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  1. #1
    Moderator Avatar von iesca
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    Diagnose unreitbar

    Ein Bekannter von mir hat vor etwas mehr als einem Jahr einen damals 7-jährigen Wallach aus schlechter Haltung gekauft. Das Pferd war offiziel anlongiert worden und kannte einen Sattel, hatte aber panische Angst vor Peitschen. Über die Vergangenheit ist sonst aber kaum etwas bekannt.
    Nach dem er bei den ersten Versuchen, sich auf den Sattel zu legen panisch buckelte, wurde er Anfang Sommer in Beritt gegeben. Der momentane Stand ist, dass er sich im Schritt reiten lässt, sobald man aber traben oder galoppieren will, jeden Reiter hinunterbuckelt. Der Bereiter sagt inzwischen, dass er sich nicht mehr auf dieses Pferd setzt, weil es ihm zu riskant ist.
    Um auszuschliessen, dass es etwas gesundheitliches ist, wurde der Rücken vor ein paar Tagen geröngt, da ist aber alles in Ordnung.
    Voraussichtlich wird der Wallach noch von einem Osteopathen gecheckt, da er kurz bevor er in den Stall gekommen ist, einen Unfall hatte und im Koppelzaun gelandet ist und soll dann noch einmal zu einer anderen Bereiterin kommen. Wenn sie das nicht machen will oder er sich anschliessend nicht reiten lässt, dann soll er zum Schlachter gekommen.
    Der Besitzer sagt, er möchte kein 8-jähriges Pferd auf der Weide durchfüttern, das er nicht reiten kann. Er hat noch drei weitere Pferde, die 19, 24 und 26 Jahre alt sind und nur noch bedingt geritten werden können. Verkaufen möchte er ihn aber auch nicht, da er verhindern möchte, dass das Pferd immer weiter verkauft wird und schlussendlich dann doch ein ernsthafter Unfall geschieht.
    Was haltet ihr davon? Auf der einen Seite finde ich es schade, wenn ein an sich gesundes Pferd zum Schlachter geht, auf der anderen Seite kann ich den Besitzer aber auch verstehen. Als Weidepferd ist der Wallach zu jung und da er körperlich gesund ist, besteht immer das Risiko, wenn er verkauft wird, dass ihn irgendwer dann doch reiten will. Zudem würde ich auch nicht wollen, dass mein Pferd immer weiter und weiter verkauft wird.
    Erwartest du Berge, dann sind es nur Maulwurfshügel

    Besucht mich doch mal auf meiner HP: http://auftrab.com/members/kayuko und hinterlasst einen Gruss im Gästebuch.

  2. #2
    aufTrab Professor Avatar von Wunschtraum
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    AW: Diagnose unreitbar

    Ich würde glaub ich auch so handeln wie der Besitzer, wenn man keine Möglichkeit hat das Pferd iwo als Beistellpferd abzugeben. Bevor das Pferd dann durch zig Hände geht, lieber zum Schlachter.
    Bei uns ging dieses Jahr auch eine junge Stute einer RL zum Schlachter. Sie hatte sich auch nicht reiten lassen und zum Schluss einen Menschen durch einen gezielten Tritt beim satteln ins Krankenhaus befördert (Knie kaputt, Schulter gebrochen und 2 Rippen durch). Ein Beistellplatz wurde nicht gefunden, züchten wollte sie damit nicht, weil bereits die Mutter und ihre Schwester erhebliche Probleme beim anreiten gemacht haben.
    „Richtig Reiten reicht“(Paul Stecken)

  3. #3
    aufTrab Stammgast
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    AW: Diagnose unreitbar

    Ich finde die Einstellung des Besitzers sehr vernünftig, zeugt von viel Sachverstand. Er versucht alles und geht den letzten Weg, wenn alle Versuche scheitern. Ich würde genauso handeln.

