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  1. #1
    aufTrab Stammgast Avatar von filou
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    Prioritäten bezüglich Sattel

    Ich möchte Euch bitten, alle Meinungen tolerant zu Wort kommen zu lassen, denn ich möchte hier meine Mittagspause damit verbringen, ein mehr oder weniger heikles Thema anzusprechen:

    Der Sattel ist bei den meisten von uns die teuerste Ausstattung eines Reitpferdes. Nur wie teuer muss der wirklich sein Eurer Meinung nach? Muss er angepasst werden und - falls ja, von wem? Welche Erfahrungen habt Ihr mit Sparmaßnahmen Eurerseits oder seitens Stallkollegen, die Ihr beobachtet?

    Ich leg mal vor:
    Zeit meines Lebens reite ich Schulpferde, also vom Alter von 10 Jahren, bis ich vor 4 Monaten mit 33 Jahren meinen Wallach kaufte. Die Sättel wurden von ein paar pferdeerfahrenen Menschen aus dem Verein begutachtet und wenn das Pferd keine Druckstellen bekam, war alles ok. Nun, wo ich meinen Wallach habe, beobachte ich genauer, sehe tägliche Veränderungen. Ich habe eine Reitbeteiligung. Gymnastiziere ich vor ihren zwei Tagen den Rücken gut, wird er bei meinem Wallach richtig weich. Danach ist er wieder hart. Die Reitbeteiligung kann nicht viel, aber bei dem was sie kann, ist sie sehr fein im Sitz und in der Hilfengebung. Vermutlich ist da mein Sitz im Moment eher das Problem als ihrer, aber ich reite derzeit nicht (wegen Sattel s.u., und einer Verletzung). Ich habe auch mit der Reitlehrerin gesprochen und sie meint auch, er würde ein bisschen versuchen, sich dem Sattelmonster zu entziehen.

    Seitdem führe ich Gespräche: Welche Preisklasse von Sattel brauche ich ... anpassen ... durch wen ... ? Immer klarer wird, dass hier sehr oft "der Hund begraben" liegt: Pferde von Personen, die mir sagen, es reicht, wenn einem ein Verkäufer einen Sattel um die 500 Euro bringt, laufen wesentlich spanniger im Durchschnitt als welche, die sagen, der Sattlermeister muss anpassen und ein guter Sattel kostet schon so 2500 Euro aufwärts - oft merken das die Leute mit den billigen Sätteln selbst ja gar nicht, weil das reiterliche Können fehlt, manche Ausnahmen bestätigen auch die Regel.
    Daher meine Entscheidungen:
    • Es muss der Sattlermeister zum Pferd kommen, nicht ein Fachhandelsverkäufer.
    • Es muss ein Sattlermeister sein, der sich auf einen Satteltyp spezialisiert hat und selbst reitet, denn jede Reitweise hat ihre Besonderheiten, die berücksichtigt werden müssen.
    • Es muss ein Sattlermeister mit besonderen anatomischen Kenntnissen sein, z.B. Zusatzausbildung, Auszeichnung in der Richtung nachweisen.
    • Ein Sattler, der einem einen Sattel verkaufen will, den man von vornherein nur mit Pad drunter benutzen kann, kann gleich wieder gehen.
    • Der Sattel kostet dann halt entsprechend, aber im Vergleich zu Gesundheitskosten für Rückenschäden bis hin zur Frührente eines Pferdes sind das ja wieder Peanuts.
    • Es wird nicht auf Biegen und Brechen ein gebrauchter Sattel angepasst, nur weil er billiger ist und bisher einer guten Freundin gehört.
    • Bei der Auswahl hat der Hintern meiner Reitbeteiligung wenig Mitspracherecht, denn sie kann notfalls gehen oder sich selbst einen anpassen lassen, Sattel, Pferd und ich bleiben hingegen zusammen. Wenn ihm zwei Modelle passen und ich mich partout nicht entscheiden kann, kann sie ja mal mit ihrem Hintern testen.
    • Ich reite selbst nicht mehr, bis ich einen so passenden Sattel habe. Bis dahin muss Pferdi bei mir was anderes arbeiten, um seinen Rücken zu schonen.


    So, jetzt bin ich gespannt, was von Euch kommt. Bitte lasst die Menschen mit den Billigsätteln genauso am Leben wie die Wahnsinnigen, die den Wert einer Eigentumswohnung ans Pferd bauen

  2. #2
    Evi
    Evi ist offline
    aufTrab Stammgast Avatar von Evi
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    AW: Prioritäten bezüglich Sattel

    Also ich werde im Sommer auch einen "neuen" Sattel kaufen. Bei mir wird es alerdings ein gebrauchter werden. Ich denke das ein Sattel nicht teuer oder das neuste Modell sein muss, er muss nur passen.

    Ich habe mich mal erkundigt und einen gebrauchten Markensattel bekommt man schon ab 300€ von Sattlern. Deswegen habe ich mir überlegt für 300-400€ einen gebrauchten Sattel zu kaufen. Vorab fahre ich zu der Sattlerin um mir ein Modell auszusuchen und danach kommt sie dann mit verschiedenen Modellen zum Hof. Dort wird dann geguckt welcher am besten passt. Wenn keiner 100% liegt wird halt nachgebessert.

    Von Fachverkäufern halte ich ncihts, wenn es darum geht zu entscheiden ob ein Sattel passt, denn die meisten wollen halt nur ihre Sachen verkaufen. Ein guter Fachverkäufer wird dich aber auch darauf hinweisen einen Sattler zu rate zu ziehen und dir den Sattel mitgeben.
    Solange Menschen denken,daß Pferde nicht fühlen, müssen Pferde fühlen das Menschen nicht denken!

  3. #3
    aufTrab Professor Avatar von Wunschtraum
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    AW: Prioritäten bezüglich Sattel

    @ filou: die von dir aufgestellte Liste finde ich sehr gut und habe in den Punkten die gleiche Einstellung.

    Das wichtigste ist, das der Sattel dem Pferd wirklich passt. (Wir laufen ja auch nicht mit unpassenden Schuhe herum).

    Aber natürlich sollte sich auch der Reiter in dem Sattel wohl fühlen.

    Die Preisklasse ist so eine Sache. Wenn ein gebrauchter Sattel optimal angepasst werden kann, warum nicht? Markensättel (Kieffer, Passier, etc.) bekommt man ab 1300 Euro aufwärts, hat dann aber auch einen gut verarbeiteten Sattel.
    Bei uns im Stall haben vor einer Woche auch ein paar Leute neue Sättel gekauft. Die haben alle so um die 1600 Euro ausgegeben. Und das ist ein Preis der in Ordnung ist.

    Ich bin der Meinung es muss nicht das teuerste Modell sein, wenn eins für 300 Euro weniger genauso gut passt, aber das muss jeder selbst entscheiden.

    Von "Billig-Sätteln" halte ich pesönlich sehr wenig, da die Verarbeitung und die Qualität des Leders meistens sehr zu wünschen übrig lässt und sie oft nicht so flexibel anzupassen sind.
    „Richtig Reiten reicht“(Paul Stecken)

  4. #4
    aufTrab Professor Avatar von Steffi
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    AW: Prioritäten bezüglich Sattel

    Ich würde auch auf jeden Fall einen guten Sattler kommen lassen!
    Von Billigsätteln halte ich nicht viel...die passen oft nicht gut und gehen schnell kaputt, oder man kann sie nicht anpassen lassen.
    Es muss aber auch nicht gerade das ganz teure Modell sein. Wenn ein gebrauchter Markensattel gut passt, oder angepasst werden kann, dann ist das doch auch eine gute Lösung. Man kann dann ja immer noch auf das ganz tolle, neue Modell der Marke XY sparen...

