Hey Leute,
kurze Vorgeschichte:
Wir haben einen mittlerweile 15-jährigen Wallach bei uns im Stall, er hatte bis 2055 einen Pfleger, danach eine Pflegerin.
Früher hatte der Wallach nur Rennen im Kopf, was ihm der Pfleger gut abgewöhnt hat, die Pflegrin wohl wieder etwas an (meine Meinung), da er sich mittlerweile im Gelände wieder schwerer heben lässt.
So, dieses Mädel ist nun vom Stall vorerst gegangen, endgültiges gibt es morgen. Die Frage ist jetzt, was nun mit dem Pferd?
Ich habe keine Lust ein Pferd zu reiten (vor allem im Gelände nicht), dass nur rennt, zumindest auf Dauer nicht.
Bodenarbeitstechnisch sieht es leider auch nicht so toll aus.
Reiterlich kann das Pferd eh fast nicht. Das Mädel reitet zwar schon 8 Jahre, hatte aber irgendwie keine richtige Lust zu arbeiten, oder so. Das weiß ich nicht genau. Man sitzt quasi auf einem Jungpferd vom reiterlichen Stand her, welches aber total verspannt ist, durch das "einfach draufsitzen und nicht mehr arg was tun".
Wahrscheinlich läuft es darauf hinaus, dass ich mich zunächst viel um das Pferd kümmern werde, ich weiß nicht, ob wir nochmals jemand Neues in den Stall holen, welche(r) auch Lust hat, sich erst mal mit dem Pferd so auseinander zu setzen, bis es wieder einigermaßen "richtig" reitbar ist. Aber mit geht es eben ums Pferd
So, ich komm jetzt mal zu den einzelnen Problemchen, die mir auf die Schnelle mal so einfallen und ein evtl. Angeh-Vorschlag von mir.
Das einfache Führen
Ja, für mich geht es schon hier los, was das Mädel als "richtig" ansah. Gerne überholt das Pferd mal, richte ich es rückwärts bleibt es eine Weile hinten, kommt aber irgendwann wieder nach vorne. Hab ich Skip mit mehrern Pferden geht das für mich einfach nicht. Aber auch alleine sollte sich m.E. nach ein Pferd gut Führen lassen.
Mein Vorschlag: Gezieltes Führtraining (mit Gerte) und Konsequenz. Also Platzarbeit und Geländearbeit, bis das Pferd wirklich hinten bleibt, auch auf Dauer!
Der Kopf
Wie oben schon beschrieben die Sache mit dem Kopf. Er tut ihn kaum runter und wenn dann nur kurz. Klar sind hier Verspannungen (Rücken wegdrücken) etc. vorprogrammiert.
Mein Vorschlag: Longenarbeit, evtl. mit Champon, dass er zunächst mal v/a geht und etwas gutes für den Rücken getan wird. Zur Abwechslung auch mal Stangen und Cavaletti-Arbeit dazu.
Beim ReitenMit den Zügeln "spielen" und viel Geduld haben.
Konzentration
Dieses Pferd ist es nicht mehr gewohnt sich zu konzentrieren und auch richtig zu arbeiten. Die ganze Zeit wird auf dem Platz geklotzt.
Mein Vorschlag: Beschäftigung, aber hier liegt mein Problem: Viel kann das Pferd nicht. Okay, Volten und etwas Schenkelweiche, aber das wars auch schon. Wie kann ich vermehrt sie Konzentration fördern? Durch vieles Neues? Denke da aber, dass er allgmein erst wieder lockerer werden müsste.
Allgemeinzustand - Verspannungen
Longenarbeit, Massage (wie ich halt Zeit hab, mein Hoppa geht vor), was kann ich beim Reiten alles tun, was ihm möglich ist?
Mehr Freude ans Arbeiten bringen, nur wie, außer viel Belohnen, wenn er etwas gut macht?
Gelände
Das leidige Rennen.
Meine Vorschlag: Ganz möchte ich das Gelände nicht "aufgeben", da es für mich und auch fürs Pferd eine gute Abwechslung ist. Ich könnte das Rennen durch Beschäftigung verhindern, aber viel kann er eben nicht. Volten okay, aber auf unseren wegen ist das sicherlich auch nicht immer so leich hinzubekommen und auf Wiesen etc. dürfen wir nicht. Und auch hier ist das Pferd so glotzig. Klar, soll er die Seele baumeln lassen können, aber ich finde es muss nicht unbedingt sein, dass das Pferd vor lauter schauen zicke-zacke läuft.
Was meint ihr hierzu?
Viel Geduld, Mühe und Konsequenz muss man in das Pferd reinstecken. Das ist mir klar. Ich weiß auch nicht, wie es klappen wird, wie es sein wird, von der Zeit her und allem. Ich weiß auch, dass ich mit Bodenarbeit beginnen sollte um die Führdominanz in den Griff zu bekommen.
Sollte das Mädel sich morgen umentscheiden, will ich ihr zumindest helfen. Hatte es ihr zwar schon oft angeboten, aber sie nahm es bisher nicht an. Aber für mich gehts so wirklich nicht mehr weiterDem Pferd zu Liebe.
Vielen Dank fürs durchlesen und ich bin über jeden Tip froh!!
LG


Mit den Zügeln "spielen" und viel Geduld haben. 
Dem Pferd zu Liebe.
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