  4. #4
    aufTrab Experte
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    AW: Diagnose unreitbar

    das ist eine sehr schwierige Situation.
    Der Besitzer sollte alle Möglichkeiten ausschöpfen, aber das scheint er ja zu tun.
    Vlt wäre es eine Möglichkeit das Pferd als Beistellpferd zu verschenken mit einer Art Schutzvertrag wo ausdrücklich darauf hingewiesen wird, dass das Pferd nicht geritten werden darf und der Noch-Besitzer das Vorkaufsrecht hat, falls die neuen Besitzer das Pferd weiter verkaufen wollen...
    Ich finde, wenn man ausdrücklich auf die Gefahr hinweist und das schriftlich festhält, tun mir die Leute auch nicht leid, wenn sies doch tun und was passiert.

    Wenn ich jmd sage, er muss sich von den Bahngleisen fernhalten, weil es lebensgefährlich ist und der sich danach auf die Schienen legt, kann ich dem auch nicht helfen.

    Trotzdem finde ich es gut, dass der Besi so verantwortungsbewußt ist.

    Ich kenne jmd der sich in einer ähnlichen Situation befindet. Das Pferd ist gesund, aber unreitbar. Das zieht sich jetzt schon sehr sehr lange hin und es gibt einfach keine optimale Lösung dafür. Inzwischen hat er IMO eine ganz gute Lösung gefunden: Er behält das Pferd und hat zum Reiten ein RB Pferd gefunden.

    Wenn der Besi evt. was für esoterischen Kram übrig hat, kann ich dir die Telefonnr. und email einer Tiertelepathin geben.

  5. #5
    aufTrab Stammgast
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    AW: Diagnose unreitbar

    May, leider ist rein rechtlich ein Schutzvertrag keinen Cent wert.

    Ich persönlich könnte es nicht verantworten - auch wenn ich davor gewarnt hätte - wenn jemand durch ein Pferd zu schaden kommt, bei welchem ich die Möglichkeit gehabt habe, jeden Menschen vor Schaden zu bewahren.

  6. #6
    Moderator Avatar von urmeli
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    AW: Diagnose unreitbar

    Ich denke auch, dass sich der Besi sehr verantwortungsvoll dem Tier und anderen Menschen gegenüber verhält. Er versucht ja wirklich Alles, damit es dem Pferd gut geht.

    Aber..... wenn das Pferd sonst brav ist.....es werden so oft Gnadenbrotpferde zum Beistellen gesucht.

    Wo steht das Pferd?

    LG urmeli
    Ein Baum der stürzt ist lauter, als ein ganzer Wald der wächst

  7. #7
    aufTrab Guru
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    AW: Diagnose unreitbar

    Zitat Zitat von iesca Beitrag anzeigen
    Voraussichtlich wird der Wallach noch von einem Osteopathen gecheckt, da er kurz bevor er in den Stall gekommen ist, einen Unfall hatte und im Koppelzaun gelandet ist und soll dann noch einmal zu einer anderen Bereiterin kommen.
    Okay, wenn der Rücken in Ordnung ist, dann ist hier schon mal eine große mögliche Ursachenquelle für solches Verhalten ausgeschlossen worden...

    Wie sieht es denn mit dem Sattelzeug aus?
    Passt der Sattel wirklich 100%ig?
    Wie verhält sich das Pferd ansonsten?
    Ist es allgemein "schwierig" oder nur beim Reiten?
    Hat das Pferd gravierende Exterieurprobleme?
    Ist die Muskulatur ausreichend um einen Reiter tragen zu können?

    Einen Osteopathen draufschauen zu lassen halte ich durchaus für sinnvoll... Vielleicht hat man dann Klarheit bzw. einen Befund, auch wenn dieser vielleicht nicht erfreulich ist...