    Ich hab in meinem Reiterleben schon auf vielen verschiedenen Sätteln gesessen, und ich muss sagen, dass die Markensättel bequemer waren, als die billigen. Außerdem sind die Pferde mit den teureren Sätteln besser und entspannter gegangen. Vemutlich, weil man als Besitzer einen teuren Sattel nicht einfach so auf's Pferd legt, sondern darauf achtet, dass der dann auch perfekt passt. Bei den billigeren Sätteln konnte ich beobachten, dass die Besitzer da öfter mal ein Auge zudrücken...Rutschen, Kippen, zu enge Kammer, blockierte Schulter...alles zu Lasten des Pferdes.
    Bei anderen konnte ich beobachten, dass die guten, kompetenten Reiter relativ teure Sättel für ihre Pferde haben. No Name oder Billigteile sieht man häufiger in Schulbetrieben und bei reinen Geländereitern. Muss ja nicht unbedingt schlecht sein, aber die Sättel sollten meiner Meinung nach auf jeden Fall von einer Fachperson (und damit meine ich einen Sattler) beurteilt und angepasst werden. Klar, ganz unpassende Sättel erkennt jeder, der ein bisschen Ahnung hat, aber man sollte immer die Meinung eines Fachmanns einholen, gerade wenn es um so etwas wichtiges, wie einen passenden Sattel geht.
    Ach ja, und ein Sattel sollte nicht angepasst und dann zig Jahre benutzt werden, ohne dass überprüft wird, ob er noch gut liegt! Wie oft hab ich schon den Satz gehört "Aber der Sattel wurde dem Pferd doch extra angepasst, der muss passen"...klar, vor 10 Jahren hat der auch mal gepasst...

    Nur mit passendem Sattel kann ein Pferd anständig geritten werden und gesund alt werden!

    Schön, dass Du Dir Gedanken darüber machst, Filou! Dein Pferd hat es gut!
    Liebe Grüße von der Steffi

  5. #5
    aufTrab Guru
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    Pfeil AW: Prioritäten bezüglich Sattel

    Hallo!
    Ich habe im Moment auch ein großes Sattelproblem!
    Ich habe viele Sättel, aber die passen nicht immer!
    Pferde verändern sich leider ja auch!

    Ich will mal kurz aufzählen, was ich so habe.

    Ramona:
    Hat einen Cobra Maßsattel, der passt ihr perfekt und seitdem läuft sie unter dem Sattel auch ganz anders!
    Ich liebe diesen Sattel und auch mir passt er super!

    Arame:
    Hat auch einen Cobra Maßsattel (nachdem ich mit dem ersten so super zufrieden war), den braucht sie aber im Moment wegen Babypause ja nicht.

    Mit diesem Sattel bin ich nicht zufrieden.
    Er passt dem Pferd "solala" (sie hat eine sehr sehr schwierige Sattellage, und er ist bisher schon das Beste, was bisher draufgelegen hat und wir haben viel probiert!) und ich finde den Sattel einfach nur furchtbar!

    Haben ihn schon bestimmt 3 mal von der Firma Cobra ändern lassen, so dass es eben "geht".
    Sie fühlt sich damit auch "gut" an, aber eben nicht "super" und ich sitzte da überhaupt nicht gerne drin.

    Luffer:
    Hatte einen Lemetex Cresta, der im supergut passte.
    Den hab ich aber mit einer Freundin getauscht, als er nicht mehr geritten wurde... Und die gibt den Sattel nicht mehr weg...

    Jetzt wird er wieder geritten -> Sattelproblem!
    Derzeit hat er Arames Cobra mit, der passt "ganz okay" aber nicht optimal.
    Sprich keine Dauerlösung...

    Da er aber jetzt noch im Muskelaufbau ist, kann ich finanziell nicht hergehen und ewig viel Geld in nen neuen Sattel stecken.

    Mein Wintec Isabell Werth (den ich lieeeebe!!! Und den Arame vor dem Cobra hatte) passt im auch nicht optimal, da ist der Cobra besser (aber den braucht Arame ja auch mal wieder! ).

    Jetzt hab ich noch einen Kieffer Lech DL Profi, den ich am Donnerstag zum Probieren mitnehme (ich hasse ihn... Den hatte Ramona vorher)

    Ich hoffe dass der passt, bzw. man den ändern kann.
    Denn an den guten Cobras lasse ich nicht "unnötig" rumschneiden!
    Ansonsten muss ein Sattler mit gebrauchten Sätteln anrücken...

    Kurz: Ich bin echt verzweifelt!




    Mit deinen Kriterien ist das bei mir so:

    Es muss der Sattlermeister zum Pferd kommen, nicht ein Fachhandelsverkäufer.
    Also den Verkäufer aus Reitsportgeschäft XY der mal ne Schulung gemacht hat, den lasse ich auch nicht mehr ans Pferd!!!

    Es muss ein Sattlermeister sein, der sich auf einen Satteltyp spezialisiert hat und selbst reitet, denn jede Reitweise hat ihre Besonderheiten, die berücksichtigt werden müssen.
    Ich lege auch Wert darauf, dass Jemand Fachmann in "meiner Reitweise ist".
    Ein Meister muss es aber nicht sein. Nicht jeder Meister ist auch gut!

    Es muss ein Sattlermeister mit besonderen anatomischen Kenntnissen sein, z.B. Zusatzausbildung, Auszeichnung in der Richtung nachweisen.
    Ist nicht schlecht!
    Ich lasse die Sättel auch gerne vom Osteopathen beurteilen!
    Der hat gute anatomische Kenntnisse.
    Die "Umsetzung" liegt dann wieder beim Sattler!

    Ein Sattler, der einem einen Sattel verkaufen will, den man von vornherein nur mit Pad drunter benutzen kann, kann gleich wieder gehen.
    Ist mir noch nie passiert.
    Konnte bei den Maßsätteln erst einen Probesattel "testen" und bei den Sätteln von der Stange durfte ich teilweise ne Woche Probe reiten!

    Der Sattel kostet dann halt entsprechend, aber im Vergleich zu Gesundheitskosten für Rückenschäden bis hin zur Frührente eines Pferdes sind das ja wieder Peanuts.
    Das stimmt!
    Ich lege da schon Wert darauf.
    Es muss nicht das "Beste vom Besten" sein, gute bis gehobene Mittelklasse ist okay, aber ein "Billigsattel" aus dem Katalog kommt auf keinen Fall in Frage!

    Es wird nicht auf Biegen und Brechen ein gebrauchter Sattel angepasst, nur weil er billiger ist und bisher einer guten Freundin gehört.
    Wenn das aber "technisch" möglich ist, finde ich diese Alternative super.
    Es muss kein neuer Sattel sein!
    Ich habe auch meine Sättel in der "Zwischenzeit" oft an Freunde "verliehen".
    Es kann sich ja nicht jeder immer SOFORT einen perfekten Sattel LEISTEN!
    Teilweise MUSS mal mit Übergangslösungen leben, die aber nur "zum Übergang" sein sollten!

