings damals keine Männer,also gab es erst mal Streß mit dem Tierarzt und mit dem Hufschmied.
Dank Rotkäppchen und Schneewittchen und weiterem Blödsinn,den ich ihr damals ins Ohr flüsterte,schaffte ich es allmählich ihr viel Angst zu nehmen.Heute ist sie ein absolutes Verlaßpferd. Mein einziges Wissen damals über Tinker war nur,dass es robuste und vielseitige meist scheckige Pferde sind,die früher von den Kesselflickern gezüchtet wurden.Ich habe viel von Lotta gelernt,bin wirklich froh,dass ich sie habe. Das einzige Problem: sie hasst flüssige Wurmkuren!!! (ich mittlerweile auch :-) ) Liebe Grüße an alle Tinkerfans
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Ein Tag ohne ein Lächeln ist ein verlorener Tag.:-) Ein Tag ohne meine Pferde ist ein trauriger Tag :-( |
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#7 (permalink) |
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aufTrab Neuling
Registriert seit: 09.07.2010
Last Online: 28.06.2011 17:05
Ort: Ostfriesland
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Ich finde Tinker auch total Toll.
Unsere Stute ist zwar noch nicht eingeritten, aber Ich reite öfters den Tinker einer Freundin und es macht immer wieder spaß. So richtige gedulds Pferde <3 |
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