    Zitat Zitat von iesca Beitrag anzeigen
    Der momentane Stand ist, dass er sich im Schritt reiten lässt, sobald man aber traben oder galoppieren will, jeden Reiter hinunterbuckelt. Der Bereiter sagt inzwischen, dass er sich nicht mehr auf dieses Pferd setzt, weil es ihm zu riskant ist.
    Falls jetzt dann wirklich ALLE körperlichen Ursachen ausgeschlossen werden können und das Pferd dann als gesund gilt...
    Was spricht dagegen, das Pferd dann mal ein halbes Jahr lang nur Schritt zu reiten? (Vorausgesetzt natürlich das Pferd wird dabei nicht schon sehr gefährlich!)
    Vielleicht wird Reiten dann zur Selbstverständlichkeit und das Pferd bekommt Vertrauen und man kann dann mit der eigentlichen Arbeit gefahrlos beginnen. Würde der Besitzer dem Pferd diese Zeit zugestehen? (Nur ein Vorschlag, ist ja alles auch eine Kostenfrage)

    Allerdings, wenn das Pferd wirklich so "gefährlich" ist, (kann ich mir vorstellen, aber aus der Ferne natürlich nicht beurteilen) dass sich der Besitzer schon nicht mehr drauf setzt, ist es meiner Meinung nach auch riskant einem Bereiter das zuzumuten.
    Bereiter sind ja auch nicht nur dazu da, sich für Otto-Normal-Reiter die Knochen zu brechen.
    Jedenfalls wäre es meiner Meinung nach notwenig einen potenziellen neuen Bereiter genau über das Pferd und die Risiken aufzuklären, um keine Person unnötig zu gefährden.

    Zitat Zitat von iesca Beitrag anzeigen
    Verkaufen möchte er ihn aber auch nicht, da er verhindern möchte, dass das Pferd immer weiter verkauft wird und schlussendlich dann doch ein ernsthafter Unfall geschieht.
    Das finde ich schon verantwortungsbewusst.
    Aus Erfahrung wird die Mehrzahl solcher Pferde sonst immer weiter "durchgereicht" und vergewaltigt um dann schlussendlich vielleicht doch in der Wurst zu landen.

    Zitat Zitat von iesca Beitrag anzeigen
    Was haltet ihr davon? Auf der einen Seite finde ich es schade, wenn ein an sich gesundes Pferd zum Schlachter geht, auf der anderen Seite kann ich den Besitzer aber auch verstehen.
    Schade oder nicht schade, wenn es einfach nicht mehr geht, muss eine Konsequenz gezogen werden.
    Solche Entscheidungen sind nie einfach und haben immer einen bitteren Beigeschmack.
    Wenn gar nichts mehr geht (in absehbarer Zeit, denn dieser Zustand kann sich nicht über Jahre hinwegziehen) würde ich persönlich durchaus auch diesen Schritt gehen.

    Zitat Zitat von iesca Beitrag anzeigen
    Als Weidepferd ist der Wallach zu jung und da er körperlich gesund ist, besteht immer das Risiko, wenn er verkauft wird, dass ihn irgendwer dann doch reiten will. Zudem würde ich auch nicht wollen, dass mein Pferd immer weiter und weiter verkauft wird.
    Natürlich kann auch ein 8-jähriger nur Koppel und etwas Bodenarbeit/Spazieren gehen, aber das finanzielle Risiko ist schon enorm, grade weil der Besitzer ja noch weiteren Pferdebestand hat.

    Zitat Zitat von Mirage Beitrag anzeigen
    May, leider ist rein rechtlich ein Schutzvertrag keinen Cent wert.
    Das ist richtig. Leider ist das das Problem an der Sache.
    Deswegen würde ich mich persönlich auch auf keinen Schutzvertrag einlassen bzw. zu einem Schutzvertrag hinreißen lassen...
    Geändert von Skydancer (11.12.2009 um 16:27 Uhr)

  8. #8
    aufTrab Guru
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    AW: Diagnose unreitbar

    Zitat Zitat von Wunschtraum Beitrag anzeigen
    Bei uns ging dieses Jahr auch eine junge Stute einer RL zum Schlachter. Sie hatte sich auch nicht reiten lassen und zum Schluss einen Menschen durch einen gezielten Tritt beim satteln ins Krankenhaus befördert (Knie kaputt, Schulter gebrochen und 2 Rippen durch). Ein Beistellplatz wurde nicht gefunden, züchten wollte sie damit nicht, weil bereits die Mutter und ihre Schwester erhebliche Probleme beim anreiten gemacht haben.
    Wenn sich ein junges Pferd, das nachweislich keinerlei schlechte Erfahrungen machen musste, dem Menschen gegenüber so verhält, hat es krass gesagt in meinen Augen auch keinen Beistellplatz verdient.