    Ich reite selbst nicht mehr, bis ich einen so passenden Sattel habe. Bis dahin muss Pferdi bei mir was anderes arbeiten, um seinen Rücken zu schonen.
    Das muss man finde ich immer von Fall zu Fall sagen, ob man "gar nicht mehr Reiten kann" oder eben mit ner "Übergangslösung".




    Ich finde Reiter sollten schon auf den passenden Sattel achten.

    Bei Schulpferden passen die Sättel heutzutage ja Gott sei Dank auch meist schon viel besser!

    Ein guter Sattel kostet natürlich Geld, und das kann sich nicht jeder leisten, aber wie gesagt es muss ja nicht "das Beste vom Besten" sein, auch in unterer bis mittlerer Preislange gibts schon gute Produkte!

    Sie müssen eben nur PASSEN und FACHGERECHT ANGEPASST SEIN!

    LG Sky

  6. #6
    aufTrab Professor Avatar von Steffi
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    AW: Prioritäten bezüglich Sattel

    Ich glaub wir sind uns diesmal alle einig!

    Ein Sattel muss passen und von einer Fachperson angepasst werden!
    Liebe Grüße von der Steffi

  7. #7
    aufTrab Stammgast Avatar von filou
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    AW: Prioritäten bezüglich Sattel

    Ich glaub, das mit dem gebrauchten Sattel hab ich missverständlich formuliert. Ich hab da geschrieben "auf Biegen und Brechen", weil ich grade eine liebe Freundin hab, deren letztes Pferd eine zierliche Stute war und die jetzt einen ziemlichen Brocken hat. Mit dem Argument "aber Deiner ist doch schmal" meint sie, der müsse irgendwie passend zu bekommen sein, weil mein Wallach wirklich keine Schulterbreite hat, aber mit seinen 170 cm ist er noch breiter als er aussieht. Ihr Stuterl war keine 160, da ist zwischen schmal und schmal schon ein Unterschied. Das Ding passt einfach nicht und ich werd's nicht nehmen, egal, welcher Meinung das ist.

    Kürzlich habe ich tatsächlich bei einem Pferd eine gesehen und, weil ich ja auch suche, die Besitzer angesprochen. Die haben gesagt, sie waren beim Sattler im Geschäft, haben sich einen ausgesucht und nun probiert die Verkäuferin, die beim Sattler angestellt ist, die verschiedenen Größen dieses Sattels auf's Pferd. Öha.

    Eine Freundin hat sich einen Dressursattel gekauft und ab dem ersten Tag, obwohl sie eher "Weichsitzkünstlerin" ist, ein Fellpad drunter gepackt. Hätte der Sattler gesagt, würde man bei den modernen Dressursätteln immer brauchen. Öha 2.

    Ich wusste noch gar nicht, dass es Markensättel unter 2500 Euro zu kaufen gibt. Das war halt das Ergebnis ewiger Googelei. Wenn mir der Sattler einen günstigeren wirklich empfehlen kann, soll mir das auch recht sein.

    Mit meiner Übergangslösung reite ich nicht, weil ich merke, wie er sich wegen des Ding fest macht. Vier Tage gymnastizierende Bodenarbeit lösen die Verspannungen von zwei Tagen reiten. Die erste Verspannung entsteht schon durch drauf legen und wieder runter nehmen ohne Reiten. Das hab ich schon ausprobiert. Der kann das Ding so wenig leiden, dass er sich da schon fest macht. Daher werd ich auch in meinem neuen Sattel quasi von vorne anfangen und immer vom "Locker" zur Lektion entwickeln und nicht "ich kenn da noch was, das mach ich jetzt mal", ob's klappt oder nicht, ob einer von uns verspannt ist oder nicht.

    Steffi, ich bin derzeit sensibel und bzgl meines Bub schon gleich zweimal. Der ist soooo ein lieber und ich könnt hüpfen und springen vor Glück, weil meine Reitbeteiligung mich gefragt hat, was ich mit ihm mache, dass der immer noch verlässlicher und gelassener wird und dabei aber immer mehr vorwärts geht beim reiten, immer leichter reagiert als jeweils die Woche vorher. Und dann schreibst Du, der hätt es bei mir gut - mir kamen Glückstränen, denn nix anderes will ich und wenn meine Überlegungen dazu verhelfen, dass es dem Burschen gut geht, kann ich nur jubeln. Danke!

  8. #8
    Lelie
    Gast

    AW: Prioritäten bezüglich Sattel

    Interessantes Thema!
    Wir haben ja zwei Pferde in der Familie und die ehemalige Stute meiner Mutter war ein echtes Sattel-Problempferd.
    Zunächst hatte sie den (superteuren) Prestige Top Dressage, den vorher meine Stute hatte. Das ging kurz gut, dann fing er an zu rutschen. Ein neuer Sattel musste her. Also hat meine Mutter einen Albion SLK gekauft, der von einer Sattlerin entsprechend ausgemessen und teilweise maßangefertigt wurde. Ein super sitzbequemer Sattel mit einem stolzen Preis von ca. 2200 Euro neu.
    Der passte dann ein, zwei Jahre, dann war auch daran nichts mehr so zu ändern, dass er gesessen hätte.
    Ein anderer Sattler kam, probierte mit einer Osteopathin zusammen alle möglichen Sättel aus und meine Mutter bekam einen Jorge Canaves Saphir für vergleichsweise günstige 800 oder 900 Euro. War aber wohl ein ziemlicher Freundschaftspreis, hab ihn jetzt im Internet gerade für 1250 Euro gesehen.
    In dem Sattel konnte meine Mutter von Beginn an nicht so toll sitzen, aber weil er dem Pferd passte, hat sie es mitgemacht. Allerdings ging das auch nicht sehr lange gut.
    Neuer Sattel, wieder Osteopathin und Sattler in Kombination. Diesmal kam ein Busse Anky (meine Mutter schämt sich immer noch, dass sie mit einem Sattel mit diesem Namen reiten muss) für etwa 2200 Euro. Der passte mit einigen Anpassungen bis zu ihrem Tod und passt jetzt umgepolstert auch dem neuen Pferd.
    Meine Stute läuft, seit dem ich sie seit fast vier Jahren wieder reite mit einem Jorge Canaves Saphir (haben wir damals für beide Stuten gekauft, nur meiner hat eine breitere Kammer und eine größere Sitzfläche, weil er so besser auf dem Pferd lag). Der Sattler war mehrfach zur Kontrolle da und musste immer nur Kleinigkeiten verändern.
    Ich bin mit dem Sattel überglücklich, weil er flache Pauschen und einen flachen Sitz hat, was bei Dressursätteln leider schwer zu kriegen ist. Die Lederqualität ist in Ordnung, wenn auch vielleicht nicht soooo supergenial wie bei einem Albion.
    Was ich mit diesem Beispiel illustrieren will, ist, dass ein teurer Sattel, bestmögliche Anpassung durch einen absoluten Fachmann und osteopathische Beratung dabei keine Garantie dafür sind, dass der Sattel ein Pferdeleben lang passt.
    Genausowenig muss ein halb so teurer Sattel schlechter sein oder weniger lange halten.
    Ich halte absolut nichts von No Name-Billigsätteln, unangepasst am besten noch aus einem Katalog bestellt. Genauso kann ich Plastiksätteln à la Wintec nichts abgewinnen und halte sie nach wie vor für ungesünder und schlechter anpassbar.
    Aber wenn man einen Marken-Ledersattel kauft und den von einem guten Sattler, dem man vertraut, anpassen lässt, dann finde ich es bescheuert, zu sagen, dass ein guter Sattel mindestens 2000 oder 3000 Euro kosten muss.
    Es gibt eben einige Kriterien, die ich anlegen würde:
    1. Stahlfederbaum (kein Kunststoffbaum, immer bei Prestige), weil der besser anzupassen und schonender fürs Pfer ist
    2. ordentliche Lederqualität, gute Nähte usw. wegen der Haltbarkeit
    3. Lässt der Sattel sich umpolstern, wenn das Pferd sich geringfügig verändert, z.B. durch Muskelauf- oder abbau?
    4. Passen die Pauschen und die Sitzfläche, der Schnitt des Sattelblattes usw. zu mir und meinem Sitz?
    5. Und am allerwichtigsten: Fühlt mein Pferd sich damit wohl?


