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Thema: Ledergebiss

  1. #1
    aufTrab Mitglied Avatar von Neuanfang
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    Ledergebiss

    Hallo,

    die Suche gab mir leider nicht genug Auskunft.

    Nun wollte ich fragen, wer hat mit einem Ledergebiss persönliche Erfahrung? Wie wurde das Gebiss vom Pferd angenommen?
    Gab es Wunden, die wegen dem Gebiss aufgetreten sind?
    Wie lange hat das Gebiss gehalten?
    Haben eure Pferde das nicht durchgekaut?
    Muss ich die selbe Größe wählen, wie bei den handelsüblichen Gebissen?

    Freue mich schon auf Antworten.

    LG

  2. #2
    aufTrab Stammgast
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    AW: Ledergebiss

    Zitat Zitat von Neuanfang Beitrag anzeigen

    1. Nun wollte ich fragen, wer hat mit einem Ledergebiss persönliche Erfahrung?
    2. Wie wurde das Gebiss vom Pferd angenommen?
    3. Gab es Wunden, die wegen dem Gebiss aufgetreten sind?
    4. Wie lange hat das Gebiss gehalten?
    5. Haben eure Pferde das nicht durchgekaut?
    6. Muss ich die selbe Größe wählen, wie bei den handelsüblichen Gebissen?
    1. Ich, merothisches Ledergebiss
    2. Sehr gut, d. h. vollkommen problemlos, ich nehme es öfters im Winter her, finde ich einfach angenehmer fürs Pferd als das kalte Metall.
    3. Wunden Öhm, nein, warum auch?
    4. Hält noch, ich besitze es seit nunmehr 9 Jahren, schon gebraucht gekauft, gut, regelmäßige Pflege ist natürlich unabdinglich (Sonnenblumenölbad mache ich mehr oder weniger regelmäßig je nach Menge der Benutzung, laut Hersteller sollte es nach jedem Gebrauch in Öl gebadet werden, aber das mache ich definitiv nicht, muss ja auch wieder abtrocknen das Öl)
    5. Nein s. 4. immer noch ganz und in Gebrauch. Die Pferde können selbiges auch gar nicht durchkauen, da ja dafür das Kinnbändchen sorgt, ist dieses ordnungsgemäß befestigt legt es das Gebiss so passend hin, dass da die Zähne nicht durchbeißen können.
    6.Da bin ich überfragt, wie gesagt meines war gebraucht von einer Freundin, ich habs mir ausgeliehen, geschaut obs passt und sodann bezahlt. Wenn Du willst, messe ich es die Tage mal ab, dann kann ich Dir sagen, ob die Größe identisch ist mit der Metallgebissgröße von meiner Stute.

  3. #3
    aufTrab Mitglied Avatar von Neuanfang
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    AW: Ledergebiss

    Hallo Mirage,

    danke für deine Antwort.
    Ich habe jetzt ein Ledergebiss angeboten bekommen, denke aber dass es von der Größe her zu groß ist, deswegen wäre klasse, wenn du das mal ausmessen könntest. Wobei sie wohl auch nicht in allen Größen gibt?

    Mit Wunden meine ich, dass nun mehrfach gelesen habe, dass Schleimhäute etc. zu sehr gereizt werden und Beschädigungen davon tragen. Das möchte ich natürlich nicht.

    Das Ledergebiss sieht nicht danach aus, als hätte es noch ein Kinnriemen. Muss dieser immer zwangsläufig dabei sein oder gibt es da auch unterschiedliche Versionen von Ledergebissen? Habe mich mit Ledergebissen noch nicht wirklich auseinander gesetzt, noch nie selber eines gebraucht und habe deswegen von denen auch keine Ahnung, wie man merkt.

  4. #4
    aufTrab Professor Avatar von Wunschtraum
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    AW: Ledergebiss

    @Neuanfang: Ein merothisches Ledergebiss ist mit Kinnriemen, ein einfaches Ledergebiss ist ohne Kinnriemen.

    Das merothische Ledergebiss könntest du theoretisch restlichen Trensenzaum reiten, weil es durch den Kinnriemen am Pferdemaul befestigt ist. *klick* Würde ich persönlich aber nicht machen, weil man da den Kinnriemen schon ordentlich eng machen muss. Dann lieber mit Trensenzaum und lockererem Kinnriemen.
    Geändert von Wunschtraum (21.11.2010 um 20:54 Uhr)
    „Richtig Reiten reicht“(Paul Stecken)

  5. #5
    aufTrab Mitglied Avatar von Neuanfang
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    AW: Ledergebiss

    Zitat Zitat von Wunschtraum Beitrag anzeigen
    @Neuanfang: Ein merothisches Ledergebiss ist mit Kinnriemen, ein einfaches Ledergebiss ist ohne Kinnriemen.
    Und was ist an denen für ein Unterschied im Pferdemaul? Gibt es da einen?

