Hallo
Jetzt gebe ich auch noch meinen Senf dazu. Ich habe mir vor ziemlich genau drei Jahre einen Absetzer gekauft. Für mich war das damals ganz bewusst die Entscheidung ein ganz junges Pferd zu kaufen.
Hintergrund war, dass ich mein erstes Pferd 11-jährig wegen Arthrose im Rücken einschläfern lassen wollte und die zwei Jahre, die ich sie hatte, mit Korrektur reiten verbracht habe.
Ich wollte ein junges Pferd, dem ich entsprechend Zeit lassen kann. Das Ziel wäre irgendwann einmal dressurmässig Richtung L zu kommen, wenn sie Spass dran hat, zu springen, in letzter Zeit ist da auch noch ein gewisses Interesse an Geländehindernissen dazugekommen und ins Gelände zu gehen, evtl. mal einen Wanderritt mitmachen zu können.
Als ich Bohème gekauft habe, bin ich davon ausgegangen, dass ich sie zum Anreiten komplett in Beritt geben werde. 2,5 Jahre sind ein lange Zeit und in der Zeit hat sich manches verändert.
Ich hatte das Glück in der Zeit eine gut ausgebildete RB (bis ungefähr L) zu haben, auf der ich zumindest ein Jahr lang regelmässig Unterricht nehmen konnte, bevor sie verletzungsbedingt lange nur noch Schritt geritten werden konnte.
Inzwischen bin ich soweit, dass ich plane, Bohème selber mit Hilfe einer RL anzureiten und sie nur, wenn ich mit Hilfe von unten aus nicht mehr weiterkomme, bereiten zu lassen.
Ich muss allerdings auch sagen, dass sich dieser Entschluss, es selber zu versuchen, erst wirklich gefestigt hat, als ich festgestellt habe, dass es mir Bohème bis jetzt sehr leicht macht. Auch wenn ich sie es am Dienstag zum ersten Mal geschafft hat mich richtig sauer zu machen. Dafür war sie heute wieder der grösste Schatz, den man sich vorstellen kann.
Niemand hier weiss, wie gut du tatsächlich reitest und wieviel Erfahrung du mit jungen Pferden hast. Daher kann dir hier eigentlich auch niemand wirklich zum Kauf raten, genauso, wie niemand dir wirklich davon abraten kann.
Insgesamt habe ich den Eindruck, dass du dir die Sache gut überlegt hast und nicht einfach Hals über Kopf hineingestolpert bist.
Wichtig ist meiner Meinung nach, dass du bereit bist, dich und dein Können entsprechend selbstkritisch zu beurteilen, dich entsprechend weiterzubilden, Unterricht zu nehmen, wenn es dir liegt und hilft, auch die entsprechenden Bücher zu lesen und dir eben auch rechtzeitig kompetente Hilfe zu holen.
Ich wünsche dir jedenfalls, dass, wenn die Ankaufuntersuchung ok war, es mit dem Pferd so klappt, wie du es dir jetzt wünschst.

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Auch, wenn einige das nicht gehofft haben...