    Zum Thema Pads möchte ich noch eins sagen: Ich habe so einen Sattel unter den auf Anraten meines Sattlers immer eine Schabracke mit Moosgummiauflage oder sonst ein Gelpad oder Lammfellpad mit normaler Schabracke kommt. Der Grund dafür ist simpel: Der Sattel passt wunderbar, rutscht nicht, scheuert nicht, passt zum Rücken. Nur ist es für meine Stute günstiger, wenn er ein paar Millimeter höher kommt. Das könnte man erreichen, in dem man die Kissen unglaublich vollstopft. Einfacher und genauso dauerhaft gut erreicht man mit der oben genannten Variante ein perfektes Ergebnis. Also lege ich doch einfach eine entsprechende Schabracke drunter.
    Was anderes ist es, wenn der Sattel nur mit Springkissen, Löffelpads oder anderen Spezialkonstruktionen wie Vorgurten überhaupt an seinem Platz bleibt und nur so nicht zur Tortur wird.

    LG Lelie
    Geändert von Lelie (31.03.2009 um 14:05 Uhr)

  9. #9
    aufTrab Guru
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    AW: Prioritäten bezüglich Sattel

    Zitat Zitat von filou Beitrag anzeigen
    Ich glaub, das mit dem gebrauchten Sattel hab ich missverständlich formuliert. Ich hab da geschrieben "auf Biegen und Brechen", weil ich grade eine liebe Freundin hab, deren letztes Pferd eine zierliche Stute war und die jetzt einen ziemlichen Brocken hat. Mit dem Argument "aber Deiner ist doch schmal" meint sie, der müsse irgendwie passend zu bekommen sein, weil mein Wallach wirklich keine Schulterbreite hat, aber mit seinen 170 cm ist er noch breiter als er aussieht. Ihr Stuterl war keine 160, da ist zwischen schmal und schmal schon ein Unterschied. Das Ding passt einfach nicht und ich werd's nicht nehmen, egal, welcher Meinung das ist.
    Also ich hab dich glaub ich schon richtig verstanden!

    Ich wollte nur damit sagen für mich muss es nicht immer ein NEUER Sattel sein.

    Klar, es passt einfach nicht jeder Sattel auf jedes Pferd egal wie viel man anpasst und ändert!

    Vielleicht ein doofer Vergleich, aber jedem Menschen passt ja auch nicht jeder Schuh, auch wenn die Größe stimmt!

    LG Sky

  10. #10
    aufTrab Stammgast Avatar von franzl
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    AW: Prioritäten bezüglich Sattel

    Ich habe bei zwei Pferden mittlerweile vier Sättel, wobei einer noch nie richtig gepasst hat und nur bei mir zu Hause rumhängt.

    Dem Opa habe ich damals einen VS Sattel SPkt. Dressur anpassen lassen, ein Kiefer München (oder Aachen ) Pferd war fünfjährig und normal bemuskelt. Er hat sich auch nicht viel verändert, so dass ich diesen Sattel relativ lange geritten bin. Mit dem Alter kamen die Knochen mehr hervor, er wurde "Kuhlenpferd", ein neuer Sattel musste her. Den Stübben Scandica (wieder VS SPkt. Dressur) reite ich heute noch. Der wurde speziell angepasst (längers Sattelblatt, vorne mehr Polster, dadurch musste der Schwerpunkt verändert werden...) Ob seiner Rückenprobleme habe ich immer ein Gelpad drunter (in Absprache mit TA), da ich nicht jedes Mal, wenn er über Winter ein wenig einfällt, den Sattel ändern lassen kann. Zur Weidezeit passt er dann wieder optimal...

    Den Lütten reite ich meist mit dem "alten" Kiefer, der passt gut und wird von meiner Sattlerin regelmäßig geprüft. Diese Sattlerin hat auch unseren Dressursattel angepasst (Prestige Top Dressage) der ebenfalls regelmäßig von ihr kontrolliert wird. Bei ihm habe ich die Schwierigkeiten, dass er durch diverse Krankheiten Muskeln auf- und wieder abbaut... Als er jetzt im Winter so lange gestanden hat, hatte ich den Dressursattel gar nicht drauf, weil er regelrecht "runter gefallen" ist. Unter den Kiefer habe ich dann auch vorsorglich ein Gelpad gelegt... Zur Zeit passt der Dressursattel wieder, sofern er irgendwann mal richtige Dressurpferdemuskulatur aufbaut, werde ich den Sattel wieder entsprechend angepassen lassen.

    Im allgemeinen kann ich meinen Vorrednerinnen nur zustimmen. Anpassen vom Profi muss sein - finde ich - wobei Profi auch nicht gleich Profi ist

    Zu teuer muss auch nicht sein, aber eine gute Qualität ist wichtig. Meine Pferde laufen beide locker und gelöst unter den Sätteln, der Lütte hat mir genau gezeigt, dass der Dressursattel nicht mehr geht... jetzt läuft er damit wieder.
    Pads und alles andere zum Unterlegen darf mE keine Dauerlösung sein (obwohl ich es bei Opa ja machen, aber das hat andere Gründe als einen unpassenden Sattel) kurzfristig - eben nach Muskelschwund weg. Krankheit oder so finde ich es o. k.

    Wichtig für mich ist, immer in meine Pferde hineinzuhorchen und meine Sattlerin immer mal kucken zu lassen.
    Grüße von Nic

  11. #11
    aufTrab Stammgast Avatar von filou
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    AW: Prioritäten bezüglich Sattel

    Weil gerade das Gelpad erwähnt wurde: Als ich angefangen hab zu reiten, kannte man so Pads noch gar nicht. Dann kamen die verschiedenen Springkissen, Gelpads etc. und inzwischen heißt es, Gel- und Kunststoffpads soll man nicht nehmen, weil die zu dicht sind und damit Wärmestau verursachen. Das einzig tragbare seien Fellpads.
    Was haltet Ihr von dieser Aussage? Will der Handel jetzt endlich mal wieder was verkaufen, also muss nun das Gelpad, das so lange gut genug war, Mist sein oder ist das Eures Erachtens bestätigt? Ich selbst mag Gelpads hauptsächlich deshalb nicht, weil ich schon immer auf die größten Pferde gesetzt wurde und wenn man kaum hoch langen kann, ist es schon ein größeres Kunststück, das Teil mittig untern Sattel zu bekommen - es sei denn, man hat eine Tasche in Satteldecke oder Schabracke, aber in den Genuss kam ich nie.