  6. #6
    aufTrab Professor Avatar von Wunschtraum
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    AW: Ledergebiss

    Das merothische Ledergebiss kann eben ohne Kopfstück geritten werden. Da hab ich dir ja ein Bild verlinkt. Nachteilig finde ich, dass man den Kinnriemen recht fest machen muss und das Pferd ein lange Maulspalte und und ein ausgeprägtes Kinn haben muss, damit das Gebiss ohne Kopfstück an Ort und Stelle liegt.

    Man kann es aber auch einfach mit Kopfstück reiten. Da führt der lockerer verschnallte Kinnriemen eventuell zu einer ruhigeren Lage im Maul, wobei ich mir da nicht sicher bin.
    „Richtig Reiten reicht“(Paul Stecken)

  7. #7
    aufTrab Mitglied Avatar von Neuanfang
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    AW: Ledergebiss

    Ja das BIld habe ich gesehen. Habe mir über Google auch noch andere BIlder angesehen und da wo halt kein Kinnriemen ist, fragt ich mich wie ist das Verhältnis im Maul. Wird dort die flache breite Seite auf der Zunge liegen, oder die kurze Seite. Laut Bild müsste dann ja die kurze Seite aud der Zunge liegen, so wie dir RInge da angebracht sind, oder nicht?
    Ich hoffe man versteht, was ich meine.

  8. #8
    aufTrab Professor Avatar von Wunschtraum
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    AW: Ledergebiss

    Also nach dem Bild zu urteilen würde ich auch sagen, dass die schmälere Seite auf der Zunge aufliegt.
    „Richtig Reiten reicht“(Paul Stecken)

  9. #9
    aufTrab Mitglied Avatar von Neuanfang
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    AW: Ledergebiss

    Juchu, man hat mich verstanden. :-)

    Könnte es dadurch eher zu Problemen kommen, die Wunden im Maul verursachen? Denke dass da das Leder auch rauher ist oder?

  10. #10
    aufTrab Mitglied
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    116

    AW: Ledergebiss

    Hallo,
    ich weiß, dass es viele ReiterInnen gibt die von dem Ledergebiss begeistert sind.
    Ich bin es nicht !!!!!
    Das Ledergebiss liegt entweder ruhig im Maul des Pferde. Wie es hier schon beschrieben wurde wird es dann mit einem Kinnriemen befestigt.
    Dieses Gebiss liegt auf den seitlichen Stegen des Maules auf und wirkt *scharf * auf die Kinnlade und die Zunge des Pferde.
    Oder aber es liegt lose im Maul dann hindert es das Pferd am ruhigen kauen und der sicheren Anlehnung bwz. der weichen und stetigen Verbindung zwischen Reiterhand und Pferdemaul.


    Wenn ich höre, - Ich nehme das Gebiss im Winter, finde es einfach........!- dann ärgert mich eine solche Aussage schon.
    Wir sind keine Pferde und unsere Pferde haben ein recht darauf nicht vermenschlicht zu werden !!!!!
    Ein Gebiss im Maul eines Pferdes ist sehr schnell angewärmt und Pferde zeigen hier fast garkeine empfindlichkeit. Außerdem gibt es auch noch andere Materialien als Leder bei den sehr sehr wenigen Pferden die hier empfindlich sind. Falls das der Fall sein sollte, kann ich wie eben beschrieben auch ein Nategebiss verwenden oder das Gebiss in meiner Hand kurz anwärmen.

    Was ist denn für ein Gebiss im Maule ines Pferdes wichtig:

    - es darf nicht scharfkantig sein,
    - es soll ruhig im Maul liegen,
    - es soll das Pferd zum kauen anregen,
    - es soll so weich wie möglich sein ( Je nach Reitweise und Ausbildungsstand des Pferdes)
    - das Pferd soll sich damit wohl fühlen und somit zur Mitarbeit anregen
    - es soll leicht uns sauber zu reinigen sein
    - breit sein soll, denn je breiter und schwerer ein Gebiss ist umso ruhiger liegt es im Maul des Pferdes.

    Und nun fragen wir uns mal ob ein dünnes, leichtes Ledergebiss, dass nur schwer zu reinigen ist, auf die Kinnlade und die Zunge wirkt, fest zugeschnallt werden muss oder sich frei im Maul bewegt und dazu noch seine Eigenschaft ändert, wenn es eine weile im Maul des Pferdes liegt den Eigenschaften entspricht, die Pferdegerrecht sind.
    Jolly
    Streite dich nie mit Vollidioten, denn sie ziehen dich auf ihr Niveau runter und dort schlagen sie dich durch Erfahrung!