    Solche Pferde gibt es...
    Sehr sehr selten, (meist ist der Mensch dran schuld) aber es gibt solche Pferde, die von Natur aus "nicht ganz richtig" sind.
    Mit solch einem Pferd kann immer was passieren, auch wenn es "nur" Beisteller ist...
    Menschenkontakt muss auch hier erfolgen und wenn ein Pferd schon am Boden und im Umgang so reagiert, stellt es immer eine Gefahr da.
    Und ein Menschenleben steht bei aller lieber immer noch über einem Tierleben!

    Es gibt sogar auch schon solche Fohlen...
    (Und daran muss nicht die Aufzucht schuld sein!)
    Es lässt sich auch züchterisch belegen, dass es Zuchtlinien gibt, in denen sich "unerwünschte" Charaktereigenschaften immer wieder bündeln und in einer Häufigkeit auftreten.
    Manche lassen sich handeln und die Pferde sind eben etwas "schwierig" aber in den richtigen Händen gut aufgehoben... Manche aber nicht... Und dann wird gefährlich! Und solche Pferde gehören auf keinen Fall in die Zucht!
    Geändert von Skydancer (11.12.2009 um 16:44 Uhr)

  9. #9
    Moderator Avatar von urmeli
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    AW: Diagnose unreitbar

    Zitat Sky:
    Wenn sich ein junges Pferd, das nachweislich keinerlei schlechte Erfahrungen machen musste, dem Menschen gegenüber so verhält, hat es krass gesagt in meinen Augen auch keinen Beistellplatz verdient. Zitat ende.


    Entschuldige Sky

    Aber was ich jetzt so mitgelesen habe, geht es doch um Probs. beim Reiten und das hat sich ja anscheinend schon etwas gebessert.
    Außerdem ist das Pferd ja gerade aus schlechter Haltung gekauft worden und zeigt vor der Peitsche Panik.

    LG urmeli
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  10. #10
    aufTrab Guru
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    AW: Diagnose unreitbar

    Zitat Zitat von urmeli Beitrag anzeigen
    Zitat Sky:
    Wenn sich ein junges Pferd, das nachweislich keinerlei schlechte Erfahrungen machen musste, dem Menschen gegenüber so verhält, hat es krass gesagt in meinen Augen auch keinen Beistellplatz verdient. Zitat ende.


    Entschuldige Sky

    Aber was ich jetzt so mitgelesen habe, geht es doch um Probs. beim Reiten und das hat sich ja anscheinend schon etwas gebessert.
    Außerdem ist das Pferd ja gerade aus schlechter Haltung gekauft worden und zeigt vor der Peitsche Panik.

    LG urmeli
    Das war jetzt nicht auf das Pferd von Iesca`s Fall bezogen, sondern auf den Fall den Wunschtraum beschrieben hatte.
    Sorry fürs OFF-Topic.

  11. #11
    Moderator Avatar von urmeli
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    AW: Diagnose unreitbar

    @ sky

    habe das grade selber gemerkt, dass ich es falsch verstanden habe.

    SORRY
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  12. #12
    aufTrab Guru
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    AW: Diagnose unreitbar

    Kein Thema!

  13. #13
    HJ
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    AW: Diagnose unreitbar

    Vielleicht braucht dieses Pferd nur EINE Bezugsperson, der er vertrauen kann???

    Luna wär wahrscheinlich auch so ein Kandidat, die, wenn ich sie schnell in Beritt gegeben hätte, entweder wie man so schön sagt "gebrochen" zurückgekommen wäre oder bei der es eeeeewig gedauert hätt und ich dann keine Beszusperson mehr gewesen wäre am Anfang oder eben als unreitbares Problempferd gegolten hätte...