  12. #12
    Lelie
    Gast

    AW: Prioritäten bezüglich Sattel

    Zitat Zitat von filou Beitrag anzeigen
    ...inzwischen heißt es, Gel- und Kunststoffpads soll man nicht nehmen, weil die zu dicht sind und damit Wärmestau verursachen. Das einzig tragbare seien Fellpads.
    Was haltet Ihr von dieser Aussage? Will der Handel jetzt endlich mal wieder was verkaufen, also muss nun das Gelpad, das so lange gut genug war, Mist sein oder ist das Eures Erachtens bestätigt?
    Natürlich ist ein Gelpad nicht atmungsaktiv, aber so richtig Luft kommt unter dem Sattel eh nicht an die Haut, egal womit.
    Mein Gelpad hat immer einen Baumwollbezug drum, damit der Schweiß aufgenommen wird und das Plastik nicht direkt auf der Haut liegt.
    Ich hab das Lammfellpad eigentlich auch lieber, weil es vor allem besser sitzt (kann man ja am Sattel fixieren wie eine Satteldecke), aber im Sommer finde ich das dann doch arg warm mit dem ganzen Plüsch. Und die kann man ja auch nicht soooo gut waschen...
    LG Lelie

  13. #13
    aufTrab Guru
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    AW: Prioritäten bezüglich Sattel

    Kleine OT Zwischenfrage inspiriert durch das Gelpad.
    Was habt ihr unterm Sattel liegen?
    Nur die Satteldecke bzw. Schabracke oder noch ein Pad?
    Welches Pad?

    Zum Gelpad kann ich nur sagen, wenns das Pferd "mag" dann gerne.

    Ich legs teilweise mit Baumwolltasche aber auch ohne nie auf das Fell direkt sondern immer zwischen Sattel und Schabracke!

    Was mich extrem am Gelpad nervt ist, dass es nicht an seinem Platz bleibt.
    Schon gar nicht beim auf- und absatteln.
    Da müsste man immer alles einzeln auflegen!

    LG Sky
    Geändert von Skydancer (31.03.2009 um 20:20 Uhr)

  14. #14
    Lelie
    Gast

    AW: Prioritäten bezüglich Sattel

    Ich hab meistens eine Schabracke mit Moosgummiauflage (von Grandeur oder Kavalkade) unterm Sattel. Außerdem werden zwei alte Schabracken noch mit "aufgetragen", da kommt zusätzlich ein Lammfell- oder Gelpad mit Überzug drunter. Ich lege das Pad (egal welches) immer direkt aufs Fell, darüber die Schabracke. Hab ich von meiner ehemaligen RL und vom Sattler so gelernt.
    LG Lelie

  15. #15
    aufTrab Guru Avatar von Gwenie
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    AW: Prioritäten bezüglich Sattel

    Also ich lasse nur noch eine bestimmte Sattlermeisterin an meinen Sattel und zwar ist die gleichzeitig gelernte Osteophatin und guckt sich zunächst das Pferd, dessen Rückenaufbau an und dann den Sattel!
    Das ist wirklich top und ich zahle genauso viel fürs aufpolstern (1x järhlich) wie bei anderen Sattlern.

    Ich finde auch dass der Sattel dem Pferd passen muß, mittlerweile gibt es ja auch 1000 dinge für den Reiter dass dieser auch bequem sitzen kann (dicke/dünne Pauschen, lange/kurze Sattelblätter...)

    die billig Produkte kommen für mich nicht in Frage, weil eben die Qualität nicht stimmt. Oft nicht nur vom Leder sondern (viel wichtiger) vom Sattelbaum. Was bringt mir ein billig Sattel der nach einem 1/2 Jahr sich gesenkt hat weil der Kunststoffbaum schlechte Qualität hat!?

    Ich selber habe schon seit Jahren einen Stübben Sacandica und ich schwöre auf diesen Sattel. Als wir uns fürs Pony umgeguckt haben haben wir auch nach gebrauchten Markensätteln geguckt, den davon gibt es ja wirklich viele und preiswerte. Allerdings hatte auch hier erstmal der Pferderücken vorrang.

    Bei uns am Stall gibt es eine Reitkollegin die eine Odisee mit Sätteln für ihren Lusitano hinter sich gebracht hat. Sie hat einiges probiert, wirklich funktioniert hat es aber erst mit einem Maßsattel (von Stübben) wo ein richtiger Experte, der sich nur um solche Probleme kümmert, rauskam.

    Von vielen "Fach"verkäufern halte ich nichts! Die haben oft genauso viel Ahnung wie man selber!
    Und wenn die einem erzählen man muß da ein Pad drunter packen dann sind die für mich eh gestorben, denn ein richtig liegender Sattel benötigt nichts drunter (außer einer Schabracke für die Optik und den Schweiß).

    Gelpads/Pads allgemein:
    Viele denken sie tun dem Pferd etwas gutes und packen ein Pad/Lammfell/Gelkissen... drunter. Dadurch wird aber die Kammer enger und die Wirbelsäule kann gequetscht werden. Vor allem wenn man die Pads/Kissen auch noch schön in den Vorderzwiesel zieht.

    Unser Opi hat ein Gelkissen, dass wird deshalb benutzt weil er schon etwas knöchern ist und man so die Druckpunkte etwas verteilen kann, für die paarmal die er geritten wird.
    Gruß Gwenie

    www.equiservice.de

  16. #16
    aufTrab Guru
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    AW: Prioritäten bezüglich Sattel

    Zitat Zitat von Lelie Beitrag anzeigen
    Ich lege das Pad (egal welches) immer direkt aufs Fell, darüber die Schabracke. Hab ich von meiner ehemaligen RL und vom Sattler so gelernt.
    Ist das nicht eine rutschige Angelegenheit bei nem Gelpad?
    Bei mir rutscht das alles immer!
    Kommt aber wohl auch aufs Pferd an denk ich!
    LG Sky

  17. #17
    Lelie
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    AW: Prioritäten bezüglich Sattel

    Zitat Zitat von Skydancer Beitrag anzeigen
    Ist das nicht eine rutschige Angelegenheit bei nem Gelpad?
    Bei mir rutscht das alles immer!
    Kommt aber wohl auch aufs Pferd an denk ich!
    LG Sky
    Mit dem Überzug geht es eigentlich ganz gut. Und wenn der Sattel erstmal angegurtet ist, rutscht da nichts mehr. Allerdings achte ich dann schon drauf rechtzeitig nachzugurten. Muss ich bei Helli sowieso, weil Madame sich immer ein wenig aufplustert.
    LG Lelie

  18. #18
    aufTrab Professor Avatar von Lore
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    AW: Prioritäten bezüglich Sattel

    Meine Sättel wurden von einem erfahrenen Fachmann (der auch selbst reitet) angepasst und werden einmal jährlich routinemäßig kontrolliert und ggf. korrigiert.
    Der Sattler hat damals mein Pferd vorab begutachtet und dann für den Termin etliche Sättel (neue und gebrauchte) mitgebracht, die in Frage kommen könnten. Einige davon schieden bereits nach dem ersten Auflegen aus, mit einigen bin ich probegeritten. Für mich war dabei erstmal entscheidend, dass das Pferd sich wohlfühlt. Dies lässt sich meines Erachtens aber nicht vom Wohlgefühl des Reiters trennen, denn ein Reiter, der sich unwohl fühlt im Sattel, wird sein Pferd kaum zur Losgelassenheit bringen.

