Unsere Fohlen werden meist im April und Mai geboren. Vom ersten Tag (so es das Wetter erlaubt) erhalten sie täglich Auslauf. Schließlich erproben sie gemeinsam in der Fohlen-Stuten-Herde Schnelligkeit, Wendigkeit und Geschick und beweisen ihren Mut im Spiel. Im Herbst werden die Fohlen in Gruppen abgesetzt, bzw. verkauft.
Aber nicht nur die Rahmenbedingungen sollten bei der Aufzucht stimmen. Auch die Erziehung der Fohlen ist besonders wichtig. Ein Pferd, das nicht menschenfreundlich ist oder ohne Respekt agiert, wird später sicherlich kein einfaches Reitpferd abgeben. Es kostet viel Zeit, Mühe und Geduld ein solches Pferd auf seine Seite zu bekommen. Versucht man das aber rechtzeitig, kann man sich und dem Pferd viel Ärger sparen. Unser erstes Gebot bedeutet daher Konsequenz. Weiß der Partner Pferd erst einmal, woran er ist, so wird er in den meisten Fällen auch folgen. Verhält man sich aber dem Pferd gegenüber unberechenbar, so ist es verwirrt und es wird sein Vertrauen und seinen Respekt verlieren.
Als Zusatzfutter für Fohlen eignet sich über die ersten sechs Monate eine Mischung von Fohlenstarterfutter und Quetschhafer im Verhältnis 1:1. Daneben ist innerhalb des ersten 12 Lebensmonate besonders zu empfehlen, den Nachwuchs mit Mineralien und Aufbaustoffen, beigemischt zum Futter, zu verwöhnen. Dies gilt besonders bei intensiver Weideführung. Wird das junge Pferd abgesetzt, stellt sein Körper hohe Anforderungen an Eiweißqualität und Energie, da das Milcheiweis der Stute wegfällt. Im Speziellen muss zwischen dem sechsten und 12 Monat auf ausreichende Versorgung mit Lysin und Vitamin B geachtet werden. HandelsüblicheFohlenaufzuchtmittel decken diesen Bedarf heutzutage meist ab. Die energetischen Defizite auf der Wiese können mit Hafer ausgeglichen werden. Die Fohlenernährung kann bis zum 24. Lebensmonat durchgeführt werden. Spätestens dann jedoch kann das zweijährige Pferd bereits wie ein Großpferd ohne Leistungsforderung gefüttert werden. Dies ist in der Regel durch ausreichendes Raufutter und geringe Mengen von pelletiertem Krippenfutter gegeben.
Unsere Fohlen gehen nach dem Absetzen in Stuten- und Hengstgruppen zusammen in Laufställe und die folgenden Jahre auf große Sommerkoppeln. In dieser Zeit werden sie tierärztlich versorgt und auch ein Hufschmied kümmert sich, aber ansonsten dürfen sie einfach junge Pferde sein und frei aufwachsen. Erst ab dem dritten Lebensjahr wird sich intensiver gekümmert und langsam beginnt dann der Ernst des Lebens. Bisher sind wir damit ganz gut gefahren.
Mich würde interessieren wie es bei Euch so aussieht mit den Fohlen, der Aufzucht, dem Futter, Umgang vielleicht hat einer noch Tips und Ratschläge und alle Fohlenneuligen können sich hier dann Infos holen![]()

Liebe Grüße 



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