weiß jemand eine Erklärung, warum viele Pferde sich vor einem Holzstapel, Baumstumpf oder Ähnlichem fürchten?
Oder ist das einfach nur, weil sich die Umgebung damit verändert hat?
Ich hab die Erfahrung gemacht, dass es nur das Unbekannte ist, was den Pferden Angst macht.
Pferde sind absolute Gewohnheitstiere und fürchten sich deshalb leicht, wenn etwas anders ist, als gewöhnlich. Da muss es kein Baumstapel sein, das kann auch ein Heuballen oder ein Mülltonne sein, die sonst nicht da ist.
Da hilft einfach nur zeigen, drüber weg reiten, dran gewöhnen.
LG Lelie
Es mag auch noch von den Urpferden herrühren, wo so ein Holzstapel ein perfektes Versteck für Angreifer hätte sein können.
Darum beäugen viele Pferde diese Dinge kritischer.
Gestern war es auf jeden Fall mal wieder offensichtlich, dass Pferde mit beiden Augen verschieden etwas sehen. Damit meine ich: beim Hinweg hat Nicos die Monster mit dem rechten Auge mehr wahrgenommen und beim Rückweg mit dem Linken. Beide Male wurde geschnaubt und und die Hinterhand weggedreht.
Man könnte ja denken, wenn ein Pferd sich ersteinmal mit einem xbeliebigen Holzstoß "angefreundet" hat erschreckt er vor so etwas Gleichausehendem nicht mehr. Aber da irrt man.
Obwohl ich auch schon von liegenden Baumstämmen aufgestiegen bin sind Andere ganz schrecklich.
Früher war ich der Auslöser.Wie oft habe ich gedacht...o o ...da vor wird sich Nicos erschrecken. Natürlich kam das dann auch. Mittlerweile habe ich mich ganz gut im Griff und denke anders. Es geht dadurch wirklich leichter.
Mittlerweile denke ich auch über das Anhalten und extreme Zeigen in solchen Situationen anders. Ich möchte einfach auch mal weiterreiten können, dabei lasse ich ihn schauen zeige ihm aber deutlich, dass es weitergehen soll.
Früher habe ich bei jedem Dies und Das angehalten und ihn bis zu dem
" Hindernis" gehen lassen. Doch das kann auch zum Spiel werden.
Natürlich gibt es auch solche Situationen noch aber selten. Danach bestimme ich dann wieder den weg.
Bei meiner RB (auch schon etwas älter) habe ich das Gefühl, dass man merkt, dass er älter wird und vielleicht nicht mehr so gut sehen kann.
Früher waren ihm Baumstämme und alles egal.. Mittlerweile erschreckt er sich wirklich und fürchtet sich, aber auch nur, wenn sie links auftauchen. Rechts ist es deutlich seltener...
Neulich bin ich dann mit ihm ohne Sattel eine Runde um die Weiden gewesen und an einem Haus hat auf einmal Jemand Schrott in einen metallenen Anhänger gewuchtet.. Man könnte es nicht sehen, aber hören.. Ich wusste natürlich was es ist, aber der Kleine blieb erstmal erschrocken stehen..
Ich bin erst einmal von dem Dicken runtergefallen, und das war als die auf der anderen Straßenseite mit Plastikplanen zumgefuchtelt haben und dann irgendwann auch noch eine Stallkollegin mit einem riesigen Baumstamm auf den Hof kam (à pro pos Baumstam ).. Zack.. da war der Sprung zur Seite und ich unten.. So schnell kanns gehen...
Ich muss zugeben, ich liebe es, wenn Pferde so aufmerksam sind! Wie man dann merkt, dass es "nachdenkt" und in sich echt zwiegespalten ist zwischen weglaufen und vertrauen
So habe ich das noch gar nicht gesehen. Nicos läuft zwar fast nie weg, sondern bleibt stehen, läßt sich aber immer leichter " überreden" weiter zu gehen oder gar nicht erst an zu halten.....Auch rede ich immer beruhigend auf ihn ein.
Vielleicht ist das ja ein Zeichen mehr Vertrauens
@ urmeli: Ja, unser kleiner läuft auch nicht weg, aber Platz und Zeit für einen "Hopser" (bei 800kg schon ganz nett ) ist in ganz gefährlichen Situationen schon drin
Sonst ist er auch eher der Stehenbleiben-Typ