    Im Endeffekt hat mein Pferd sich für neue Sättel entschieden, der Dressursattel kostete 1750 €, der Springsattel lag bei 2400 € (war ein relativ neues Modell). Nach wie vor bin ich überzeugt davon, dass das Geld gut angelegt ist.

    Grundsätzlich bin ich aber kein Gegner von Gebrauchtsätteln. Einen gut erhaltenen Gebrauchten hätte ich durchaus genommen, wenn etwas passendes (oder passend zu machendes) dabei gewesen wäre.
    Dass man sich beim Sattelkauf ein finanzielles Limit setzt, finde ich durchaus okay - man sollte aber auf jeden Fall realistisch bleiben.
    Jedenfalls ist es besser, ein eckiges Etwas zu sein als ein rundes Nichts.
    (Friedrich Hebbel)

  19. #19
    aufTrab Mitglied
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    AW: Prioritäten bezüglich Sattel

    So wie bei Lore lief das bei meinem Dressursattel auch ab. Ich konnte mir dann den "besten" Sattel aussuchen und ein paar Tage Probereiten und danach würde noch mal geschaut werden und ggf. zur Preisverhandlung kommen. Ich habe mich dann für den von Lelie schon erwähnten Busse Anky entschieden.
    Ich konnte gut drin sitzen und auf dem Pferd lag er. Mehr oder weniger. Eigentlich rutschte er immer ein Stück nach vorne. Auf meine Nachfrage, warum und ob man daran etwas ändern könne, bekam ich die Antwort, da sich das mit der Zeit geben würde, da der Sattel auch noch neu war. Ich habe mich auf die Antwort verlassen, da mein Pferd zu dem Zeitpunkt noch etwas speckig und im Rücken nicht gut bemuskelt war.
    Aber der Muskelaufbau dauerte trotz fast täglichem Reiten übermäßig lange und der Sattel rutschte weiter. Ich ließ ihn nach einem guten halben Jahr noch mal anschauen und klagte über mein Problem. Ihrer Meinung nach passte der Sattel nach wie vor (im Stand). Sie hat ihn dann zum Aufpolstern mitgenommen.
    Aber selbst danach war es nicht besser. Und ich konnte zudem immer schlechter drin sitzen. Mag sein, dass es daran lag, das ich 2cm gewachsen bin, jedenfalls konnte ich im Galopp nicht mehr richtig zum Sitzen kommen (mein Gefühl war eher, dass ich auf den Oberschenkeln saß) und überhaupt, ich habe mich nicht mehr wohlgefühlt- wobei ich sagen muss, dass der Sattel wirklich wunderbar weich und bequem ist.
    Also habe ich mich im näheren Umkreis umgeschaut und bin am Wintec hängen geblieben. Ich mag den so super gerne, und ich glaube, mein Pferd auch. Mein Sitzgefühl ist ganz anders, er hat endlich eine schöne Sattellage und einen runden Hintern bekommen und scheint sich wohlzufühlen. Was will man mehr?

    Ich habe unter dem Sattel auch ein Pad. Es handelt sich dabei aber nicht um ein richtiges Pad, sondern um ein ganz dünnes Lammfell, welches direkt auf dem Pferderücken liegt und mittels Schlaufen an den Schlaufen der Schabracke festgemacht wird. Ich habe das Gefühl, dass mein Pferd das Lammfell gerne mag.

    Wenn ich mir wieder einen "ordentlichen", sprich, Ledersattel, anschaffen wollte, vielleicht auch für mein junges Pferd, würde ich schon gerne mit ein paar Wünschen dem Sattler entgegentreten. Zum Beispiel würde ich fragen, ob ich auf dieses Pferd einen Albion legen kann, bzw. ob dieser angepasst werden könnte, da ich persönlich die Sättel von Albion einfach unheimlich bequem finde. Ich habe schon gewisse Ansprüche, die ich auch erfüllt wissen möchte- denn wenn ich mich nicht richtig drin wohlfühle, wirds sowieso nichts.

    Für mich kommt aber kein Sattel gegen ohne Sattel reiten an. Wenn ich ohne Sattel reite, dann kann ich viel mehr fühlen und meiner Meinung nach besser einwirken, als mit. Liegt vielleicht daran, dass man wirklich "im" Pferd sitzt. Deswegen wird auch von vielen Sattlern von Pads abgeraten. Das wird dann alles zu "hoch" und viel, dass der Reiter richtig "über" dem Pferd sitzt.

  20. #20
    aufTrab Experte Avatar von nanja
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    AW: Prioritäten bezüglich Sattel

    Also ich habe für meinen Lütten einen "gebrauchten von der Stange" für 500€ inklusive Anpassung an ihn UND mich ( spezailpauschen für mich) gekauft,
    als klar wurde das mein Alter nicht passt.
    Den wird er so lange es i.O. ist und er wächst behalten, da ich es nicht einsehe 5 Sättel durchzuwemsen weil Hoppi noch wächst.
    ( wenns nicht anders geht, werd ich auch das tun, aber...)
    Sobald die Großen Sprünge hinter uns liegen und Klar ist was er denn gerne möchte gibts dann ein "Lebenslang" Modell.
    Ich lasse sie immer vom Sattlermeister anpassen, da die gehilfen gar nicht rausfahren, da hab ich schonmal kein Problem.
    Und der Meister berät dann auch und bringt was er meint könnte passen mit.
    Anpassungen und Kontrollen macht er dann auch selber.
    Für meinen "Alten" hatte ich ein recht schönes Modell das ca 2800€ gekostet hat. Den habe ich aber mit tränenden Augen weggegeben, da er für meinen Schmalhans noch viel zu breit war.
    Ich hab kein Problem damit 2,5t € für nen Sattel auszugeben aber dann wirds mir doch zu stickig....

    Drunter hab ich eigentlich nur eine Schabracke, da meine Sättel regeläßig gewartet werden und "nackt" am besten passen.
    Beim Springsattel der nicht 100% passend zu machen war, leg ich nach Absprache mit meinem Sattler ein Springkissen unter, um die Kammer so
    weich zu verengen. ( sonst hat er zu viel Luft an der Schulter und drückt dann. ) Den benutze ich aber auch nur ca alle 4 Wochen 1 mal.
    Und mit steigendem Muskelaufbau liegt er auch immer besser.
    Vielleicht wächst er noch rein?
    Dass mir mein Pferd das Liebste sei, sagst du oh Mensch sei Sünde,
    mein Pferd ist mir im Sturme treu, der Mensch nicht mal im Winde !


