Hallo!
Wie steht ihr zu den Thema "antiautoritäre Erziehung beim Pferd"?
Kennt ihr Leute, die ihre Pferde antiautoritär erzogen haben? Was passiert bei denen so?
Also mein Standpunkt ist, das bei Pferden eine antiautorotäre Erziehung das falsche ist, da ein Pferd damit überfordert ist. Es lebt ja von Natur aus in einer festen Herdenstruktur mit fester Rangordnung. Dort muss es sich ja auch unterordnen und bekommt dadurch Sicherheit. Mir wurde es mal so erklärt: Wenn ich als Mensch nicht das Kommando übernehme und dem Pferd Sicherheit gebe, übernimmt das Pferd diese Position und versucht mich zu beschützen und/oder zurecht zu weisen.
Ich muss aber dazu sagen, das für mich autoritäre Erziehung nichts mit schlagen, verprügeln oder anschreien zu tun hat. Sondern das das Pferd einfach seine Grenzen kenn und wenn es die überschreitet zurecht gewiesen wird. Sei das mit erhobener Stimme, einem scharfem Blick oder auch mal einem Klapps. Eben so, wie es jedes ranghöhere Tier auch machen würde.
Ich kenn ein paar Leute, dei ihr Pferd antiautoritär "erzogen" haben. Bei allen ist es immer schief gegangen und Pferdi bestimmt, was gemacht wird. Es lässt sich nicht einfangen, nicht das Halfter dran machen, dreht beim reiten plötzlich um ("irgendwas gefällt ihm heute an dem weg nicht, wollen wir einen anderen nehmen?") und macht einfach was es will. Aber alle anderen Leute mit erzogenen Pferden werden vorwurfsvoll ansgeschaut, wenn die Pferde mal einen Klapps kriegen.
Bei einem anderen Beispiel drückt das Pferd seinen Besi gerne mal beim putzen an die Wand und führt sich so auf, das es sogar mit Führkette aus der Box geholt werden muss, damit man es vor der Box überhaupt anbinden kann.

„Richtig Reiten reicht“(Paul Stecken)
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