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  1. #1
    aufTrab Professor Avatar von Wunschtraum
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    Antiautoritäre Erziehung beim Pferd?

    Hallo!

    Wie steht ihr zu den Thema "antiautoritäre Erziehung beim Pferd"?

    Kennt ihr Leute, die ihre Pferde antiautoritär erzogen haben? Was passiert bei denen so?

    Also mein Standpunkt ist, das bei Pferden eine antiautorotäre Erziehung das falsche ist, da ein Pferd damit überfordert ist. Es lebt ja von Natur aus in einer festen Herdenstruktur mit fester Rangordnung. Dort muss es sich ja auch unterordnen und bekommt dadurch Sicherheit. Mir wurde es mal so erklärt: Wenn ich als Mensch nicht das Kommando übernehme und dem Pferd Sicherheit gebe, übernimmt das Pferd diese Position und versucht mich zu beschützen und/oder zurecht zu weisen.

    Ich muss aber dazu sagen, das für mich autoritäre Erziehung nichts mit schlagen, verprügeln oder anschreien zu tun hat. Sondern das das Pferd einfach seine Grenzen kenn und wenn es die überschreitet zurecht gewiesen wird. Sei das mit erhobener Stimme, einem scharfem Blick oder auch mal einem Klapps. Eben so, wie es jedes ranghöhere Tier auch machen würde.

    Ich kenn ein paar Leute, dei ihr Pferd antiautoritär "erzogen" haben. Bei allen ist es immer schief gegangen und Pferdi bestimmt, was gemacht wird. Es lässt sich nicht einfangen, nicht das Halfter dran machen, dreht beim reiten plötzlich um ("irgendwas gefällt ihm heute an dem weg nicht, wollen wir einen anderen nehmen?") und macht einfach was es will. Aber alle anderen Leute mit erzogenen Pferden werden vorwurfsvoll ansgeschaut, wenn die Pferde mal einen Klapps kriegen.
    Bei einem anderen Beispiel drückt das Pferd seinen Besi gerne mal beim putzen an die Wand und führt sich so auf, das es sogar mit Führkette aus der Box geholt werden muss, damit man es vor der Box überhaupt anbinden kann.
    „Richtig Reiten reicht“(Paul Stecken)

  2. #2
    aufTrab Mitglied Avatar von Netti
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    66

    AW: Antiautoritäre Erziehung beim Pferd?

    Hallo,

    ich bin da auch ganz deiner Meinung. Finde das das Pferd nicht machen darf was es will sondern seine Grenzen braucht, eben auch darum das es dir vertrauen kann. Das kann ja auch mal echt gefährlich ausgehen wenn das liebe Hotti mit seinem Besitzer umgehen darf wie es will, man mus ja auch immer den Vergleich sehen das der Mensch nicht so viel wegstecken kann wie ein Vierbeiniger Genosse und das Pferd macht da sicher im Umgang keinen Unterschied!
    Träume nicht Dein Leben, lebe Deinen Traum.


  3. #3
    aufTrab Neuling
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    14

    AW: Antiautoritäre Erziehung beim Pferd?

    Antiautoritäre Erziehung klappt ja schon bei Kindern nicht, wie soll das erst bei Pferden funktionieren. Kindern kann man ja noch was erklären, das ist bei Pferden eher schwierig.

  4. #4
    Lelie
    Gast

    AW: Antiautoritäre Erziehung beim Pferd?

    Ich halte von antiautoritärer Erziehung grundsätzlich absolut nichts. Nicht bei Kindern, Hunden, Pferden oder wem auch immer.
    Ich habe zwei Schulfreundinnen (gehabt), die beide recht antiautoritär erzogen wurden und beide schwer einen an der Waffel haben. Es ist einfacher für Menschenkinder erwachsen zu werden, wenn man Grenzen und Regeln hat, gegen die man rebellieren kann als wenn man sich nie an irgendwas reiben kann. Dann geht man immer weiter und weiter und verliert irgendwann den Realitätsbezug.
    Zumindest habe ich das bei allen Menschen, die ich kenne die so erzogen wurden, so erlebt.
    Bei Tieren kann das schon gar nicht funktionieren, weil antiautoriäre Erziehung auf Einsicht und Selbstreflexion setzt. Das können Tiere (von Menschenaffen mal abgesehen) aber nicht und deshalb ist so eine "Erziehung" zum Scheitern verurteilt.
    So erzogene Tiere sind auch einfach gefährlich, weil sie nie gelernt haben sich unterzuordnen. Diese Unterordnung ist das allerwichtigste in der Erziehung von Tieren, weil sie nur so von uns Menschen händelbar sind. Wenn die Viecher denken, sie sind der Boss, dann entstehen automatisch Probleme.
    Diese Anerkennung von Autoritäten kann ja ohne körperliche Gewalt und in ruhiger, sachlicher und vertrauensvoller Art und Weise hergestellt werden. Nur das muss passieren.
    LG Lelie

  5. #5
    aufTrab Mitglied Avatar von slyva
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    72

    AW: Antiautoritäre Erziehung beim Pferd?

    dass antiautoritäre beziehung eigentlich fast immer schief geht ist ja schon lange bekannt. kenne auch so jemand. eine ganz liebe frau, die hat sich ein kaltblutfohlen gekauft. das fohlen ist mittlerweilen 4 jährig und benimmt sich entsprechend. mal abgesehen davon, dass sie das pferd kaum von a nach b führen kann ohne, dass es sie durch die gegend zieht und alles übern haufen rennt.... ob die jemals zum reiten kommt, das frag ich mich wirklich....

  6. #6
    Moderator Avatar von Gisa
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    574

    AW: Antiautoritäre Erziehung beim Pferd?

    Nein, das kann nicht klappen, denn ein Pferd hat eine Rangfolge und gewisse Grenzen schon für sich in der Herde. Wie soll es dann mich verstehen, wenn ich ihm nicht klar, in seiner Gedankenstruktur, erkläre, was ich von ihm will. Der Leithengst/Stute zeigt doch auch durch leichte Bewgungen und Haltungen seine Grenzen auf, das lernen Pferde voneinander. Als Mensch, ohne Struktur und klarer Linie, kann das Pferd nicht verstehen.Als Beispiel:
    Ich sehe es gerade bei einer Schülerin von mir, die "versucht" meine Stute zu longieren. Danach ist meine Stute vollkommen durch den Wind, weil sie nicht verstanden hat, was man von ihr wollte.(bin bald soweit, das Experiment abzubrechen, wenn Mensch nicht auf mich hört!)dann muß sie sich ein anderes Pferd suchen für ihr Longierabzeichen.
    Gruß Gisa
    Oma ist wieder daaa

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