    Wenn das Pferd gesund ist und "nur" schlechte Erfahrungen gemacht hat, dann gehört halt viel (bei manchen halt seeeeehr viel) Zeit und EINE Vertrauensperson dazu... Mal schnell aus schlechter Haltung kaufen und Einreiten geht halt nicht bei jedem...
    Jetzt nochmal zu einem anderen Bereiter geben, finde ich Schwachsinn, aber wer weiß, wir wissen nicht, was dieses Pferd denkt und fühlt...

    Ich bin nur der Meinung, dass es keine unreitbaren Pferde gibt, vorausgesetzt diese sind gesund...
    Ausnahmen gibt es aber vielleicht
    Es soll ja grunagressive Pferde geben, die sich nie ändern??

    Das was ich mit Luna in 1 Jahr geschafft hab, hätte ein Bereiter womöglich in 2 Monaten geschafft, aber nicht mit Luna

    Aber an sich ist es schade, ein Pferd deswegen wegzugeben, man baut ja irgendwie eine Beziehung zu diesem Tier auf...
    Ich könnte das nicht, ich häng da viel zu sehr an meinen Tieren...

  14. #14
    aufTrab Experte Avatar von Mareike
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    AW: Diagnose unreitbar

    Luna wär wahrscheinlich auch so ein Kandidat, die, wenn ich sie schnell in Beritt gegeben hätte, entweder wie man so schön sagt "gebrochen" zurückgekommen wäre oder bei der es eeeeewig gedauert hätt und ich dann keine Beszusperson mehr gewesen wäre am Anfang oder eben als unreitbares Problempferd gegolten hätte...
    Soweit ich das richtig verstanden habe, hat er das Pferd doch erst zum bereiter gegeben , als er slebst nicht merh klarkam oder? Und das Pferd hatte anscheinend schon einen psychischen knacks, ich glaueb das kann man nicht mit Luna vergelichen
    Doch , ich glaube es gibt unreitbare pferde. Pferde die Psychisch einen SEHR schweeren Knacks haben kann man auch mit noch so viel Geduld, Bezugsperson , tüdelü und trallala nicht mehr "hinbiegen".
    Es gitb ja auch Menschen die ihre Psychischen Krankheiten nicht in den Griff bekommen, und auch nicht mehr heilbar sind weil das ganze einfach zu tief sitzt ( Es gitb ja z.B. so Sereinmörder mit psychischem knacks).

    Ich finde das eine sehr vernünftige Entscheidugn , wobei ich nicht weiß ob ich das könnte.
    Was soll ich sagen, ich mag dich.
    So ganz allgemein. Weil ich mag wie du tanzt und du tanzt ganz allein.


  15. #15
    Smoothie
    Gast

    AW: Diagnose unreitbar

    Mareike hat jetzt eigentlich alles gesagt, was ich auch geantwortet hätte
    Ich glaube auch, dass es unreitbare Pferde gibt. Vielleicht hat es mit psychischem Knacks zu tun, vll aber auch mit den Instinkten. Manche Pferde wissen vielleicht doch, dass sie stärker sind als der Mensch und sogesehen ist das ja ganz normal. Für uns Menschen zwar relativ unbrauchbar, aber naja.

  16. #16
    Moderator Avatar von iesca
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    AW: Diagnose unreitbar

    Ich habe jetzt nicht so viel Zeit und möchte nur noch ein paar Sachen ergänzen. Der Besitzer hat es mit dem Wallach sehr langsam angehen lassen, viel Bodenarbeit gemacht, ist auch Spazieren gegangen etc. Im Umgang ist er prinzipiell brav. Er hatte mal eine Phase, in der er sich beim auf die Weide führen losgerissen hat.
    Er ist seit Anfang Sommer, Ende Frühling, ganz genau weiss ich das nicht mehr, in Beritt, bei einem Bereiter, der sich unter anderem auf Problempferde spezialisiert hat und auch sehr langsam und geduldig mit dem Wallach gearbeitet hat.
    Erwartest du Berge, dann sind es nur Maulwurfshügel

    Besucht mich doch mal auf meiner HP: http://auftrab.com/members/kayuko und hinterlasst einen Gruss im Gästebuch.