    Kritik zur Kenntnis genommen - Ignoriervorgang eingeleitet

  21. #21
    aufTrab Stammgast Avatar von franzl
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    AW: Prioritäten bezüglich Sattel

    Nochmal zum Gelpad:

    Ich lege es eigentlich auch direkt auf den Pferderücken, so hat es mir der TA gesagt. Eine Schabracke drunter mildert den Effekt des ganzen. Meine Pads haben inzwischen viele selbstgenähte Baumwollüberzüge, so dass es kein Problem ist...
    Auch ist Gelpad nicht gleich Gelpad. Hier gibt es eine ganze Menge Schrott auf dem Markt. Meine habe ich mit dem TA zusammen ausgesucht, eben damals für den Opi. Engere Kammer ist klar, das wurde beim Sattel einkalkuliert.
    Nun komme ich zu dem "eigentlich": beim Lütten lege ich es zwischen Sattel und Schabracke. Hier gebrauche ich das "Luftpolster" an der Schulter, damit die Muskulatur wachsen kann. Meine Sattlerin hat mir dazu geraten, weil eine Anpassung des Sattels eher kontraproduktiv ist, weil der Lütte mit seiner Muskulatur in den Sattel reinwachsen wird (angepasst mit Fett, Fett abgebaut - Sattel passt nicht mehr richtig, Muskulatur wird aufgebaut - Sattel passt wieder) Eine engere Kammer würde in dem Moment einen Muskelaufbau verhindern. Das leuchtet mir ein, daher handhabe ich das im Moment so... und verlasse mich damit auf die Sattlerin...
    Grüße von Nic

  22. #22
    aufTrab Stammgast Avatar von filou
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    AW: Prioritäten bezüglich Sattel

    Aha, interessant.
    Ich habe seit es Pads gibt, gelernt, dass die immer zwischen Decke und Sattel kommen, wär nie auf die Idee gekommen, dass das auch anders gehen könnte. Halten tun die mir auch dazwischen nicht. Bis ich endlich richtig angurten kann, ist schon alles weg, also in den ersten Schrittrunden rutscht das Ding sonstwohin. Würde ich heute noch ein Gelpad verwenden, würde ich definitiv eine Satteldecke oder Schabracke mit Tasche zulegen.

    Wenn der Sattler bei Veränderungen empfiehlt, ein Pad zu nehmen, ist es meines Erachtens was anderes als wenn der Sattel von vornherein nur mit passt.

    Johnny hat bestätigt, was ich schon lange in Verdacht hatte: Dass es auch mit am Sattel liegen kann, wenn man trotz langjähriger Reiterfahrung nicht um die Bohne seinen Hintern in den Sattel bekommt, sondern immer und immer wieder auf die Oberschenkel hochrutscht. Das sind tolle Aussichten für mich, denn daran bin ich schon ziemlich verzweifelt.

    Aber ohne Sattel reiten kann ich schonmal gar nicht. Erstens hab ich immer irgendwie schmale hohe Warmblüter unterm Hintern und die können ziemlich einschneidende Erlebnisse bieten mit ihrem hohen Widerrist und zweitens hab ich auf dem Fjord meiner Großcousine keine Kurve im Schritt geschafft, weil das Fell der Pferde so elend glatt ist. Gut, auf einem Pony würd ich's heut vielleicht mal wieder probieren, aber nicht auf meinem.

  23. #23
    aufTrab Mitglied Avatar von Didischm1977
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    AW: Prioritäten bezüglich Sattel

    Hab gerade so euer Sattelthema gelesen. Möchte mir Demnächst auch einen Kaufen,da ich überwiegend Freizeitreiter bin habe ich mir einen Podium angeschaut und au schon Probegeritten. Ansonsten habe ich einen ganz alten Kiefer der sehr gut passt und noch einen Wintec VS. Persöhnlich denke ich wenn ich sowieso einen Sattel kaufen möchte,dann neu (Garantie). Im Schnitt kostet ein vernünftiger Sattel so ca.1200EU. Den alten Kiefer habe ich zum Anreiten benutzt weil nicht viel kaputt wenn Pferd sich evtl.hinschmeißt.
    Reite aber nach wie vor gerne auf ihm. Da mein Pferd jung war als ich sie bekam,war der Wintec genau richtig da sich Pferd ja bis ca.6-7jährig immer etwas verändert. Der Wintec ist da durch seine Verstellbarkeit in der Kammer optimal und das Preis-Leistungs Verhältniss passt.Außerdem muß ich sagen das der Wintec ganz bequem ist,wenn er mal eingesessen ist.Meine Stute hat Gott sei Dank eine unkomplizierte Sattellage.

  24. #24
    Lelie
    Gast

    AW: Prioritäten bezüglich Sattel

    Zitat Zitat von filou Beitrag anzeigen
    Aber ohne Sattel reiten kann ich schonmal gar nicht. Erstens hab ich immer irgendwie schmale hohe Warmblüter unterm Hintern und die können ziemlich einschneidende Erlebnisse bieten mit ihrem hohen Widerrist und zweitens hab ich auf dem Fjord meiner Großcousine keine Kurve im Schritt geschafft, weil das Fell der Pferde so elend glatt ist. Gut, auf einem Pony würd ich's heut vielleicht mal wieder probieren, aber nicht auf meinem.
    Versuchs wirklich mal wieder! Das hilft fürs Gleichgewicht ungemein, eben weil man nichts durch klammern, klemmen und in die Steigbügel lehnen ausgleichen kann.
    Wenn man nur mal seinen inneren Schweinehund überwindet, klappt das mit jedem Pferd, egal ob auf einem kugelrunden Shetty oder einem schmalen Warmblüter. Wenigstens zum Schritt reiten und galoppieren. Traben ist auf manchen echt unangenehm, da stimme ich dir zu.
    Ich beobachte immer wieder, dass sehr viele erwachsene Reiter unglaubliche Vorbehalte gegen das Reiten ohne Sattel haben. Vielleicht gehen Kinder und Jugendliche da einfach furchtloser ran. Aber letztlich ist es völlig entspannt, wenn man selbst den Knoten im Kopf löst.
    Ich kann es nur immer empfehlen, weil es für Sitz, Vertrauen und Körpergefühl so unglaublich viel bringt.

    Zitat Zitat von Didischm1977 Beitrag anzeigen
    Da mein Pferd jung war als ich sie bekam,war der Wintec genau richtig da sich Pferd ja bis ca.6-7jährig immer etwas verändert. Der Wintec ist da durch seine Verstellbarkeit in der Kammer optimal und das Preis-Leistungs Verhältniss passt.
    JEDER Sattel ist in der Kammer veränderbar! Jeder! Bei Stahlfederbäumen kann das jeder Sattler mit einfachen Mitteln, Kunststoffbäume müssen erwärmt werden und sind nicht beliebig oft veränderbar. Aber grundsätzlich kann jeder Baum locker um ein, zwei Kammerweiten verändert werden.
    Außerdem kann man bei einem Ledersattel sehr viel mehr über die Polsterung anpassen, gerade bei jungen Pferden, als bei einem Wintec.
    Das ist einfach ein extrem weit verbreiteter Irrglaube!