  11. #11
    aufTrab Stammgast
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    AW: Ledergebiss

    Zitat Zitat von Neuanfang Beitrag anzeigen
    Mit Wunden meine ich, dass nun mehrfach gelesen habe, dass Schleimhäute etc. zu sehr gereizt werden und Beschädigungen davon tragen. Das möchte ich natürlich nicht.

    Das Ledergebiss sieht nicht danach aus, als hätte es noch ein Kinnriemen. Muss dieser immer zwangsläufig dabei sein oder gibt es da auch unterschiedliche Versionen von Ledergebissen?
    Schleimhautreizungen o. ä. sind mir nicht bekannt, auch keinem der Bekannten von mir, die ein Ledergebiss ins Maul tun. Ich könnte mir eher vorstellen, dass evtl. manche Pflegemittel fürs Gebiss das Pferd negativ reagieren lassen.

    Ein Kinnriemen muss zwangsläufig vorhanden sein, weil sonst das Gebiss instabil ist und durchgekaut werden kann. Die mir bekannten Ledergebisse ohne Kinnriemen sind keine reinen Ledergebisse, sondern einfach nur mit Leder ummantelt, haben aber einen festen Metallkern. Reine Ledergebisse ohne Kinnriemen kenne ich nicht.

    Zitat Zitat von Neuanfang Beitrag anzeigen
    Wird dort die flache breite Seite auf der Zunge liegen, oder die kurze Seite. Laut Bild müsste dann ja die kurze Seite aud der Zunge liegen, so wie dir RInge da angebracht sind, oder nicht?
    Mal abgesehen davon, dass das Gebiss auf dem Foto von Wunschtraum definitiv deutlich zu groß ist, liegt die flache Seite auf der Zunge. Um das Gebiss im Maul aufzustellen bedürfte es einer Hebelwirkung (die es nicht hat) oder einer sehr starken nach oben hebelnden Handeinwirkung.

    Zitat Zitat von Jolly-Jumper Beitrag anzeigen
    Dieses Gebiss liegt auf den seitlichen Stegen des Maules auf und wirkt *scharf * auf die Kinnlade und die Zunge des Pferde.
    Diese Worte aus Deinem Mund? Ich dachte bisher Du seist dahingehend der gleichen Meinung wie ich, dass ein Gebiss nur so scharf ist wie die Reiterhand. Aber so kann man sich täuschen.

    Zitat Zitat von Jolly-Jumper Beitrag anzeigen
    Wenn ich höre, - Ich nehme das Gebiss im Winter, finde es einfach........!- dann ärgert mich eine solche Aussage schon.
    Was bitteschön ärgert Dich daran? Das ist meine Intention ein Ledergebiss zu benutzen, fertig. Übers Vermenschlichen kann ich ehrlich gesagt nur lachen, ich bin der letzte, der ein Pferd vermenschlicht. *schmunzel*

    Zitat Zitat von Jolly-Jumper Beitrag anzeigen
    Ein Gebiss im Maul eines Pferdes ist sehr schnell angewärmt und Pferde zeigen hier fast garkeine empfindlichkeit. Außerdem gibt es auch noch andere Materialien als Leder bei den sehr sehr wenigen Pferden die hier empfindlich sind. Falls das der Fall sein sollte, kann ich wie eben beschrieben auch ein Nategebiss verwenden oder das Gebiss in meiner Hand kurz anwärmen.
    Blos weil ein Pferd nicht alles zeigt, heißt das noch lange nicht, dass es etwas nicht doch als unangenehm empfindet.

    Im übrigen ist mein Pferd weder empfindlich noch sonstwas, ich bin nämlich kein Verfechter oder Gegner von verschiedenen Gebissmaterialien. Ich reite genauso - wenn nicht sogar öfter im Verhältnis - mit normalem Metallgebiss wie mit Leder.

  12. #12
    aufTrab Mitglied Avatar von GuyWithAPony
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    AW: Ledergebiss

    Für mich gibt es 2 sehr gute Gründe, mit einem ledergebiss zu reiten:

    1) Pferde, die zu allergischen Reaktionen auf beinah jede mögliche metallegierung neigen, kommen meist nur mit einem ledergebiss klar - wenn man denn dann auch auf gebissringe und am besten auch die schnallen am zaum verzichtet.

    2) pferde mit sehr seltsamer anatomie - wenn man für ein pferd kaum ein passendes gebiss findet, kann ein ledergebiss eine gute option sein, denn es wird durch den speichel weich und passt sich dann genau dem maul an.

    ansonsten gilt m.m. wie für jedes andere gebiss auch: wenn pferd und reiter sich damit wohl fühlen - warum nicht?

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