  17. #17
    aufTrab Professor Avatar von Wunschtraum
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    AW: Diagnose unreitbar

    @ Sky: die von mir beschriebene Stute war so im Umgang eine ganz liebe Maus. Ist in der Herde aufgewachsen bei unserem SB, wie 3 andere Fohlen auch, die sich ohne Probleme anreiten ließen.

    Longieren und Bodenarbeit war bei ihr auch kein Problem, hat sie alles super gemacht. Aber sie wollte keinen Reiter auf ihrem Rücken dulden. Hat alle runter gebuckelt. Iwann hat die Dicken dann satteln mit =Reiter auf dem Rücken verknüpft und wurde auch dabei immer unwilliger, bis eben zu diesem Vorfall.
    „Richtig Reiten reicht“(Paul Stecken)

  18. #18
    aufTrab Mitglied Avatar von Bourrin
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    AW: Diagnose unreitbar

    Vertrauenstraining auf Du und Du wird wohl auch angebracht sein, meiner Meinung nach soll das eigene Pferd den Besitzer als Herdenführer ansehen und ihm so vollkommen vertrauen können.

    Ich weiß welche Arbeit damit verbunden ist, aber es ist nötig um eine optimale Vertrauensgrundlage zu schaffen und somit die Bedingungen für ein unfallfreies Reiten zu schaffen.


    Best regards!
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  19. #19
    aufTrab Experte
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    AW: Diagnose unreitbar

    Zitat Zitat von Wunschtraum Beitrag anzeigen
    Longieren und Bodenarbeit war bei ihr auch kein Problem, hat sie alles super gemacht. Aber sie wollte keinen Reiter auf ihrem Rücken dulden. Hat alle runter gebuckelt. Iwann hat die Dicken dann satteln mit =Reiter auf dem Rücken verknüpft und wurde auch dabei immer unwilliger, bis eben zu diesem Vorfall.
    wurden Rücken und Sattel denn mal durchgecheckt?

  20. #20
    aufTrab Professor Avatar von Wunschtraum
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    AW: Diagnose unreitbar

    Ja, das Pferd wurde komplett durchgecheckt, inkl. Röntgenaufnahmen des Rückens. Aber da Schwester und Mutter auch nicht einfach beim anreiten ware, liegt das anscheinend in der Familie.
    „Richtig Reiten reicht“(Paul Stecken)

  21. #21
    aufTrab Stammgast
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    AW: Diagnose unreitbar

    Passend zum Thema hat heute eine Stallkollegin ihr nicht reitbares Pferd zum Händler gegeben gegen ein neues.

  22. #22
    aufTrab Mitglied
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    AW: Diagnose unreitbar

    Meine RL hat sich auch vor einigen Jahren ein Pferd gekauft das als unreitbar galt. Sie konnte allerdings nicht mal nen Sattel drauflegen da ging der schon ab. Hat es aber mit viel Geduld dann doch geschafft und über ein Jahr nur Bodenarbeit (mit Sattel) mit ihm gemacht.
    Nächstes Jahr geht er M-Dressur.
    Vll. sollte dein Bekannter sich das mitm Schlachter noch überlegen und sich Jemanden suchen der sich mit der Ausbildung an der Hand auskennt, ne Chance ist es allemal und zum Schlachter kann er das Pferd immer noch bringen.

    LG
    Tessa
    Ohne Anmut gibt es kein feines Reiten und ohne Feingefühl kann man nicht an Kunst denken. Härte, Kraft sind die Mitgift der Mittelmäßigen, die niemals wahrhaftig sein wollen.