    LG Lelie

  25. #25
    Moderator Avatar von urmeli
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    AW: Prioritäten bezüglich Sattel

    Ohne Sattel würde ich auch nicht mal eben so reiten. Da man da eh schon Bedenken hat zu rutschen, ist die Gefahr des Klammerns meines Erachtens viel größer, als mit Sattel ohne Steigbügel zu reiten. Das ist auch ein gutes Training für den Sitz

    LG urmeli

  26. #26
    Moderator Avatar von iesca
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    AW: Prioritäten bezüglich Sattel

    Wenn man einen Longiergurt mit einer Schabracke drunter nimmt, dann ist es nicht mehr so glatt und vom Gefühl her ist es fast wie ohne Sattel zu reiten.
    Ich habe das die ersten Male bei Bohème so gemacht, da ich noch keinen passenden Sattel habe und ohne Sattel war mir auch zu glatt, obwohl ich sehr gerne ohne Sattel reite. Zumindest im Schritt.
    Erwartest du Berge, dann sind es nur Maulwurfshügel

    Besucht mich doch mal auf meiner HP: http://auftrab.com/members/kayuko und hinterlasst einen Gruss im Gästebuch.

  27. #27
    aufTrab Stammgast Avatar von filou
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    AW: Prioritäten bezüglich Sattel

    Ok, mit Longiergurt könnt ich's mir schon vorstellen.
    Ansonsten reite ich immer ohne Bügel, denn bei Schulbügelriemen darf man nicht einfach ein Loch rein machen, weil die vorhandenen einfach nicht optimal sind, das eine zu lang, das andere zu kurz und krumm sind sie irgendwie für mich auch immer, das seh ich schon im Spiegel, wenn ich davor reite und die Beine rausnehm. Kommentar der Reitlehrer der letzten fünf Jahre: "Schmarrn, moderne Riemen dehnen sich nimmer und man steigt immer mit Tritt auf, was soll da krumm sein?" Ich hab nie gesagt, das käm vom Aufsitzen, sondern ich glaub, da wurde einfach nach dem Putzen von 15 Schulpferdesätteln in jeden Sattel irgendwas reingebastelt, nur nicht das, was drin sein sollte.
    Wenn ich mit Sattel ohne Bügel reite, pappt mein Hintern schon alleine durch die Reithose am Sattel, ich komm eigentlich nie auf die Oberschenkel und mein Knieschluss ist noch nie für zu fest befunden worden, glaub also nicht, dass ich klammere. Mach ich dasselbe ohne Sattel, rutsche ich schon, wenn's Pferd steht und sich umschaut (so hingegegebener Zügel, Pferd steht, schaut nach rechts hinten und biegt sich dafür), ein Stückchen aus der mittigen Position. Da kann man sich natürlich am Mähnenkamm so weit abstützen, dass man sich wieder zurecht rückt.
    Ich weiß auch nicht, ob's am Erwachsenenalter liegt, denn das letzte Mal, wo ich festgestellt hab, das brauch ich nicht, war mit 17, das erste Mal natürlich, als wir Kinder vom Bauern nebenan Erlaubnis bekamen, seine Pferde zu erklimmen, also mit 10. So zwischen 15 und 18 war ich sehr mutig, hab ziemlich alles ausprobiert und ziemlich alles etwas ungewöhnliche mit Verletzungen bezahlt, bei denen ich so lang liegend krank war, dass mein Abitur dadurch gefährdet war. Daher hab ich beschlossen, es gibt Dinge, die brauch ich nicht. Parcoursspringen gehört dazu.

    Irgendwie fänd ich diese Wintec ja schon nicht so blöd von der Idee her, aber wenn sie das Zeug zu einem richtig guten Sattel hätten, hätt ich gemeint, diese leichten und pflegeleichten Teile hätten sich viel mehr verbreitet. Letztendlich findet man doch in einem Stall wie unserem mit 64 überwiegend freizeitmäßig gerittenen Pferden (da sind Reiter dabei, wo man im Galopp beim Zuschauen im Takt des Einsitzens "aua, aua, aua" sagt) doch nur Ledersättel, bis auf ganz wenige Ausnahmen. Leicht und pflegeleicht will doch eigentlich jeder, aber trotz beidem und trotz des günstigen Preises entscheiden sich die Leute für was anderes. Das muss einen Grund haben.
    Was die Verstellbarkeit angeht: Ich hab von einer Freundin, die einen hat, gehört, bei den Wintec-Sätteln kann sie's eben selbst verstellen, aber auch ihr hab ich seinerzeit gesagt, dass ich mir das selbst nicht zutrauen würde, ich würd's eh den Sattler machen lassen und dann ist es schon egal.

  28. #28
    aufTrab Guru Avatar von Gwenie
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    AW: Prioritäten bezüglich Sattel

    Ich denke dass Erwachsene nicht gerne ohne Sattel reiten hat auch was mit dem Kopf zu tun. Si emachen sich dabei (zu) viele Gedanken. Als Kind habe ich mir auch nichts dabei gedacht und bin auch ohne Sattel durch den Teich galoppiert!
    Heute sieht die Sache schon anders aus, man (ich) überlege mein Pferd kennt das nicht, die bockt bestimmt etc.
    Selbst auf La Gomera (Stute von Gisa) die ja auch Volti geht ist es ein komisches Gefühl zu sitzen (mit Voltigurt und Pad). Eher ungewoht, aber da weiß ich dass die "nichts" macht, also dass sie es kennt!

    Ohne Bügel reite ich regelmäßig hilft einfach den Sitz zu verbessern!

    Übrigens ist es blödsinn dass die Steigbügelriemen nicht länger werden! Sie bestehen auch heute noch aus Leder dass sich gerade wenn man ohne Aufsteigehilfe aufsitzt einseitig (also links) ausdehnt/verlängern! Darum soll man ja auch heute noch regelmäßig die Riemen von links nach rechts tauschen!
    Gruß Gwenie

    www.equiservice.de

  29. #29
    aufTrab Professor Avatar von Lore
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    AW: Prioritäten bezüglich Sattel

    Zitat Zitat von Gwenie Beitrag anzeigen

    Übrigens ist es blödsinn dass die Steigbügelriemen nicht länger werden! Sie bestehen auch heute noch aus Leder dass sich gerade wenn man ohne Aufsteigehilfe aufsitzt einseitig (also links) ausdehnt/verlängern! Darum soll man ja auch heute noch regelmäßig die Riemen von links nach rechts tauschen!
    Grundsätzlich gebe ich dir recht - es gibt aber auch schon Bügelriemen, die sich nicht in die Länge ziehen. Sie bestehen aus einem breiten Nylonband, das ja formstabil ist und drumherum ist dünnes Leder, so dass sie im Prinzip wie ein normaler Bügelriemen aussehen. Ich habe für beide Sättel welche von Prestige, ich glaub' Kieffer hat solche auch.
    Jedenfalls ist es besser, ein eckiges Etwas zu sein als ein rundes Nichts.
    (Friedrich Hebbel)

  30. #30
    aufTrab Mitglied Avatar von GuyWithAPony
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    AW: Prioritäten bezüglich Sattel

    Zitat Zitat von urmeli Beitrag anzeigen
    Ohne Sattel würde ich auch nicht mal eben so reiten. Da man da eh schon Bedenken hat zu rutschen, ist die Gefahr des Klammerns meines Erachtens viel größer, als mit Sattel ohne Steigbügel zu reiten. Das ist auch ein gutes Training für den Sitz

    LG urmeli
    wohl wahr... und es ist ja auch nicht jedes pferd dazu geeignet, ohne sattel geritten zu werden...

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