  23. #23
    Moderator Avatar von urmeli
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    AW: Diagnose unreitbar

    Ist das Alter wirklich sicher? Bei der Vorgeschichte?
    Nicos war auch ca. 2 Jahre jünger als mir angegeben und somit noch nicht " alt" genug um ihn zu reiten. Kostet dann aber mehr. Aber bei einem 9 jährigen .....??
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  24. #24
    Moderator Avatar von iesca
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    AW: Diagnose unreitbar

    Der Besitzer und auch der Bereiter haben sehr lange am Boden mit dem Wallach gearbeitet. Am Anfang hat er vor jedem Geräusch gescheut und ist quer über den Platz galoppiert, später hat er sich auch mit Peitsche longieren lassen und auch z.B. beim Scheutraining oder bei zirzensischen Lektionen mit Begeisterung mitgearbeitet.
    Das Alter ist sicher, da eine aus dem Stall den Wallach bereits als Fohlen kannte. Nur was halt genau in der Zwischenzeit geschehen ist, weiss man nicht.
    Ich weiss auch nur, dass er wohl längere Zeit allein in der Box stand und nicht rausdurfte, auch Verletzungen von Nägeln etc. hatte. Dazu die panische Angst vor der Peitsche und anfangs hat er sich auch beim Misten an die Wand gedrückt.
    Den Sattel hat er von Anfang an akzeptiert, den Reiter nicht.
    Der Bereiter hat im Round Pen mit ihm gearbeitet, unter anderem so, dass er Kinder am Zaun postiert hat, die dem Wallach jeweils von oben auf den Rücken gefasst und ihn anschliessend gelobt haben, wenn er es akzeptiert hat, bevor er sich überhaupt draufgesetzt hat.
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    Besucht mich doch mal auf meiner HP: http://auftrab.com/members/kayuko und hinterlasst einen Gruss im Gästebuch.

  25. #25
    Moderator Avatar von urmeli
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    AW: Diagnose unreitbar

    hat es schon mal jemand als Vertrauensperson mit ner nicht abschüttelbaren Reiterpuppe versucht?
    Kann es sein, dass das Pferd nur gelernt wie es einen Reiter los wird? ( Da kann ja das Pferd nichts dafür )

    Ich würde gerne mal ein Foto sehen wenn ein Reiter auf ihm sitzt.
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  26. #26
    aufTrab Mitglied Avatar von Finchen
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    AW: Diagnose unreitbar

    Ich finde, es ist immer ziemich "einfach", das ganze aus weiter Ferne zu beurteilen. Schlachter hört sich natürlich von vorn herein erstmal brutal an und macht den Besitzer mies. Aber was tut man in solch einer Situation? Wenn er noch mehr Pferde hat, die er "durchfüttert" dann kann er ja kein Unmensch sein. Es ist wirklich schade, dass er so jung ist und niemand so recht weiss, was er mit ihm anstellen soll. Wie viele hier im Forum bin auch ich der Meinung, dass man vielleicht durch eine wirkliche Vertrauensperson das Pferd "retten" kann. Natürlich braucht das sehr viel Zeit. Aber dadurch, dass er am Anfang beim Sattel auflegen noch so ein Theater gemacht hat und sich mitlerweile aber im Schritt reiten lässt, hat er ja schon Fortschritte gemacht. Das eine Pferd lernt schnell, das andere braucht etwas länger, besonders wenn er so schlimme Erfahrungengemacht hat.
    Es gibt Leute, das ist allgemein bekannt, die mit Pferden "sprechen" können. Ich habe das selbst damals ausprobiert (eigentlich nur, um demjenigen, der mir davon erzählt hat, zu beweisen, das es so etwas nicht gibt) Allerdings wurde mir das Gegenteil bewiesen und unser Voltigierpferd hat dem Mädchen Dinge "erzählt", die wirklich nur ich wusste. Ich dachte das sei alles ein blöder Scherz, aber ich kannte diese ganze Person nicht. Ich habe lediglich Fotos vom Pferd an sie gemailt und ihr Fragen gesagt, die sie dem Pferd stellen soll.
    Vielleicht wäre so etwas ein Versuch wert? Ich bin ja sowieso eher dafür, dass man einem Pferd mit Körpersprache deutlich macht, was man von einem will. Und die Stute damals, die hat auf all meine Zeichen super reagiert, ich brauchte eigentlich keine Kommandos mehr geben. Das ist ein sehr großer Vertrauensbeweis gewesen für mich und die Stute hatte sich auch um 90 Grad gedreht. Sie war anderen gegenüber super skeptisch. Sie ließ sich ungern aufsatteln, hat gezappelt, gebockt und manchmal sogar geschnappt. An Waschen im Sommer war nicht zu denken. Und dann gab es da mal so eine Situation: ein Kind wollte ihr ein Fliegenmützchen aufsetzen, sie legte die Ohren an und ging zurück. Das Kind gab mir das Mützchen, ich ging auf sie zu, sie senkte den Kopf und stellte neugierig ihre Ohren nach vorne.
    Auch beim Waschen konnte ich sie irgendwann problemlos anbinden und sie blieb stehen.
    Genau das ist es, was ich meine. Bei manchen Pferden kommt man einfach nur mit sehr viel Ruhe weiter.
    Alles Gute liegt vor uns

  27. #27
    aufTrab Guru Avatar von Gwenie
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    AW: Diagnose unreitbar

    Mir ist da grad was eingefallen, also tschuldigung wenn ich jetzt eure Beiträge nicht durchgelesen habe:

    Wir hatten letztes Jahr auch eine junge Stute am Hof die man nicht reiten konnte:
    gesundheitlich alles io!
    hatte auch keine schlechten Erfahrungen gemacht- von Fohlen auf bekannt!

    Die geht jetzt vor der Kutsche!! (Verkauft an einen Fahrer)
    Da muß sie nix an Reitergewicht tragen sondern hat das "Gewicht" vorne an der Brust!

    @iesca: nur aus neugierde- sind ja eigentlich sehr weit auseinander. Die Stute ist aber nicht ne braune 6/7 Jährige??? Abstammung: Cor de la Brye
    Gruß Gwenie

    www.equiservice.de

  28. #28
    Moderator Avatar von iesca
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    AW: Diagnose unreitbar

    @ Gwenie: Der Wallach ist 7/8-jährig, braun mit schmaler weissen Blesse, andere Abzeichen habe ich gerade nicht im Kopf und recht gross. Stockmass dürfte sicher an die 1.70, wenn nicht sogar drüber sein. Bei der Abstammung habe ich keine Ahnung, er ist aber ziemlich sicher ein Schweizer Warmblut.
    Ich kann den Besitzer gut verstehen, wenn er dem Wallach jetzt nur noch die letzte Chance geben möchte.
    Das Problem ist ja auch, dass sich der Bereiter inzwischen selber weigert, ihn zu reiten. Der Besitzer selber sagt, ihm ist das zu riskant, das soll jemand machen, der sich wirklich damit auskennt und seine Lebensgefährtin traut sich nicht.
    Die Frage ist halt einfach, ob es das Risiko wert ist, dass sich jemand einmal ernsthaft verletzt, wenn er wieder buckelt. Zudem wird der Wallach wohl nie ein Verlasspferd.
    Erwartest du Berge, dann sind es nur Maulwurfshügel

    Besucht mich doch mal auf meiner HP: http://auftrab.com/members/kayuko und hinterlasst einen Gruss im Gästebuch.

  29. #29
    aufTrab Mitglied
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    AW: Diagnose unreitbar

    Ich kann den Besitzer verstehen. Und da er das Pferd nicht einfach abschiebt und verkauft, zeigt ja, dass er sich Gedanken drum macht und nicht nur an die Kosten denkt. Es weiterzuverkaufen, wär finaziell gesehen sicher besser, als zum Schlachter. Aber für das Pferd wäre es sicher nicht das beste. Für so ein "Problempferd" bekommt man sicher auch nicht mehr viel Geld, und deshalb ist die Gefahr gross, das es in die falschen Hände kommt. Zu jemanden der einfach nur ein günstige Pferd sucht.

  30. #30
    aufTrab Guru Avatar von Gwenie
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    AW: Diagnose unreitbar

    ok iesca, dass ist dann sicherlich keine Stute!

    Dachte vll wäre es ein Denkanstoß den Wallach vll mal als Fahrpferd weiterzu geben. Gibt ja viele Fahrer die ausschließlich nur fahren wollen und vll ist es sein Ding?!
    Die Stute hat das ganz schnell super gemacht!Ohne ihre Panikattacken!
    Gruß Gwenie

    www.equiservice.de

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